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Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Motte
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von Motte »

Interessanter ist es, wenn Du 40 km vom nächsten Bahnhof, mitten in der Pampas mit blockiertem Hinterrad stehst und im Display "Fehler 414" erscheint - dann fehlt nur noch "war diese Antwort hilfreich? - ja/nein"

Die S11 kommt 2013 mit elektrischer Ansteuerung. Kann man aber nicht nachrüsten.

Spaß beiseite - solche eine Entwicklung finde ich nicht schlecht. Dank Nabendynamo könnten da sehr lange Zeit arbeitende Systeme entstehen. Und die doch empfindliche Drahtseilmimik (Biegung - Zugverlegung/ Dreck/Zuglängung/Frost) robuster machen. SRAM hat dieses Jahr Schaltwerke, die 36er Ritzel schalten können. Auch dies finde ich positiv für den Alltagsgebrauch, weil so mit einer Kassette (10er oder 11er) und einem Kettenblatt vorne eine ausgesprochen sinnvolle Übersetzungsbandbreite (bei niedrigem Gewicht/Preis) zustande kommt.

Zu große oder zu kleine Ritzel dürften bei den meisten Faltradrahmen Probleme mit der Kettenführung erzeugen. Wobei Falträder aufgrund des kleineren Raddurchmessers ohnehin keine Riesenritzel brauchen.
EmilEmil
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von EmilEmil »

Motte Du Traumtänzer,
da treibst Du einen beherrschbaren Unterteufel mit mit dem obersten Herrn und Meister, Beelzebub persönlich aus. So wenig Elektro wie möglich, nur gerade soviel wie unabdingbar nötig.
ZB da, wo es nicht darauf ankommt, "Geschwindigkeitsmesser".
Die ganze Elektro-Kiste wird das jetzige Fahrrad in weniger als 2 Jahrzehnten bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet haben. Dem Fernasier traue ich Alles zu, aber nur Schlechtes. Da wird er seiner "Kreativität" :mrgreen: Tribut zollen und die Stecker zum abertausendsten Mal neu erfinden.
Findet man in Deutschland Menschen zu Hauf, die jeden Tag den rechten Winkel neu machen (85 % der Handwerker !) so hat es der Fernasier auf den Durchmesser abgesehen. Auch bei den Spannungswerten für Elektro-Räder ist er ungeheuer rührig. Von 12 V bis 48 V mit kleinen Zwischenschritten ist alles vertreten.
Und dann wird man noch belogen und betrogen : Ich zB müsste seit 1995 keine aufladbaren Akkus jeglicher Coleur mehr kaufen, wenn das richtig wäre, was drauf steht: 1000 mal wiederaufladbar ! Bei 10 mal Aufladen pro Jahr kämen da 100 Jahre zusammen. Schöne neue Elektro-Welt nein, danke ! :mrgreen:
MfG EmilEmil
Motte
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von Motte »

Oller Newton Jünger - hab dich nicht so :mrgreen:


Wenn erst die Scheibenbremse elektrisch funktioniert, bekommt der Ausdruck "fly by wire" eine ganz neue Bedeutung. :lol:

Im Ernst - wir fangen ja nicht bei Null an. In anderen Bereichen sind robuste Stellmotoren ja auch nichts Neues.
Sie sind aber grad für Sonderfahrräder mit ansonsten ungünstiger Bowdenzugverlegung ein Segen - und eröffnen neue Wege bei den Bedienelementen. LiPo Akkus sind auch unemfindlicher als die alten NC Akkus.

Bei den Kettenschaltungen müssen sie ja gegen ihre mechanischen Brüder bestehen - da wird man dann sehen ob das gelingt. Dem ersten Hyperglide Ritzel wurde auch der sofortige Tod vorher gesagt. Diesen hauchdünnen 9 fach Schaltungsteilen auch. Immer mal abwarten.
vmax
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von vmax »

""So wenig Elektro wie möglich, nur gerade soviel wie unabdingbar nötig.""


EmilEmil: Bitte deine Emails per Rauchzeichen senden.......ich schau schon mal aus dem Fenster,aber bitte
vor Sonnenuntergang :lol:
EmilEmil
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von EmilEmil »

Geht leider nicht, kann kein Feuer machen,
mein elektrischer Feueranzünder wartet gerade auf neue Batteryen ( Wegwerf-Batterien oder Akkus). Der Fernasier hat schon zweimal den falschen Durchmesser geschickt und einmal war es die falsche Spannungs-Spezifikation. Wenn die SCHÖNE NEUE Elektro-WELT von ambulanten Spannungsquellen abhängig ist, greift der Nullte Hauptsatz der Elektro-Technik :
WENN MAN EINE BATTERY AM DRINGENDSTEN BRAUCHT, IST SIE FERTIG....
Weniger Technik-Orientierte meinen, so etwas müßte man unter das Prinzip der größten Gemeinheit subsumieren.
Der Berliner sagt einfach : Allet nur aus Daffke !

MfG EmilEmil
Motte
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von Motte »

Diese schöne neue Elektrowelt sorgt dafür, dass Du nicht bei jedem Einschalten von Computer oder Handy alle Grundeinstellungen erneut vornehmen musst. Mit modernster Akkutechnik übrigens - im Normalfall problemlos über seine Lebensdauer. Sie rettet auch dein Leben, wenn Du selbst versagst (Airbag, Gurtstraffer).

Daher auch mein Hinweis - in Verbindung mit einem Nabendynamo - Du hast also eine mobile Energiequelle an Bord. An meinen Rädern werkeln Lämpchen mit Standlicht (dank hochspeziellem Speicherkondensator aus der Computertechnik) seit Jahren völlig unbeeindruckt vor sich hin.

Man müsste sonst ja auch argumentieren, dass man sich mit hydraulischen Systemen (durch die vielen Dichtungen) nur mehr Probleme an Bord holt und sie verteufeln.

Soll auf der anderen Seite nun nicht heißen, dass man sich jeden Schnickschnack ans Rad basteln muss. Jedenfalls wird es spannend - oder könnte es werden. Eine elektrische Ansteuerung für die Rohloff an meinem Timor würde ich sofort ausprobieren - aufgrund der ungünstigen Bögen in den Schaltseilen geht die dort nämlich ziemlich schwer.
EmilEmil
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von EmilEmil »

Ich habe keine Lust an irgendwelchen Fall-Beispielen über Sinn und Unsinn von gegenwärtiger oder zukunftiger Technik zu diskutieren. Ich halte schlichtweg eine elektrisch betätigte Schaltung für überflüssig.
Bevor man dafür Geld ausgibt, sollte man viel dringendere Dinge in Ordnung bringen : 70 % aller Radler und Radleinnen haben Sitzbeschwerden und die elektrische Lichtverkabelung wartet seit Jahrzehnten auf sauber gemachte Lösungen ( Ich seh den Angstschweiß bei den Dahon Technikern : Machen wir doch lieber ein Battery-Rücklicht ..eine 1,60 m lamge Verdrahtung ist doch so schwierig !....). Ich möchte lieber keine Umfrage bei den Radhändlern und Service-Technikern machen, ob die Fahrrad-Beleuchtung Gleich= oder Wechselstrom ist ? Aber das ist Off-Topic .
Mfg EmilEmil
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von lucius-seneca »

Hallo,

mit meiner Reiserad-Gruppe haben wir just genau diese Thema angesprochen - wieviel Gänge braucht das Faltrad.

Die meisten sind sich - entgegen meiner Meinung - einig, daß ein Schlumpf-Getriebe kombiniert mit einer 7- , 8 - oder 9-Gang-Nabe hier wohl besser sei als eine Rohloff-Schaltung.

Wenn man dies glaubt- und bitte nicht die endlose Debatte, daß hier eine Rohloff bessere sei - kommt dann hier eine Mountain- , High-Speed-Drive oder eine Speed-Drive-Version in Frage ?

Diese Frage bezieht sich nicht auf die größere Bandbreite hinsichtlich der Faktoren 1,65 oder 2,5, sondern auf die Tatsache, daß beim Speed-Drive als einzige der drei Schaltungen das Reaktions-Moment über das Sonnenrad aufgenommen wird.
Insofern müssen hier unbedingt konische Ringe eingesetzt werden, da eine Drehmomentstütze hier nichts bringen würde.
Im Gegensatz dazu wird beim Mountain-Drive das Reaktionsmoment über das Gehäuse mittels Drehmomentstütze aufgenommen, da das Hohlrad festgesetzt ist.

Auch für das Speed Drive gibt es bei unbedingten Bedarf eine gesonderte Drehmomentstütze, die gezahnt ist und dadurch auch angebracht werden kann.

Trotzdem kann man natürlich auch High-Speed-Drive und Mountain-Drive mittels konische Ringe betreiben.

Nun die Frage an die Getriebe-Experten: Warum ist die Tatsache, daß das Reaktionsmoment vom Sonnenrad aufgenommen wird , so einmalig und möglicherweise so besonders.

Auf einer Messe habe ich leider die Anwort auf diese Frage nicht mehr mitbekommen - wo sich Getriebeexperten sich darüber geäußert haben.

Für eine Antwort schon jetzt vielen Dank "!

Lucius Seneca
Motte
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von Motte »

Warum ist die Tatsache, daß das Reaktionsmoment vom Sonnenrad aufgenommen wird , so einmalig und möglicherweise so besonders
Was soll daran besonders sein?

Ist doch die Frage, was ich mit dem Getriebe anstellen möchte. Drehrichtung ändern oder Ubersetzung bzw. Untersetzung. Je nach Zweck wird das Sonnenrad, der Planetenradträger oder das Hohlrad festgesetzt. Und je nach gewähltem Betrieb (Übersetzung/Untersetzung) lasten dann mehr oder weniger hohe Kräfte an dem Teil, über welche die entsprechende Baugruppe festgesetzt wird. Deshalb kommt ein Speed Drive mit einer Zahnscheibe aus. (Bei einer Dreigangnabe ist es die gezahnte Mutter am Hinterrad - bei Mehrgangnaben ist sie massiver und hat einen Zapfen um die Kräfte aufzunehmen)

Zur Erläuterung: http://www.youtube.com/watch?v=kT0tM4M7Cz8

Die Frage "wie viele Gänge braucht das (Falt-)Rad" macht sich ja primär nicht am Hersteller, sondern am Nutzungsverhalten des Radfahrers und seinen Vorlieben fest. Welche Kompliziertheit der Schaltung - welchen Gesamtwirkungsgrad - welches zusätzliche Gewicht akzeptiere ich für welchen Fahrvorteil?

Gruß

Udo
lucius-seneca
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Re: Wie viele Gänge braucht das Faltrad?

Beitrag von lucius-seneca »

@ Motte

Gut, ich will die Frage anders formulieren.

Wenn ich mit all den drei zur Verfügung stehenden Getrieben von Schlumpf den gleichen Zweck erfüllen würde - eine relativ breite; aber festgelegte Entfaltungs-Charakteristik - welches Getriebe wäre dann am besten geeignet.

Die Breite der Entfaltung soll sein - von 1,25m bis ca. 6,5 m - d.h., am Berg noch schnell genug, damit man mit dem 20"-Faltrad noch ohne viel Schwanken nach oben kommt; und in der Ebene als Reiseradfahrer so schnell, daß man diese Schnelligkeit auch halten kann(ohne große Rennen zu veranstalten oder den Berg hinunter zu düsen).

Ob man nun am Berg schlumpft oder in der Ebene, das soll erst einmal außen vorgelassen werden. Hier kann man eine Diskussion betreiben, die letztendlich nicht zum Ziel führt mit Blick auf die Frage, welches Getriebe man aus dieser Sicht wählen soll.
Schließlich kann man jedes dieser Getriebe wählen, um hier zum Ziel zu gelangen.

Und nun zu der eigentlichen Frage:
gibt es einen Grund aus konstruktiver Sicht, der hier für diesen Zweck eine Präferenz anbietet ?
Möglicherweise, weil vielleicht das Speed Drive nicht so anfällig ist, oder weil das Mountain-Drive mit Drehmomentstütze sicherer (weil sich evetl. die Option mit den konischen Ringen lösen könnte) ist, oder oder.........

Danke für Euro Antworten.

Gruß
Lucius Seneca
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