Moin,
hab gerade überlegt, wie man mit dem (digitalen) Meßschieber schnell mal eine Kette messen kann: Am Röllchendurchmesser den Meßschieber nullen, auf ca. 127 mm ausziehen und Innenmaß zwischen 10 Gliedern messen.
Beim alten Rad waren 127,3 mm, also ca. 0,03 mm pro Glied Übermaß. Am neueren Rad messe ich 126,6 mm, also 0,04 Untermaß pro Glied.
Jetzt kommt Ihr! Hat jemand einen Meßschieber und eine neue Kette zur Hand?
Gruß,
Ch.
PS: So rein von der Logik her erscheint es mir durchaus plausibel, den Verschleiß um Null herum gleichmäßig zu verteilen.
Neue Kette unter Nennmaß?
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Motte
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Re: Neue Kette unter Nennmaß?
https://arnowelzel.de/wp/projekte/sheld ... ttenpflege
gaanz unten kommt die Messung mit der Schieblehre.
gaanz unten kommt die Messung mit der Schieblehre.
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EmilEmil
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Re: Neue Kette unter Nennmaß?
Da gibt es hier von mir einen eigenen Fred unter:
viewtopic.php?f=32&t=3914&p=49086&hilit ... tte#p49086
Da bin ich mit Ergebnissen und Erkenntnissen bestimmt genausoweit wie Vergleichbares in anderen Foren.
Für die Messung muß die Kette gespannt werden (siehe "Kettenhilfe") und dann wird an den äußeren Bolzen gemessen (über 10 Teilungen: "Nullter" Bolzen bis "10-er Bolzen") , einmal das Innenmaß und einmal das Außenmaß, danach dann Mittelwert-Bildung.
Meine vorhandenen, ungefahrenen Ketten-Reststücke hatten alle 127,0 [mm] . Exactement !
MfG EmilEmil
viewtopic.php?f=32&t=3914&p=49086&hilit ... tte#p49086
Da bin ich mit Ergebnissen und Erkenntnissen bestimmt genausoweit wie Vergleichbares in anderen Foren.
Für die Messung muß die Kette gespannt werden (siehe "Kettenhilfe") und dann wird an den äußeren Bolzen gemessen (über 10 Teilungen: "Nullter" Bolzen bis "10-er Bolzen") , einmal das Innenmaß und einmal das Außenmaß, danach dann Mittelwert-Bildung.
Meine vorhandenen, ungefahrenen Ketten-Reststücke hatten alle 127,0 [mm] . Exactement !
MfG EmilEmil
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Ch.Bacca
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Re: Neue Kette unter Nennmaß?
Danke! Damit ist meine Ausgangsfrage beantwortet.EmilEmil hat geschrieben:...
Meine vorhandenen, ungefahrenen Ketten-Reststücke hatten alle 127,0 [mm] . Exactement !...
Mein Denkfehler: Der Meßschieber müsste natürlich in der Lücke und nicht am Röllchen genullt werden!Ch.Bacca hat geschrieben:... Am Röllchendurchmesser den Meßschieber nullen, auf ca. 127 mm ausziehen und Innenmaß zwischen 10 Gliedern messen. ...
Es funktioniert trotzdem nicht, weil die angeschrägten Innenmaße des Meßschiebers an den Fasen der Röllchen vorbeirutschen und viel zu große Werte vorgaukeln.
Die Bolzenmessung an der gespannten Kette ist wohl besser (die Methode von EmilEmil).
Zuletzt geändert von Ch.Bacca am Fr Okt 07, 2016 7:57 am, insgesamt 2-mal geändert.
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EmilEmil
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Re: Neue Kette unter Nennmaß?
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Zuletzt geändert von EmilEmil am Fr Okt 07, 2016 8:36 am, insgesamt 3-mal geändert.
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EmilEmil
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Re: Neue Kette unter Nennmaß?
Ich halte es für sinnvoll, das Spannen der Kette nicht mit dem Meßschieber zu bewirken, weil dadurch die Messung der verschleißbedingten Längung beeinflußt wird. Ein Röllchen-Verschleiß soll gar nicht in die Messung eingehen, da dieser in diesem Zusammenhang unerheblich ist. Die Verschleiß-Längung manifestiert sich in einem Anwachsen der Kettenteilung der Innenlaschen, wodurch diese aus kinematischen Gründen bei Auflage auf einem Kettenrad einen größeren Durchmesser benötigen (Polygonlage der Kette). Es liegt auf der Hand, daß beim Hochrutschen der Innenlaschen der Zahn eines betroffenen Ritzels (Kettenblatt) größere Kräfte erleidet als in Design-Lage.
Die am Zahnkopf "abgeschnittenen" Zähne eines Kettenschaltungsritzel erfahren dadurch einen größeren (schnelleren) Verschleiß als zB die höheren Ritzel einer Nabenschaltung. Selbst die Tatsache, daß sich die Fahrleistung einer Kettenschaltung auf eine Vielzahl von Ritzeln verteilt, kann die Verschleiß-Überlegenheit eines Nabenschaltungs-Kettentriebs in Praxi nicht übertreffen.
Und Ritzel mit kleineren Zähnezahlen sind natürlich stärker betroffen. Häufig sind bei Kettenschaltung vielgefahrene kleine Ritzel der Grund für die Notwendigkeit eines Austausches. Da in der Gegenwart der Austausch von einzelnen Ritzel nicht mehr die Regel ist (ca 60 % der Ritzel sind fast immer auf einen/zwei Spider genietet, manchmal sind alle Ritzel vernietet oder aus dem Vollen gefräst), kann man meist nur das ganze Ritzelpaket wechseln.
Der häufig als Ursache für den Verschleiß angeführte Schräglauf einer Schaltungskette spielt nur eine Nebenrolle.
MfG EmilEmil
Die am Zahnkopf "abgeschnittenen" Zähne eines Kettenschaltungsritzel erfahren dadurch einen größeren (schnelleren) Verschleiß als zB die höheren Ritzel einer Nabenschaltung. Selbst die Tatsache, daß sich die Fahrleistung einer Kettenschaltung auf eine Vielzahl von Ritzeln verteilt, kann die Verschleiß-Überlegenheit eines Nabenschaltungs-Kettentriebs in Praxi nicht übertreffen.
Und Ritzel mit kleineren Zähnezahlen sind natürlich stärker betroffen. Häufig sind bei Kettenschaltung vielgefahrene kleine Ritzel der Grund für die Notwendigkeit eines Austausches. Da in der Gegenwart der Austausch von einzelnen Ritzel nicht mehr die Regel ist (ca 60 % der Ritzel sind fast immer auf einen/zwei Spider genietet, manchmal sind alle Ritzel vernietet oder aus dem Vollen gefräst), kann man meist nur das ganze Ritzelpaket wechseln.
Der häufig als Ursache für den Verschleiß angeführte Schräglauf einer Schaltungskette spielt nur eine Nebenrolle.
MfG EmilEmil