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Wie sportlich ist ein Pedelec?

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
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Muc-Falter
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Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von Muc-Falter »

Wie sportlich ist denn Pedelec fahren?
Um das mal auszuprobieren bin ich jetzt mal morgens und abends mit Pulsuhr gefahren.

Am Morgen:
Meist Unterstützungsstufe 2, nur auf ca 1,5 km langgezogene, leichte Steigung auf 3 erhöht.
Für die 11 km brauchte ich 38.23 Minuten, die durchschnittliche HF 116, die maximale 132. Kalorienverbrauch 346 kcal lt. Polar Uhr.

Am Abend:
Durchgehend Unterstützungsstufe 3, so kann ich auch nach der Arbeit den inneren Schweinehund am besten überlisten. Jetzt brauchte ich für die Strecke 40,15 Min., die durchschnittliche HF war 106, max HF 120. Kalorienverbrauch 287 kcal....

Natürlich wäre es jetzt auch mal interessant die gleiche Strecke hin und zurück mit dem Edelweiss zu radln und dann zu vergleichen. Aber auch so bin ich mit dem sportlichen Ergebnis zufrieden.

LG
Michael
frankd
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von frankd »

Interessante Frage, über die man einen Weile überlegen muss. Was natürlich klar ist, wenn ich nur meine normalen Strecken ersetze dann ist dies nicht so sportlich. Wenn ich dadurch weiter und höher komme, dann bleibt die sportliche Leistung diesselbe, denn der Motor ermöglicht ja das Mehr an Höhe und Weite.
Die spannende Frage ist, kann ich ein Plus an Sportlichkeit durch das Pedelec generieren, dann würde ich sagen warum nicht. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Motivation. Wo ich an der Anhöhe mit dem normalen Fahrrad hängen bleibe, komme ich jetzt weiter, ich kann meine Kräfte genauer dosieren und habe dadurch auch zusätzliche Erfolgserlebnisse. Oder ich wage mich an Strecken, die ich mir vorher nicht zugetraut habe, da ich weiß, ich habe immer noch eine Reserve.
Pibach
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von Pibach »

Muc-Falter hat geschrieben:
Für die 11 km brauchte ich 38.23 Minuten...


Also unter 20 km/h, das scheint doch noch gut machbar auch ohne Unterstützung. Oder?
Motte
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von Motte »

wie sagte Boris Becker einst? Ein Mätsch wird im Kopf gewonnen. :mrgreen:

Ich stimme Frankd da zu.
Was man gar nicht hoch genug bewerten kann, sind die Strecken (Aktionen), die man sich ohne Pedelec gar nicht getraut hätte. Das gilt auch für die Häufigkeit, die Länge der Strecke, Sprints und Bergetappen.
Wenn Deine geliebte Ferienwohnung in einem Tal liegt und Du immer erst da raus musst, bevor der Radlspaß beginnt, dann lässt man das Rad möglicherweise zu Hause. Das könnte bei einem Pedelec anders sein.
Bei anderen ist es eine Autobahn oder Flussbrücke, die schöne Touren erst einmal verhindert.
coral741
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von coral741 »

Um zur Ausgangsfrage Stellung zu nehmen: Ich finde Pedelecs eher unsportlich. Wo bleibt die Herausforderung beim Radfahren? Ist es nicht ein gutes Gefühl, einen Berg mit eigener Kraft zu meistern? Auch, wenn man danach erst verschnaufen muß oder die letzten 100 Meter schiebt. Das Gefühl nach einer Tour, etwas geschafft zu haben und anschließend matt auf das Sofa zu sinken steigert meine persönliche Zufriedenheit.

Was nicht bedeuten soll, dass ich mir niemals ein Pedelec kaufen würde. Aber erst dann, wenn meine körperliche Fitness ein normales Radfahren nicht mehr erlaubt. Ob ich dann jedoch noch in der Lage bin, ein Pedelec aus dem Keller hoch zu tragen....wer weiß. ;)

Im Moment sind Pedelecs für mich eine gute Erfindung für ältere Menschen, die ohne diese Hilfe gar nicht mehr aufs Rad kämen.

Grüße
Rainer
Motte
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von Motte »

Ist es nicht ein gutes Gefühl, einen Berg mit eigener Kraft zu meistern?
Ja, ist es - und ich genieße das auch. Aber viele trauen sich das nicht und so mancher kann es gar nicht. Wenn ihnen dann ein Pedelec hilft, finde ich es legitim. Manch einer wird es anschließend auch ohne Hilfsantrieb versuchen. Die beiden Giant Halfway PilotInnen (ein Normales ein E-Bike) an der Ruhrquelle wären ohne E- Antrieb sicher nicht so eine Tour gemeinsam angegangen.

Ich hab kein Problem damit einen Berg hochzukrabbeln und oben von kuchenmapfenden Seilbahnfahrern beguckt zu werden, wie das 3. Weltwunder. Mein Glücksgefühl können die nicht schmälern - da bin ich absolut schmerzfrei. :mrgreen:
PeterHeinz
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von PeterHeinz »

Doch, Pedelec kann sehr sportlich sein:
Meine Frau fuhr so manche Tour nicht mehr mit, weil ihr die Muckis fehlten. Dann kaufte sie sich ein Pedelec, und für mich kam die Stunde der Wahrheit: Ich hetzte jetzt nämlich an jedem Berg hinterher. Und dann schlug ich zu: Und kaufte auch ein Pedelec. Seitdem fahren wir ganz entspannt unsere Touren, sie grossteils mit Motor, und ich versuche so viel wie möglich ohne Motor zu fahren. Und so manchen Berg schultern wir jetzt gemeinsam, zwar mit verschwitztem Hemd, aber mit der zumutbaren sportlichen Herausforderung.
Muc-Falter
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Re: Wie sportlich ist ein Pedelec?

Beitrag von Muc-Falter »

coral741 hat geschrieben:....Ist es nicht ein gutes Gefühl, einen Berg mit eigener Kraft zu meistern? Auch, wenn man danach erst verschnaufen muß oder die letzten 100 Meter schiebt. Das Gefühl nach einer Tour, etwas geschafft zu haben und anschließend matt auf das Sofa zu sinken steigert meine persönliche Zufriedenheit.

Grüße
Rainer
Das ist ein sehr schönes Beispiel für den Sport im Urlaub oder am Wochenende!
Doch neben dem Power Sport gibt es den Fitness Sport, die sportliche Betätigung die sich ins alltägliche Leben eingliedert.
Mein Arbeitgeber hätte was dagegen wenn ich durchgeschwitzt und ausgepowert in der Arbeit ankäme um dann matt auf den Bürostuhl zu sinken ;)
Aber so fahre ich jeweils 11km zur Arbeit und zurück, habe dabei was für meine Fitness getan, meinen Ausgleichssport perfekt in den Tagesablauf integriert. Das es was bringt zeigt ja die Pulsuhr und die Radtour am Wochenende ohne elektrischen Rückenwind.

LG
Michael
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