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Faltrad zum Pendeln und mehr

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
alterfalter2
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von alterfalter2 »

@ Motte
"Und es gibt kein Faltrad, das Reiserad, winziges Pendlerrad, MTB und Einkaufsrad zugleich ist. Man muss Schwerpunkte setzen, was die wichtigste Anwendung ist und bei den anderen Nutzungen Zugeständnisse machen."

..vlt doch: Bike Friday Pocket Llama ;) ..mit der Einschränkung, daß es nicht "winzig" faltet, alles andere ist abgedeckt.

Gruß TIL
berlinonaut
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von berlinonaut »

Motte hat geschrieben:Ich weiß ja, dass Du mittlerweile ternophob geworden bist, bei zunehmender Bromptonophilie. :P

Ich kann nur die Ursache nicht so recht nachvollziehen. Wobei ich nichts gegen das Brompton habe. Im Gegenteil - es ist das ideale Pendlerrad mit ÖPNV Nutzungsanteilen. Man sollte aber die Liebe nicht so weit treiben, dass man es für alleinseeligmachend hält.
So schlimm ist es noch nicht. :) Tatsächlich schiele ich grade vorsichtig Richtung Moulton, nachdem ich mit dem Bickerton einfach nicht warm werde. :lol: Und es gibt genug Szenarien, wo andere Räder besser geeignet sind. Das Brommi passt schlicht sehr gut zu meiner Art und Weise der multimodalen Fortbewegung. In der Stadt eh, aber durch die Möglichkeit es im ICE mitzunehmen und dann am Zielort vom Bahnhof wegzukommen ohne Taxi fahre ich auf Fernstrecken mittlerweile Bahn statt Auto. Und in seiner Paradedisziplin ist objektiv das Brommi eh schwer zu schlagen - wenn man sich denn mit seinen Eigenheiten anfreunden kann. Auch wenn man natürlich auch andere Räder im Zug mitnehmen kann. Meine Bromptonophilie rührt wahrscheinlich schlicht aus dem Entzücken, dass ich seinerzeit im Zustand vollständiger Ahnungslosigkeit tatsächlich mal auf Anhieb das passende Produkt für mich gekauft habe. Und das noch dazu, bevor ich überhaupt das Problem hatte, das ich mit dem Brompton löse, sondern schlicht aus Spieltrieb. Passiert mir sonst so gut wie nie, daher die Begeisterung. :D
Motte hat geschrieben: Es gibt kein Auto, dass Wohnmobil, Kleinwagen, Familienauto und Sportwagen zugleich ist. Und es gibt kein Faltrad, das Reiserad, winziges Pendlerrad, MTB und Einkaufsrad zugleich ist. Man muss Schwerpunkte setzen, was die wichtigste Anwendung ist und bei den anderen Nutzungen Zugeständnisse machen.
Das ist genau der Punkt, den ich oben auch schon schrub. Und damit letzten Endes eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Motte hat geschrieben: Bestimmte Dinge sind im Nachhinein nur schwer (und kostspielig) zu ändern. Du solltest daher (egal welches Rad es wird) vorher überlegen, ob Du eine Lichtanlage mit Nabendynamo haben möchtest und welche Gangschaltung (bzw. Übersetzung) Du für alle deine Faltrad-Anwendungen haben möchtest.
Das ist nicht ganz richtig. Für den Fall, dass man am Brommi einen SON haben möchte ist Nachrüsten beim Händler billiger als die Bestellung ab Werk. Und man hat noch ein zusätzliches Vorderrad. Für alles andere stimmt's. Was die gangmässige und sonstige Ausstattung eines Brompton angeht lohnt vielleicht ein Blick in die Gebrauchtberatung bei den Bromptonauten (allerdings ist auch die erstaunlicherweise etwas bromtophil): http://wiki.bromptonauten.de/index.php? ... rauchtkauf
Motte hat geschrieben: Gleiches gilt für die grundsätzliche Auswahl an Reifen. Räder mit ungewöhnlichem Raddurchmesser (wie Birdy und Brompton) bringen es mit sich, dass man nicht beliebige Reifen dafür erhält. Manche Reifen gibt es grundsätzlich nicht für kleine Räder (unter 24 Zoll). Aber bei 20 Zoll ist die Auswahl ungleich größer als bei 16 oder 18 Zoll. Das verblasst, wenn man mit der vorhandenen Auswahl zufrieden ist. Sollte man aber vorher mal dran denken und sich entscheiden. Ab Herbst wird es von Schwalbe auch für das Brompton Spike Reifen geben.
Das mit den Reifen hört man ja immer wieder - stimmt ja auch. Allerdings bin ich noch nie in die Situation gekommen, dass ich ein Rad verflucht hätte, weil es einen bestimmten Reifen nicht gegeben hätte dafür. Vielleicht sind meine Räder nicht exotisch genug oder meine Einsatzszenarien zu langweilig - aber ich neige dazu, zumindest für Bromton, Birdy und die 20"-Riege das Problem für überbewertet zu halten.
derMac
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von derMac »

berlinonaut hat geschrieben:Allerdings bin ich noch nie in die Situation gekommen, dass ich ein Rad verflucht hätte, weil es einen bestimmten Reifen nicht gegeben hätte dafür. Vielleicht sind meine Räder nicht exotisch genug oder meine Einsatzszenarien zu langweilig
Deine Einsatzszenarien sind zu langweilig. 8-) *scnr*
Und seit es fürs Brompton Spikereifen gibt ist der Notstand auch nicht ganz so groß (das ist aber erst seit sehr kurzem so). Bei 20 zoll hat man aber noch die Chance, in einem halbwegs gewöhnlichen Radladen Ersatz zu bekommen, wenn mal dringend Bedarf besteht. Bei 16 und 18 sieht das ganz schlecht aus.

Mac
berlinonaut
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von berlinonaut »

derMac hat geschrieben: Bei 20 zoll hat man aber noch die Chance, in einem halbwegs gewöhnlichen Radladen Ersatz zu bekommen, wenn mal dringend Bedarf besteht. Bei 16 und 18 sieht das ganz schlecht aus.
Auch das ist - zumindest für mich - ein eher theoretisches Problem: In sechs Jahren habe ich wie gesagt genau einen Mantel gebraucht und keinen Schlauch. Wenn ich doch oder noch einen bräuchte habe ich in der Nähe meiner Arbeitsstelle zwei Läden, die Brompton führen, wo ich notfalls zu Fuss hingehen könnte und einen weiteren mit einem kleinen Schlenker am Arbeitsweg. So ungefähr 5 weitere kann ich ganz brauchbar per U- und S-Bahn erreichen (und das sind nur die, die mir grade einfallen). Ansonsten kann man ja immer noch im Internet bestellen - das dauert ja auch nicht ewig. Ich vermute, wenn ich für ein Grossrad einen bestimmtes Reifenmodell haben wollte, das nicht total gängig ist, stünde ich schlechter da. Zugegebenermassen ein Vorteil der Grossstadt. Würde ich auf dem Lande wohnen würde ich mir einen Satz Reifen und Schläuche auf Lager legen. Würde ich den Kojak fahren ebenfalls - die führt hier nicht jeder Bromptonhändler.
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von Motte »

Mein Hinweis mit den Reifen war ganz wertfrei und markenunabhängig gedacht.

Die häufigsten kleine Räder haben halt 20 Zoll (also 406) weil sich dort auch Kinderräder, BMX,Liegeräder und diverse Hänger tummeln. Ebenso gibt es für Kinderräder mit 305er Maß noch ein erträgliches Angebot. Um die Tatsache, dass bei den Größen 347 oder 355 Einschränkung im Angebot bestehen kommt man nicht herum.
Ob einem das ausreicht sollte man vorher prüfen. Prüfen - mehr nicht.

Mich hat es nicht am Kauf eines Birdys gehindert (obwohl es damals nur 3 verschiedene Reifen dafür gab). Aber ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich im Herbst oder Winter oder auf den Kanaren nicht gerne einen anderen Reifen mit wesentlich mehr Profil gehabt hätte. Das ist bei 20 Zoll etwas entspannter - obwohl es auch dort längst nicht alles gibt, was die 26er oder 28er Fraktion kaufen kann. Zum Beispiel die speziellen Winterreifen ohne Spikes.

Dass man mit einem speziellen Rad (und das sind nahezu alle Falträder) nicht in jedem Laden Ersatzteile bekommt, sollte einem vorher bewusst sein. Da gilt das Prinzip, dass die Chance steigt, je größer das Faltmaß ist. Weil dann mehr Standard Teile verbaut wurden. Reisefalträder sind so aufgebaut. Im Zeitalter des Internet und des Verschwindens echter Fahrradgeschäfte sehe ich darin kein Problem. Versuche mal bei einer dieser "Radketten" vernünftiges Felgenband für einen Druck jenseits von 3 bar in 20 Zoll (oder überhaupt) zu bekommen. Oder den Wechseleinsatz für ein Sclaverand Ventil :roll:

Wobei es in meinem Stadtteil seit Jahren gar kein Fahrradgeschäft mehr gibt - sie haben alle aufgegeben. (bei zwei von ihnen war es auch kein Verlust :twisted: )
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von Rohrbieger »

Wow, mit so vielen Antworten und einer so regen Diskussion nach nur einem Tag hätte ich ja nicht gerechnet! Danke schonmal für eure Teilnahme an meinem "Problem"! :mrgreen:

Letztlich kommt es wohl wirklich, wie berlinonaut sagt darauf an den richtigen Kompromiss zu finden.

Bei Schwerpunkt auf Fahreigenschaften
alterfalter2 hat geschrieben:... eher zum BERNDS tendieren. Das läßt sich sicher nicht sonderlich klein falten...
Brompton hat wohl unbestritten das kleinste Packmaß, dafür auch die kleinsten Räder mit den damit einhergehenden Nachteilen.

Tern scheint ist deutlich günstiger und hat mir vom Fahrkomfort her spontan sehr gefallen. Allerdings faltet es nicht so schön klein.

Da ich die Zeit im Zug meist mit Laptop auf dem Schoß zum Arbeiten verwende wäre das kleine Brompton schon praktisch neben mir in einer 2er-Reihe zu verstauen. In meiner Pendelrichtung ist die Bahn nicht so voll, sodass man wenig Gefahr läuft für Unmut zu sorgen wenn man einen 2er alleine belegt ;)

Ein sperrigeres Rad müsste ich dann irgendwo in Sichtweite platzieren (Angst vor Diebstahl!) oder mich damit auf einen Klappsitz im Fahrradabteil setzen (Danke Motte für das Detaillierte Eingehen auf die verschiedenen Züge, die hier bei uns eingesetzt werden, das ist echt mit ein Entscheidungskriterium! :)).
Motte hat geschrieben:Und man kann ein Tern - wenn auch nicht so gut wie ein Brompton - im Radabteil einfach zwischen seine Beine stellen.
Zum Arbeiten ist das aber nicht so prickelnd.

Von daher deutet doch einiges in Richtung Brompton. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es von den Fahrleistungen her wirklich meinen Anforderungen gerecht werden kann. Wie gesagt fahre ich jeden morgen nach der Bahnfahrt in Aachen 5 km, größtenteils bergauf zur Arbeit und dann Abends wieder zurück. Ich denke schon, dass da eine 6-Gang-Schaltung Sinn macht, oder?
Auch bin ich mir nicht ganz sicher ob ich mit dem Brompton ohne weiteres über ungeteerte Feldwege hoppeln kann. Je nachdem in welche Richtung ich von der Arbeit beispielsweise mittags mal in die Stadt fahre gibts da eine Abkürzung die ich mit meinem 28 Zoll Schrott Rad gerne mal benutzt habe.
berlinonaut hat geschrieben:warum Du mit 1,88 zwingend ein H-Modell brauchen solltest ist mir etwas unklar
Naja, das hatte mir der Händler empfohlen. Und ohne Teleskopsattelstütze kann ich definitiv nicht anständig fahren. Da krieg ich die Beine einfach nicht weit genug gestreckt. Hab aber auch lange Beine. Werde aber nochmal andere Lenker ausprobieren, danke für den Hinweis! Würdest du dann eher S oder M oder diesen merkwürdigen Tourenlenker empfehlen?
berlinonaut hat geschrieben:Über den Preis würde ich mir zuletzt Gedanken machen
Deswegen hab ich ja ganz bewusst am Anfang keine Preisspanne angegeben. Aber wenn ich das doppelte für etwas ausgebe, auf dem ich schlechter fahre ärgere ich mich genauso :P

Über die Reifenthematik mache ich mir eigentlich keine größeren Sorgen, vielleicht auch weil ich auf meinen alten Rädern früher auch nie irgendwelche Spezialreifen benutzt habe sondern auf Schnee dann einfach ein bisschen vorsichtiger gerutscht bin :) Ist das bei kleinen Rädern denn gleich viel kritischer?

Auf jeden Fall werde ich am Wochenende nochmal den Händler besuchen, ausgiebig Probefahren und in mich gehen. Ich denke aber, dass ich mich an ein anderes Fahrverhalten eher gewöhnen kann als jeden Tag ein zu sperriges Rad mit mir rumzuschleppen und die zwei Stunden Lebenszeit die mir durchs Pendeln im Zug jeden Tag gestohlen werden nicht mehr so sinnvoll nutzen zu können.
berlinonaut
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von berlinonaut »

Rohrbieger hat geschrieben: Von daher deutet doch einiges in Richtung Brompton. Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es von den Fahrleistungen her wirklich meinen Anforderungen gerecht werden kann. Wie gesagt fahre ich jeden morgen nach der Bahnfahrt in Aachen 5 km, größtenteils bergauf zur Arbeit und dann Abends wieder zurück. Ich denke schon, dass da eine 6-Gang-Schaltung Sinn macht, oder?
Hört sich danach an. Beim Brompton solltest Du in jedem Fall die verkürzte Übersetzung wählen, bei allen Schaltungsvarianten. D.h. Das Kettenblatt mit 44 Zähnen statt 50 (bzw. beim 2-Gang 50 statt 54). Du kannst auf ritzelrechner.de einfach mal nachschauen, was da für Dich rauskommt entfaltungsmässig - ich weiss ja nicht wie steil die Berge da sind. die 2-Gang wird am Berg aber schnell knapp. Guck einfach mal in die Gebrauchtberatung, die ich oben verlinkt habe - da wird an meheren Stellen das Thema Schaltung exzessiv behandelt.
Rohrbieger hat geschrieben: Auch bin ich mir nicht ganz sicher ob ich mit dem Brompton ohne weiteres über ungeteerte Feldwege hoppeln kann. Je nachdem in welche Richtung ich von der Arbeit beispielsweise mittags mal in die Stadt fahre gibts da eine Abkürzung die ich mit meinem 28 Zoll Schrott Rad gerne mal benutzt habe.
Kommt drauf an wie hoppelig es da ist. Die kleinen Räder mit Hochdruckreifen sind schon echte Schlaglochsuchgeräte, die fehlende Vorderradfederung tut ein Übriges. Ungeteerte Wege o.ä. sind kein Problem, komplette Holperstrecken, am besten noch mit deftigen Schlammeinlagen sind mit dem Brompton nicht optimal.
Rohrbieger hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben:warum Du mit 1,88 zwingend ein H-Modell brauchen solltest ist mir etwas unklar
Naja, das hatte mir der Händler empfohlen. Und ohne Teleskopsattelstütze kann ich definitiv nicht anständig fahren. Da krieg ich die Beine einfach nicht weit genug gestreckt. Hab aber auch lange Beine. Werde aber nochmal andere Lenker ausprobieren, danke für den Hinweis! Würdest du dann eher S oder M oder diesen merkwürdigen Tourenlenker empfehlen?
Den P-Lenker bin ich nie gefahren, der widerstrebt mir schon optisch. ;) Ich habe den S-Lenker, bei offenbar vergleichbarer Grösse wie Du, ebenfalls mit langen Beinen. Auf die Dauer ist der mir ein bisschen zu niedrig, daher habe ich ihn etwas höher gelegt. Den M empfinde ich als angenehmen Kompromiss. Der H-Lenker fährt sich in meinen Augen wie ein Hollandrad, das wäre mir zu gemütlich. Ich habe die längere Sattelstütze auf Anschlag ausgezogen. Wenn Die Dir nicht reicht und Du die Teleskop brauchst kannst Du ja von der Sattelhöhe extrapolieren, wie gross Deine Sattelüberhöhung gegenüber dem Lenker sein darf/soll. Da man beim Brommi den Lenker nicht verstellen kann ist der passende Typ des Lenkers in erheblichem Ausmass von der Grösse des Fahrers bzw. von der Sattelhöhe abhängig.
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von Motte »

sodass man wenig Gefahr läuft für Unmut zu sorgen wenn man einen 2er alleine belegt
Vorsicht - der AVV ist einer der wenigen Verkehrsverbünde, der in seinen Tarifbestimmungen verlangt, dass man in dem Fall eine zweite Fahrkarte zum halben Preis löst. Wer für die Inanspruchnahme einer bestimmten Leistung nicht den tarifgerechten Fahrschein hat könnte mit einer Fahrpreisnacherhebung (also den vollen 40 Euro) zur Kasse gebeten werden. Ob das im Alltag so durchgezogen wird, weiß ich nicht. Zumindest haben sie sich die Rechtsgrundlage in die Bestimmungen gebastelt.
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von Rohrbieger »

berlinonaut hat geschrieben:Ich habe den S-Lenker[...]. Auf die Dauer ist der mir ein bisschen zu niedrig, daher habe ich ihn etwas höher gelegt. Den M empfinde ich als angenehmen Kompromiss.
Also bist du mit deinem höhergelegten S-Lenker jetzt irgendwo zwischen Normal-S und Normal-M unterwegs? Wie hast du das denn genau angestellt? Gibts da Bildmaterial?
berlinonaut hat geschrieben:Vorsicht - der AVV ist einer der wenigen Verkehrsverbünde, der in seinen Tarifbestimmungen verlangt, dass man in dem Fall eine zweite Fahrkarte zum halben Preis löst.
Davor hab ich nicht so richtig Angst. Hab hier in 6 Jahren in Aachen keinen gesehen, der für seine großen Koffer oder was auch immer zusätzliche Sitze belegt hat, extra blechen musste. Wenn man um das Freiräumen des zweiten Platzes gebeten wird kann man ja immer noch kooperieren ;)
Aber danke für den Hinweis!
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Re: Faltrad zum Pendeln und mehr

Beitrag von berlinonaut »

Rohrbieger hat geschrieben:
berlinonaut hat geschrieben:Ich habe den S-Lenker[...]. Auf die Dauer ist der mir ein bisschen zu niedrig, daher habe ich ihn etwas höher gelegt. Den M empfinde ich als angenehmen Kompromiss.
Also bist du mit deinem höhergelegten S-Lenker jetzt irgendwo zwischen Normal-S und Normal-M unterwegs? Wie hast du das denn genau angestellt? Gibts da Bildmaterial?
In meinem Fall habe ich einen gekröpfen MTB-Lenker montiert und seitlich kupiert. Dadurch komme ich ca. 2 cm höher als Standard-S und 9 cm breiter als die 2008er S-Bar (ist damit minimal breiter als die aktuelle S-Bar). Das geht gerade noch so mit den originalen Zügen von der Länge her. Damit belaufen sich die Umbaukosten auf 10 Euro. Falten geht gerade noch so. Den Unterschied merkt man sehr deutlich.

Der klassische Weg ist der Anbau einer Riserbar (z.B. sowas http://www.bikestore.cc/tranzx-doppelkl ... 06290.html), wie es z.B. TomK am H-Stern gemacht hat -> http://www.bromptonauten.de/phorum3/rea ... 038,page=1 Der H-Stern hat den Vorteil, dass Du höher bauen kannst, aber trotzdem noch falten. Den gleichen Umbau kann man auch mit dem S-Stern machen - da muss man halt deutlich mehr aufpassen beim Umbauen, dass der Lenker sich noch falten lässt.
Der gerade "Besestiellenker" und seine Derivate haben den Vorteil verwindungssteifer zu sein als der M-Lenker (und als der P-Lenker sowieso).

Hier siehst Du die Unterschiede in Höhe und Vorbauwinkel:

Bild

Bild
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