Updates| Bilder|Videos |Shop

Reload nach langer Pause. Sorry dafür.

Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
mustinet1900
Beiträge: 26
Registriert: Do Jun 28, 2012 9:22 pm
Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1935
Status: Suchender
Wohnort: Essen

Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von mustinet1900 »

Hi Leute,

bin ganz frisch hier und das ist mein erster Beitrag.


Ich erzähl mal knapp die Vorgeschichte.
Ich hatte vor nem Jahr Lust auf ein Fahrrad.Irgendwie gefielen mir aber entweder die Modelle nicht oder es war mir einfach zu teuer.
Dann habe beschlossen mir von überall Teile zu Sammeln und es selber zu bauen.
Am Ende wurde es dann ein Radon ZR Race MTB.

Weil ich Bock auf ein Rennrad hatte habe ich das dann nach nem Jahr wieder auseinander genommen und wieder in Einzelteilen verscherbelt.

Dann habe ich vor ca 2 Monaten angefangen mir ein Rennrad zusammenzubauen.Eigentlich war mir immer schon klar das man mit nem RR eigentlich ziemlich eingeschränkt ist und nur auf vernünftigen Strassen unterwegs sein kann, aber ich fand RR immer so schön und wollte unbedingt eins haben .
Das Rad ist jetzt seit ner Woche fertig.
Es ist ein Cube Agree SL 2012 geworden.
Ich finde es wunderschön und es fährt sich eigentlich auch toll, aber ich bin damit zu unflexibel, was ja auch klar war.

Kann noch nicht mal mit nem Kollegen ne leichte Wald Tour machen bzw. es ist mir zu riskant.

Während des Baus bin ich zufällig mit Falträdern in Kontakt gekommen.
Bin einmal in Decathlon die Btwin Sachen gefahren und dann wo anders welche von Tern Bikes.

Das Fahrgefühl hat mich so sehr überwältigt das ich dann nur noch an Falträder denken konnte.

Finde die Birdys am schönsten, aber leider auch für mich viel zu teuer.
Also habe ich beschlossen mir für den Anfang zum Einstieg gebrauchte zu suchen die günstig sind, aber trotzdem noch einen guten Einstieg bieten.

Habe dann heute zwei Stück gekauft.
Ein älteres Ehepaar wollte sie eigentlich im Urlaub nutzen, aber irgendwie kams nicht so recht dazu und die Dinger lagen nach 3 mal Nutzung fast wie neu seit 3 Jahren in der Garage.
Die Marke nennt sich ON THE ROAD. Das Ehepaar stammt aus Holland und die Räder stammen auch von dort.
Neupreis pro Rad 225 Euro.
Habe beide für 170 bekommen.
Dachte mir wenn es mir gefällt dann kann ich halt mit meiner Freundin fahren, ansonsten landen beide in Ebay.

Werde höchstwahrscheinlich auf Faltrad umsteigen und das RR als komplettes in Ebay rein tun.

So fahren tun die Dinger eigentlich recht gut bzw. so viel ich das sagen kann.
Da wackelt und knarzt nichts.
Die Schaltung funktioniert ganz gut, braucht allerdings noch ein bischen Feintuning.

Was allerdings bei der unteren Preisklasse normal ist ist das die Räder schon etwas wiegen.
Habs noch nicht ausgewogen, aber ich denke mal es ist im Bereich zwischen 12-14Kg.


Ich habe mir jetzt gedacht das ich das Rad welches ich für mich nehme ein wenig versuche leichter zu gestalten.
Jedoch weiss ich nicht genau was ausser dem Rahmen noch für das Gewicht zuständig ist.

Ausserdem ist wie bei vielen etwas günstigeren Falträdern abwerk eher minderwertiges an Komponenten verbaut.

Der Gepäckträger kommt höchstwahrscheinlich weg.
Dann noch ne andere Kurbel und anderes Schaltwerk und eventuell auch Schaltung.

Dachte auch an etwas schönere und leichtere Laufräder und Reifen mit denen man etwas schneller unterwegs ist.

So meine Frage jetzt:
Wie kann ich genau herausfinden, was für Anbauteile ich montieren kann?
Kann ich da einfach jede 2fach Kurbel nehmen?
Und auch jedes Schaltwerk wenn es mit dem Schaltgriff passt?

Habe eine 6 Gang SAchaltung verbaut.Ist dementsprechend auch das Laufrad auf 6fach beschränkt?

Habe mal von dem Rad und von meinem RR ein paar Bilder gemacht.



Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Pibach
Moderator
Beiträge: 8367
Registriert: Mi Aug 05, 2009 10:09 pm
Faltrad 1: Dahon Mu Ex
Faltrad 2: Dahon Mu Singlespeed
Faltrad 3: Gotway MCM V3
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1968
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Berlin

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von Pibach »

Nicht schlecht der Kauf.
Sieht ganz ok aus.
Könnte ein Kansi oder ähnlicher Asienimport sein.
Das Cube gefällt mir aber besonders.
Ein Umbau des Falters wird sich nicht lohnen denke ich.
Da müsstest Du praktisch alles tauschen, wir zu teuer.
Un wenn Du so ein Rennrad fährts wirst Du im Endeffekt auch nicht mit einer Halben Lösung zufrieden sein.
Besser ein Mu SL oder so schießen in der Bucht, die liegen deutlich unter Summe der Komponentenpreise.
In Frage komende Teile und Gewichte stehen ansonsten (fast) alle in der Leichbauliste.
mustinet1900
Beiträge: 26
Registriert: Do Jun 28, 2012 9:22 pm
Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1935
Status: Suchender
Wohnort: Essen

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von mustinet1900 »

Pibach hat geschrieben:Nicht schlecht der Kauf.
Sieht ganz ok aus.
Könnte ein Kansi oder ähnlicher Asienimport sein.
Das Cube gefällt mir aber besonders.
Ein Umbau des Falters wird sich nicht lohnen denke ich.
Da müsstest Du praktisch alles tauschen, wir zu teuer.
Un wenn Du so ein Rennrad fährts wirst Du im Endeffekt auch nicht mit einer Halben Lösung zufrieden sein.
Besser ein Mu SL oder so schießen in der Bucht, die liegen deutlich unter Summe der Komponentenpreise.
In Frage komende Teile und Gewichte stehen ansonsten (fast) alle in der Leichbauliste.

Danke für deine Antwort.
Hab mir die Kansis mal angeschaut.Mein Rahmen sieht denen ziemlich ähnlich, allerdings haben die Kansis hochwertigere Komponenten.

Ich denke mal für den Einstieg bzw. ein wenig Fahren sind die Räder die ich hab preislich und Qualitätsmäßig ganz ok.

Tauschen wollte ich eigentlich erstmal nur das nötigste.
Habe heute Gepäckträger und Schutzbleche abmontiert.

Ich denke mal Hauptgewichtspunkt wäre wohl der Rahmen.

Was wäre beim Umbau das Beste damit ich ein wenig schneller voran kommen kann.
Ich dachte da an Reifen und Laufräder.
Habe im Moment 20x1,5 verbaut, aber bin mit den Dingern nicht so schnell.
Ausserdem habe ich gemerkt das es anstrengender ist ein Laufrad zu fahren als ein normales.

Ich weiss aber nicht ob das daran liegt das es ein günstiges Rad ist oder das einfach die Komponenten nicht für schnellere Fahrten ausgelegt sind.

Was ich eigentlich als Umbau vorhatte sind die Räder und Schaltwerk + Kurbel, eventuell auch noch die Kassette.

Dachte da an Teile im mittleren Qualitätsbereich. Kenne ich mich da aber noch überhaupt nicht aus.

Die Schaltung unten funktioniert zwar beim Schalten eigentlich ganz gut, aber irgendwie scheint da nicht alles richtig geschmeidig genug zu laufen.
DIe Kurbel hat ein minimales Spiel bzw. dreht sich nicht zu 100 Prozent gerade.

Kann man das irgendwie Einstellen oder liegt das daran das es einfach billige Teile sind.


Das Rennrad finde ich auch sehr gut, aber durch die Eingeschränktheit steht es meistens auch nur zu Hause rum.
Irgendwie fahre ich lieber mit dem Faltrad rum.
Pibach
Moderator
Beiträge: 8367
Registriert: Mi Aug 05, 2009 10:09 pm
Faltrad 1: Dahon Mu Ex
Faltrad 2: Dahon Mu Singlespeed
Faltrad 3: Gotway MCM V3
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1968
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Berlin

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von Pibach »

mustinet1900 hat geschrieben: Was ich eigentlich als Umbau vorhatte sind die Räder und Schaltwerk + Kurbel, eventuell auch noch die Kassette.
Also wenn Du das was umbaust, sollte es schon etwa Shimano XT Niveau haben, sonst lohnt der Umbau-Aufwand nicht. Und die Preise für die Teile oben übersteigen da schon ein sinvolles Level. Mal überschlagen:

Räder 100,-
Reifen 50,-
Schaltwerk 50,-
Kurbel 120,-
Kassette 40,-

Wäre zusammen ca 360,- EUR. Und ordentliche Bremse sollteste ja eigentlich auch haben. Also Austausch höchstens als Superschnappo oder gebrauchte Komponenten...

Reifen am besten die Schwalbe Kojak. Oder der F-Lite von Vredestein (schnell und leicht, allerdings anfälig).

Wenn Du mit dem Rad langsamer bist, liegt das häufig an der Geometrie. Müsstest Du also erst mal vermesen und mit Deinen anderen Rädern vergleichen.
EmilEmil
Beiträge: 2365
Registriert: So Okt 17, 2010 8:50 am
Faltrad 1: 20" Falter
Faltrad 2: 24" Falter
Faltrad 3: FittiCROSSO
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Beikonstanze

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von EmilEmil »

Hallo mustinet1900,
wenn ein Faltrad langsamer ist als ein Rennrad, liegt das in erster Näherung immer an der geringen ENTFALTUNG. Du wirst bei Deinem Rennrad warscheinlich eine "Kompakt-Übersetzung" fahren mit Kettenblättern 50/34 und Ritzelpaket von 11-26 . Die Entfaltung ist die Abwicklung des Hinterrades auf der Fahrbahn bei einer Kurbeldrehung. Rennräder haben üblich 2,14 m Reifenumfang.
Damit errechnet sich die Entfaltung :
Emax = 50:11 x 2,14 m = 9,73 m
Emin = 34:26 x 2,14 m = 2,80 m
Wenn Du die gleichen KB*s und Ritzel an Dein Faltrad schraubst, bekommst Du wegen des kleineren Radumfangs ( 1,50 m bis 1,65 m je nach Reifenbreite bei 20" Rädern) um 27,6 % (1,55m/2,14 m = 72,4 %) kleinere Entfaltungen. D.h. statt 9,73 m 7,02 m "oben" und statt 2,80 m 2,03 m "unten".
Mit größeren Kettenblättern von 55/40 Zähnen kommt man auf Emax = 7,72 m und Emin = 2,38 m.
Also etwas das, was Freund Peter fährt und ich als Frührentner-Entfaltung (fahre ich zum Teil selbst :lol: )bezeichne. Hier habe ich nun in paar Sätzen die Hauptsünden der Hersteller deklariert, die zu dem unausrottbaren Faltrad-Vorurteil "damit könne man nicht schnell fahren" geführt haben.
In meinen Verständnis sollte sich ein Faltrad mit den Entfaltungen innerhalb der Standard-Trekkingrad-Bereichs von 1,50 m bis 9,00 m bewegen. 1,50 m braucht der Normalo nur, wenn er große Steigungen (> 13 % bis 20 % ) bewältigen will oder muß. 9,00 m geht in Richtung "Rennrad", also Schnellfahren. Nach eigener Erfahrung kommt man mit 2,40 m bis 7,50 m in den meisten Fällen zurecht. Der Übersetzungsbereich liegt dann bei ca 312 %. Hier wäre eine 1-fach Kettenschaltung mit hinten 11-34,9-fach (11-36, 10-fach) oder eine Nabenschaltung Kosten-günstig und ausreichend. Eine 1-fach Kettenschaltung mit 11-36 und einem 58-er Blatt hätte eine Entfaltung von ca 2,50 m bis 8,17 m.
Ein Doppel-Kettenblatt anzubringen geht eigentlich nur mit 60/40, und das ist schon grenzwertig, da selbst die Rennrad-Umwerfer i.A. nur für Kapazitäten von 16 Zähnen und bis 55 Zähnen ausgelegt werden. Meist geht da etwas mehr. Probleme gibt es aber mit der Käfiglänge und der Befestigung an der Sitzstrebe und vor allem brauchst Du einen langen Schaltkäfig. Im besten Fall taucht dieser nur in die Fützen ein, im ungüstigsten Fall schleift dieser sofort auf der Fahrbahn.
Bevor ich irgendwelche Käufe tätige, würde ich sorgfältig über due Sinnhaftigkeit nachdenken.
Die Tipps von Peter Pibach sind schon in Ordnung, aber für eine XT-Kettenblatt-Garnitur würde ich bei diesem Projekt keine 120 € ausgeben. XT-Kettenblätter sind für MTB oder Trekkingräder; Du brauchst wegen der kleinen Räder größere Kettenblätter. Es sollte eine Vierkant Kurbel verbaut sein. Ohne ein neues Innenlager könntest Du eine Sugino Alu-Kurbel mit Kompakt-Lochkreis 110 mm verbauen. Die kostet ca. 45 € und ein großes Kettenblatt (58-er ?) sollte von TA Spezialites oder Gebhardt für ca 45,00 € zu bekommen sein.
Bevor Du neue Reifen kaufst, fahr die alten zu Ende. Ein 37 mm Reifen ist dann schnell, wenn der Luftdruck hoch (4 bis 5 bar) ist. (Aber nicht über die Spezifikation!). Neue Laufräder machen fürs erste Hinten Sinn, da wegen einer besseren Schaltung in jedem Fall eine neue Nabe benötigt wird. Damit sind auch neue Speichen fällig. Dann folgt sofort die Frage nach einer neuen Felge. (Eine Alu-Hohlkammer-Felge kostet ca 20,00 €)
Das sind nur einige Anregungen, die Dir die Tragweite Deiner Umrüst-Aktionen verdeutlichen sollen.
Auch beim Thema Gewicht sparen wird es schwierig. Der Rahmen ist häufig das schwerste Teil und Deiner scheint aus Stahl zu sein. Mit der Gabel kommen da geschätzt gut 4 kg zusammen. Sparen geht da gar nicht.
Auch bei Vorbau/Lenker und Sattelstütze scheint Stahl (Prüfen mit einem Magneten ?) verbaut zu sein. Gewichtssparpotenzial ist da vorhanden, wegen der proprietären Teile gibts warscheinlich keine oder nur sehr teure Alternativen.
Zu allen weiteren Fragestellungen gibt es im Forum genügend Diskussionen.
MfG EmilEmil
mustinet1900
Beiträge: 26
Registriert: Do Jun 28, 2012 9:22 pm
Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1935
Status: Suchender
Wohnort: Essen

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von mustinet1900 »

Ich hatte früher am MTB ne Mischung aus Xt Bremse und normaler Deore Schaltgruppe und hat eigentlich nie Probleme damit.
Wenn ich mir deine Zusammenstellung anschaue dann ist eigentlich auch sofort klar das bei so nem Rad ein Umbau sich nicht lohnt.
Da kann man für den Betrag ja schon wo anders ein gutes Faltrad bekommen.

Für 399 gibt es schon gute Eisnteiger Modelle von Tern und schlecht scheinen die nach ner Testfahrt zu urteilen auch nicht zu sein.

F-Lite wäre eher nichts für mich.Suche am besten ne Mischung womit ich schnell auf der Strasse bin, gut im leichten Gelände bzw. Waldwegen fahren kann und die nicht so anfällig sind.
Habe viel gutes über Marathon Supreme gelesen.

Was meinst du denn genau mit Geometrie?
Geht es um die sogenannte aerodynamische Bauweise?
Ich dachte es ist alles nur vom Gewicht abhängig
Zuletzt geändert von mustinet1900 am Sa Jun 30, 2012 1:35 pm, insgesamt 1-mal geändert.
mustinet1900
Beiträge: 26
Registriert: Do Jun 28, 2012 9:22 pm
Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1935
Status: Suchender
Wohnort: Essen

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von mustinet1900 »

Hallo Emil

vielen Dank erstmal für deine super Ausführung.
Diese Übersetzungsgeschichte hatte mich früher auch schon immer etwas verwirrt.
Hatte mich damals beim Rennrad Aufbau an Empfehlungen aus dem RR Forum gehalten.

Habe da ne Kompaktkkurbel 50/34 und hinten 12/27 verbaut.

Habe grade mein Klapprad gewogen und abgezählt.

Ohne Gepäckträger und ohne Schutzbleche bin ich bei ca. knapp 15 Kg an Rad Gewicht.
Ist schon ein fetter Brocken.
So wie ich gelesen habe bewegen sich die Gewichte aktuelle so um die 10 Kg.

Übersetzung ist vorne 52 und hinten 14/28 verbaut.
Die Kurbel sieht aus wie ne normale vierkant.

Leider alles Stahl Teile nur die Lenksäule sieht wie Alu aus (Hatte grad keinen Magneten zur Hand).
Leichtbau würde also nicht richtig was bringen und sich auch überhaupt nicht lohnen.

Ich dachte vielleicht könnte man günstig noch ein paar bessere Komponenten umrüsten, unabhängig von dem Gewicht, sondern nur bezogen auf die Schalt und Fahrqualität, aber da das eher ein günstiger Falter zum Einfahren und lohnt es sich anscheinend auch nicht so recht.

Ich denke mal den Renner werde ich verkaufen, weil mir das Fahren mit einem Falter einfach viel mehr Spass macht und ich die aufrechte Sitzhaltung einfach total mag.
Möchte auch lieber nur ein Rad haben als mit mehreren zu hantieren.
Dann habe ich da nur eins stehen womit ich dann auch ins Gelände kann und auch Touren fahren kann.
Bei den Falträdern geht es mir auch gar nicht um den Faltmechanismus.
Bei mir werden die Dinger eh nicht gefaltet, sondern immer aufgebaut stehen.
Ich mag einfach das Aussehen und das Fahrgefühl von Faltern.

Ich denke mal ich werd das Ding dann wahrscheinlich so fahren wie es ist da der Einkaufspreis auch ok war.
Später kann ich ja dann auf was vernünfitgeres umsteigen wo dann das meiste passt.
Was aber auf alle Fälle getauscht werden muss das ist der Sattel.Der geht gar nicht.
Die Schmerzen sind ja nicht auszuhalten.

Ich war gestern in Bochum bei nem Händler und bin mehrere Modellle mal testgefahren.
Dahon,Brompton, World Birdy,Ternin,Giant Sub Way.
Optisch finde ich die Birdys am schönsten, jedoch sind die auch eine von den teuersten.

Mir gefiel, aber vom komischerweise vom Fahrgefühl das Tern C7 für 399 irgendwie am meisten.
http://www.ebay.de/itm/NEU-TERN-Link-C7 ... 4781wt_956

Der Rahmen sieht fast genauso aus wie mein aktueller, allerdings etwas leichter und Alu.

Was mir aber bei allen Faltern die ich im Shop gefahren bin aufgefallen ist , ist das das Gefühl beim Treten irgendwie nicht so stabil und fester und dynamischer rüber kommt als wenn man ein Mtb oder RR fahren.
Ich weiss nicht ob das daran liegt das abwerk nicht so gute Ware verbaut ist oder das Faltrad Komponenten generell sich nicht so stabil anfühlen.

Aber trotz allem muss ich sagen das seit ich auf den Geschmack von Faltern gekommen bin die "normalen" Räder irgendwie total langweilig geworden sind und mich gar nicht mehr interessieren.

Bei meinem Falter zu Hause sind allerdings ein paar Handgriffe bei der Schaltung und Kurbel nötig.
Ich weiss auch nicht ob es an Kunststoff Pedalen liegt, aber es ist so als ob da nicht alles richtig rund läuft.

Habe auch mit der Zugspannung vom Schaltwerk ein wenig rumprobiert und die Gänge schalten zwar alle sauber und schnell, jedoch sind unten rum immer noch ein paar Kettengeräusche die mich etwas stören.
Eventuell muss ich mal den Anschlag vom Schaltwerk mal kontrollieren.Kann sein das man da was nachjustieren muss.
Ist das normal das die Kurbel im Tretlager minimales Spiel hat?
Überlege das Ding mal auszubauen, neu zu fetten und dann wieder einzubauen.
Vielleicht ist dann das Spiel weg und Alu Pedale helfen vielleicht auch das Tretgefühl zu verbessern.
Pibach
Moderator
Beiträge: 8367
Registriert: Mi Aug 05, 2009 10:09 pm
Faltrad 1: Dahon Mu Ex
Faltrad 2: Dahon Mu Singlespeed
Faltrad 3: Gotway MCM V3
Geschlecht: m
Geburtsjahr: 1968
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Berlin

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von Pibach »

mustinet1900 hat geschrieben: Habe viel gutes über Marathon Supreme gelesen.

Was meinst du denn genau mit Geometrie?
Geht es um die sogenannte aerodynamische Bauweise?
Ich dachte es ist alles nur vom Gewicht abhängig
Ja, der Marathon Suprem ist auch sehr gut.
Aber so nen Super Reifen und ein Schnappo Faltrad - das passt so alles nicht so richtig. Wenn Du auf dem Level Aufrüsten willst muss erstmal die Basis dazu was taugen.

Geometrie ist erstmal die richtige Sattelhöhe, und Position über den Pedalen, ob du da Druck aufbauen kannst. Das Gewicht ist für die Geschwindigkeit ziemlich piepegal, das ist eher relevant fürs Handling (u.a. Tragen)
EmilEmil
Beiträge: 2365
Registriert: So Okt 17, 2010 8:50 am
Faltrad 1: 20" Falter
Faltrad 2: 24" Falter
Faltrad 3: FittiCROSSO
Geschlecht: m
Status: FALTradfahrer
Wohnort: Beikonstanze

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von EmilEmil »

mustinet1900 hat geschrieben: ..............................
So wie ich gelesen habe bewegen sich die Gewichte aktuelle so um die 10 Kg.
---------------
Ich dachte vielleicht könnte man günstig noch ein paar bessere Komponenten umrüsten, unabhängig von dem Gewicht, sondern nur bezogen auf die Schalt und Fahrqualität, aber da das eher ein günstiger Falter zum Einfahren und lohnt es sich anscheinend auch nicht so recht.
....................
Ich denke mal ich werd das Ding dann wahrscheinlich so fahren wie es ist da der Einkaufspreis auch ok war.
........................
Was aber auf alle Fälle getauscht werden muss das ist der Sattel.Der geht gar nicht.
Die Schmerzen sind ja nicht auszuhalten.
......................
Mir gefiel, aber vom komischerweise vom Fahrgefühl das Tern C7 für 399 irgendwie am meisten.
http://www.ebay.de/itm/NEU-TERN-Link-C7 ... 4781wt_956
Der Rahmen sieht fast genauso aus wie mein aktueller, allerdings etwas leichter und Alu.
................................
Was mir aber bei allen Faltern die ich im Shop gefahren bin aufgefallen ist , ist das das Gefühl beim Treten irgendwie nicht so stabil und fester und dynamischer rüber kommt als wenn man ein Mtb oder RR fahren.
......................
Ist das normal das die Kurbel im Tretlager minimales Spiel hat?
Die 10 kg gelten nur für völlig reduzierte Ausstattung; ein gut ausgestattes Leichtbau Faltrad hat etwa 13,5 kg.

Also die Schaltung würde ich auf jeden Fall zum Positiven tauschen. Es können hinten auch LX-Komponenten oder Sram X7-Komponenten sein.
Wenn Du viel fährst, spielt auch der Verschleiß eine Rolle : Man hat es hier mit dem 4-2-1 System zu tun :
4 Ketten, 2 Ritzelpakete , 1 (2) Kettenblatt (Doppelkettenblatt) auf 12000 km., nur um eine Hausnummer zu nennen. Bei Nabenschaltung mit gekapselter Kette können auch 20 000 km erreicht werden (alle Komponenten). Wichtig ist daher, daß auch das Kettenblatt getauscht werden kann (Verschleiß,Anpassung der Entfaltung). Der Deutsche Standard-Radler mit 300 km/Jahr braucht für 12 000 km 40 Jahre. Der schmeißt sein Rad lieber 8-mal auf den Schrott als einmal das Kettenblatt zu wechseln :lol:
Für eine Einführung in die Sattel-Problematik gebe ich Dir einen Link :
http://www.sq-lab.com/index.php?option= ... mitstart=1
Den Sitzhöckerabstand solltest Du mittels Wellpappe auf jeden Fall bestimmen. Sparen am Sattel büßt man mit Schmerzen. Ein guter Sattel kostet ca 60 € bis 100 €. Welcher Sattel zu Deinem Allerwertesten paßt, mußt Du selber herausfinden.
Das Tern C7 macht vom Rahmen her einen guten Eindruck, weil man hier den stabilen Dreiecks-Hinterbau beibehalten hat.
Das Gefühl beim Faltradfahren ist wegen der kleinen Räder etwas anders. Die Rotations-Beschleunigung der Räder ist "leichter" als bei größeren Rädern, zumindest, solange die kinetische Energie des Gesamtsystems noch nahe Null beträgt. Die kleinen Räder lassen aber ein Faltrad für schweres Gelände nicht besonders geeignet erscheinen. Mit geigneter Bereifung sind Forstautobahnen und fester Schotter aber problemlos fahrbar.
Nein, die Kurbel sollte, egal wo, kein Spiel haben.
MfG EmilEmil
mustinet1900
Beiträge: 26
Registriert: Do Jun 28, 2012 9:22 pm
Geschlecht: w
Geburtsjahr: 1935
Status: Suchender
Wohnort: Essen

Re: Faltrad Neuling benötigt ein paar Tips

Beitrag von mustinet1900 »

Pibach hat geschrieben:
mustinet1900 hat geschrieben: Habe viel gutes über Marathon Supreme gelesen.

Was meinst du denn genau mit Geometrie?
Geht es um die sogenannte aerodynamische Bauweise?
Ich dachte es ist alles nur vom Gewicht abhängig
Ja, der Marathon Suprem ist auch sehr gut.
Aber so nen Super Reifen und ein Schnappo Faltrad - das passt so alles nicht so richtig. Wenn Du auf dem Level Aufrüsten willst muss erstmal die Basis dazu was taugen.

Geometrie ist erstmal die richtige Sattelhöhe, und Position über den Pedalen, ob du da Druck aufbauen kannst. Das Gewicht ist für die Geschwindigkeit ziemlich piepegal, das ist eher relevant fürs Handling (u.a. Tragen)
Krass, hätte nie gedacht das Gewicht da so unbedeutend ist.
Da gibts je bei RR Fahren den Wahn nach immer weniger Gramm und Carbon und Co Ausstattung.
Deshalb meine war meine erste Vermutung die des Gewichts.

Sattelhöhe könnte man ja noch genau anpassen.Ich denke das sollte nicht das Problem werden.
Ich dachte nur es ginge um bestimmte Bauformen der Rahmen, wobei die Form die ich habe ist vielen anderen Modellen sehr ähnlich.
Ich denke das liegt daran das die ganzen Rahmen von ähnlichen Herstellern aus Taiwan oder so kommen.
Habe halt nur das Pech Stahl zu fahren statt Alu.

Bei den Supreme dachte ich eventuell ein paar gute gebrauchte von Ebay schiessen und mal testen wie es sich fährt.

Mittlerweile finde ich die Reifen die drauf sind erstmal ganz ok.
Ich denke das Rad ist zum warm werden und für ein wenig rum fahren für mich ausreichend.

Später steige ich dann komplett auf was besseres um, da brauche ich dann auch nicht so viel umzubauen.

Das einzige was mich noch stört ist das die Kurbel ein wenig eiert und sich nicht gerade dreht.
Vorher war da auch ein wenig Spiel im Tretlager.
Habe heute mal die Kurbelamrschrauben und die Lagerschraube abmontiert und danach wieder schön fest angezogen und das Spiel ist weg.
Wollte eigentlich mal die ganze Kurbel ausbauen , aber mir fehlt da noch der Kurbelabzieher.

Wenn ich dieses Eiern auch nich weg bekomme, bin ich erstmal für den Anfang recht zufrieden mit dem Ding.

Da gibts bei Real diese billigen McKenzie Mtbs, habe da mal gelesen das die dermaßen schlecht bearbeitet sind das manchmal sogar das Tretlager ein wenig schief geschweißt sein kann.

Ich hoffe mal bei mir ist sowas nicht der Grund, sondern nur der das vielleicht die Kurbel schlecht ist oder einfach das Lager noch mal aus und wieder vernünftig eingebaut werden muss.

Falter fahren gefällt mir von Tag zu Tag immer mehr.
Das RR kommt definitiv weg.
Antworten