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Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
pregolavazza
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Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von pregolavazza »

Moin,

habe hier schon fleissig mitgelesen, wollte aber nochmal um einen Rat von den Experten bitten.

Ich wohne ca 30 westlich von Köln und möchte zukünftig wieder die Kombi ÖPNV und Fahrrad nutzen. Hierzu möchte ich mir ein Faltrad anschaffen. Wichtig hierbei ist mit, die Qualität (möglichst wartungsarm) und die Falt/Transporteigenschaften. Ich bin1,87 groß und wiege 93 Kilo Tendenz fallend. Preis ist nicht so wichtig, wenn ich das Auto dafür stehen lassen/verkaufen kann.

Ich benötige aber unbedingt die Möglichkeit, Transporttaschen wie den Ortlieb Backroller oder ähnliches am Rad zu befestigen, um bspw. Regenkleidung darin zu verstauen. Was würdet ihr mir empfehlen und evtl auch gleich einen Händler nennen, bei dem ich die Produkte probefahren kann? Einen Händler, der Falträder für einen Zeitraum (Tage/1 Woche) verleiht, gibt es wohl nicht?!

Danke im Voraus und viele Grüße
ollonois
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von ollonois »

Wie lang ist denn die Strecke die per Fahrrad gefahren wird? Wie oft musst du falten/umsteigen? Hast du Steigungen auf der Strecke die es zu überwinden gilt?
pregolavazza
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von pregolavazza »

Hi,

Steigungen gibt es nur auf dem Rückweg vom Zielbahnhof nach Hause, da kann ich mir ja Zeit lassen :D Sind ca 4 Km

Umsteigen max 1 mal pro Strecke,meistens aber gar nicht. Vom Bahnhof zur Arbeit sind es 4,5 KM Sind je Strecke also 8,5 KM mit dem Faltrad.
ollonois
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von ollonois »

Ich stehe momentan vor einer ähnlichen Frage. Ich fahre täglich 2x 9km zur Arbeit und zurück. Allerdings meist ohne ÖPNV. Da du ja täglich den ÖPNV nutzen willst und somit auch Falten musst, würde ich dir das Bromten (faltet am kleinsten) oder das Birdy oder Tern mal zur Ansicht empfehlen. Letztere fahren sich meiner Ansicht nach etwas besser, da größere Reifen, aber das findest du am besten selbst heraus.
Ich selbst werde mir wohl ein Birdy holen. Da wäre für dich wahrscheinlich das City mit 8Gangnabe geeignet.
Faltet recht klein und sieht schick aus.
berlinonaut
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von berlinonaut »

ollonois hat geschrieben:I Da du ja täglich den ÖPNV nutzen willst und somit auch Falten musst, würde ich dir das Bromten (faltet am kleinsten) oder das Birdy oder Tern mal zur Ansicht empfehlen. Letztere fahren sich meiner Ansicht nach etwas besser, da größere Reifen.
Da ist viel Mythos und Legende drin, speziell bei den Grösseren Reifen des Birdy (18") gegenüber dem Brompton (16"). Das Brompton hat 349er Felgen, das Birdy 355er. Für den Reifenumfang/Abrollumfang heisst das (etwas abhängig vom gewählten Reifen) Brompton ca. 1330mm, Birdy ca. 1370mm bis 1410mm. Das ist nicht weit auseinander. Ein 20" Tern mit 406er Felgen ist da mit reifenabhängig ca. 1450 bis 1630 mm hingegen klar eine Nummer grösser.

Am besten mal alle drei ausprobieren - das sind sehr unterschiedliche Konzepte mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Passen könnte jedes der drei, abhängig von den persönlichen Präferenzen gewinnt das eine oder das andere.

Prinzipiell bietet das Brompton vermutlich in der Theorie die besten Voraussetzungen für den angepeilten Zweck - es ist schliesslich auch explizit als Pendlerrad entworfen worden, so hat es sowohl beim Faltmass als auch beim Gepäck (proprietäre Fronttaschen) als auch beim Transport des gefalteten Rades Vorteile im Pendlerbetrieb. Je nach Wegstrecke kann aber die Federung des Birdy oder die Schaltungsvariationen beim Tern das Pendel anders ausschlagen lassen. Das Birdy steht - soweit ich das beurteilen kann - gepäckmässig am schlechtesten von den dreien da, es ist tendenziell am teuersten und man macht sich die Finger dreckig beim Falten. Die passenden Ternmodelle sind am billigsten, je nach Gepäckträger lassen sich die gewünschten Taschen anbauen und es fährt ziemlich erwachsen. Ausserdem kommt es je nach Modell ohne Kettenspanner aus, was gut für die Wintertauglichkeit ist. Gefaltet transportieren ist dafür nicht so gelungen (andere Leute sehen das anders) und das Faltmass ist erheblich grösser als beim Brommi. Kurz: Wenn Du beim Fahren mit dem Brompton warm wirst wäre das vermutlich meine persönliche Wahl, aber unterm Strich bleibt es Geschmackssache. ;)
Karsten
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von Karsten »

Moin,
Weise und treffend beschrieben.

Wenns unbedingt die großen Ortliebs sein sollen:
(kann ich gut verstehen, die hab' ich an allen Rädern immer mit)
Je nach Schuhgröße lassen die sich am original-Tern Gepäckträger fahren.
An ALLEN 16-Zöllern ist daran gar nicht zu denken.
Dafür hat Brompton das Fronttaschen-System.
Birdy ist harte Droge. Wahnsinns-Fahrgefühl hohes Suchtpotential. Als täglicher Commuter wegen
"Reifen- zum-Falten-Anfassen" nicht jedermensch Geschmack.

Gruß Karsten
ollonois
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von ollonois »

Das Birdy bietet die Möglichkeit vorne einen Lowrider und hinten den Expeditionsgepäckträger zu montieren. Da bekommt man schon was an Taschen unter. Welche Größen der Ortliebs genau passen, müsste man mal gucken.

Hier gibt's ein paar Bilder mit Taschen:
http://www.martinwuerfl.ch/reiseberichte/birdy.htm
marc
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von marc »

Fuer's Brompton gibt es noch die Loesung von Kinetics. Brompton Pannier Rack.
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von Motte »

Da muss man gucken, von welcher Position aus man „startet“.

Wer schon gute Radtaschen hat und die auch an anderen Rädern verwendet, wird sie nicht beim Brompton benutzen können. Die Taschen für das Brommie sind ausgeklügelte Teile für den GP Adapter, die optimal zum Brompton Faltsystem passen. Wer noch keine Taschen hat und auch keine anderen Räder, an denen sie ebenfalls montiert werden müssen – der hat die freie Wahl ohne doppelt kaufen zu müssen.

Beim Birdy stört der Lowrider (weil klappbar und minimalistisch) im Alltag nicht. Außer, dass man einen zusätzlichen Handgriff beim Falten hat. Beim Hinterradgepäckträger scheiden sich hier im Forum die Geister. Ich komme (bei Verwendung Expeditionsgepäckträger) mit Schuhgröße 42/43 hinten mit den Ortlieb Sport Packern so gerade eben noch klar – vorausgesetzt die Rollen sind abgeschraubt, so dass die Taschen so weit nach hinten können, wie eben möglich. Andere haben bei gleicher Schuhgröße hier auch schon über Probleme berichtet.
Meine Bike Packer oder meine Vaude HR Taschen passen so nicht. Das geht nur mit Bastellösungen – z.B. mit dem Ortlieb Gepäckträger Adapter und seinen Zusatzschienen, mit denen die Taschen gut 2 cm nach hinten wandern. Zum Supermarkt wäre es mir ja egal den Fuß mal mit dem Absatz aufs Pedal zu stellen – bei längeren Strecken wäre das für mich (ohne Umbau) ein „No Go“.
In dem Punkt verstehe ich R+M auch nicht. Als ob die Kundschaft stets nur mit Schuhgröße 36 unterwegs wäre. Wäre zu schön, wenn die neue Hinterbauschwinge bzw. der „Gebäckträger“ mal länger wäre oder ausklappbar.
berlinonaut
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Re: Faltrad zur Arbeit/ÖPNV

Beitrag von berlinonaut »

Motte hat geschrieben: Wer schon gute Radtaschen hat und die auch an anderen Rädern verwendet, wird sie nicht beim Brompton benutzen können. Die Taschen für das Brommie sind ausgeklügelte Teile für den GP Adapter, die optimal zum Brompton Faltsystem passen. Wer noch keine Taschen hat und auch keine anderen Räder, an denen sie ebenfalls montiert werden müssen – der hat die freie Wahl ohne doppelt kaufen zu müssen.
Mit ein bisschen Kreativität und Bastelwillen geht btw. auch Ortlieb am Brompton:

http://www.instructables.com/id/Brompto ... r-adapter/

Grundsätzlich sind die Brompton-Taschen aber sehr gut - über den heftigen Preis ärgert man sich einmal, über den Nutzen freut man sich jeden Tag. Nachdem der OP ja sagte, dass der Preis nicht so entscheidend ist für ihn, wohl aber die Langzeitqualität sollte man vielleicht auch noch erwähnen, dass das Brommi erwiesenermassen ein sehr langlebiges Rad mit exzellenter Ersatzteilversorgung, niedrigen Unterhaltskosten und weit überdurchschnittlichem Werterhalt ist. Beim Birdy sind die Unterhaltskosten auf Basis der Wartungsvorschriften eher hoch, die Ersatzteilversorgung und der Herstellerservice offenbar durchwachsen (auf Basis der Berichte hier im Forum) und beim Tern gibt es logischerweise noch keine Langzeiterfahrung, weil die Marke noch nicht so lange existiert. Es sind vereinzelt sehr hässliche Qualitätsmängel am Rahmen (Brüche am Faltgelenk) aufgetreten, das können aber Anlaufprobleme gewesen sein. Die Ersatzteilversorgung scheint zu funktionieren. Dafür kann man zwei Terns zum Preis eines brauchbar ausgestatteten Birdies kaufen (wobei beim Birdy vielleicht auch ein Blick auf die billigeren World-Modelle lohnt).

Es dürfte sich für den OP auf jeden Fall lohnen, die verschiedenen Räder zu probezufahren und beim Brommi auch die unterschiedlichen Lenker und Schaltungen auszuprobieren. Ein S2Lx fährt sich z.B. komplett anders als ein M6RD und nachträgliche Umbauten im Lenkerbereich sind beim Brommi bekanntermassen sehr teuer.
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