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Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Papierfalter
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Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Papierfalter »

Hallo ihr Radfalter!

Ich habe als Gast einige Einträge in diesem Forum gelesen und mir gefiel der freundliche, hilfsbereite Umgangston sehr. Ich hoffe, dass ihr mich auch etwas an euren Erfahrungen teilhaben lasst und mir vielleicht ein bisschen weiterhelfen könnt, denn außer beim Origami habe ich bisher keine Erfahrungen mit der Technik des Faltens ;)

Folgende Ausgangssituation:

Die IDEE:
Ich möchte etwas für meine Gesundheit und die Umwelt tun und öfter mal zu meiner Arbeit radeln anstatt immerzu das Auto zu benutzen (einzelne Strecke etwa 4-5 Kilometer). Schön wäre es auch, ab und zu mal eine längere Ausflugsradfahrt unternehmen zu können, also mal eine Stunde durch den Wald oder die Ruhr entlang zu strampeln, daher sollte das Rad in den Kofferraum eines Nissan Micra passen (meinetwegen auch mit umgeklappter Rückbank). Der ÖPNV spielt in meinem Privatleben und damit auch bei der Fahrradfrage nur eine untergeordnete Rolle. Die Strecke zur Arbeit ist eben, beim Ausfliegen könnte es auch mal den einen oder anderen Hügel geben.

Das PROBLEM:
Ich wohne zur Miete in der ersten Etage eines Hauses, in dessen Treppenhaus/Keller/Außenbereich KEINE Möglichkeit für mich besteht, ein Fahrrad diebstahl- bzw. wettergeschützt abzustellen, es müsste also in meiner Wohnung stehen. Nun bin ich selbst für eine Frau recht klein (160 cm) und schlapp, mein altes 26" Citybike ist dafür viel zu schwer und zu sperrig.
Mein Budget ist begrenzt, der Preis für ein neues Rad spielt eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung, am liebsten würde ich unter 700 Euro bleiben (noch lieber wäre mir unter 500, aber das traue ich mich hier kaum zu schreiben).
Es soll ein Rad mit tiefem Einstieg sein.
Ich habe viele viele Jahre kein Fahrrad gefahren und bin technisch so unbedarft, dass mich schon banales Reifenaufpumpen stresst, also brauche ich ein wartungsarmes und anfängerfreundliches Rad (jaaa... nicht umsonst habe ich diesen Abschnitt mit "das Problem" betitelt!).

Der ERSTE SCHRITT:
Ein Besuch in einem Fahrradgeschäft ermöglichte mir die Probefahrt auf einem 20" Faltrad mit 7-Gang-Schaltung, das etwa 15 Kilo wog (leider weiß ich die Marke nicht mehr). Es kam mir recht wackelig vor und ich hatte auch in den höheren Gängen den Eindruck, eher ein Kinderrad zu fahren bei dem ich viel strample, um halbwegs zügig von der Stelle zu kommen. Dafür kam ich endlich einmal ohne Probleme mit dem Fuß auf die Erde, wenn ich anhielt (bei meinen bisherigen Fahrrädern musste ich immer auch vom Sattel abspringen)!
Danach durfte ich mit einem Tern Castro Duo 24" Rad fahren. Es gefiel mir besser, da es nicht so wackelte und vom Fahrgefühl mehr wie ein "normales" Fahrrad wirkte, es wog auch etwa 15 Kilo. Einige andere Räder, die zum Teil preiswerter waren, unter anderem von der Marke Dahon, waren auch vorrätig, aber sie wurden mir nicht gezeigt. Die Vielfalt an Marken und Modellvarianten, die ich bei eigenen Recherchen im Internet fand, hat mich eher verunsichert als mir weiterzuhelfen.

Die FRAGEN:
- Gibt es 20" Falträder, die nicht so "strampelig" sind? Oder sollte ich generell eher nach 24" Falträdern schauen, da mir dieses Fahrgefühl und auch die Optik besser gefiel? Sind diese zwangsläufig schwerer als 20" Räder?
- Das Tern Castro Duo hat eine Zweigangschaltung. Ist diese für meine Zwecke (siehe IDEE) eher nützlich, eher hinderlich oder total egal? Welche andere Art der Schaltung würdet ihr in meinem Fall empfehlen?
- Sollte ich eher auf das Gewicht oder auf das Faltmaß achten, d. h. besser etwas Schweres, Kompaktes wählen oder etwas Leichteres, aber dafür Sperriges? Weil ich so klein bin, muss ich das Rad vor dem Körper tragen, da es sonst am Boden schleifen würde; wie schnell wird sowas zum Problem, wenn die Reifen schmutzig sind? Hat jemand damit Erfahrung?
- Hat jemand ganz konkrete Vorschläge für ein Faltradmodell, das halbwegs zu meinen Wünschen und Rahmenbedingungen passen könnte? Nennt mir ruhig Marken und Modelle, falls euch welche in den Sinn kommen, die Details kann ich ja im Internet recherchieren.

Das war lang, danke fürs Lesen. Und schon mal Danke vorab für etwaige Antworten :)

Die Papierfalter(in)
Pibach
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Pibach »

Das ist kein so einfaches Problem, denn Falträder sind eher schwerer.
Und gefaltet trägt sich schlechter als ungefaltet.
Tiefeinsteiger wiegen noch mal etwa 1kg mehr. Und sind sowieso wackeliger.
Das Tern Castro Due ist ein Klopper.
Nissan Micra und viel tragen - dafür ist das wohl schlecht.
Probier mal ein Dahon Mu P8 oder ähnlich, das ist gleich viel leichter und handlicher.
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von alterfalter2 »

@ Papierfalter

Versuche doch auch mal ein Brompton zu fahren. Das ist zwar etwas teurer, als ein China-Modell von Dahon oder Tern, fährt sich aber völlig wackelfrei und leicht, läßt sich sekundenschnell super klein falten und paßt bestens in den Kofferraum Deines Micra. Es wiegt etwas 12,5kg und wenn Du es gebraucht kaufst, wirst Du auch nach Jahren kaum einen Wertverlust haben. Informationen über das Rad findest Du bei den "Bromptonauten".

Viel Erfolg!

Gruß TIL
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Motte »

Hallo Papierfalter,

war Dir das Rad mit 15 Kg denn zu schwer?
Oder nur unhandlich?

Du sagtest "Fahren an der Ruhr" - liegt eventuell Gelsenkirchen in Deiner Reichweite?
Dann wäre ein Besuch bei Rad - Meinhövel zu empfehlen (EKZ - Zeche Hannibal), weil man dort sehr viele unterschiedliche Falträder findet und vergleichen kann. Man darf dort im Laden rum fahren und niemand hat was dagegen, wenn man sie mal Probe trägt.

Ein wartungsarmes Rad ruft geradezu nach einem mit Nabenschaltung. Ein Rad mit 7 Gängen (meist günstig) oder 8 Gängen reicht in den allermeisten Fällen aus, wenn man nicht grad im Bergischen Land oder dem Sauerland unterwegs ist. Am Niederrhein wurden auch 3 Gänge reichen.
Dann noch möglichst pannensichere Reifen drauf und es sollte sich sorglos fahren lassen.

Ich würde an Deiner Stelle einmal die 16 Zoll Räder (z.B. Dahon Curve) genauer anschauen. Die sollten bei Deiner Größe leichter zu händeln sein. Klar ist, dass große Räder "leichter" rollen. Die Nachteile hat Pibach ja genannt. Da muss man abwägen, was einem wichtig ist.

Klar, es sprengt zumindest als Neukauf dein Budget - aber ich würde auch zum Brompton raten, wenn man jedes Mal mit dem Rad in die erste Etage muss. Das Teil steht auf dem Gepäckträger sehr stabil, macht sich ungewöhnlich klein und ist auch für kleine Menschen gut am Hauptrohr zu fassen. (sollte man aber immer vorher ausprobieren)
Vielleicht kann FroHup ja mal was zu Thema "Tragen eines Dahon Mü" beisteuern? ;)

Für mich sind die Normal - Dahon`s keine Räder, die ich gerne trage. Aber ich bin 1,72 Meter groß und kann nicht sagen, wie das jemand mit 1,6 Meter empfindet.


Tiefer Einstieg ? - wie tief ist tief ?
Sind die Rahmenrohre gewöhnlicher 16/20 Zoll Falträder (mit 50 - 60 cm) zu hoch für Dich?
Muss es also ein Tiefeinsteiger sein? Dann ist die Auswahl nicht mehr so riesig. Und die Räder im Regelfall nicht so stabil. Falls Du über 80 Kilo wiegen solltest, würde ich vom günstigen Tiefeinsteiger Faltrad abraten.

Gruß

Udo
Zuletzt geändert von Motte am Di Mai 01, 2012 9:30 am, insgesamt 1-mal geändert.
cruisen
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von cruisen »

Also ich muß ja ehrlich sagen das mir beim lesen des Abschnittes "Das Problem" auf anhieb nur eine Lösung einfiehl. Einen starken und handwerklich begabten Mann zulegen. :D Zumindest funktioniert der Teil mit der Technik bei uns bestens. Getragen wird ihr Dahon aber fast immer von meiner bessern Hälfte selber. Allerdings ist sie auch etwas kräftiger gebaut.

Da ich aber man davon aus gehe das das Thema Mann nicht zur Diskusion steht denke ich auch mal du wirst am Brompton, Dahon Curv oder vielleicht auch dem Frog von Riese und Müller nicht vorbei kommen. Solltest also eher in Richtung kleiner, vielleicht leichter und handlicher beim tragen suchen. Diese dann auch mal probe fahren und schauen ob es auch da paßt.

Gruß Dirk
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von superfalter »

die Tips sind genau richtig. Ich habe gerade ein Brompton an eine sehr klasse Lady verkauft die 160cm oder sogar etwas kleiner ist. Und sie kommt ohne zu klagen zurecht mit dem Brompton. Also Forumsmitglied würde ich dir besondere Konditionen rechnen, wenn du magst.Mir ist es wichtiger das jemand ein richtig gutes Rad bekommt als mein max. Vorteil
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Muc-Falter »

Brompton mit 500-700 € ?

Ein leichtes Faltrad mit 10 kg Gewicht ist doch ganz einfach zu bekommen - alles weglassen.

Doch was möchte man den weglassen?
Die Schmutzfänger - eher nicht versaute Kleidung darauf stehen die wenigsten.

Gepäckträger? Einfach einen Rucksack nehmen....

Beleuchtung mit Nabendynamo - Batteriebeleuchtung ist zwar nicht nach StVO zugelassen, aber wird in den meisten Städten akzeptiert.

Gangschaltung? Das Dahon uno bekommst Du ab 350 € gebraucht.
Vernünftig zu fahren sind 7-8 Gänge, schau mal bei ebay unter Dahon P7 - ab 640€
Da wäre dann auch Gepäckträger und Beleuchtung dabei. Allerdings zu einen Gewicht von 14 kg. Schraubst Du den Gepäckträger ab, so sparst Du Dir nochmal gute 500g.

So, das wären Deine Optionen ;)
Weniger Gewicht trotz Ausstattung ist eben nur bei einem wesentlich höheren Budget zu bekommen.

Am besten Du gehst zu einem guten Faltradhändler in Deiner Nähe und probierst mal falten und tragen aus. Und natürlich nicht die Probefahrt vergessen !!

LG
Michael
mimi
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von mimi »

cruisen hat geschrieben:Einen starken und handwerklich begabten Mann zulegen. :D Zumindest funktioniert der Teil mit der Technik bei uns bestens. Getragen wird ihr Dahon aber fast immer von meiner bessern Hälfte selber. Allerdings ist sie auch etwas kräftiger gebaut.
Gruß Dirk
Ich bin diese bessere Hälfte. 8-)
Mein Falter ist ein 20 Zoll von Dahon, empfinde ich persönlich nicht als wackelig. Bei deinen Vorstellungen und deinem Budget würde ich durchaus nochmal in Erwägung ziehen, Produkte aus dem Hause Dahon genauer unter die Lupe zu nehmen und natürlich Probe zu fahren. Ok, ich bin gut 15 cm größer als du und tu mich mit dem Tragen wahrscheinlich leichter, meines wiegt ungefähr 13 kg. Grundsätzlich würde ich nicht sagen, dass es besonders wartungsintensiv ist, pannensichere Reifen würde ich dir auf jeden Fall empfehlen.
Papierfalter
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Papierfalter »

Wow, so viele Antworten in so kurzer Zeit, damit hätte ich nicht gerechnet. Herzlichen Dank an alle, die sich Gedanken und die Mühe einer Rückmeldung an mich gemacht haben!

Pibach, zu lernen, dass Tiefeinsteiger generell schwerer und wackeliger sind, war sehr hilfreich. Das von dir erwähnte Dahon mu P8 werde ich mir auf jeden Fall genauer anschauen.

alterfalter2, der Hinweis auf das Brompton ist sicher gut und berechtigt - nach dem, was ich bisher so gehört und gesehen habe, ein hochklassiges Rad. Leider ist es für mich finanziell nicht realisierbar.

superfalter, in dem Zusammenhang danke ich dir für dein Angebot für gute Konditionen, aber leider ist selbst unter diesen Umständen ein Brompton für mich nicht erschwinglich.

Motte, es ist eine Mischung aus schwer und unhandlich. Ich traue mir durchaus zu, hin und wieder mal 15 Kilo nach oben zu wuchten, aber ziehe ich das zweimal täglich durch oder gewinnt dann doch der innere Schweinehund... Sehr hilfreich fand ich deine Erklärungen zur Gangschaltung und zum Tiefeinsteiger, auch deine anderen Hinweise fand ich wertvoll. Vielen Dank!

cruisen, danke für den Anlass zum Schmunzeln ;) Mein Mann ist durchaus stark, vor allem dem Fahrradfahren stark abgeneigt. Leider geht er zudem zu völlig anderen Zeiten aus dem Haus als ich, sodass er mir bei der ganzen Angelegenheit keine Hilfe ist. Die Firma Riese und Müller habe ich mir auf deinen Rat im Internet angesehen, die Räder sehen toll aus, sind nur leider auch viel zu teuer für mich.

Muc-Falter, dein anschaulicher Hinweis darauf, dass weniger Gewicht bei kleinem Preis nur unter Verzicht auf Ausstattungsmerkmale machbar ist, hilft mir sehr, mir über meine Prioritäten und deren Reihenfolge klarer zu werden. Du erwähntest das Dahon Uno. Leider konnte ich über die Ein- und Zweigangschaltung noch nicht allzu viel in Erfahrung bringen, deshalb bin ich da noch unschlüssig.

mimi, ich werde mich auf jeden Fall nochmal näher mit der Firma Dahon und dem Thema Bereifung befassen, danke. Welches Modell fährst du denn? 13 Kilo klingt ja auf jeden Fall schon mal besser als 15.


Der WEITERE PLAN:
Ich werde nun dank eurer Hilfe etwas gezielter recherchieren können. Ich werde dabei das Raster auf Räder ohne tiefen Einstieg erweitern, da sich dann doch einige Optionen mehr bieten und mir die Nachteile des tieferen Einstiegs nicht bewusst waren, ausschließen möchte ich ihn dennoch nicht. Die normalen Falträder sehen immer so nach Herrenrad aus.

Anschließend werde ich versuchen, die interessanten Modelle nicht nur Probe zu fahren, sondern auch zu tragen (nicht nur zu heben). Obwohl mir die 16" Räder bisher nicht zugesagt haben, werde ich auch diese mal testen, da einige hier sie empfehlenswert fanden. Der von Motte genannte Laden in Gelsenkirchen steht ganz oben auf meiner Liste, falls ihr noch andere gute Läden im Ruhrgebiet kennt, lasst es mich wissen. Wenn die Preise nicht ZU sehr von denen im Internet nach oben abweichen, kaufe ich nämlich bevorzugt beim lokalen Händler - sofern der mich als Kundin ernst nimmt und entsprechend gut berät.

Bei meinem gesetzten Preisrahmen werde ich hoffentlich bleiben können, weniger möchte ich auch nicht anlegen, da die Abstriche an die Qualität dann in keiner Relation mehr stehen. Schade wegen der sicher sehr guten hochpreisigen Räder. Tja, ich würde auch lieber einen neuen Mini fahren als einen acht Jahre alten Micra... andererseits war letzterer mir bisher immer ein zuverlässiger, liebenswerter Gefährte, warum sollte das nicht auch für ein preiswerteres Fahrrad gelten können?

Und zu guter letzt noch

eine FRAGE:
Viele hier empfehlen Falträder mit 20" oder gar 16" Rädern. Das eine, das ich ausprobiert habe, fuhr sich selbst im höchsten siebten Gang sehr strampelig und ich hatte den Eindruck, damit nur geringes Tempo aufnehmen zu können. Faltradwerbung besagt aber, dass die kleinen Räder mit einer besonderen Technik ausgestattet seien, mit der sie der Tret- und Fahrgeschwindigkeit der normalen Fahrräder in nichts nachstünden. Was sind eure Erfahrungen damit - stimmt das wirklich, fährt man mit ähnlicher Trittfrequenz und Geschwindigkeit wie mit großen Rädern, oder ist das eher Schönfärberei?


Einen angenehmen Mittwoch allerseits und nochmals Dankeschön,

die Papierfalter(in)
Rone
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Re: Idee-Problem-Hilfe!?! Anfängerin benötigt Rat fürs Rad

Beitrag von Rone »

Papierfalter hat geschrieben:Viele hier empfehlen Falträder mit 20" oder gar 16" Rädern. Das eine, das ich ausprobiert habe, fuhr sich selbst im höchsten siebten Gang sehr strampelig und ich hatte den Eindruck, damit nur geringes Tempo aufnehmen zu können. Faltradwerbung besagt aber, dass die kleinen Räder mit einer besonderen Technik ausgestattet seien, mit der sie der Tret- und Fahrgeschwindigkeit der normalen Fahrräder in nichts nachstünden. Was sind eure Erfahrungen damit - stimmt das wirklich, fährt man mit ähnlicher Trittfrequenz und Geschwindigkeit wie mit großen Rädern, oder ist das eher Schönfärberei?
Die "besondere Technik" ist, die Primärübersetzung so zu verändern, dass die kleinen Laufräder nicht auffallen. Nehmen wir zum Beispiel die Nexus Premium. Die Kurbel, die "dazu gehört" hat 33 Zähne, hinten werden für mein Beispiel 22 Zähne am großen 28" Rad verbaut. Damit hast Du eine Primärübersetzung von 3 zu 2, d.h. im Direktgang (der ohne Über- und Untersetzung) musst Du einmal die Kurbel um 360 Grad drehen, damit sich das Hinterrad 1,5mal dreht. Damit Du jetzt die gleiche Strecke mit kleinen Laufrädern ohne öfter zu treten zurücklegen kannst, änderst Du die Primärübersetzung zum Beispiel auf 48:16 Zähnen - also 3 zu 1. Damit dreht sich das Hinterrad bei einer Kurbelumdrehung dann dreimal. Ohne mehr strampeln zu müssen, kann das Laufrad in diesem Beispiel also den halben Umfang haben...

Ich finde übrigens nicht, dass Falträder wie Herrenräder aussehen. Tiefeinsteiger sind für mich eher Rentner-Räder :-)
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