Ja, bei mir ist das halt auch so, hab mich die letzten Jahre zu oft über den ÖPNV geärgert.
Fahre mit dem Faltrad morgens 600 Meter zur S-Bahn, dann 35km mit der S-Bahn und dann am Zielort 7 Kilometer. Für die 7 Kilometer brauche ich dann zwischen 19 und 23 Minuten. Wenn ich "keine Lust habe" kann ich die 7 Kilometer mit Straßenbahn auch noch auf 5 Kilometer verkürzen, aber meistens ist es so, dass ich an der Haltestelle ankomme, sehe, dass die nächste Straßenbahn erst in 3-5 Minuten kommt, und da hab ich dann keine Lust zum warten und fahre doch mit dem Rad weiter.
Schlussendlich erfüllt das Faltrad genau das, wofür ich es angeschafft habe und macht mir nach 2,5 Monaten immernoch sehr viel Spaß.
Gruß
Florian
Mitnahme in Bussen
Re: Mitnahme in Bussen
Hi,
Gestern habe ich dummerweise vergessen, den Fahrplan zu studieren.
Von Herrenberg nach Tübingen war SEV (also ein Bus) eingerichtet (und das noch bis 8. September
) .
Prinzipiell dürfen im SEV keine Fahrräder mitgenommen werden, auch dann nicht, wenn man eine Fahrradkarte für den Zug gekauft hat (war in diesem Fall nicht notwendig wäre, da bis auf Berufsverkehr mit Spezialregelungen die Fahrradmitnahme nichts kostet in der Gegend).
Wie es die zwei Radler dann doch geschafft haben, den Busfahrer zu überreden will ich lieber erst gar nicht wissen. Fakt ist, daß die Strecke über eine Stunde Radfahrt sind (ca. 20km), aus Bahnsicht wahrscheinlich noch unter zumutbar einzuordnen...
Ich hatte jedenfalls Glück, daß ich freundlich mein gefaltetes IOS P8 als Gepäckstück deklariert habe (natürlich hatte ich keine Tasche dabei) und dann auf dem Notsitz weiter hinten neben mich gestellt habe. Schwierig wird es dann nur mit mehreren Kinderwägen bzw. Rollstühlen.
Also im Berufsverkehr würde ich vor allem bei den Stoßzeiten (soweit bekannt) den Bus mit Faltrad unbedingt vermeiden, egal ob man eine Tasche hat oder nicht.
Gestern habe ich dummerweise vergessen, den Fahrplan zu studieren.
Von Herrenberg nach Tübingen war SEV (also ein Bus) eingerichtet (und das noch bis 8. September
Prinzipiell dürfen im SEV keine Fahrräder mitgenommen werden, auch dann nicht, wenn man eine Fahrradkarte für den Zug gekauft hat (war in diesem Fall nicht notwendig wäre, da bis auf Berufsverkehr mit Spezialregelungen die Fahrradmitnahme nichts kostet in der Gegend).
Wie es die zwei Radler dann doch geschafft haben, den Busfahrer zu überreden will ich lieber erst gar nicht wissen. Fakt ist, daß die Strecke über eine Stunde Radfahrt sind (ca. 20km), aus Bahnsicht wahrscheinlich noch unter zumutbar einzuordnen...
Ich hatte jedenfalls Glück, daß ich freundlich mein gefaltetes IOS P8 als Gepäckstück deklariert habe (natürlich hatte ich keine Tasche dabei) und dann auf dem Notsitz weiter hinten neben mich gestellt habe. Schwierig wird es dann nur mit mehreren Kinderwägen bzw. Rollstühlen.
Also im Berufsverkehr würde ich vor allem bei den Stoßzeiten (soweit bekannt) den Bus mit Faltrad unbedingt vermeiden, egal ob man eine Tasche hat oder nicht.
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Harry
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Re: Mitnahme in Bussen
Habe gestern eine Situation beobachtet, die hierzu passt.
Im Bus sitzen zwei Fahrgäste. Frau mit Fahrrad steigt hinten ein. Fahrer bittet Radlerin nach vorne und erklärt, das Rad sei eigentlich verboten, aber er drückt mal ein Auge zu. Der Zusatz war interessant: "Nur diese Klappräder sind erlaubt"
Radlerin: Jeder Fahrer erzählt was anderes. Busfahrer: Was ich sage zählt.
Hierzu muss man wissen, dass im Rhein-Main-Verkehrsverbund die Fahrradmitnahme prinzipiell erlaubt und kostenlos ist.
Nachdem die Radlerin ausstieg sprach sie den Fahrer nochmal auf die Fahrradmitnahme an. Daraufhin holte der Fahrer das Fahrplanbuch(!?) raus und sagte: da stehe alles drin.
Als ich ausstieg ging ich zum Fahrer vor und sagte ihm, dass die Fahrradmitnahme eigentlich erlaubt ist. Etwas genervt holt er wieder das Fahrplanbuch heraus. Ich: das steht da nicht drin, Sie müssen in den Tarifbestimmungen nachschauen.
Später am Tag fuhr ich erneut mit dem selben Fahrer zurück. Er holt die Tarifbestimmungen raus und schlägt an der richtigen stelle, die er sich markiert hatte, auf und fängt an zu lesen. Bei unentgeltlich blieb er stehen und guckte mich an. Er hatte offensichtlich nicht verstanden, was da geschrieben steht und ich übersetzte: kostenlos. Er schlägt das Buch zu und fragt, was sei, wenn er stark bremsen müsste etc... Tränendrüse, um von seiner Unwissenheit abzulenken
Fazit: Busfahrere kennen die Bestimmungen nicht, manche verstehen sie auch nicht, aber in diesem Beispiel wurde das Faltrad vom "Verbot" ausgenommen.
Im Bus sitzen zwei Fahrgäste. Frau mit Fahrrad steigt hinten ein. Fahrer bittet Radlerin nach vorne und erklärt, das Rad sei eigentlich verboten, aber er drückt mal ein Auge zu. Der Zusatz war interessant: "Nur diese Klappräder sind erlaubt"
Radlerin: Jeder Fahrer erzählt was anderes. Busfahrer: Was ich sage zählt.
Hierzu muss man wissen, dass im Rhein-Main-Verkehrsverbund die Fahrradmitnahme prinzipiell erlaubt und kostenlos ist.
Nachdem die Radlerin ausstieg sprach sie den Fahrer nochmal auf die Fahrradmitnahme an. Daraufhin holte der Fahrer das Fahrplanbuch(!?) raus und sagte: da stehe alles drin.
Als ich ausstieg ging ich zum Fahrer vor und sagte ihm, dass die Fahrradmitnahme eigentlich erlaubt ist. Etwas genervt holt er wieder das Fahrplanbuch heraus. Ich: das steht da nicht drin, Sie müssen in den Tarifbestimmungen nachschauen.
Später am Tag fuhr ich erneut mit dem selben Fahrer zurück. Er holt die Tarifbestimmungen raus und schlägt an der richtigen stelle, die er sich markiert hatte, auf und fängt an zu lesen. Bei unentgeltlich blieb er stehen und guckte mich an. Er hatte offensichtlich nicht verstanden, was da geschrieben steht und ich übersetzte: kostenlos. Er schlägt das Buch zu und fragt, was sei, wenn er stark bremsen müsste etc... Tränendrüse, um von seiner Unwissenheit abzulenken
Fazit: Busfahrere kennen die Bestimmungen nicht, manche verstehen sie auch nicht, aber in diesem Beispiel wurde das Faltrad vom "Verbot" ausgenommen.
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superfalter
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Re: Mitnahme in Bussen
Dat sind meist selbst keine Fahrradfahrer daher auch keine Verbindung zu diesen Menschen.
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Rone
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Re: Mitnahme in Bussen
Genau, kämmen wir nochmal alle Busfahrer über einen Kamm! Nee, so geht das auch nicht.
Vielleicht hat der o.g. Busfahrer ja geglaubt, was er erzählt hat. Im Zweifelsfall hat er Recht, da braucht man auch nicht mit den Tarifbestimmungen winken, in denen zumindest bei uns auch steht, das kein Recht auf Beförderung mit Rad besteht.
Ich habe noch nicht viel mit Bus probiert, aber durchaus schon extrem tolerante Nachtlinienfahrer bei Mistwetter erlebt. Was da geduldet wurde, hat allen Spaß gemacht, war aber bestimmt nicht im Sinne der BSAG
Vielleicht hat der o.g. Busfahrer ja geglaubt, was er erzählt hat. Im Zweifelsfall hat er Recht, da braucht man auch nicht mit den Tarifbestimmungen winken, in denen zumindest bei uns auch steht, das kein Recht auf Beförderung mit Rad besteht.
Ich habe noch nicht viel mit Bus probiert, aber durchaus schon extrem tolerante Nachtlinienfahrer bei Mistwetter erlebt. Was da geduldet wurde, hat allen Spaß gemacht, war aber bestimmt nicht im Sinne der BSAG
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Pibach
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Re: AW: Mitnahme in Bussen
Ich würde es ja gut finden, wenn wir als Community auch etwas politisch werden.
Können ein paar Ziele definieren.
Hier z.B. verbesserte Mitnahme in Bussen.
Also explizit erlaubt, wenn es nicht zu voll ist.
Zustieg hinten möglich, Faltrad sichern, dann Fahrschein beim Fahrer zeigen.
Oder was meint ihr ?
Busfahrern könnte man auch einen Zettel/Flyer in die Hand drücken, dass sie damit bei einem umweltfreundlichen Verkehrstrend mithelfen. Vielleicht hilft das bereits.
Können ein paar Ziele definieren.
Hier z.B. verbesserte Mitnahme in Bussen.
Also explizit erlaubt, wenn es nicht zu voll ist.
Zustieg hinten möglich, Faltrad sichern, dann Fahrschein beim Fahrer zeigen.
Oder was meint ihr ?
Busfahrern könnte man auch einen Zettel/Flyer in die Hand drücken, dass sie damit bei einem umweltfreundlichen Verkehrstrend mithelfen. Vielleicht hilft das bereits.
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Harry
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Re: Mitnahme in Bussen
Sicher hat er das geglaubt. Er war sogar überzeugt. Man kann sich aber nur an den Bestimmungen orientieren. Der Fahrer hat das letzte Wort, sollte aber auch wissen was darf und was nicht.Rone hat geschrieben: Vielleicht hat der o.g. Busfahrer ja geglaubt, was er erzählt hat. Im Zweifelsfall hat er Recht, da braucht man auch nicht mit den Tarifbestimmungen winken, in denen zumindest bei uns auch steht, das kein Recht auf Beförderung mit Rad besteht.
Das Personal ist oft unterbezahlt und unmotiviert. Zeitdruck und Pöbeleien wegen 5min. Verspätung lässt die Fahrer nicht gerade freundlicher reagieren. Entsprechend vorbereitet sind sie dann auch und mit den Sprachkenntnissen hapert es oft. Das sind meine Erfahrungen im Rhein Main Gebiet.Pibach hat geschrieben:Busfahrern könnte man auch einen Zettel/Flyer in die Hand drücken, dass sie damit bei einem umweltfreundlichen Verkehrstrend mithelfen. Vielleicht hilft das bereits.
Übrigens, hier ein Auszug aus den Beförderungsbedingungen & Tarifbestimmungen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds
Allgemeine Bedingungen für die Mitnahme von nicht zusammengeklappten Fahrrädern im RMV
1. ... Zusammengeklappte Fahrräder gelten als Handgepäck.
Unter Mitnahme von Gepäck (S.27) steht:
Ihr Handgepäck und andere transportable Gegenstände, wie Rollkoffer, Klappräder oder Einkaufstrolleys, können Sie jederzeit mitnehmen.
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Motte
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Re: Mitnahme in Bussen
Das Betriebspersonal hat dann das letzte Wort, wenn es darum geht ob ein Gegenstand "an Bord darf" oder ob andere dadurch gefährdet oder belästigt werden. Das letzte Wort über die Auslegung des Tarifes hat er natürlich nicht. Verweigert er zu Unrecht die Mitnahme, macht er sich schadenersatzpflichtig.
Nun sind für "uns" Falträder der Mittelpunkt des Interesses. Für einen Busfahrer ist das nicht unbedingt so. Eher ein Randproblem. (Aus demselben Grund hab ich einen Ausdruck unserer Beförderungsbedingungen (VRR) in der Brieftasche. Hab ich aber noch nie benötigt.)
Letztlich sind es Menschen, die andere Menschen heil durch den Verkehr bekommen sollen. Und keine Tarifdatenbanken. Zumal es die Tarif- und Beförderungsbedingungen von Verkehrsverbünden gelegentlich echt in sich haben und alles andere als klar formuliert sind. Vor allem aber sind es Menschen. Und wer hätte nicht selbst schon in seinem Beruf mit einer Ansicht mal daneben gelegen. Viele von uns haben es auch nicht gelernt damit umzugehen mal Unrecht zu haben. (Darin sollten Dienstleistungsunternehmen aber ihr Personal schulen - das ist wichtiger als 1000 Dinge auswendig zu wissen). Immerhin, den Fahrer von Harry hat es ja auch beschäftigt, sonst hätte er das nicht wieder aufgegriffen.
Ansonsten haben die mein Mitgefühl. Ich würde lieber einen Nitroglycerin-Laster im Steinbruch fahren als einen Linienbus in der Schulzeit.
Nun sind für "uns" Falträder der Mittelpunkt des Interesses. Für einen Busfahrer ist das nicht unbedingt so. Eher ein Randproblem. (Aus demselben Grund hab ich einen Ausdruck unserer Beförderungsbedingungen (VRR) in der Brieftasche. Hab ich aber noch nie benötigt.)
Letztlich sind es Menschen, die andere Menschen heil durch den Verkehr bekommen sollen. Und keine Tarifdatenbanken. Zumal es die Tarif- und Beförderungsbedingungen von Verkehrsverbünden gelegentlich echt in sich haben und alles andere als klar formuliert sind. Vor allem aber sind es Menschen. Und wer hätte nicht selbst schon in seinem Beruf mit einer Ansicht mal daneben gelegen. Viele von uns haben es auch nicht gelernt damit umzugehen mal Unrecht zu haben. (Darin sollten Dienstleistungsunternehmen aber ihr Personal schulen - das ist wichtiger als 1000 Dinge auswendig zu wissen). Immerhin, den Fahrer von Harry hat es ja auch beschäftigt, sonst hätte er das nicht wieder aufgegriffen.
Ansonsten haben die mein Mitgefühl. Ich würde lieber einen Nitroglycerin-Laster im Steinbruch fahren als einen Linienbus in der Schulzeit.
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sulpiz
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Re: AW: Mitnahme in Bussen
Fände ich sehr gut! Man könnte beginnen, indem man die Passagen in Beförderungsbedingungen, welche Falträder betreffen, aus verschiedenen deutschen Regionen sammelt und z.B. hier veröffentlicht und evtl. ein Schwarzbuch erstellt.Pibach hat geschrieben:Ich würde es ja gut finden, wenn wir als Community auch etwas politisch werden.
Können ein paar Ziele definieren.
Hier z.B. verbesserte Mitnahme in Bussen.
Im vergangenen Jahr sprang ich mit meinem Faltrad in Genf in einen Bus. Der Busfahrer zog die Handbremse und weigerte sich loszufahren mit dem Argument, Fahrräder seien im Bus nicht erlaubt. Der Bus war recht voll und die anderen Fahrgäste wurden ungeduldig und hätten mich sicher aus dem Bus geworfen, wenn ich nicht ein Zweimeter-Schrank wäre. Eine ganze Reihe anderer Busse, die dicht dahinter gehalten hatten, wurden ebenfalls blockiert. Da ich die Transportbedingungen gut kenne, habe ich mich dennoch standhaft geweigert, den Bus zu verlassen. Der genauso standhafte Busfahrer rief schliesslich seine Zentrale an, um mich von der Polizei entfernen zu lassen. Gott sei Dank kannte die Person in der Zentrale besser aus und forderte den Busfahrer auf, sofort weiter zu fahren. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis später noch einmal in einem Tram. Seit einiger Zeit gibt es keine Probleme mehr und ich könnte mir vorstellen, dass meine Sturheit dazu beigetragen hat, dass die Bus- und Tramchauffeure nun besser unterrichtet sind.
Jedenfalls kann es nicht schaden, sich die Transportbedingungen genau anzuschauen und möglicherweise zu versuchen, auf negative Beispiele Einfluss zu nehmen.
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vmax
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Re: AW: Mitnahme in Bussen
Geile Geschichte!! Glaub mit das gibt es nur in der Schweiz und in ausgewählten Städten...... in Deutschlandsulpiz hat geschrieben:Fände ich sehr gut! Man könnte beginnen, indem man die Passagen in Beförderungsbedingungen, welche Falträder betreffen, aus verschiedenen deutschen Regionen sammelt und z.B. hier veröffentlicht und evtl. ein Schwarzbuch erstellt.Pibach hat geschrieben:Ich würde es ja gut finden, wenn wir als Community auch etwas politisch werden.
Können ein paar Ziele definieren.
Hier z.B. verbesserte Mitnahme in Bussen.
Im vergangenen Jahr sprang ich mit meinem Faltrad in Genf in einen Bus. Der Busfahrer zog die Handbremse und weigerte sich loszufahren mit dem Argument, Fahrräder seien im Bus nicht erlaubt. Der Bus war recht voll und die anderen Fahrgäste wurden ungeduldig und hätten mich sicher aus dem Bus geworfen, wenn ich nicht ein Zweimeter-Schrank wäre. Eine ganze Reihe anderer Busse, die dicht dahinter gehalten hatten, wurden ebenfalls blockiert. Da ich die Transportbedingungen gut kenne, habe ich mich dennoch standhaft geweigert, den Bus zu verlassen. Der genauso standhafte Busfahrer rief schliesslich seine Zentrale an, um mich von der Polizei entfernen zu lassen. Gott sei Dank kannte die Person in der Zentrale besser aus und forderte den Busfahrer auf, sofort weiter zu fahren. Ich hatte ein ähnliches Erlebnis später noch einmal in einem Tram. Seit einiger Zeit gibt es keine Probleme mehr und ich könnte mir vorstellen, dass meine Sturheit dazu beigetragen hat, dass die Bus- und Tramchauffeure nun besser unterrichtet sind.
Jedenfalls kann es nicht schaden, sich die Transportbedingungen genau anzuschauen und möglicherweise zu versuchen, auf negative Beispiele Einfluss zu nehmen.