Da gab es einzelne Fälle, wo ein Lenker gebrochen ist. Das sollte mit Sicherheit nicht vorkommen. Aber der Schluß "Danach ist der Bromton-Lenker brüchig" ist in dieser Allgemeinheit nicht richtig.D-ULI hat geschrieben:..........
http://www.skriptweb.de/brompton/pannen.html
Danach ist der Bromton-Lenker brüchig.
Und dann noch diese Aussage "Aluminium ist eher spröde" (haufig im Vergleich zu dem Werkstoff Stahl so gebraucht) ist auch Mythos, der oft kolportiert wird. Alu-Legierungen gibt es in vielen Zusammensetzungen genau wie Stahl-Legierungen, bei denen alles vertreten ist von "Spröde" = wenig Bruchdehnung bis "zäh (bildsam)" = viel Bruchdehnung. Um mal Hausnummern zu nennen: Wenig ist vielleicht 3 % Bruchdehnung, viel 30% Bruchdehnung. Selbst bei der gleichen Legierung gibt es große Unterschiede in der Bruchdehnung. ZB in den Datenblättern von dem als Rahmen-Material wegen seiner guten Schweißbarkeit beliebten Al 6061 findet man Werte von 7% bis 24 %. Sehr viel hängt dabei von der Wärmebehandlung ab. Die Wärmebehandlung T6 steigert dabei die Festigkeit (Maximal-Spannung), setzt aber die Bruchdehnung herab.
Schaut man mal auf die Stahl-Legierungen, findet sich Analoges. ZB Gehärteter Federstahl hat wenig Bruchdehnung, Edelstahl (Rostfrei) für Federn hat dagegen viel Bruchdehnung.
Einen Versatz-Lenker (Riser-Bar) mit 70 mm Versatz aus Alu-Legierung habe ich an meinen 24 " Falter geschraubt. Bis jetzt hat er 7800 km Fitness-Fahrt heil überstanden (Darunter Anstiege mit 13 %, Wiegetritt-Passagen und Abfahrten mit 87,8 km/h in der Spitze).
viewtopic.php?f=77&t=425
Am Markt zu haben ist wohl ein maximaler Versatz von 80 [mm], leider kein Lenker in Alu-legierung mit 200 [mm].
Bei den Klemmungen muß man Unterscheiden zwischen der mittigen Klemmung im Vorbau, die bei Trekkingrädern den Durchmesser 25,4 [mnm] hat, bei Rennrädern 26,0 [mm] und bei einigen Downhill-Mtb 31,8 [mm] und den äußeren Klemmdurchmessern für die Handgriffe und die Hebel, 22,2 [mm]. Zumeist wird ein konstantes Rohr mit 22,2 [mm] für die Klemmung in der Mitte (25,4 mm o.ä.) aufgeweitet und anschließend werden die Biegungen erzeugt. Meinen Versatz-Lenker habe ich nun mal nachgemessen : der Abstand der inneren Biegungen (Mitte Biegung) für den Versatz ist von der Symmetrie-Ebene nur +- 50 [mm] entfernt und hat dort einen Durchmesser von 24,0 [mm]. Es folgen die Diagonalteile mit den beiden äußeren Biegungen und den geraden Teilen (Länge ca 180 [mm]) für die Klemmung der Griffe, insgesamz 620 [mm]. Nach meiner Kenntnis wird ein größerer Versatz (Rise) häufig durch einen längeren Diagonalteil erzeugt, so daß die Winkel sonst gleich bleiben. Demnach sind die Lenker mit größerem Versatz tendenziell breiter.
Die Versatz-Lenker sind komfortabler, belasten aber die Vorbau-Klemmung mit grö8erem Torsions-Moment (besonders beim Bremsen !) als ein Besenstiel-Lenker. Das auch 200 [mm] Versatz geht, beweisen die BMX-Lenker und mein "Folding*Star, die aber aus Stahl gefertigt werden. Die BMX-Lenker haben eine angeschweißte Querstrebe. Daß es auch ohne Querstrebe geht, zeigt der "Folding*Star". Der hat auch eine Werkzeug-lose Verstellung. Wichtig ist außerdem eine zweischalige Vorbau-Klemmung (Stichworte sind Gleichmäßigkeit der Fächenpressung und Service am Lenkungssatz).
Ich denke, ein Riser-Bar wird am Andros-Vorbau nicht passen, da die Vorbauschaft-Klemmungen dort im Maximum etwa 140 [mm] auseinanderliegen und für einen Riser-Bar damit in den Diagonalbereich fallen. Nächste Frage wäre, ob der Klemmdurchmesser des Amboss-Vorbaus zum örtlichen Lenkerdurchmesser passt.
MfG EmilEmil
Edit: Chainglider kann verbaut werden, im Prinzip ja, wie Radio Eriwahhn meint...
Da Du, @D-ULI, ja vermutlich ein 46-er Kettenblatt hast, müßtest Du auf ein 44-er oder 48-er Blatt wechseln. Für 46-er gibt es keinen Chainglider (der muß vorn genau auf die Zähnezahl passen). Evtl taugt Dir das vorhandene 18-er Ritzel; bei Bedarf könntest Du es gegen ein 17-er wechseln. Ritzel ist Vergleichs-weise günstig (ca 4 €), das Kettenblatt ist da eine Größenordnung kostspieliger.