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Faltrad: 0 - 500€

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Leomuck
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Faltrad: 0 - 500€

Beitrag von Leomuck »

Huhu allesamt,

wie schon in meinem "Neu hier?"-Thread beschrieben, bin ich momentan auf der Suche nach einem günstigen Einsteiger Faltrad. Im Folgenden erstmal die "Vorgeschichte":

Mir wurde vor einem halben Jahr mein günstiges Mountainbike gestohlen. Daraufhin habe ich mich über Monate weg immer wieder mit dem Thema Fahrrad beschäftigt und bin dabei fast alle Fahrrad-Kategorien durchgegangen: Mountainbike, Cross-Rad, Rennrad, ..

Letztendlich bin ich bei Rennrad hängen geblieben. Jedoch ist es so, dass ich aufgrund köperlicher Einschränkungen in beiden Knieen kaum Sport mache(n kann) (ausgenommen Schwimmen und ggf. Fahrrad Fahren) und auch seit mehreren Monaten kein Fahrrad mehr gefahren bin. Noch dazu kommt, dass ich das Fahrrad Fahren ansich mir zwar sehr gut als neues Hobby (Sport-Hobby) vorstellen kann, mir aber selbst nicht garantieren kann, dass ich das Hobby auch auf längere Zeit hinweg haben werde. Sprich: ich würde gerne mehr Fahrrad Fahren, weiß aber nicht, wie lange ich das gerne würde ( :D ) und inwieweit meine Kniee da mitmachen.

Aufgrunddessen suche ich jetzt erstmal nach etwas kleinerem zum Einstieg, um damit erstmal herauszufinden, ob ich Fahrrad Fahren überhaupt als Hobby halten kann. Wenn ja, dann schaffe ich mir früher oder später etwas Größeres an. So oder so bleibt das "Einsteigerrad" aber als City-Rad und "A-nach-B" Rad (und ggf. auch für kleinere Touren).

Preis-technisch sollte das Ganze die 500€ Marke nicht unbedingt übersteigen.

Auf Falträder bin ich eigentlich nur durch Zufall gekommen, da ich eins in einem Kaufhaus gesehen habe. Im Gegenteil zu größeren Rädern wie z.B. Trekking-Rädern habe ich mir das Fahrgefühl auf so einem kleinen Rad sehr leicht, wendig und flott vorgestellt - gleichzeitig sehr bequem zum Rumradeln. Andere City-Räder sind mir da irgendwie zu schwerfällig.

Dazu kommt, dass Falträder eben faltbar sind. Das hilft z.B. auch daher, weil ich mein Fahrrad zwangsläufig in der Wohnung (3. Stock) verstauen muss und ich es mir nicht unbedingt zumuten will, einen 13-15 KG Koloss die Treppen hochzuschleppen. Ein Faltrad ist immerhin sehr handlich.

Probegefahren bin ich auch schon ein Dahon Mu P24 TR: am Anfang zwar ein wenig wackelig, aber eigentlich ein sehr angenehmes Fahrgefühl.

Dahon scheint offensichtlich im Einsteiger-Bereich mit die beste Marke zu sein, daher habe ich mich erstmal auf deren Räder beschränkt. Nun die Frage: einfach das teuerste Dahon Rad kaufen, was noch in den Rahmen passt oder wie sieht das aus? (Wäre dann wahrscheinlich das Dahon Vitesse). Ich bin offen für jegliche Empfehlung, auch wenn es in komplett andere Richtungen geht.

P.S. Da es auf jeden Fall als City-Rad benutzt wird (u.A.), wären Gepäckträger und Licht sehr praktisch, aber nicht zwingend notwendig (da nachrüstbar).

Ich hoffe, der ein oder andere findet ein wenig Zeit und Lust, mir hier behilflich zu sein. Ich würde mich extrem freuen! :)


Liebe Grüße,
Leander
David
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Beitrag von David »

Hallo Leander!

Was für ein Roman... :mrgreen:

Also, na dann wollen wir mal. Ein Faltrad ist in meinen Augen immer eine gute Entscheidung. Und ich sehe es so wie du; ein Faltrad fährt sich wendiger als ein "normal gewachsenes" Fahrrad; am Anfang erscheint ein Faltrad ein bisschen wackeliger, aber das gibt sich ganz schnell; es ist halt deutlich leichter und kompakter, da empfinde ich dieses Verhalten als verständlich.
Die 11-13kg eines vollausgestatteten Faltrads sind im Vergleich zu 15 bis 19kg eines normalen Fahrrads wirklich ein Segen!

500 Euro sind ein ganz gutes Budget.
Man könnte aber auch sagen, dass du schon für 600 Euro auch das eine oder andere Modell bekommen würdest, dass auch für "spätere Ambitionen" ausreichen könnte. :)
Allerdings wäre auch ein Vitesse (bitte eine Version mit 7 Gängen) auch ein tolles Bike!
Ich habe mir als "Erstlings-Bike" ein Vitesse gekauft und ärgere mich nur, dass ich es nur mit 3 Gängen habe. Hamburg ist flach, aber 3 Gänge dennoch nicht genug, das ist schade!

Bei Ebay gibts (das amerikanische) Vitesse mit 7 Gängen (Nabe, keine Kette!) und komplett in schwarz für 500 Euro, inkl. Versand! Die europäische (bzw. deutsche) Version, zu erkennen an den silberen Sattelstützen und auch Lenker-Gelenken, kostet etwas weniger, hat aber auch "nur" eine Kettenschaltung. Nach Möglichkeit würde ich immer eine Nabenschaltung bevorzugen.

Da du ursprünglich zu "Rennrädern" tendiert hast, wäre evtl. auch das Dahon Speed P8 (~580 Euro bei Ebay) ein interessantes Bike für dich? Oder das Mu P8 (~550 Euro), für welches ich mich wahrscheinlich als nächstes entscheiden werde, trotz der Kettenschaltung.

:)
PeterHeinz
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Beitrag von PeterHeinz »

Hallo Leander,
deine kurze, prägnante Anfrage kann zu einer unendlichen Geschichte ausarten. Mir fehlen zu einer konkreten Aussage einfach ein paar Angaben. Wieviel Gänge brauchst du? Kann es auch Kettenschaltung sein, oder muss es Nabenschaltung sein (auch eine Gewichtsfrage, Nabe ist schwerer)? Wie schwer darf es belastet werden (bei Dahon ist meist bei 105kg Fahrer incl. Gepäck Schluss)? Schwörst du auf Stahlrahmen oder darf es auch Aluminium sein?
Du sprichst von 13 kg Fahrradgewicht, das ist eigentlich der Durchschnitt bei einer kompletten Cityausrüstung (Nabendynamo, Gepäckträger etc.). Meist liegen sie leicht darüber. Aber ist natürlich auch eine Frage der Stabilität.
Wenn du technisch nicht sehr bewandert bist, würde ich eine 8-Gang-Nabenschaltung nehmen. Ob du aber dann mit 500 € hinkommst, ist wieder ein grosses Fragezeichen.
Also du siehst, es gibt noch viel zu überlegen. Viel Spass beim Sondieren und wenn du dir etwas sicherer bist, stell doch weiterhin deine Fragen. Wir stehen weitestmöglich (manchmal darüber hinaus.. :? ) zur Verfügung.
Gruss PeterHeinz
Leomuck
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Beitrag von Leomuck »

Huhu ihr beiden,

vielen vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten! :)

Nochmal zu der Situation: defacto ist es so, dass ich das Faltrad als Einstiegsrad einplane. Weiter habe ich mir das so gedacht: wenn ich mit dem Rad feststelle, dass mir Fahrrad Fahren auch auf Dauer richtig Spaß macht, entscheide ich mich für ein größeres Rad, dann z.B. ein Rennrad. Das Faltrad bleibt so oder so als City-Rad.

Und deswegen möchte ich nicht unbedingt derart viel Geld ausgeben, denn es sollte noch genügend übrig bleiben für ein eventuelles späteres Aufrüsten in Sachen Rad.

So, nun zu den genaueren Angaben bzgl. meines Anliegens.

- Gewicht: grundsätzlich spielt es eine eher untergeordnete Rolle. Ob 13 oder 15 KG ist zumindest einigermaßen zu vernachlässigen, sofern das Fahrgefühl dadurch nicht massiv beeinträchtigt wird. Aber so um die 13 KG (+/-) wären völlig in Ordnung.

- Schaltung: mit dem Thema "Kettenschaltung vs Nabenschaltung" habe ich mich als Laie bisher noch nicht wirklich auseinander gesetzt. Auf die Schnelle habe ich mir bei einigen Foren und Fachseiten Kommentare zu der Thematik durchgelesen.Kettenschaltung ist aufwendiger in Sachen Pflege und Wartung, hat aber normalerweise mehr Gänge. Nabenschaltung ist schwerer, hat in der Regel weniger Gänge, kann aber z.B. im Stehen schalten. Habe ich da etwas wichtiges übersehen? Ansonsten, wenn es so aussieht, kann es aus meiner Sicht beides sein. Ich hatte bisher nur Kettenschaltungen und obwohl die Ketten bei meinen günstigen Rädern oft rausgesprungen sind, fand ich es okay.

- Gänge: wie auch von David angemerkt, sollten es schon mehr als 3 sein. Die meiste Zeit werde ich wohl im Flachen unterwegs sein. Ab und zu mal ein Berg (dann aber ggf. auch mal 10% Steigung) sind aber wahrscheinlich auch hier und da dabei (wobei: wenn ich motiviert bin, derartige Touren zu machen, ist der Rennrad-Kauf wieder recht nahe..). Trotzdem: für ein Faltrad finde ich 7 Gänge akzeptabel, zumal das Rad auch erstmal als City-Rad gedacht ist.

- Belastung: ich wiege in Normalform 82 KG. Gepäck, welches mehr als 20 KG wiegt, würde ich mir nicht zumuten und Zunehmen wollte ich eigentlich auch nicht. 105 KG sollten also ausreichen.

- Rahmen: ich bin nicht auf eine Sache festgefahren, kenne mich aber auch nicht gut aus. Nachdem was ich gelesen habe, scheint aber auch Aluminium in Frage zu kommen.

Fazit: das Ganze lässt mich wieder einmal die Erfahrung machen, dass ich in Sachen Fahrrad absoluter Laie bin und wenig Ahnung habe. Gerade deswegen kann ich zu vielen Dingen nur meinen Eindruck vermitteln, nicht aber eine gefestigte, berechtigte Meinung.

Zudem existiert da noch das Problem mit der ungenauen Zukunft. Eigentlich war angedacht, bei Gefallen später auf ein sportliches Rennrad aufzurüsten, was ein sportliches Faltrad (z.B. mit Kettenschaltung) eigentlich unnötig macht. Andererseits ist es vllt. so, dass ich nach dem Faltrad gar nicht mehr das Bedürfnis haben werde, aufzurüsten - dann wiederum wäre etwas sportlicheres nicht verkehrt. Recht kompliziert also..

Grundsätzlich denke ich aber: ein City-Faltrad, mit dem man auch mal einen Berg hoch und etwas schneller fahren kann, scheint für mich völlig ausreichend.

P.S. Die Idee mit dem Rennrad geht mir eigentlich immer mehr auf den Keks..nur kann ein Faltrad wohl kaum ein Rennrad gänzlich ersetzen (allein auch von der Haltung)!? Bzw. erst, wenn es ähnliche Preisdimensionen annimmt!?

P.P.S. Entschuldigt die Fortsetzung meines Romanes, aber Schreiben liegt mir wohl im Blut :D


Liebe Grüße,
Leander
PeterHeinz
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Beitrag von PeterHeinz »

Ich hab´s:
Dahon Speed TR, mit Stahlrahmen, 24-Gang-DualDrive-Schaltung - kostet nur etwas mehr, ist aber durch die BigApple-Reifen ideal für die Stadt (Federung, Tramschienen).

http://www.derfaltradshop.de/epages/612 ... ucts/10609

Schau dir´s mal an - nur der Preis stimmt nicht mehr... :oops:
Leomuck
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Beitrag von Leomuck »

Na das sieht ja mal richtig nett aus. Hat in der Tat so ziemlisch genau das, was ich mir vorstelle.

Die Frage für mich ist momentan: kann ein Faltrad ein Rennrad gänzlich & vollwertig ersetzen? Vorallem geht es mir da um das Fahrgefühl. Denn wie berichtet, fand ich es am Anfang relativ wackelig, weswegen es schwer ist, sich damit ein "Rennrad-Feeling" vorzustellen. Was denkt ihr?

Ggf. wäre das ja ein guter Kompromiss aus City-Rad und Rennrad, kompakt und sportlich.

Vielen Dank auf jeden Fall für deine Bemühungen! :)


Liebe Grüße,
Leander
Speedsix
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Beitrag von Speedsix »

Die Frage für mich ist momentan: kann ein Faltrad ein Rennrad gänzlich & vollwertig ersetzen? Vorallem geht es mir da um das Fahrgefühl. Denn wie berichtet, fand ich es am Anfang relativ wackelig, weswegen es schwer ist, sich damit ein "Rennrad-Feeling" vorzustellen. Was denkt ihr?
Fahr mal ein Moulton AM, TSR oder Bike Friday Pocket Rocket.

Dann wirst du verstehen bzw, fühlen, warum 28 Zoll RR eine Speed(Spaß)bremse sind.

"I can`t feel the wheels" Doug Rosa, Cycling Today, Test Moulton AM Speed
The honest truth? Initially, the CT testers were a bit cynical about small wheels. After all, small things are slow, aren't they? And to be honest, Moultons do look slow to most cyclists. But if given the opportunity to ride a Moulton bike, take it. We've not had so much two-wheeled fun in years [...] Aside from being excellent fun and a conceptual leap away from anything you will have ever ridden, Moultons are impressive performers in any context, especially as full-dress tourers where comfort and speed is almost surreal".
http://www.moultonbicycles.co.uk/reviews.html



oder Bike Friday:

http://community.bikefriday.com/customerreviews



Marco
Leomuck
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Beitrag von Leomuck »

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Für mich ist es speziell wegen 2 Tatsachen schwer vorstellbar, dass ein Faltrad einen vollwertigen Rennrad-Ersatz darstellen kann:

1) die Sitzposition ist bei den meisten Rädern deutlich aufrechter, wodurch ein dauerhaftes schnelles Fahren schwierig werden müsste.

2) das "aus dem Sattel gehen bei Bergen" stelle ich mir bei kleinen Reifen äußerst wackelig vor - auch nach längerer Zeit.

Aber wenn wir schon mal bei Renn-Falträdern sind: das Dahon Speed Pro TT ist Design-technisch in meinen Augen ein absolutes Traumrad :D

Aber das Dahon Speed TR sieht ja durchaus auch sehr gut aus. Volle City-Ausrüstung, komfortable Reifen - aber doch einen Tick sportlich für längere Touren. Sicher ist speziell das Rad kein wertiger Rennrad-Ersatz - hier sollte ich mich aber fragen, ob ein Rennrad denn zwingend notwendig ist. Die Geschwindigkeit und Leichtigkeit (z.B. bei Bergen) ist natürlich schon eine geniale Sache.

Ich werde mir das mal durch den Kopf gehen lassen..

Danke für die Tipps!


Liebe Grüße,
Leander
Speedsix
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Beitrag von Speedsix »

Hallo,

ich kann aus persönlicher Erfahrung nur über die Moultons
und das BF sprechen.

Mit Moultons habe ich u.A. einige tausend Wettkampf und Rennkilometer
gemacht. Dazu muß gesagt werden, meine Sitzposition ist genau auf
den Rädern eingemessen.

Währung BF eigentlich Maßräder baut, wodurch die Sitzposition
perfekt sein sollte, sind die englischen Räder je nach Typ noch
in weiten Bereichen einstellbar, wobei die Sitzposition genau
einem 28 Zoll Rennrad entsprechen kann. (Tourenradler fahren
meist höher) Mittels des Wishbone System Vorbaus der Firma
Moulton sind sogar extrem tiefe Zeitfahr Positionen möglich.

Es ist generell falsch zu sagen, anhand einer flachen SP schnell fahren
zu können. Stimmen muß die Biomechanik. Im Hochleistungssport
geht man fürs Zeitfahren in den Windkanal und testet. Dann wird
die schnellste Position (welche nicht fahrbar ist) schrittweise angepaßt,
bis der Athlet halt die aero. günstigste Position einige Minuten für den
Bahnsprint halten kann. Dies ist sehr komplex und Zeitaufwündig, teilweise
muß mit der Geometrie korrigiert werden...

Am Berg ist man RR Fahrern teilweise überlegen, da die Übersetzung mehr
"Reserven" bietet, wenn der Kollege schon im Wiegetritt steht.

Die aktuellen Moulton Rahmen sind wesentlich steifer als die besten RR Rahmen,
dadurch erfolgt keine spürbare Verwindung im Wiegetritt.

In der Theorie stabilisieren Kreiselkräfte der LR das System Fahrrad. Also müßten
kleinere LR eher von Vorteil sein.

Summa Sumarum muß ein Rad gut an den Fahrer anzupassen sein- Und nicht ungekehrt!!!
Der Radfahrer soll schließlich auch lange Strecken schmerzfrei fahren können.
Das kann manche "Händler" überfordern. (Stichwort Sattel)

Mit Knieproblemen wird es entsprechend schwerer (die Abstimmung), jedoch nicht unmöglich.
Da ist die richtige Sattel und Pedalwahl eh wichtiger als eine eher zu aufrechte Sitzposition.

In den nächsten Monaten wird dazu ein sehr informatives Buch erscheinen.

Vorab:

http://www.fa-technik.adfc.de/Ratgeber/Sitzen/


Buchtip zur Biomechanik:

http://www.amazon.de/Fahrradphysik-Biom ... 3895950238

Bild

Marco
Leomuck
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Beitrag von Leomuck »

Oha, erstmal vielen vielen Dank für deine Bemühungen und die ausführliche Antwort.

Ehrlich gesagt ist mir das jetzt aber zu "hoch". Ich weiß, dass das Thema "Fahrrad" sehr komplex sein kann, wenn man sich damit ausführlich beschäftigt. Für mich geht es aber erstmal nur darum, ein passendes Rad zu finden. Mit echter Fahrradphysik etc. möchte ich mich jetzt nicht unbedingt beschäftigen.

Einige Tipps waren aber dennoch sehr hilfreich, z.B. der Link zu der ADFC Seite - finde ich extrem informativ und hilfreich.

Bzgl. der richtigen Abstimmung mit Knieproblemen: wie finde ich denn heraus, welche Pedale und welcher Sattel da besonders für mich geeignet sind? Ich schätze, durch Probefahren würde man das erst nach einiger Zeit wirklich beurteilen können!?

Mein Problem ist eigentlich ganz einfach: ich will ein City-Rad mit bequemer Sitzhaltung zum Rumradeln und ein Rennrad mit entsprechender Sitzhaltung zum Rumdüsen. Bei Letzterem ist mir aber nicht klar, ob ich auch in 4 Monaten noch "Rumdüsen" will.

Für mich ist das im Gesamten also so:
a) entweder Faltrad + Rennrad
b) oder sportliches Faltrad

Bei a) habe ich den Vorteil, dass ich nach dem Faltrad immer noch sagen kann "ne, das reicht mir". Bei b) ist es natürlich vorteilhaft, alles in einem zu haben - ein sportliches City-Rad. Der Nachteil ist, dass ich mir dann kein Rennrad mehr kaufen wollen würde (aufgrund des aufzuwendenden Kostenfaktors) - was aber auch ggf. nicht notwendig wäre.

Aber das muss ich wohl so oder so mit mir selbst ausmachen.


Liebe Grüße,
Leander
Antworten