Zum Thema Reifen und Schutzbleche.
Zunächst sollte man klären ob Schnelligkeit, Gewicht und Leichtlauf für einen sehr wichtig sind. Wenn ja, dürfte der an vielen Rädern serienmäßig vorhandene Marathon Racer sinnvoll sein.
Wenn Gewicht und Geschwindigkeit nicht an vorderster Stelle stehen, dann haben Reifen wie der Big Apple als 50er oder breiter zwei Vorteile. Einmal eine Art bessere Federung - sie dämpfen leichte Vibrationen wie gutes Kopfsteinpflaster und machen das Fahren angenehmer. Dann die Sicherheit - auch gröbere Steine bringen das Rad nicht aus der Ruhe - Straßenbahnschienen verlieren ihren Schrecken.
Ich bin letztes Jahr ein paar Kilometer noch nicht gewalzter alter Deichstrecke mit grobem Schotter gefahren - ohne die 60er Big Apple an meinem Timor hätte ich geschoben.
Die Reifen bekommt man auch als Faltreifen - aber nicht serienmäßig. Die normalen Reifen sind aufgrund ihrer Masse schwerer als andere.
Wer auch bei Regenwetter im Alltag fahren will, braucht Schutzbleche oder am Ziel eine Dusche und Sachen zum Wechseln. Normale Schutzbleche (bei Dahon also die 53er SKS wenn 50er BA verbaut sind) mit Schmutzlappen helfen da am Besten, weil auch die Schuhe kein Schwallwasser abbekommen.
Dahon hat im Katalog äußerlich gleiche Räder mit unterschiedlicher Ausstattung. Dadurch hat man eine Vorauswahl. Wenn das Rad im Alltag bewegt wird, würde ich einen Nabendynamo bevorzugen. Später nachrüsten ist da ungleich teurer.
Wer die im Sitzrohr integrierte Pumpe nicht braucht, könnte handeln und statt dessen die günstige Federsattelstütze montieren lassen. Sollte später der Wunsch nach mehr Komfort aufkommen kann so was immer noch nachgerüstet werden. Gleiches gilt für die doch recht dürftige Dahon Original Beleuchtung.
Das sind alles Dinge, die jeder etwas anders gewichtet - je nach Fahrstil, Geldbeutel und Erfordernis.
Ich würde mit einem veranschlagten Budget starten und dann schauen, was es für dieses Geld so am Markt gibt. Und dann anfangen zu gewichten - also z.B.ob Du mit 8 Gängen auskommst oder 24 Gänge haben möchtest- damit schränkst Du die Auswahl schon gewaltig ein. Auch beim Faltmaß solltest Du vorher schauen, was ins Auto passt - wobei aufrecht stellen im Zweifel besser ist als legen.
Tja, dann mal los. Anregungen gibt es hier: http://www.youtube.com/watch?v=Ms-jmDvU24Y
Gruß
Udo
Ein Faltrad für mich!
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Hallo Udo,
nochmals vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
Bei mir tummeln sich momentan sehr viele Fragen.
Ich denke das die Serienreifen erst einmal genommen werden.
Was sind Faltreifen?
Ich würde schon dem Fahrrad den Voruzg geben mit ausgestatteten Schutzblechen.
Wo ist der Unterschied bei den 2 genannten Schutzblechen?
Der Nabendynamo in der Felge hat mich direkt begeistert,was ist an der Beleuchtung auszusetzen obwohl ich diese weniger benutzen werde?
Die Pumpe finde ich an sich nicht verkehrt,obwohl ich noch nie einen Platten hatte.
Kann man im bedarfsfall dennoch eine Federung in der Sattelstütze nachrüsten?
So um die 8 Gänge würde mir reichen,was ist aber vorzuziehen Ketten oder Nabenschaltung?
Unterscheiden sich die Fahrräder vom Faltmass so stark?
Das Video kannte ich schon.
Gibt es Unterschiede bei den Fahrrädern in der Verriegelungsmechanik der klappbaren Komponenten?
Zum Budget zu meinem neuen Fahrrad, muss nicht das beste sein aber alltagstauglich und auf mich zugeschnitten sein und passen.
nochmals vielen Dank für die ausführlichen Erklärungen.
Bei mir tummeln sich momentan sehr viele Fragen.
Ich denke das die Serienreifen erst einmal genommen werden.
Was sind Faltreifen?
Ich würde schon dem Fahrrad den Voruzg geben mit ausgestatteten Schutzblechen.
Wo ist der Unterschied bei den 2 genannten Schutzblechen?
Der Nabendynamo in der Felge hat mich direkt begeistert,was ist an der Beleuchtung auszusetzen obwohl ich diese weniger benutzen werde?
Die Pumpe finde ich an sich nicht verkehrt,obwohl ich noch nie einen Platten hatte.
Kann man im bedarfsfall dennoch eine Federung in der Sattelstütze nachrüsten?
So um die 8 Gänge würde mir reichen,was ist aber vorzuziehen Ketten oder Nabenschaltung?
Unterscheiden sich die Fahrräder vom Faltmass so stark?
Das Video kannte ich schon.
Gibt es Unterschiede bei den Fahrrädern in der Verriegelungsmechanik der klappbaren Komponenten?
Zum Budget zu meinem neuen Fahrrad, muss nicht das beste sein aber alltagstauglich und auf mich zugeschnitten sein und passen.
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Travelking
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Hej Gump,
Ent oder weder. Beides geht nicht. Aber solche Minipumpen lassen sich immer unterbringen. Ich hab dafür den Halter an den Flaschenhalterschrauben befestigt.Die Pumpe finde ich an sich nicht verkehrt,obwohl ich noch nie einen Platten hatte.
Kann man im bedarfsfall dennoch eine Federung in der Sattelstütze nachrüsten?
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Alles klar,in den paar Tagen wo ich nun hier im Forum habe ich schon ein kleines Fachwissen aufgebaut.Travelking hat geschrieben:Hej Gump,
Ent oder weder. Beides geht nicht. Aber solche Minipumpen lassen sich immer unterbringen. Ich hab dafür den Halter an den Flaschenhalterschrauben befestigt.Die Pumpe finde ich an sich nicht verkehrt,obwohl ich noch nie einen Platten hatte.
Kann man im bedarfsfall dennoch eine Federung in der Sattelstütze nachrüsten?
Hatte vorher gar keine Ahnung davon.
Für eure Mühe nochmals vielen Dank.
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Rone
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Faltreifen sind Reifen ohne Drahtkern an der Stelle, die Du über die Felge ziehst. Stattdessen befinden sich dort Kevlarfäden. Manche Faltreifen haben ein feineres Gewebe und dünnere Seitenwände. Am Ende sind sie mindestens 50g leichter und lassen sich zusammengefaltet als Ersatzteil mitnehmen.
Die Dahon-Originalbeleuchtung ist zwar ausreichend, entspricht aber nicht dem Stand der Technik. Die Dahon-Funzeln schaffen 10Lux Licht. Das ist genau das, was in der StVZO vorgeschrieben ist. Zum Fahren in der Stadt und zum gesehen werden reicht das. Bei Fahrten über Land oder durch den Wald würde ich aber eher mehr Licht wollen. Meine Wahl fiel daher auf den BUMM Cyo, den es als 40- und 60Lux-Version gibt.
Nabendynamos sind State of the Art. Wenn das Rad eh halbwegs der StVZO entsprechen soll, dann würde ich auch einen Nabendynamo nehmen. Wobei der Joule nicht der StVZO entspricht (2,4 statt 3W Ausgangsleistung). Bei Fahrrad Richter gibt es Ersatzlaufräder mit SRAM-Nabendynamo für ~100,- Euro falls die Erstaustattung ohne kommt.
Bei der Dahon-Federsattelstütze habe ich festgestellt, dass die beim Aufsitzen kräftig einfährt und dann im Prinzip verkeilt - sich also nicht mehr sonderlich bewegt. Dadurch verlierst Du (bei meiner Körpergröße) wertvolle Zentimeter. Ich habe daher gleich auf die Zorin-Pumpe und meinem alten Ledersattel gewechselt und den Originalsattel und die Federstütze in neue Hände gegeben.
Die Sattelstütze mit Pumpe ist schon klasse. Ich habe sie zwar auch erst einmal gebraucht, das aber natürlich mitten in der Nacht 20km von zuhause weg. Mit welcher Minipumpe bekommt man schon 4 Bar auf einen Reifen...
Ob Du Ketten- oder Nabenschaltung bevorzugst, ist Geschmacksache: Naben sind schwerer, lassen sich im Stand schalten und sind wartungsarm. Kettenschaltungen sind dafür leicht.
Die Dahon-Originalbeleuchtung ist zwar ausreichend, entspricht aber nicht dem Stand der Technik. Die Dahon-Funzeln schaffen 10Lux Licht. Das ist genau das, was in der StVZO vorgeschrieben ist. Zum Fahren in der Stadt und zum gesehen werden reicht das. Bei Fahrten über Land oder durch den Wald würde ich aber eher mehr Licht wollen. Meine Wahl fiel daher auf den BUMM Cyo, den es als 40- und 60Lux-Version gibt.
Nabendynamos sind State of the Art. Wenn das Rad eh halbwegs der StVZO entsprechen soll, dann würde ich auch einen Nabendynamo nehmen. Wobei der Joule nicht der StVZO entspricht (2,4 statt 3W Ausgangsleistung). Bei Fahrrad Richter gibt es Ersatzlaufräder mit SRAM-Nabendynamo für ~100,- Euro falls die Erstaustattung ohne kommt.
Bei der Dahon-Federsattelstütze habe ich festgestellt, dass die beim Aufsitzen kräftig einfährt und dann im Prinzip verkeilt - sich also nicht mehr sonderlich bewegt. Dadurch verlierst Du (bei meiner Körpergröße) wertvolle Zentimeter. Ich habe daher gleich auf die Zorin-Pumpe und meinem alten Ledersattel gewechselt und den Originalsattel und die Federstütze in neue Hände gegeben.
Die Sattelstütze mit Pumpe ist schon klasse. Ich habe sie zwar auch erst einmal gebraucht, das aber natürlich mitten in der Nacht 20km von zuhause weg. Mit welcher Minipumpe bekommt man schon 4 Bar auf einen Reifen...
Ob Du Ketten- oder Nabenschaltung bevorzugst, ist Geschmacksache: Naben sind schwerer, lassen sich im Stand schalten und sind wartungsarm. Kettenschaltungen sind dafür leicht.
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Motte
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Faltreifen sind eigentlich als Ersatzreifen gedacht. Damit man sie klein zusammenpacken kann, haben sie üblicherweise eine schwächere Seitenwand und keinen Drahtring für den Sitz auf der Felge, sondern meistens einen Ring aus Kunstfaser. Die Reifenoberfläche ist die Gleiche wie beim Drahtreifen
Das macht sie insgesamt leichter (und teurer)
Steckschutzbleche sind, wie der Name schon sagt nicht fest montiert, sondern sie sind leicht abnehmbar.Ein Behelf für ein ansonsten "nacktes" Rad ohne jeden Regenschutz- wie MTB oder Rennrad. Ihr Schutz ist je nach Form zwischen rudimentär und "geht noch" einzuordnen, da sie weiter vom Reifen entfernt sind, selten einen Schmutzlappen haben und auch oft den Reifen nicht halb umhüllen, so dass seitlich weiterhin Wasser (+ Dreck) rumgespritzt wird. Hat aber Vorteile, wenn auch im Matsch gefahren wird, dann blockiert der Reifen nicht so schnell.
Der Dahon Nabendynamo ist schon o.k.
Je nachdem was man sonst gewöhnt ist, sind die bei Dahon verbauten Frontscheinwerfer von Hella gegenüber den Standard LED Leuchten vom Typ Busch + Müller, dem IQ Fly oder Cyo oder den neuen Trelock (Bike-I-Trio) Scheinwerfern eher trübe Funzeln. Mit Fahrradlicht haben es die Amis wohl nicht so.
Wenn du selten im Dunkeln fährst würde ich da erst mal nichts ändern und es ausprobieren.
Sofern du lieber eine Minipumpe benutzt, wäre es eben ein Deal mit dem Händler beim Kauf gleich auf die schwere Sattelstützenpumpe zu verzichten und statt dessen die günstige Original Dahon Federsattelstütze zu nehmen. Die bekäme man auch später für wenig Geld als Ersatzteil - dann muss man aber eine Pumpe kaufen und die Sattelstütze und hat die alte Pumpe da rum liegen.
Beim Faltmaß unterscheiden sich die Räder schon - je nachdem ob der Lenker nach rechts oder nach links gefaltet wird und ob ein Vorderradgepäckträger dran ist. Wenn Dir im Auto 5 cm fehlen sind auch 5 cm wichtig - es sei denn du kennst einen guten Karosseriebauer
Alltagsfalträder und Nabenschaltungen gehören für mich zusammen, weil es kein empfindliches seitlich rausragendes Schaltwerk gibt und die größte Schmutzquelle, die Kette, voll gekapselt werden kann.
Die Nabenschaltung erlaubt ein Schalten im Stand, die Kette hält sehr lange und das System braucht wenig Zuwendung.
Dagegen kann man durch andere Ritzelsätze den Übersetzungsumfang und die Sprünge von einem Gang zum nächsten einer Kettenschaltung nachträglich verändern. Räder mit Kettenschaltung sind etwas leichter. Wenn die Schaltung gut gepflegt wird, schaltet sie etwas leichter, in der Regel auch unter Last, was ihr zwar auch nicht gut tut - aber im Gegensatz zur Nabenschaltung geht. Dort wiederum gewöhnt man sich recht schnell daran beim Schalten kurz die Kraft aus den Pedalen zu nehmen.
Und noch ein Exkurs zum Thema gefühlte Schwergängigkeit:
In der grauen Theorie haben Nabenschaltungen gegenüber Kettenschaltungen (mit gepflegtem Antriebsstrang) einen geringeren Wirkungsgrad.
In der Praxis kann man das so gut wie nie austesten. Wer fährt schon ein ansonsten baugleiches Rad mal mit Nabenschaltung und mal mit Kettenschaltung.
Da bremst die eigene Einbildung sehr viel stärker. Wenn man glaubt dass sich ein bestimmtes Rad schwerer fährt, dann wird es das auch tun, egal was die Messwerte sagen. Dann fühlt man die 6% unterschiedlichen Wirkungsgrades (also ca. 6 Watt bei den durchschnittlichen 100 Watt, die so ein Freizeitradler aufbietet).
Nur, unterschiedliche Reifen und niedriger Luftdruck machen schon mal bis 15 Watt aus. Die offene Jacke bremst mit 5 - 20 Watt, je nach gefahrener Geschwindigkeit - weil der Windwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst.
Radler die schnell fahren oder mit sportlichem Ehrgeiz unterwegs sind wollen keine Leistung sinnlos verschenken, da ist auch ein Verlust von einem Watt sehr wichtig und bei 30 km/h und mehr auch spürbar.
Die meisten Alltagsradler, welche eine automatische Lichtanlage (mit ND) haben, merken nicht einmal, wenn sich die Leuchte bei Dämmerung einschalten, obwohl dann, je nach System, 5 - 8 Watt zusätzlicher Leistung erzeugt werden muss.
Daher ist für mich die Diskussion ob eine Nabenschaltung einen geringeren Wirkungsgrad hat oder ob der Leerlaufverlust eines Nabendynamos von durchschnittlich 1Watt gegenüber einer normalen Nabe, für das Alttagsradeln bedeutungslos.
Die neueren 20 Zoll Dahons falten alle mit der gleichen Technik. 2008 gab es vorn eine Änderung zur " V - Clamp"
Stabil sind sie seit Baujahr 2006 alle. Da wurden die Vorbauten grundlegend überarbeitet.
Ist also mal wieder Geschmacksache - was man mag.
Der Link geht ja auf die Dahon Seite bei you tube - da gibt es dutzende von unterschiedlichen Videos.
Ups, da war Rone etwas schneller - naja, doppelt hält besser
Gruß
Udo
Das macht sie insgesamt leichter (und teurer)
Steckschutzbleche sind, wie der Name schon sagt nicht fest montiert, sondern sie sind leicht abnehmbar.Ein Behelf für ein ansonsten "nacktes" Rad ohne jeden Regenschutz- wie MTB oder Rennrad. Ihr Schutz ist je nach Form zwischen rudimentär und "geht noch" einzuordnen, da sie weiter vom Reifen entfernt sind, selten einen Schmutzlappen haben und auch oft den Reifen nicht halb umhüllen, so dass seitlich weiterhin Wasser (+ Dreck) rumgespritzt wird. Hat aber Vorteile, wenn auch im Matsch gefahren wird, dann blockiert der Reifen nicht so schnell.
Der Dahon Nabendynamo ist schon o.k.
Je nachdem was man sonst gewöhnt ist, sind die bei Dahon verbauten Frontscheinwerfer von Hella gegenüber den Standard LED Leuchten vom Typ Busch + Müller, dem IQ Fly oder Cyo oder den neuen Trelock (Bike-I-Trio) Scheinwerfern eher trübe Funzeln. Mit Fahrradlicht haben es die Amis wohl nicht so.
Wenn du selten im Dunkeln fährst würde ich da erst mal nichts ändern und es ausprobieren.
Sofern du lieber eine Minipumpe benutzt, wäre es eben ein Deal mit dem Händler beim Kauf gleich auf die schwere Sattelstützenpumpe zu verzichten und statt dessen die günstige Original Dahon Federsattelstütze zu nehmen. Die bekäme man auch später für wenig Geld als Ersatzteil - dann muss man aber eine Pumpe kaufen und die Sattelstütze und hat die alte Pumpe da rum liegen.
Beim Faltmaß unterscheiden sich die Räder schon - je nachdem ob der Lenker nach rechts oder nach links gefaltet wird und ob ein Vorderradgepäckträger dran ist. Wenn Dir im Auto 5 cm fehlen sind auch 5 cm wichtig - es sei denn du kennst einen guten Karosseriebauer
Alltagsfalträder und Nabenschaltungen gehören für mich zusammen, weil es kein empfindliches seitlich rausragendes Schaltwerk gibt und die größte Schmutzquelle, die Kette, voll gekapselt werden kann.
Die Nabenschaltung erlaubt ein Schalten im Stand, die Kette hält sehr lange und das System braucht wenig Zuwendung.
Dagegen kann man durch andere Ritzelsätze den Übersetzungsumfang und die Sprünge von einem Gang zum nächsten einer Kettenschaltung nachträglich verändern. Räder mit Kettenschaltung sind etwas leichter. Wenn die Schaltung gut gepflegt wird, schaltet sie etwas leichter, in der Regel auch unter Last, was ihr zwar auch nicht gut tut - aber im Gegensatz zur Nabenschaltung geht. Dort wiederum gewöhnt man sich recht schnell daran beim Schalten kurz die Kraft aus den Pedalen zu nehmen.
Und noch ein Exkurs zum Thema gefühlte Schwergängigkeit:
In der grauen Theorie haben Nabenschaltungen gegenüber Kettenschaltungen (mit gepflegtem Antriebsstrang) einen geringeren Wirkungsgrad.
In der Praxis kann man das so gut wie nie austesten. Wer fährt schon ein ansonsten baugleiches Rad mal mit Nabenschaltung und mal mit Kettenschaltung.
Da bremst die eigene Einbildung sehr viel stärker. Wenn man glaubt dass sich ein bestimmtes Rad schwerer fährt, dann wird es das auch tun, egal was die Messwerte sagen. Dann fühlt man die 6% unterschiedlichen Wirkungsgrades (also ca. 6 Watt bei den durchschnittlichen 100 Watt, die so ein Freizeitradler aufbietet).
Nur, unterschiedliche Reifen und niedriger Luftdruck machen schon mal bis 15 Watt aus. Die offene Jacke bremst mit 5 - 20 Watt, je nach gefahrener Geschwindigkeit - weil der Windwiderstand quadratisch mit der Geschwindigkeit wächst.
Radler die schnell fahren oder mit sportlichem Ehrgeiz unterwegs sind wollen keine Leistung sinnlos verschenken, da ist auch ein Verlust von einem Watt sehr wichtig und bei 30 km/h und mehr auch spürbar.
Die meisten Alltagsradler, welche eine automatische Lichtanlage (mit ND) haben, merken nicht einmal, wenn sich die Leuchte bei Dämmerung einschalten, obwohl dann, je nach System, 5 - 8 Watt zusätzlicher Leistung erzeugt werden muss.
Daher ist für mich die Diskussion ob eine Nabenschaltung einen geringeren Wirkungsgrad hat oder ob der Leerlaufverlust eines Nabendynamos von durchschnittlich 1Watt gegenüber einer normalen Nabe, für das Alttagsradeln bedeutungslos.
Die neueren 20 Zoll Dahons falten alle mit der gleichen Technik. 2008 gab es vorn eine Änderung zur " V - Clamp"
Stabil sind sie seit Baujahr 2006 alle. Da wurden die Vorbauten grundlegend überarbeitet.
Ist also mal wieder Geschmacksache - was man mag.
Der Link geht ja auf die Dahon Seite bei you tube - da gibt es dutzende von unterschiedlichen Videos.
Ups, da war Rone etwas schneller - naja, doppelt hält besser
Gruß
Udo
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Rone
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Man stelle ein 20" Dahon Mµ XL gegen ein Stahl-Trekkingrad aus den frühen 90'ern. Was sieht man? Radstand kaum auseinander. Für mich ist die Aussage damit widerlegt.Motte hat geschrieben:Falträder wirken anfangs durch ihren kurzen Achsabstand nervöser als andere Räder.
(Aus dem Begrüßungsthread)
Die Ursache würde ich in der deutlich größeren Schwungmasse der Bereifung bei eben diesen Rädern sehen. Das merkt man auch sehr deutlich wenn man nach langer Fahrt mal wieder auf einem 28'er sitzt.
Bei Rennrädern ist der Unterschied geringer, da bei Rennern eben wert auf Leichtbau gelegt wird...
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Travelking
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Hej zusammen,
Herrentreckingrad 28": Radstand 2.5 cm größer als bei Mµ P8
Damentreckingrad 28": 1.5 cm größer als bei Mµ P8
Übrigends sind auch der Abstand Sattel/ Lenker sehr ähnlich der großen.
Das leicht nervösere, ich nenn es auch gerne quirligere, Fahrverhalten würde ich eher auf einen steileren Lenkkopfwinkel schieben wollen. Vergleich Rennrad vs Hollandrad
Da brauchst du gar nicht bis in die 90er zurückgehen. Ich habe die Radstände unserer mittlerweile verkauften großen Räder mit den Faltern verglichen.Man stelle ein 20" Dahon Mµ XL gegen ein Stahl-Trekkingrad aus den frühen 90'ern. Was sieht man? Radstand kaum auseinander. Für mich ist die Aussage damit widerlegt.
Herrentreckingrad 28": Radstand 2.5 cm größer als bei Mµ P8
Damentreckingrad 28": 1.5 cm größer als bei Mµ P8
Übrigends sind auch der Abstand Sattel/ Lenker sehr ähnlich der großen.
Das leicht nervösere, ich nenn es auch gerne quirligere, Fahrverhalten würde ich eher auf einen steileren Lenkkopfwinkel schieben wollen. Vergleich Rennrad vs Hollandrad
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Pibach
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Mit Big Apple fährt sich ein Falter deutlich ruhiger wegen etwas mehr rotierender Masse und auch etwas mehr Radius. Kürzerer Radstand (der Unterschied zu einem großen Rad ist nur minimal) und steiler Lenkwinkel (vergleichbar zu Treckingrad) haben natürlich auch Einfluss. Wobei ich mein Mu Ex mit Kojak Reifen auch freihändig fahren kann (sogar gleichzeitig "Kaffe tringen" geht, habs ausprobiert, allerdings muss man recht schnell fahren).
Ich würde die 55mm Big Apple empfehlen, in der Faltversion. Das ist eine ideale Breite (gibt es in den Drahversionen nicht) und das Gewicht passt einigermassen. Die Rollen m.E. genauso leicht/schnell wie Marathon Racer. Nachteile der Beitreifen siehe ich eigentlich nur im vergrößerten Gewicht und Packmaß (passt schlechter in Koffer).
Übrigens kriegt man (Falt-)Räder am günstigsten im Winter!
Ich würde die 55mm Big Apple empfehlen, in der Faltversion. Das ist eine ideale Breite (gibt es in den Drahversionen nicht) und das Gewicht passt einigermassen. Die Rollen m.E. genauso leicht/schnell wie Marathon Racer. Nachteile der Beitreifen siehe ich eigentlich nur im vergrößerten Gewicht und Packmaß (passt schlechter in Koffer).
Übrigens kriegt man (Falt-)Räder am günstigsten im Winter!
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Motte
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Ich hatte mich ja nicht auf ein bestimmtes, sondern auf Falträder allgemein bezogen.
Und klar, ob es sich "quirlig" fährt hängt von dem Zusammenspiel von Radumfang, Nachlauf und Radstand ab. So kompliziert wollte ich es nicht machen. Wobei die 20 Zoll Dahons schon "träger" sind als z.B. mein Birdy. Sinn dahinter war ja, dass man nicht verschreckt reagiert wenn man zum ersten Mal auf so einem Teil fährt - und nach dem Motto "das geht ja nu mal gar nicht" sofort die Probefahrt beendet.
Wenn ich mal wieder eine Weile nur auf meinem Timor Faltrad (das ist gegenüber dem Dahon ein ruhig zu fahrendes Rad) rumgegurkt bin, habe ich die ersten paar hundert Meter Probleme mich anschließend auf dem Birdy wohl zu fühlen.
Und klar, ob es sich "quirlig" fährt hängt von dem Zusammenspiel von Radumfang, Nachlauf und Radstand ab. So kompliziert wollte ich es nicht machen. Wobei die 20 Zoll Dahons schon "träger" sind als z.B. mein Birdy. Sinn dahinter war ja, dass man nicht verschreckt reagiert wenn man zum ersten Mal auf so einem Teil fährt - und nach dem Motto "das geht ja nu mal gar nicht" sofort die Probefahrt beendet.
Wenn ich mal wieder eine Weile nur auf meinem Timor Faltrad (das ist gegenüber dem Dahon ein ruhig zu fahrendes Rad) rumgegurkt bin, habe ich die ersten paar hundert Meter Probleme mich anschließend auf dem Birdy wohl zu fühlen.