Hallo Muc-Falter, zu Deinen kreativen Vorschlägen :Muc-Falter hat geschrieben:Also mein Dahin speed tr steht auch zusammengeklappt auf der Kette...
Wenn Du das nicht möchtes sehe ich zwei Möglichkeiten.
1. Statt des Ständers einen Holz/Gummipropfen in das Loch kleben der so lang ist das das Rad darauf steht. Zusätzlich dann einen Seitenständer.
2. Mit flüssigem Metall oder Epoxy Kleber die Bohrung wieder auffüllen und den Ständer dann einschrauben. Da würde ich mich beraten lassen was besser hält.
lg
Michael
Kein Falter sollte zusammengeklappt auf der Kette stehen ! Ist bei Deinem Speed TR sicher dann nicht der Fall, wenn der Sattel um ein geeignetes Maß nach "unten" durchgeschoben wird.
Ein Holz-(Stück)/Gummipropfen wird zu lang und ist dann beim Fahren im Weg. Seitenständer geht hier nicht. (Wurde bereits als Vorschlag verworfen !)
Mit Flüssig-Metall oder Epoxyd-Harz die Bohrung auffüllen und das Gewinde neu schneiden klingt verlockend, ist aber von der Festigkeit her nicht haltbar. Ich wandel diesen Vorschlag später etwas ab.
Von @vmax wurde der Vorschlag gemacht, einen Gewinde-Einsatz zu benutzen. Das halte ich für sinnvoll, sofern das von der Platzverhältnissen her machbar ist. Auch diesen Vorschlag wandel ich später etwas ab.
Aluminium ist kein besonders geeignetes Material, um Gewinde dahinein zu schneiden : Es hat die Eigenschaft mit dem Gewindeschneider eine feste Haftverbindung einzugehen. Der Einsatz von Schneidöl (Ersatzweise Kriechöl wie Caramba,WD40) ist ein absolutes MUß . Das gilt schon für Urmachergewinde wie M2 oder M3 . Wird (wie fast immer ) ein Stahlbolzen verwendet, kann es wegen der unterschiedlichen Spannungspotentiale zu Spannungs-Korrosion kommen. Dazu kommen die verschiedenen E-Moduli von Stahl und Aluminium. Ein geschraubter Stahl-Bolzen fühlt sich im Alu-Gewinde weich und labberig an mit der Folge, daß ein normaler Gefühlsschrauber dazu neigt, ein zu hohes Drehmoment aufzubringen. Alu-Gewinde, die durch Stahl-Bolzen einfach durchgezogen werden, sind viel häufiger als man denkt.
Bei @Weinbergschnecke liegt juristisch ein klarer Fall von Hersteller-Garantie vor. Dahon müßte eigentlich einen neuen Rahmen spendieren.
Ob er damit aber glücklich wird, da hab ich meine Zweifel.
Neben dem HinundHer, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen, dürfte er einen bestimmten Nutzungsausfall-Zeitraum zur Abwicklung benötigen, in dem er das Rad nicht fahren kann. Und am Ende in vielleicht gut zwei Jahren, passiert vielleicht dem Gewinde das gleiche Ungemach wie im Augenblick :
Neben den statischen Belastungen, die normalerweiser keine Probleme bereiten, erfährt der Ständer durch den Klappvorgang dynamische Lasten. Wegen der harten Klappfeder und fehlender Dämkpfung gibt es nach dem Klappen einen Schwingungsvorgang (Trägheitskräfte der Ständergabel) , der die Bolzenverbindung lockert.
Wenn die Verbindung gelockert ist, muß das Gewinde viel größere Kräfte ertragen. Dieses Problem war und ist den Herstellern (Grattlern) seit Jahrzehnten bekannt und wird durch einen Federring provisorisch gelöst. Der Federring ist keine sichere Verbindung der Verschraubung. Das hat sich inzwischen sogar bei den Maschinenbauern rumgesprochen.
Ich mache derzeit einen Versuch, indem ich die Verbindung nach Art einer Dehnschraube gestaltet habe. Ein M10-Bolzenstück wird in das Gewinde der Trägerplatte des Ständers eingeschraubt und mit Epoxidharz fixiert (Lösbar bei ca 130 °C). Zum Festschrauben dient eine Langmutter (ca 25 mm), bei der ich die Hälfte der Gewindegänge ausgebohrt habe. Bis jetzt ( seit 1 Jahr hält es !).
@weinbergschnecke, Du könntest ähnlich vorgehen : Wenn das Gewinde am Tretlagersockel noch soweit intakt ist (Als Lagerung für einen geklebten Gewindebolzen), könntest Du einen Bolzenteil (Vielleicht Edelstahl) mit Epxidharz einkleben und Deine Ständerplatte mit einer M10 Stopmutter verschrauben. Die Epoxidharz-Verklebungen müssen in diesem Fall keine "Gewinde-Aufgaben" übernehmen.
Wenn das mit dem "Bolzen" nicht geht, bleibt nur noch die Gewindehülse. Hier muß soviel "Fleisch" im umgebenden Material zur Verfügung stehen, daß das Außengewinde der Hülse gebohrt und geschnitten werden kann (Bei M10-er Bolzen meist M14 außen ). Auch dann würde ich die Hülse einkleben und den wie oben ebenfalls eingeklebten M10-Bolzen und eine M10 Stopmutter verwenden. Spannungs-Korrosion wird durch eine Epoxidharz-Verklebung sicher verhindert.
Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein , da ich zwar einen Dahon Doppelständer*) Testweise verbaut habe, aber kein Dahon-Rad besitze. Leider konntest Du auch keine Bilder machen ! Vielleicht kannst Du etwas Honig aus meinen Vorschlägen saugen.
*) Der Dahon Doppelständer gefällt mir recht gut, da er leicht ist (ca 300 g) und dem Rad "20"-Folding*Star" einen sicheren Stand verleiht. Nach dem Einklappen betätigt sich der Ständer allerdings als "Stimmgabel".
MfG EmilEmil