Harry hat geschrieben:
Draußen anschließen würd ich ein Klapprad über längere Zeit sowieso nicht. Wieso auch?
War z.B. am Freitag in
Clärchens Ballhaus. Die haben schon wegen meinem Rucksack blöd geschaut. Faltrad dort in der Garderobe abgeben wäre nicht gegangen. Ich hab mein Dahon draussen angeschlossen. Gibt halt viele Situationen wo das mit Reinnehmen nicht geht oder umständlich wäre. Wobei ich auch Zeiten hatte (Mu SL), da hätte ich das Faltrad in jedem Fall mit reingenommen und mit den Leuten vom Ballhaus lange diskutiert oder wäre im Zweifelsfall wieder gegangen. Ist mir inzwischen aber zu viel Rumgenerve (und das Mu Sport ist viel klau-unauffälliger).
Zu den Komponenten: Es macht doch Spaß das Rad selbst zu optimieren. Und dabei kann man es auch leichter machen: Schutzbleche ab, Pedale neu/leicht, Reifen neu/leicht, Sattel neu/leicht, Sattelstütze leicht, Lenker etc. da sind doch 1 bis 2kg drin. und im Leichtbauthread gibts einige extrem coole Beispiele.
Grundsätzlich ja.
Nur der Brompton Rahmen wiegt bereits 3,3kg (incl Gabel). Ein Dahon Mu wiegt incl. Gabel 2,9kg. Sind erstmal 400g Unterschied.
Auch die längeren Lenker- und Sattelstützen sind etwas schwerer.
Die Variante mit Titan-Hinterschwinge und Titan-Gabel wiegt 2,6kg das ist im Faltradbereich schon bei den leichteren, allerdings ist das eben recht teuer. Zumal auch die Titan Sattelstütze dazukommt.
In Kombination mit dem leichten 2-Gang hat das Bromton S2E-X damit sowohl hinsichtlich kleinstem Faltmaß, als auch geringstem Gewicht die Krone auf. Es ist auch die leichteste Lösung für Rahmen + 2 Gänge am gesamten Markt. Ich schätze mal für Rahmen+Hinterradachse+Ritzel+Spanner+Zug+Schalthebel liegt das bei 3,2kg. Dahon Mu incl. SRAM Automatix Freilauf käme im Vergleich dazu auf ca 3,7kg, also 500g Differenz zugunsten des Brompton. Alle Achtung.
In dieser Konfiguration macht das Brompton eine besonders gute Figur. Finde ich dann eine tolle Lösung. Und so ähnlich fahren es ja auch Patrick und Sulpiz. Und auch Andrew Ritchie favorisiert wohl die 2-Gang Variante. Das S2E-X wiegt 9,4kg komplett. Soweit ich weiß haben die X-Modelle im Gegensatz zu den Standardmodellen auch das "Ultralight Wheelset" (das aber nicht wirklich besonders leicht ist, aber immerhin). Kostenpunkt rund 1400,- EUR. Wobei man ein paar Teile wohl direkt tauschen sollte, u.a. die
nichtrotierenden Clamps von Brompification:
Video.
Das Dahon Mu SL unterbietet das S2E-X durch leichte Anbauteile, speziell Laufradsatz und Kurbel und wiegt 8,8kg (incl Pedale). Das könnte man prinzipiell beim Bromton auch machen. Die Möglichkeiten sind da aber ziemlich erschöpft. Für ein ähnlich leichtes Bromton musst Du dann etwa 2500,- EUR rechen. Ein Dahon Mu SL kriegt man aber bereits weit unter EVK für rund 900,- EUR (war zumindest immer mal wieder für diesen Preis zu bekommen). Und will man mehr als 2 Gänge wird das beim Bromton schwierig mit dem Gewicht, für die Konfiguration mit 2x3 Gang muss man ca 800g hinzurechnen (braucht dann aber 2 Schaltzüge/Hebel und kann nicht Durchschalten) oder man wählt die S-RF5 5-Gang Nabe, liegt dann bei ca +900g. Aber Nabenschaltungen finde ich am Brompton nicht so elegant, da der Spanner ja trotzdem nötig bleibt.
Zum Tragen: so kubische Teile lassen sich besonders
schlecht tragen, da das immer um die Beine bomselt. Dahon lässt sich noch schlechter tragen, das stimmt, denn da beschmiert man sich mit der Kette, muss es also links tragen, kann es aber schlecht gegen Oberschenkel abstützen, und muss immer aufpassen, dass man nicht mit den rausstehenden Pedalen oder Kabeln irgendwo hängen bleibt. Meist ist das nicht nötig, aber manchmal ist Schieben keine Option, z.B. im Gedränge im Zug oder Restaurant geht das eigentlich nicht, zumal wenn die Räder schmutzig sind. Ein 8,8 kg Dahon oder sub 10kg Brommi kann man noch leidlich tragen, alles darüber (die Nabenschaltungsmodelle) finde ich dagegen schon grenzwertig.