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Nächste Sendung am 27.06.2012 um 21:45 Uhr
Reparieren statt wegwerfen
Immer mehr Menschen lehnen sich gegen die Ex- und Hopp-Mentalität der Industrie auf und versuchen, kaputte Geräte in Eigenregie zu retten. Man trifft sich im Reparatur-Club und hilft sich gegenseitig, den Drucker, den Toaster und die alte Uhr wieder flott zu bekommen. Inzwischen gibt es ein bundesweites Netz solcher Werkstätten zum Selber-Löten.
Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
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Motte
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Bei unseren Stundenlöhnen ist man ja sehr schnell an einen Punkt gelangt, wo reparieren lassen nicht mehr lohnt. Auch weil Neugeräte (jedenfalls Elektrogeräte) heute sehr günstig zu haben sind. Wenn man es selbst machen kann, geht es. Wenn man einen Bekannten um Hilfe bittet auch.
Aber welcher Handwerker will das Haftungsrisiko eingehen, wenn er etwas für einen anderen (privat oder gewerblich) wieder aufarbeitet, so dass es noch eine Weile funktioniert. Da hat früher kein Hahn nach gekräht - heute sind die Hähne im Rechtsschutz, haben Anwälte und verklagen Dich, wenn sie den geringsten finanziellen Vorteil wittern.
Aber welcher Handwerker will das Haftungsrisiko eingehen, wenn er etwas für einen anderen (privat oder gewerblich) wieder aufarbeitet, so dass es noch eine Weile funktioniert. Da hat früher kein Hahn nach gekräht - heute sind die Hähne im Rechtsschutz, haben Anwälte und verklagen Dich, wenn sie den geringsten finanziellen Vorteil wittern.
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superfalter
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Coole Entwicklung um der geplanten Obsoleszent endlich mal ein Ende zu bereiten.
Wer den Bereich sehen will einfach bei mir melden.
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vmax
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
superfalter hat geschrieben:Coole Entwicklung um der geplanten Obsoleszent endlich mal ein Ende zu bereiten.
Wer den Bereich sehen will einfach bei mir melden.
Ein Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=zVFZ4Ocz4VA
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superfalter
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Die Doku habe ich schon gesehen. Es macht kein Spass mehr verarscht zu werden.
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Rone
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Wie meinen?superfalter hat geschrieben:Es macht kein Spass mehr verarscht zu werden.
Wer nach dem Motto "wer billig kauft, kauft zweimal" durchs Leben läuft, wird hier und da mal einen Taler mehr ausgeben und dafür Produkte kaufen, zu denen es Hilfe und Ersatzteile im Netz oder beim Fachhändler gibt.
Ich könnte da jetzt dutzende Beispiele aus meinem Alltag aufzählen...
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superfalter
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Diese Formel hilft auch nicht wirklich. Ich gelobe mir meinen 16 Jahre alten HP Laserjet 5L . Das war noch langlebige Qualität.
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Rone
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Irgendwo muss man halt anfangen und ich sehe sehr wohl, dass diese Formel hilft.superfalter hat geschrieben:Diese Formel hilft auch nicht wirklich.
Die Lösung aller Probleme ist sie natürlich nicht. Wenn ein Hersteller seinen Artikel so gestaltet, dass er binnen kurzer Zeit sein Lebensende erreicht hat, hat das aber nicht unbedingt was mit dieser Formel zu tun:
Wer seine Waschmaschine bei QVC kauft und die Kohlen runter sind, braucht sich nicht wundern, dass er keine neuen mehr bekommt. Wer ein Markengerät kauft, wird Hilfe im Netz finden und auch das Ersatzteil beim Fachhandel um die Ecke bekommen.
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Motte
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Den Trend zum Werterhalt begrüße ich. Wie man es grundsätzlich ändern kann, weiß ich nicht.
Meine eigene Mikrowelle z.B. hält seit 18 Jahren (ohne Kratzer) - in der Zeit haben viele Bekannte von mir 10 oder mehr solcher Geräte verschlissen oder aus "optischen Gründen" erneuert.
Dicke Autos fahren - Eigenheim - teurer Urlaub - am Lifestyle teilhaben, das alles geht (bei Otto Normalverdiener) natürlich nur, wenn man woanders ordentlich "sparen" kann. Auch auf Kosten der Umwelt, des Energieverbrauchs und der Haltbarkeit. Oder bei Lebensmitteln zu Lasten der Qualität.
Wir müssten m.E. also mehr ändern als vereinzelt den Schrott selbst zu reparieren, den wir vorher billig kaufen. Ich glaube aber nicht, dass das ohne Verzicht geht - und das will natürlich kaum einer. Ne ordentliche Ölkrise könnte da eine Hilfe sein, den ganzen Wohlstandsplastikmüll mal zu überdenken. (aber die möchte ja auch keiner haben
)
Meine eigene Mikrowelle z.B. hält seit 18 Jahren (ohne Kratzer) - in der Zeit haben viele Bekannte von mir 10 oder mehr solcher Geräte verschlissen oder aus "optischen Gründen" erneuert.
Dicke Autos fahren - Eigenheim - teurer Urlaub - am Lifestyle teilhaben, das alles geht (bei Otto Normalverdiener) natürlich nur, wenn man woanders ordentlich "sparen" kann. Auch auf Kosten der Umwelt, des Energieverbrauchs und der Haltbarkeit. Oder bei Lebensmitteln zu Lasten der Qualität.
Wir müssten m.E. also mehr ändern als vereinzelt den Schrott selbst zu reparieren, den wir vorher billig kaufen. Ich glaube aber nicht, dass das ohne Verzicht geht - und das will natürlich kaum einer. Ne ordentliche Ölkrise könnte da eine Hilfe sein, den ganzen Wohlstandsplastikmüll mal zu überdenken. (aber die möchte ja auch keiner haben
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Rone
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Re: Reparier-Clubs Reparieren statt wegwerfen 21.45
Ich sehe nicht, dass man mit "Schrott", wie Du schreibst, wirklich spart. Am Ende kauft man doch noch einmal richtig. Ging mir jedenfalls so, darum habe ich das so gut es eben geht abgelegt:
Ich denke, jeder von uns hat mit billigen Werkzeug angefangen. Nur wenn die Zangen vom Discounter keinen Bindedraht schneiden ohne Schaden zu nehmen oder nach ein oder zwei Entlüftungsschrauben an der Heizung schon glatt genudelt sind, wird man merken, dass sich die Anschaffung nicht gelohnt hat. Gut, für das korrespondierende Knipex-Set zahlt man ein bischen was, hat aber auch was davon und versaut auch seine Werkstücke nicht.
Mir persönlich liegt es fern, Sachen anzuschaffen, für die ich nicht das nötige Kleingeld auf der Kante habe. Ich würde auch nicht als Kompromiss irgendwas billiges nehmen. Ebenso liegt es mir fern, heile Dinge auszutauschen, nur weil die Industrie das so will. Daher hat es bei mir auch noch kein LCD TV ins Wohnzimmer oder sonst wohin geschafft. Wer immer das beste und neuste haben will, der muss halt woanders sparen, klar. Wichtig ist nur, dass irgendwo gespart wird.
Schön ist auch, wenn man seinen Wohlstandsmüll, so er denn noch einwandfrei ist, denen gibt, die noch etwas mit ihm anfangen können. Besonders im Bereich der Fahrräder geht da ja einiges. Bei uns im Ort gibt es Leute, die aus zwei alten Rädern ein neues machen und die Räder Bedürftigen (i.d.R. Frauen mit Migrationshintergrund) zukommen lassen.
Und da sind wir wieder bei den Reparier-Clubs angekommen
Ich denke, jeder von uns hat mit billigen Werkzeug angefangen. Nur wenn die Zangen vom Discounter keinen Bindedraht schneiden ohne Schaden zu nehmen oder nach ein oder zwei Entlüftungsschrauben an der Heizung schon glatt genudelt sind, wird man merken, dass sich die Anschaffung nicht gelohnt hat. Gut, für das korrespondierende Knipex-Set zahlt man ein bischen was, hat aber auch was davon und versaut auch seine Werkstücke nicht.
Mir persönlich liegt es fern, Sachen anzuschaffen, für die ich nicht das nötige Kleingeld auf der Kante habe. Ich würde auch nicht als Kompromiss irgendwas billiges nehmen. Ebenso liegt es mir fern, heile Dinge auszutauschen, nur weil die Industrie das so will. Daher hat es bei mir auch noch kein LCD TV ins Wohnzimmer oder sonst wohin geschafft. Wer immer das beste und neuste haben will, der muss halt woanders sparen, klar. Wichtig ist nur, dass irgendwo gespart wird.
Schön ist auch, wenn man seinen Wohlstandsmüll, so er denn noch einwandfrei ist, denen gibt, die noch etwas mit ihm anfangen können. Besonders im Bereich der Fahrräder geht da ja einiges. Bei uns im Ort gibt es Leute, die aus zwei alten Rädern ein neues machen und die Räder Bedürftigen (i.d.R. Frauen mit Migrationshintergrund) zukommen lassen.
Und da sind wir wieder bei den Reparier-Clubs angekommen