Hallo Ihr Lieben,
Ich bin neu hier im Forum und habe gleich ein kompliziertes Anliegen. Ich habe vor wenigen Wochen ein neuwertiges Dahon Mµ SL erworben. Ich fahre seitdem damit jeden Tag zur Arbeit und nehme es im RegionalExpress mit. Daher ist es traumhaft, ein so leichtes Faltrad im Zug mitzunehmen. Umsteigen ist damit unkompliziert, da man keinen Klotz am Arm hat.
Mein Arbeitsplatz ist in Köln und ich nutze das Rad, um in der Stadt mobil zu sein. Leider sind die Straßen und Radwege in Köln so beschaffen, dass es sich nicht vermeiden lässt, mal über Kopfsteinpflaster, Unebenheiten oder abgesenkte Bordsteine zu fahren.
Jetzt ist auch genau das passiert, was ich befürchtet hatte: Am Hinterrad ist eine Speiche gebrochen und die Felge hat dadurch schon eine leichte Acht? Was tun? Kann eine "normale" Fahrradwerkstatt die Speiche ersetzen? Die Sapim Laser Speiche wird mutmaßlich keiner auf Lager haben? Ist es mit dem Ersatz einer Speiche getan? Wie bekommt die Werkstatt die leichte Acht wieder raus? Weiß jemand zufällig die korrekte Speichenlänge und die richtigen Nippel? Macht es Sinn, sich selbst diese Speichen auf Vorrat zu legen, samt richtiger Nippel und Spezialwerkzeug? Gibt es eine gute Werkstatt im Ruhrgebiet, die sich damit auskennt?
Die Kinetix Pro Felge ist schön anzusehen mit ihren 16 Speichen. Aber ist diese wirklich alltagstauglich? Funktion geht mir vor Optik. Gibt es Ersatzkomponenten?
Jetzt habe ich viele Fragen gestellt und wäre schon froh, auch nur einen Teil beantwortet zu bekommen. Bin etwas enttäuscht, da ich jetzt bei diesem traumhaften Wetter mein Rad nicht nutzen kann.
Liebe Grüße,
Sterntaler (Bernd)
Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinetix Pro
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Sterntaler
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Pibach
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Re: AW: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinet
Siehe Thread dazu, das kommt hier öfter vor.
faltradforum.de/viewtopic.php?f=33&t=323
faltradforum.de/viewtopic.php?f=68&t=1388
Kannstdie Sapim Laser in 183mm Länge z.B. bei hibike kaufen, dazu das Park Tool, 3,5 mm für innenliegende Viereck Nippel. Sowie die Nippel. Speiche wechseln und neu zentrieren. Ein Speichenschlüssel gegen Verdrehen wäre noch hilfreich.
Ich empfehle selber machen.
5x Ersatzspeichen mit bestellen für alle Fälle.
Edit: 3,5mm war falsch, Park Tool in 3,2 mm ist korrekt.
faltradforum.de/viewtopic.php?f=33&t=323
faltradforum.de/viewtopic.php?f=68&t=1388
Kannstdie Sapim Laser in 183mm Länge z.B. bei hibike kaufen, dazu das Park Tool, 3,5 mm für innenliegende Viereck Nippel. Sowie die Nippel. Speiche wechseln und neu zentrieren. Ein Speichenschlüssel gegen Verdrehen wäre noch hilfreich.
Ich empfehle selber machen.
5x Ersatzspeichen mit bestellen für alle Fälle.
Edit: 3,5mm war falsch, Park Tool in 3,2 mm ist korrekt.
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Sterntaler
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Re: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinetix P
Zunächst herzlichen Dank für die schnelle Antwort 
Ich werde es wohl auch selber machen, bin eigentlich technisch nicht ungeschickt.
In der Fahrradwerkstatt sind Termine vorerst nicht zu bekommen und die Ersatzspeichen müssen sowieso bestellt werden.
Dann sprach der Händler was von 100 Speichen, die er kaufen müsste.
Dann kann ich mir die lieber selbst besorgen und genügend auf Lager legen.
Aber folgende Fragen habe ich dennoch:
Macht es Sinn die Messing-Unterlegscheiben unterzulegen? Dann werden ja auch noch ovale Unterlegscheiben angeboten?
Wenn ich mir die Kinetix Pro Felge so anschaue, sind andere Speichen "nicht ganz gerade" in der Bohrung.
Einige Speichen sind leicht verbogen in Richtung Bohrloch, andere "scheuern" am Rand des Bohrlochs, dass man meint das Bohrloch würde dadurch ausgeleiert.
Ist dies ein Indiz für die hier mehrfach bemängelte schlampige Erstmontage? Das Rad hat jetzt vielleicht 150 km gelaufen.
Handelt es sich nun um einen 3,5 mm Viereck-Schlüssel oder 3,2 mm?
Den Speichenschlüssel gegen Verdrehen bekommt man auch bei den Anbietern?
Das Anziehen der Speiche nach Gefühl bzw. bis die Felge wieder zentriert läuft?
Herzliche Grüße,
Bernd
Ich werde es wohl auch selber machen, bin eigentlich technisch nicht ungeschickt.
In der Fahrradwerkstatt sind Termine vorerst nicht zu bekommen und die Ersatzspeichen müssen sowieso bestellt werden.
Dann sprach der Händler was von 100 Speichen, die er kaufen müsste.
Dann kann ich mir die lieber selbst besorgen und genügend auf Lager legen.
Aber folgende Fragen habe ich dennoch:
Macht es Sinn die Messing-Unterlegscheiben unterzulegen? Dann werden ja auch noch ovale Unterlegscheiben angeboten?
Wenn ich mir die Kinetix Pro Felge so anschaue, sind andere Speichen "nicht ganz gerade" in der Bohrung.
Einige Speichen sind leicht verbogen in Richtung Bohrloch, andere "scheuern" am Rand des Bohrlochs, dass man meint das Bohrloch würde dadurch ausgeleiert.
Ist dies ein Indiz für die hier mehrfach bemängelte schlampige Erstmontage? Das Rad hat jetzt vielleicht 150 km gelaufen.
Handelt es sich nun um einen 3,5 mm Viereck-Schlüssel oder 3,2 mm?
Den Speichenschlüssel gegen Verdrehen bekommt man auch bei den Anbietern?
Das Anziehen der Speiche nach Gefühl bzw. bis die Felge wieder zentriert läuft?
Herzliche Grüße,
Bernd
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Re: AW: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinet
Mach doch mal ein Photo. Ich denke die Speichen Nippel legen schief auf. Und das kann der Grund sein.
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Pibach
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Re: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinetix P
3,2mm ist wohl korrekt, wie hier geschrieben:
http://faltradforum.de/viewtopic.php?f= ... ool#p18929
Mach doch Link auf dei Produkte oder Photo, damit wir da mitreden können.
Wichtig ist jedenfalls sicher, dass die Nippel wirkich gerade liegen.
Das war bei mit auch nicht so, da kann man dann lange rumfrickeln, das bricht leicht wieder.
Ob das am Aufbau liegt oder ein Grundsatzproblem weiß ich auch nicht, hab mich damit nicht wieder beschäftigt, würde mich aber interessieren, wenn Du das rasubekommst, bzw. wie Du es schließlich gelöst hast (und es hoffentlich hält).
Ich hab das ohne Verdrehsicherung gemacht, das funktioniert nicht wirklich, wenn alte Nippel widerverwendet, da zuviel Reibung.
Wenn Du auch neue Nippel hast, gehts vielleicht auch ohne.
Viel Erfolg.
http://faltradforum.de/viewtopic.php?f= ... ool#p18929
Keine Ahnung, was Du meinst.Sterntaler hat geschrieben: Aber folgende Fragen habe ich dennoch:
Macht es Sinn die Messing-Unterlegscheiben unterzulegen?
Dann werden ja auch noch ovale Unterlegscheiben angeboten?
Mach doch Link auf dei Produkte oder Photo, damit wir da mitreden können.
Wichtig ist jedenfalls sicher, dass die Nippel wirkich gerade liegen.
Das war bei mit auch nicht so, da kann man dann lange rumfrickeln, das bricht leicht wieder.
Ob das am Aufbau liegt oder ein Grundsatzproblem weiß ich auch nicht, hab mich damit nicht wieder beschäftigt, würde mich aber interessieren, wenn Du das rasubekommst, bzw. wie Du es schließlich gelöst hast (und es hoffentlich hält).
Weiß ich nicht, wenn Du es rausfindest, bitte Info.
Den Speichenschlüssel gegen Verdrehen bekommt man auch bei den Anbietern?
Ich hab das ohne Verdrehsicherung gemacht, das funktioniert nicht wirklich, wenn alte Nippel widerverwendet, da zuviel Reibung.
Wenn Du auch neue Nippel hast, gehts vielleicht auch ohne.
Wenn Du noch nie ein Laufrad nachzentriert hast, ließ Dich dazu mal ein, gibt auch paar Tutoral Videos. Ist aber ganz einfach und logisch, immer Seite entgegen dem Schlag etwas nachziehen.Das Anziehen der Speiche nach Gefühl bzw. bis die Felge wieder zentriert läuft?
Viel Erfolg.
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vmax
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Re: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinetix P
Wenn eine Speiche bricht haben die Nachbarspeichen meisten eine Überbelastung abbekommen, du solltest sie deshalb
auch wechseln, hat du denn ew. noch Garantie? Normalerweise sind Speichen bei Dahon doch auch in kleinen Mengen
10 St. ? zu bekommen.
auch wechseln, hat du denn ew. noch Garantie? Normalerweise sind Speichen bei Dahon doch auch in kleinen Mengen
10 St. ? zu bekommen.
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EmilEmil
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Re: Dahon Mµ SL Alltagstauglichkeit? Speichenbruch Kinetix P
Hallo sterntaler,
hier ein Link aus diesem Forum,
viewtopic.php?f=68&t=1388&p=19519&hilit ... uch#p19519
Die entsprechenden Schlüsse kannst Du daraus selber ableiten.
Ich fasse aber meine Erfahrungen mit Laufrädern zusammen, die ich teils selber selber gebaut habe, zum Teil aber als neuwertig bzw. neu gekauft habe:
Wer ein Laufrad baut ohne einen Spannkraftmesser zu benutzen, muß damit rechnen, daß die Spannkraft-Abweichungen von einem Mittelwert im Extremfall um 80% bis 100 % nach unten oder oben betragen.
Besonders die Abweichungen nach unten sind tödlich. Denn zB bei projektiertem Mittelwert von 900 [N] ergibt sich bei einer Abweichung nach unten von 80 % nur noch eine Vorspannkraft von (900 - 0.8 x 900) [N] = 180 [N]. Da wird die Speiche bei jedem Umlauf beim Passieren des Kontaktbereichs zur Fahrbahn total entspannt und bekommt schon bei einer kleinen Weiterdrehung eine Stoß-artige Belastung.
Genau so ein kleiner Wert ist bei den in meinem Fundus bestehenden neuwertigen Rädern (km-Leistung < 1 km) mehrfach von mir gemessen worden (Besser gesagt nicht gemessen worden, die Skala am Spannkraftmesser geht nicht so weit runter !).
Bei einem Laufrad mit wenig Speichen ( 16 Speichen sind schon extrem wenig), sind alle Probleme noch ausgeprägter; meine Laufräder hatten 32 bzw 36 Speichen.
Zu den Winkeln, mit denen die Speichen ihre Löcher in der Felge verlassen: Speichen liegen im Prinzip auf einem Kegelmantel, deshalb haben sie seitliche Winkel. Tangentialspeichen (am Nabenflansch etwa tangential) verlassen die Felgenbohrung dazu in der Symmetrieebene mit Winkeln Vorwärts und Rückwärts. Diese Tangential-Speichen sind 1-fach, 2-fach, 3-fach gekreutzt (4-fach gibts auch , ist aber eher selten). Radialspeichen (ohne Kreuzung) werden bei Vorderrädern eingesetzt, wenn die Bremskräfte nicht von den Speichen übertragen werden (Bei Felgenbremse), und haben nur die seitlichen Winkel.
Die Kinetix Pro Laufräder haben offenbar innenliegende Nippel (Ich kenne sie nur vom "Hörensehen"), die bei gleichbleibendem Lochdurchmesser den Speichen größere Winkelabweichung bezüglich eines "Normal" ( = senkrecht )gebohrten Lochs in der Felge gestatten. Vielleicht irritiert Dich das ein wenig.
Unterlegscheiben verwendet man dann, wenn man Sorge hat, daß sich die Speichen samt Nippel durch den Felgenboden ins "Freie" durcharbeiten (Manchmal auch an den Nabenflanschlöchern, falls die Speiche im Kopfdurchmesser zu klein ist). Bei den Aero-Felgen (spitz nach innen zulaufend und "hoch" bauend) ist der Felgenboden aus Herstellungsgründen meist viel dicker als bei einer "normalen" Felge, so daß ein Bedarf an Unterlegscheiben kaum vorhanden ist.
Zuletzt noch ein Hinweis, warum unterbleibt die Messung der Speichenspannkraft ?
Ganz klar, weil es Zeit-aufwändig und daher teuer ist. Da sind sich Hersteller, Händler und Verbraucher einig:
Der Hersteller spart Kosten, wenn nur maschinell zentriert wird, der Händler spart Aufwand und für den Verbraucher ist Geiz geil. Wenn man mal für das Einspeichen eines 32-Loch Laufrades (559 mm Felgendurchmesser) mit 25,- € rechnet, so ist für das gleiche Laufrad mit Spannkraft-Egalisierung+Nachzentrieren 65,- € anzusetzen. Für kleinere Laufräder ist dazu mit einem weiteren Aufschlag zu rechnen (Einspeichen ist wegen der kleineren Dimensionen schwieriger!).
Meine Meinung: Jedes maschinell gespeichte Laufrad muß zwingend manuell "Egalisiert" und "Nachzentriert" werden.
Mfg EmilEmil
hier ein Link aus diesem Forum,
viewtopic.php?f=68&t=1388&p=19519&hilit ... uch#p19519
Die entsprechenden Schlüsse kannst Du daraus selber ableiten.
Ich fasse aber meine Erfahrungen mit Laufrädern zusammen, die ich teils selber selber gebaut habe, zum Teil aber als neuwertig bzw. neu gekauft habe:
Wer ein Laufrad baut ohne einen Spannkraftmesser zu benutzen, muß damit rechnen, daß die Spannkraft-Abweichungen von einem Mittelwert im Extremfall um 80% bis 100 % nach unten oder oben betragen.
Besonders die Abweichungen nach unten sind tödlich. Denn zB bei projektiertem Mittelwert von 900 [N] ergibt sich bei einer Abweichung nach unten von 80 % nur noch eine Vorspannkraft von (900 - 0.8 x 900) [N] = 180 [N]. Da wird die Speiche bei jedem Umlauf beim Passieren des Kontaktbereichs zur Fahrbahn total entspannt und bekommt schon bei einer kleinen Weiterdrehung eine Stoß-artige Belastung.
Genau so ein kleiner Wert ist bei den in meinem Fundus bestehenden neuwertigen Rädern (km-Leistung < 1 km) mehrfach von mir gemessen worden (Besser gesagt nicht gemessen worden, die Skala am Spannkraftmesser geht nicht so weit runter !).
Bei einem Laufrad mit wenig Speichen ( 16 Speichen sind schon extrem wenig), sind alle Probleme noch ausgeprägter; meine Laufräder hatten 32 bzw 36 Speichen.
Zu den Winkeln, mit denen die Speichen ihre Löcher in der Felge verlassen: Speichen liegen im Prinzip auf einem Kegelmantel, deshalb haben sie seitliche Winkel. Tangentialspeichen (am Nabenflansch etwa tangential) verlassen die Felgenbohrung dazu in der Symmetrieebene mit Winkeln Vorwärts und Rückwärts. Diese Tangential-Speichen sind 1-fach, 2-fach, 3-fach gekreutzt (4-fach gibts auch , ist aber eher selten). Radialspeichen (ohne Kreuzung) werden bei Vorderrädern eingesetzt, wenn die Bremskräfte nicht von den Speichen übertragen werden (Bei Felgenbremse), und haben nur die seitlichen Winkel.
Die Kinetix Pro Laufräder haben offenbar innenliegende Nippel (Ich kenne sie nur vom "Hörensehen"), die bei gleichbleibendem Lochdurchmesser den Speichen größere Winkelabweichung bezüglich eines "Normal" ( = senkrecht )gebohrten Lochs in der Felge gestatten. Vielleicht irritiert Dich das ein wenig.
Unterlegscheiben verwendet man dann, wenn man Sorge hat, daß sich die Speichen samt Nippel durch den Felgenboden ins "Freie" durcharbeiten (Manchmal auch an den Nabenflanschlöchern, falls die Speiche im Kopfdurchmesser zu klein ist). Bei den Aero-Felgen (spitz nach innen zulaufend und "hoch" bauend) ist der Felgenboden aus Herstellungsgründen meist viel dicker als bei einer "normalen" Felge, so daß ein Bedarf an Unterlegscheiben kaum vorhanden ist.
Zuletzt noch ein Hinweis, warum unterbleibt die Messung der Speichenspannkraft ?
Ganz klar, weil es Zeit-aufwändig und daher teuer ist. Da sind sich Hersteller, Händler und Verbraucher einig:
Der Hersteller spart Kosten, wenn nur maschinell zentriert wird, der Händler spart Aufwand und für den Verbraucher ist Geiz geil. Wenn man mal für das Einspeichen eines 32-Loch Laufrades (559 mm Felgendurchmesser) mit 25,- € rechnet, so ist für das gleiche Laufrad mit Spannkraft-Egalisierung+Nachzentrieren 65,- € anzusetzen. Für kleinere Laufräder ist dazu mit einem weiteren Aufschlag zu rechnen (Einspeichen ist wegen der kleineren Dimensionen schwieriger!).
Meine Meinung: Jedes maschinell gespeichte Laufrad muß zwingend manuell "Egalisiert" und "Nachzentriert" werden.
Mfg EmilEmil