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Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
robertnac2
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Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von robertnac2 »

Hallo,

ich überlege mir ein Klappfahrrad zu kaufen. Dabei habe ich ein, wie ich finde, ein sehr gutes Angebot für ein Tern Link D8 http://www.faltradxxs.de/2110-Neuheiten ... ltung.html bekommen. Der Händler hatte ein gebrauchtes Rad und würde mir es für 400 EUR abgeben. Dabei würde ich volle Garantie bekommen. Der Vorbesitzer kam mit dem Rad nicht zurecht und hat ein anderes genommen. Das Rad ist im neuwertigem Zustand. Oder soll ich lieber 200 EUR mehr investieren und ein neues Rad mit Nabenschaltung nehmen? http://www.faltradxxs.de/2110-Neuheiten ... ltung.html Beide Fahrräder fahren sehr gut.

Hat jemand Erfahrung mit Falträdern und kann mir einen Tipp geben?

Ketten- oder Nabenschaltung? Ich würde normalerweise 8 KM zur Arbeit fahren ( dazwischen mit der Bahn ohne Umstieg )

Gruß,

Robert
Kisho
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von Kisho »

Guten Morgen und willkommen im Forum Robert.

ich würde zum Nabenschaltungsmodell greifen.Das Teil ist Wartungsärmer. 7 Gänge reichen in der Stadt normalerweise locker aus. Qualitativ tun die sich beide nichts.

Grüße
Ingo
Motte
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von Motte »

Moinmoin Robert,

ich rede im Folgenden nur für Tern und Dahon Räder, die man wie die klassischen "Klappräder" in der Mitte faltet. Dort kann man später vieles umrüsten um es seinem jeweiligen Verwendungszweck besser anzupassen. (Gepäckträgerlösungen/Vorbau/Pedale/Sattel etc.).
Zwei Dinge sind bei einem Rad unter 800 Euro beim Nachrüsten recht kostspielig. Eine Akkulichtanlage auf Nabendynamo und die Schaltungsart ändern. Da wäre es sinnvoll sich vorher beim Neukauf bereits Gedanken zu machen und dies festzulegen.

Ich fahre 2 Räder mit einer Kombi Schaltung Nabe/Kettenschaltung und zwei Nabenschaltungsräder. Und würde objektiv betrachtet alle für einen normalen Einsatz als Pendlerrad oder für Ausflüge etc. bei normalem Gebrauch in normaler Gegend (bezüglich Steigungen) empfehlen.

Die Entscheidung trifft man eher auf der subjektiven Ebene. Wie Ingo schon erwähnt hat, sind Nabenschaltungen wartungsärmer (nicht wertungsfrei). Die Kette lebt erheblich länger und man kann einen Vollkettenschutz (z.B. den Hebie Chainglider) nutzen. Dann hält sie sehr lange und die Hosenbeine bleiben sauber. Man kann im Stand schalten, was in der Stadt von Vorteil ist. Man verhungert an der Ampel aber auch nicht mit einer Kettenschaltung, weil man sich ja auch daran gewöhnt. Nabenschaltungen sind teurer und ein paar hundert Gramm schwerer. Es fehlt ihnen das Schaltwerk, das man häufiger warten muss und das jeden Dreck sammelt. Wer durch dichtes Buschwerk fährt riskiert beim 20 Zoll Rad auch einen Schaltwerksabriss durch Äste. (Das Ding hängt da einfach sehr tief) Selbst hab ich das in 40 Jahren aber nie geschafft. Ich musste schon öfter mal halten, weil nichts mehr ging und das Spannröllchen sich nicht mehr drehen wollte - abgerissen ist da aber noch nie was.

Nabenschaltungen erlauben keine individuelle Anpassung der Gangsprünge - was bei Kettenschaltung durch Wahl entsprechender Zahnkränze möglich ist. Das würde ich aber nicht überbewerten. (es sei denn Du bist als sportlicher Radfahrer aktiv und fühlst Dich bei "falschen Trittfrequenzen" ausgesprochen unwohl)

Kettenschaltung haben ebenfalls einen Nachteil bei der Anpassung der Gesamtübersetzung. Weil das Kettenblatt (vorn) nicht beliebig groß werden kann und die Ritzel (hinten) nicht beliebig klein, sind der "Entfaltung" (also jener Wegstrecke, die man mit einer Umdrehung der Tretkurbel zurück legt) Grenzen gesetzt. Wer sehr schnell sein möchte, wird dies bei kleinen Falträdern häufig nur mit einer Nabenschaltung realisieren können.

Wenn Du bei einer Proberunde inkl. Steigung (und/oder Spurt) mit beiden Rädern grundsätzlich zufrieden bist, und die subjektiven Elemente für dich nicht wichtig, lass den Geldbeutel entscheiden. ;)

Gruß

Udo
robertnac2
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von robertnac2 »

Hallo zusammen,

danke sehr für die ausführlichen Antworten. Bei dem Fahrrädern gibt es noch einen, aus meiner Sicht wichtigen, Unterschied. Beim Zusammenfalten wird bei dem Fahrrad mit der Kettenschaltung der Lenker nach Außen zusammengeklappt und mit einem Gummi fixiert. Beim Tern Link C7i mit Nabenschaltung wird der Lenker nach Innen zwischen die beiden Rahmenteile zusammengefaltet.

Welches Faltmechanismus ist in der Praxis besser? Hat jemand Erfahrung damit?

Gruß,

Robert
Motte
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von Motte »

Nö bei Tern nicht, nur bei Dahon. Würde ich daher an deiner Stelle probefahren und probefalten.

Ich hab mal ein Dahon Mü XL mit einem verstellbaren Vorbau (wie das C7i) gehabt. Und dort das Glück, dass meine ideale Lenkerhöheneinstellung (in Fahrt) genau so war, dass ich den Lenker ohne weiteres Verstellen nach innen falten konnte. Ich musste damals nur die Bremsgriffe etwas aus ihrer Idealposition drehen, damit das ging. Wenn das bei Dir nicht klappt, dann hast Du bei dem Rad 2 Nachteile. Einen etwas wackeligeren Vorbau (aufgrund der Klemmung der Vorbauhöhe) und einen weiteren Schritt beim Falten. Alles was sonst am Lenker noch fest ist, kann dabei stören (Halterung Navi, Navi, Halterung Tacho, Tacho - Klingel, Akku Licht) - je nachdem wie eng es für den gefalteten Lenker an der Stelle wird.

So ein durchgehender Vorbau ist immer stabiler. Aber auch weniger flexibel in der Einstellung für Dich unterwegs und andere, wenn sie andere Körpermaße haben. Das Faltmaß wird dadurch geringfügig größer - was in der Bahn nicht stört - im Bus schon eher.

Deshalb auch der Rat - genau das beim Probefahren/-falten auszuprobieren.

Für mich wäre es wichtiger, dass beim Fahren alles stimmt. Dafür kann das Tragen oder Abstellen ruhig etwas unkonfortabler (oder platzraubender) sein. Das sieht aber jeder anders. Nur solltest Du dran denken, dass es Dir vermutlich auch wie vielen anderen hier ergehen wird. Dann bleibt es nicht bei den 8 Kilometern zur Arbeit. Dann will man das Ding auch mal so mitnehmen und z.B. eine Strecke mit dem Zug fahren und zurück mit dem Rad oder mit dem Auto an den Stadtrand und mit dem Rad umherkurven. Und schwups wird Fahren wichtiger als Falten.
Ich nehme mein Rad mit ins Büro und "tarne" es mit einer Decke. Bei meinen Büros ist die Faltgröße unwichtig - da ist Platz genug. Wenn das bei dir anders ist, solltest Du das zum Maßstab machen.
Bei häufigen Mitnahmen im Linienbus wären (mir) beide Räder zu groß - da sind 16 Zöller (Dahon/Brompton) häufig besser, wenn Betrieb ist.

Gruß

Udo
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von robertnac2 »

Hallo,

danke sehr für die ausführliche Antwort. Das Fahrverhalten beider Räder war ähnlich, wie ich finde, gut. Das Falten des C7 war in der Tat etwas umständlicher, weil man zusätzlich auf die Stellung der Pedale achten musste. Es ging aber auch. Die Übung macht hier auch den Meister ;) Im Büro habe ich Platz genug. Aber vermutlich wird dort das Rad gar nicht deponiert. Wir haben in der Firma einen Fahrradkeller und da kann es gut stehen. Ich arbeite in Münster und dort ist das Fahrradfahren sehr wichtig :D

Ich war überhaupt von den Fahreigenschaften der "kleinen" Räder positiv überrascht. Ich hatte auch einen 24'' ausprobiert. Aber der Unterschied war, für mich, minimal.

Wahrscheinlich werde ich nächste Woche nochmal zu dem Händler fahren und gucken.

Gruß,

Robert
Harry
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von Harry »

robertnac2 hat geschrieben: ... ein sehr gutes Angebot für ein Tern Link D8 ... für 400 EUR ...

Oder soll ich lieber 200 EUR mehr investieren und ein neues Rad mit Nabenschaltung nehmen? http://www.faltradxxs.de/2110-Neuheiten ... ltung.html Beide Fahrräder fahren sehr gut.
Du hast oben zwei mal das C7i verlinkt.

Das einzige am C7i was mir persönlich nicht gefällt ist die Lenksäule. Die verbaut Tern auch einzig an den "günstigen" C-Modellen. Die C-Modelle haben auch einen leicht anderen Rahmen oder zumindest Hauptscharnier. Die neue Farbe finde ich schick.

Um es dir noch ein wenig schwerer zu machen ;) , das P9 hat bessere Komponente als das C7/D8. Es ist wertiger. Schau dir das Modell beim nächsten Händlerbesuch auch mal an. Wenn du mehr als 400,- ausgeben möchtest, dann wäre das vermutlich meine Wahl (bei Tern)
http://www.faltradxxs.de/2006-Tern/2102 ... uster.html
robertnac2
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von robertnac2 »

Hallo, danke für die Antwort. Sorry für die falsche Verlinkung. Hier der richtige Link zum D8: http://www.faltradxxs.de/2006-Tern/2007 ... osten.html

Das P9 ist schon sehr interessant, nur es hat kein Licht. Ist ein NoGO für mich. Ich fahre zum faltradxxs und guck' mir die Räder nochmal an. Das Geschäft ist nur 10 km von meinem Wohnort entfernt. :)

Gruß,

Robert
Zuletzt geändert von robertnac2 am So Jan 04, 2015 1:54 pm, insgesamt 1-mal geändert.
Harry
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von Harry »

Dann würde ich ganz klar das D8 Licht nehmen. Ist das vllt. schon das "neue" Modell ? Tern dürfte inzwischen nämlich auch nachgebessert haben, was die Schraubensicherung angeht ;)
robertnac2
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Re: Klappfahrrad mit Kettenschaltung oder Nabenschaltung

Beitrag von robertnac2 »

Hallo,

nee das ist noch von 2014. Wenn Du aber mit Schraubensicherung die Stoffdinger meinst, die bekomme ich montiert. Ich frag' mich aber, ob diese sinnvoll sind, weil es ein zusätzlicher Schritt beim Falten ist.

Gruß,

Robert
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