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Brompton vs Edelweiss R3

ORi, Oyama, Pacy, Hercules, Strida, doppelganger ...
Muc-Falter
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Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Muc-Falter »

Irgendwas fehlt noch in meiner Falter Sammlung.... und vom Design und Packmass würde ein Brompton sicher noch gut dazu passen ;)

Gestern bin ich also zu einem spezialisierten Händler in München gegangen und habe zwei Brompton zur Probe gefahren. Das erste war ein 3-Gang mit H-Lenker, das zweite ein 6-Gang mit P-Lenker.
Das Design finde ich einfach Klasse, der Faltvorgang ist genial und das Zubehör und "drumherum" stimmt auch.
Was negativ war das der Händler alle Sattelspitzen zu hoch eingestellt hatte, so kam kein bequemes Fahrgefühl auf - aber dafür kann das Brompton nichts.
Die Dreigangschaltung empfand ich als wenig praxistauglich, der Unterschied zwischen 2. und 3.Gang ist gefühlt riesig, nichts für meine Stadtfahrten. Auch das 6-Gang fand ich nur unbefriedigend abgestuft, das ewige hin und her an beiden Schalthebeln eher lästig. Ein reduziertes 6-Gang hatte der Händler nicht da und auch noch nie verkauft. Würde mich interessieren wie sich das fährt, obwohl das beidhändige schalten bliebe gleich...
Bei der Probefahrt selber habe ich von dem so langen Radstand nichts gemerkt, eher waren die kleineren Räder mit den schmalen Reifen gewöhnungsbedürftig. Meine Wahl fiele wohl auf den H-Lenker, unten an den P-Lenker zu fassen war irgendwie nur unbequem und oben unterscheidet er sich nicht vom H-Lenker.

Als Vergleich bin ich dann heute Morgen wieder mit meinem Edelweiß R3 zur Arbeit gefahren. Zusätzlich zu seiner Grundausstattung wurde es mit Big Apple, Beleuchtung mit Nabendynamo, ergonomischen Griffen, Schutzblechen und Heckgepäckträger "aufgerüstet".
Nach meinem Fahrgefühl fährt es sich stabiler, die Schaltung entspricht viel mehr meinen Bedürfnissen und Gewohnheiten, also vom fahren her ein eindeutiges Plus zugunsten des Edelweiss - Sakrileg?
Was zusätzlich für das Edelweiss spricht sind die 100mm Gabelweite. Damit kann man mit Standardbauteilen das Radl aufrüsten (Nabendynamo oder andere Gangschaltung) ohne die Gabel aufbiegen zu müssen wie beim Brompton.
Negativ ist für mich beim Edelweiss: Das Faltgelenk vorne hat immer minimales Spiel, da hilft kein anziehen der Schrauben, daran muss man sich gewöhnen. Mit Big Apple Reifen passt vorne das Schutzblech nicht mehr, zumindest hab ich noch keines gefunden. Die Schaltung würde noch einen oder zwei schnellere Gänge "vertragen".

Fazit für mich: Mit dem Edelweiss bin ich durchaus zufrieden. Auch nach zwei Jahren gibt es keine Mängel, es fährt sich mit ein wenig normaler Wartung gut.
Aber das Brompton reizt mich trotzdem zusätzlich, allein schon wegen dem kompakten und verriegelten Faltmass. Ich glaube ich schaue mal am Samstag zu einem anderen Händler mit mehr Auswahl....

LG
Michael

PS Ein Birdy bin ich auch eine Runde gefahren, es fährt sich gut - aber irgendwie mag ich es nicht so.....
vmax
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von vmax »

Du solltest dir Gedanken über ein Brompton mit einer Nexus 8 Gang machen,ich fahre selber ein Bromi
Nexus 8G, leider nur zum nachrüsten.

Es ist einfach herrlich ohne nachzudenken die Gänge nach Lust und Laune hoch und runter zu schallten,
komisch das Brompton die Nexus nicht in Serie verbaut.Das Faltmaß bleibt gleich.
Muc-Falter
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Muc-Falter »

Ja, das wäre sicher was!
Der gestrige Händler hat solche Umbauten leider nicht angeboten. Auch deshalb werde ich einen weiteren Händler besuchen.
Da muss aber die hintere Gabel aufgebogen werden, oder?
Rone
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Rone »

Die Nexus-Umbauten gibt es bei Juliane Neuß. Leider ist sie hier nicht vertreten, wohl aber nebenan.

Interessant finde ich auch die Umbauten von Spargelix und René H.(sic!). Die sind auf die 5-Gang Sturmey-Archer gegangen, damit kommt man (von der 6-Gang BWR kommend) am Ende auf 10 Gänge. Und man braucht nicht rumbiegen :-)

Für die breitere (aber trotzdem modifizierte) Nexus wird der Hinterbau aufgebogen. Vom Aufbiegen der Gabel wird allgemein eher abgeraten.
Motte
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Motte »

Das musst Du nicht nachrüsten - das kannst Du bei "Junik" http://www.junik-hpv.de/so fertig bekommen.
Wenn man das will, kommt das Brommi gleich in einer StVZO tauglichen Ausstattung mit 3 Watt Nabendynamo und dynamobetriebenen Rücklicht.

Tsss, war Rone schneller.. :roll:


Zum Edelweiß:

Hast Du mal darüber nachgedacht ob man das Teil mit einem starren Fremdvorbau (Tern/Dahon) samt Faltgelenk ausrüsten kann?
Bei meinem alten "Fast Tourer" hab ich damals breitere Schutzbleche mit einer Rennbremse kombinieren müssen. Das geht, wenn man das Schutzblech in Höhe der Gabel trennt und mit einem dünneren Edelstahlblech wieder verbindet, an dem dann auch die Befestigung an der Gabel montiert werden muss. So kann man auch dünnere Gabeldurchläufe überlisten.
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Muc-Falter »

So sehr "nackelt" das Faltgelenk auch nicht das ein Wechsel nötig wäre.
Ich habe es nur der Vollständigkeit/ Fairness halber erwähnt.

Bei dem Schutzblech werde ich wirklich mal basteln müssen ;)

Schade das Julianes Webseite bei mir nicht alles anzeigt, besonders auf die Preisliste komme ich nicht. Die Umbauten auf Sturmey Archer werde ich mir mal durchlesen, danke!

LG
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Rone »

Sheygetz
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Sheygetz »

Wenn ich das richtig sehe, kostet der Umbau/ Austausch auf Nexus satte 300€ mehr als die BWR. :o Dafür bekommt man dann schon wieder ein Edelweiß, oder?
Motte
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Motte »

Ja, aber....

wenn jemand vor hätte in seinen neuen B-Klasse Benz einen anderen Motor einzubauen, dann würden viele grundsätzlichen Zweifel (die hier bei uns auch berechtigterweise aufgeführt werden) gar nicht angemeldet werden. Das wäre als Wunsch völlig o.k. Da auch im Zweiradhandwerk Menschen nicht von Luft und Liebe leben, sind durch die Stundenlöhne schnell mal 300 Euro beisammen. Knapp unter 300 Euro hat meine Sonderlösung (Laufradbau SON 28 in Birdy Vorderrad) damals auch gekostet. Fand ich o.k. Dafür hatte ich eine handwerklich perfekte Lösung, die ich selbst so nie hin bekommen hätte. Das Rad musste in letzten 4 Jahren nicht einmal zentriert werden (was ich noch selbst machen kann)

Hinzu kommt, was ich als Laie nur ganz schwer beurteilen kann, dass z.B. ein Brompton (hoffe ich jedenfalls) so gebaut wird, dass es im Regelfall nach 10 Jahren Dauergebrauch noch funktioniert und die wichtigsten Verschleißteile und Bauteile (z.B. die Lager der Hinterbauschwinge) auch erneuert werden können. Ich kann mir gut denken, dass bei einem Dahon oder Edelweiß in der günstigen Preisklasse dort an ganz vielen Stellen Kompromisse auf Kosten der Haltbarkeit gemacht werden. Das finde ich auch in Ordnung, weil die Masse der Menschen, die um die 500 Euro für ein Klapprad ausgeben selten jene "4000 km/Jahr bei Wind und Wetter Nutzer" sind.
Wobei auch die Rechnung - kaufe ich mir in 10 Jahren drei neue Edelweiss oder ein teures Rad für die gleiche Gesamtsumme - auch eine legitime Überlegung ist.
Pibach
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Re: Brompton vs Edelweiss R3

Beitrag von Pibach »

Also nach meinem Eindruck ist ein Dahon ebenso “hochwertig “. Es gibt da ja auch lebenslange Garantie auf den Rahmen. Und ab Serie ordentliche Komponenten. Das Brompton ist etwas altbacken und ganz simpel aufgebaut, leider auch sehr schlecht ausgestattet.
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