Uli hat geschrieben:Ich halte es für mehr als anmaßend, sich als kleines Forum mit der SZ zu vergleichen. Erst recht halte ich es für schlecht, journalistische und redaktionelle Arbeit vollkommen falsch zu würdigen, falsch zu interpretieren und falsch wiederzugeben...
Die Süddeutsche wurde als Beispiel für den heutigen Umgang mit Worten herangezogen. Ebenso lassen sich Beispiele im Spiegel, Handelsblatt, TAZ, ect suchen und finden. Von der allgegenwärtigen Werbung mal ganz abgesehen.
Eine Schlagzeile wie diese ist heute salonfähig:
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fra ... -1.1227392
Hier wird nicht ein Straßenkind zitiert, sondern eine Extrazeile eines LIedes, normalerweise im Bierzelt gegrölt, zur Schlagzeile. Warum? Weil es inzwischen zum allgemeinen Sprachgut gehört. Als ich noch als Journalist geschrieben habe hätte ich das nicht in den Druck bekommen.
Lang ist es her das das Wort "geil" unanständig war, auch heute normal....
Was also? Beklagen wir die Entwicklung? O tempora, o mores!
Oder lassen wir die Lebendigkeit der Sprachentwicklung auch hier im Forum zu?
meine 2cent:
"De gustibus non est disputandum."
In dem Sinne Euch ein schönes Osterfest!
Michael