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Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständig?

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Weinbergschnecke
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Weinbergschnecke »

BBF dürfte falsch liegen: Der Großhändler hatte nur ein Vertragsverhältnis mit dem Einzelhändler, nicht mit dem Käufer des Rades. Vielleicht wiederhole ich mich: Der ADFC sagt, der zuständige Hersteller außerhalb der EU wäre rechtlich kaum zu fassen. Könnte ja auch sein, dass Dahon bei der Neufirmierung rechtlich den alten Ballast abgeworfen hat. Die hatten ja wohl massig Rahmenprobleme, siehe die damalige Rückrufaktion.
Kernproblem ist wohl immer wieder das Alumüllium (Spitzname). Die Rahmen lassen sich als Massenware billig herstellen. Die Qualität kann man von außen nicht erkennen...
ede
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von ede »

Hallo!

Wasserstandsmeldung:

Wie ist mein Garantiefall ausgegangen?

Obwohl ich seit Sept. letzten Jahres im 4 Wochen-Takt nachgefragt haben (mit diversen Bearbeitungsständen) und Dahon sich den direkten Kontakt verbittet, bekomme ich nun die Mitteilung von meinem ZEG Händler, dass mein Garantiefall bei Dahon "verlorengegangen" sei...

Lt. Händler muss das Rad abermals von ihm geprüft werden, Bilder, Quittungscheck, Garantiecheck und einreichen des Garantiefalls bei Dahon.
Mittlerweile habe ich ein Motivationsproblem: seit 2008 habe ich Instandhaltungskosten von 1455 € (291 €/Jahr) gehabt bei einer Laufleistung von ca. 4000km/Jahr. Mein subjektiver Eindruck: Dahon ist für "Vielfahrer" wirtschaftlich und qualitätsmäßig nicht geeignet...

Ich bin einfach müde und habe keine Geduld mehr mit Dahon. :x

Grüße
Ede
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Muc-Falter »

Da würde es sich schon lohnen jedes Jahr ein neues Faltrad zu kaufen... (das alte verkaufen ohne Wartung)
Wobei mich die Höhe der Wartungskosten schon sehr wundert.
Motte
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Motte »

Räder, die im rauhen Alltagsbetrieb laufen, müssen in der Regel mehr ertragen als "Reiseräder" für die ganz große Tour. Ehrlich gesagt wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ausgerechnet Dahon Räder besonders wertige und langlebige Räder sein sollen. Ich hätte auch nie den Anspruch von einem 800 - 1000 Euro teuren Faltrad so etwas zu erwarten. Für mich wäre es ein Glücksfall, wenn es sich so ergibt. Daher war ich anfangs auch ganz verwundert über die Laufleistung die "Quaak!" seinem Dahon entlockt hatte.

Was mich nicht gehindert hat mir 2006 ein Dahon MüXL zu kaufen und 5 Jahre zufrieden (und ohne irgendeinen Schaden) damit durch die Gegend zu fahren. Oder im Sommer 2011 ein Dahon Speed TR zu erwerben und bislang 4000 Km ohne Schaden damit unterwegs zu sein. (Obwohl ich das Rad gelegentlich leichtfertig an Andere verleihe :mrgreen: )

Das Dahon sich da um die Garantie mogeln möchte ist ungeachtet dessen natürlich nicht in Ordnung. Wobei ich eh den Eindruck habe, dass die seit dem Familienkrach auf dem absteigenden Ast sind und bestenfalls als billiger Massenhersteller für den asiatischen Markt überleben. Also eigentlich in die Nische zurück gehen, in der sie so bis 2003 waren.
Pibach
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Pibach »

ede hat geschrieben: Wie ist mein Garantiefall ausgegangen?

Obwohl ich seit Sept. letzten Jahres im 4 Wochen-Takt nachgefragt haben (mit diversen Bearbeitungsständen) und Dahon sich den direkten Kontakt verbittet, bekomme ich nun die Mitteilung von meinem ZEG Händler, dass mein Garantiefall bei Dahon "verlorengegangen" sei...
Das klingt komisch.
Wobei Dein Speed ja offenbar einiges mitgemacht hat.
Ich würde schon sagen, dass die Dahon Rahmen zu den robusteren gehören, immerhin gibt es auch lebenslange Garantie.
Alles andere sind ja Anbauteile, da hat Dahon nur in sofern Einfluss drauf, als dass es die auswählt. Und die Dahon sind recht gut ausgestattet.
Die Pro Felgen mit harten Kojak sind für solche Laufleistungen und Wintereinsatz mit viellen Bremsvorgängen sicher grenzwertig, dafür aber eigentlich auch nicht gedacht.

Zu dem Thema Famileinkrach, das war sicher nicht schön. Aber Dahon hat in den letzten Jahren ja jeweils um 30% Wachstum hingelegt, wobei der asiatische Markt halt am schnellsten wächst mit teilweise über 30% Falträderanteil (Südkorea und Taiwan). Und dominierte bisher mit über 90% Anteil den Faltrdamarkt. Das kann man nicht "Nische" nennen. Ob nun wegen Tern die Umsätze eingebrochen sind, würde mich auch interessieren, vielleicht belebt Konkurrenz ja auch das Geschäft?
Harry
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Harry »

Motte hat geschrieben:Ehrlich gesagt wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass ausgerechnet Dahon Räder besonders wertige und langlebige Räder sein sollen. Ich hätte auch nie den Anspruch von einem 800 - 1000 Euro teuren Faltrad so etwas zu erwarten.
Das Speed Pro gehört eher zur Kategorie Leichtbau-Faltrad und diese bzw. deren Komponente sind nicht unbedingt für den harten Dauereinsatz gedacht!? Ob vergleichbare Falter (<10kg) anderer Hersteller bei ede länger durchgehalten hätten würde mich auch interessieren.

Aber wieso sollte ein €1000,- Faltrad nicht besonders langlebig sein? Ein €3000,- Faltrad ist zunächst wegen seiner Komponente so teuer und deswegen imho nicht zwangsläufig langlebiger.

Hier geht es doch hauptsächlich um den Rahmen. Die Anbauteile sind nebensächlich.

Ich hätte einer Kinex Pro Felge im harten Dauereinsatz mehrere Speichenbrüche zugetraut. Dass sie an einer HS33 scheitert ist keine Schande.
Die Lenkstütze ist nicht sehr teuer, sollte aber trotzdem nicht kaputt gehen, klar. Denke aber, ede beansprucht sein Rad überdurchschnittlich hoch.
Der Riss ist ganz klar ein Garantiefall und sollte auch so behandelt werden.

Die €1455,- hätte ede wahrscheinlich auch in die "Wartung" eines qualitativ hochwertigeren Markenfalters investiert. Das liegt imho nicht an der schlechten Dahon Qualität.
Motte
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Motte »

Das teuer nicht automatisch gut ist, darüber brauchen wir nicht diskutieren. Eher sollte man sich klar machen, dass, gerade bei mechanischen Dingen, gut nicht beliebig billig sein kann. Einmal ist ein Rad die Summe seiner Teile - ich kaufe ja keinen Rahmen, sondern ein Fahrrad. Und das sollte dann für den Zweck geeignet sein. Ein Rad, das lange halten soll muss in vielen kleinen Details anders und aufwändiger konstruiert sein als ein "Baumarktrad". (wobei gelegentlich auch die lange halten). Und da reicht es nicht an irgendwas einfach teure Komponenten zu schrauben. Das zweite Problem ist, das mit dem dann höheren Preis auch (zurecht) die Erwartungshaltung der Kunden steigt.

Die Rahmenscharniere "bei Dahons" sind nicht gedichtet oder geschützt - der Dreck hat dort freien Zugang. Sie sind darüber hinaus nicht abschmierbar und auch nicht zerlegbar. Das mag günstig in der Herstellung sein - ein Garant für Langlebigkeit ist es sicher nicht. Gleiches gilt, wenn die Designer vorgeben wie klein ein Rahmenscharnier zu sein hat - damit es schick aussieht. Dann ist der Splint aus Stahl, der Rahmen aus Alu und die 2 Euro für die Entkopplung wird eingespart - die Elektrochemie läutet dann zuverlässig den Tod ein. (insbesondere bei Allwetterfahrern)

Passgenauigkeit kostet. Wenn der Rahmenbolzen genau in die Scharniere passen soll, dann müssen teure Präzisionsmaschinen ran und ihre Werkzeuge früh getauscht werden. Je größer die Toleranzen, um so günstiger die Fertigung. Grobe Patzer werden dann eben von einer angelernten Billigkraft (hin) "gerichtet". Den Erfolg merkst Du als Kunde nach 1000 Km, wenn der Rahmen wackelt und knackst.

Für viele Wenignutzer sind diese 1000 Km möglicherweise ihre persönliche "Lebensleistung" - der Vielfahrer erreicht die aber in wenigen Monaten.

Das sind alles konstruktive "Peanuts" - sie machen aber im Preis und in der Haltbarkeit einiges aus.


Als ich mit 7 Jahren das Rad meiner Cousine fahren durfte, da war ich stolz wie Oskar. Das die Gänge von selber wieder raus sprangen und sich am Berg das Hinterrad im Rahmen verzog, war mir völlig egal - ich durfte Rad fahren. So ein Rad würde ich heute als Schrott links liegen lassen.
Von daher spricht nix dagegen Massenmärkte mit solchen Rädern zu beschicken.
Pibach
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Pibach »

Und da reicht es nicht an irgendwas einfach teure Komponenten zu schrauben.
Also die Massenhersteller produzieren ja in Fernost, da wird recht gute Qualität erreicht, jedenfalls in Bezug von Preis zu Leistung, deswegen ist ja hierzulande die Produktion ja auch nicht mehr konkurrenzfähig. Die Rahmen sind ja auch nur sehr selten betroffen vom Verschleiß oder gar Rahmenbruch. Ferner kann ein großer Hersteller günstig einkaufen, Dahon kann man weit unter dem Preis der Summe der Einzelteile bekommen. In sofern ist so ein Dahon auch tendenziell eher "verschleißärmer" als ein Teuerprodukt auf dem selben Preisniveau, denn die können diese Komponentenausstattung gar nicht liefern, ein Bike Friday in der Auststattung eines Speed Pro kostet etwa das dreifache.

Nun kann man lange theoretisieren über Passgenauigkeit und Abschmierbarkeit der Gelenke usw, Fakt ist ja wohl, dass die Dahon Rahmen erstaunlich gut halten. Hier war der Schaden ja auch gar nicht am Gelenk. Wobei Konstruktionen mit durchgehendem Hauptrohr und ohne Faltgelenk sicher stabiler sind.

Die lange Satelstütze in Kombination mit großen und schweren Fahrern, harte Reifen und schlanke Felgen sind natürlich eine Herausforderung.
Ich schätze es wird schließlich trotzdem auf Garantie einen neuen Rahmen geben.
Die Garantiefall-Bearbeitung durch den Zwischenhändler ist aber schon unrühmlich.

Wenn man mal Verschließ eines Laufrader zu einem Normalrad vergleicht: die Felgen der kleinen Räder bremsen sich natürlich schneller durch. Dafür sind die kleinen Reifen stabiler. Im Flachland und ohne diese Dreck/Matsch/Bremsgeschiten dürfte ein Laufradsatz ein normales Radlerleben halten. Die Kinetix Pro halte ich nach wie vor für sehr stabil, wenn die Speichen richtig sitzen, was leider de facto nicht der Fall ist. Muss man am besten direkt nach Kauf selber genau abdrücken und zentrieren.
Motte
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Motte »

In sofern ist so ein Dahon auch tendenziell eher "verschleißärmer" als ein Teuerprodukt ....
Sach ma, kriegst Du Geld von denen oder warum darf bei Dahon nicht gelten, was überall in der Radbranche gilt? :P
Goggle einfach mal über "Spiel im Rahmenscharnier" - dann weißt Du wie hier "theoretisiert" wird.

Ich hab Dahon nicht einmal schlecht gemacht (sonst würde ich keines fahren) - ich hab nur bestritten, dass sie langlebige Produkte für Intensivnutzer herstellen. Das gilt außerhalb der Faltradbranche ganz genau so. Sonst könntest Du nämlich auch statt Dahon - 300 Euro Pegasus MTB sagen und behaupten, dass z.B. ein German Möhren oder ein Nicolai MTB ein unsinniges weniger haltbares Teuerprodukt dagegen sein muss.
Harry
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Re: Dahon Rahmengarantie für Rad von 2010: Wer ist zuständi

Beitrag von Harry »

Preis Leistung ist für den Normalradler bis sagen wir mal ~2000km/a überdurchschnittlich gut.
Interessant finde ich Dahon auch, weil man recht viele (Gebraucht-)Teile findet. Für Bastler daher sehr attraktiv.

:oops:

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