Führerschein für Pedelecs?
Führerschein für Pedelecs?
Störung!
Zuletzt geändert von Uli am Sa Apr 14, 2012 2:56 am, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Führerschein für Pedelecs?
Bevor man hier Ängste und Vorurteile schürt, sollte man erstmal feststellen, ob es bei Pedelecs wirklich vermehrt Unfälle auftreten und was die Ursachen dafür sind. Zumal die Hauptkäuferschicht die 50+ Generation ist, die jetzt nicht gerade für übermütiges Fahren bekannt ist. Die dann fälligen Zusatzkosten für Zulassung, Steuern und Versicherungen wäre ein schon gewichtiger Abschreckungsgrund für viele Käufer. Und wenn man dann noch die Pedelecs von den Radwegen verbannt, dann erreicht man genau das Gegenteil, denn jetzt werden die Pedelecfahrer massiv gefährdet.
Auch wird der angestrebte Umstieg vom Verbrenner auf Elektrofahrräder damit erschwert, denn wer möchte schon mit den max. 25 km/h in den Abgasen und dicht vorbeifahrenden Fahrzeugen zur Arbeit tuckeln.
Wenn die Politiker Angst haben, dann sollen sie die technischen Rahmen verändern, nur max.15 km/h, nur max.150 Watt Motorleistung usw. und eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Fürerschein für alle Fahrräder einführen. Ob ich nun 25 km/h mit einem normalen Rad fahre oder mit einem pedelec, wo ist der Unterschied.
Denn für die Verunsicherung haben die ganzen Speed-bikes von PG-bikes, elmoto, grace und erockit beigetragen, die mit aggressiver Werbung auch ein aggressives Fahren suggerieren.
Und die meisten Politiker kennen wahrscheinlich auch nicht mal die Unterschiede der einzelnen Fahrzeugklassen vom pedelec zum e-Bike.
Und das Problem sind nicht die Radfahrer, sondern die Brummis und die anderen Verbrennerfahrzeuge.
Auch wird der angestrebte Umstieg vom Verbrenner auf Elektrofahrräder damit erschwert, denn wer möchte schon mit den max. 25 km/h in den Abgasen und dicht vorbeifahrenden Fahrzeugen zur Arbeit tuckeln.
Wenn die Politiker Angst haben, dann sollen sie die technischen Rahmen verändern, nur max.15 km/h, nur max.150 Watt Motorleistung usw. und eine Geschwindigkeitsbegrenzung und Fürerschein für alle Fahrräder einführen. Ob ich nun 25 km/h mit einem normalen Rad fahre oder mit einem pedelec, wo ist der Unterschied.
Denn für die Verunsicherung haben die ganzen Speed-bikes von PG-bikes, elmoto, grace und erockit beigetragen, die mit aggressiver Werbung auch ein aggressives Fahren suggerieren.
Und die meisten Politiker kennen wahrscheinlich auch nicht mal die Unterschiede der einzelnen Fahrzeugklassen vom pedelec zum e-Bike.
Und das Problem sind nicht die Radfahrer, sondern die Brummis und die anderen Verbrennerfahrzeuge.
Re: Führerschein für Pedelecs?
Nein, dazu müssten Radwege sicherer als Fahrbahnen sein. Sind sie aber nicht. Die "gefühlte Sicherheit" täuscht.Und wenn man dann noch die Pedelecs von den Radwegen verbannt, dann erreicht man genau das Gegenteil, denn jetzt werden die Pedelecfahrer massiv gefährdet.
Ich verstehe aber auch nicht ganz, warum "motorisierte Fahrräder" an der Motorart - Kraftstoff oder Elektro unterschieden werden? Eventuell wegen der gefährlicheren Substanz (Benzin)?
Allgemein zeigt es aber das separate Infrastuktur viel zu unflexibel ist.
Re: Führerschein für Pedelecs?
Störung!
Zuletzt geändert von Uli am Sa Apr 14, 2012 4:50 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Motte
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Re: Führerschein für Pedelecs?
Ich finde da jetzt nix Schlimmes oder Bedrohliches dran.
Die rechtliche Diskussion was legal möglich ist, ob und wann man ein Versicherungskennzeichen braucht, wie es einzuordnen ist, läuft (im Hintergrund in Fachkreisen still und friedlich) schon eine ganze Weile. Es soll ja auch EU weit geordnet werden.
Wie so oft wird der Regelungsdruck dann höher, wenn die Verkaufszahlen steigen (sollen) oder Unfälle zunehmen. Zu Recht wird sich der "Mofa Fahrer" über die Einschränkungen und Kosten aufregen, die ihm auferlegt werden, dem doppelt so schnellen Elektrorad aber nicht.
Und man (eigentlich die Opfer) hat ein Problem, wenn sich nach einem Unfall raus stellt, dass es keine wie immer geartete Haftpflicht-Versicherung gibt - und dieser Bereich trotz der hohen kinetischen Energie die auch der ungeübte freisetzten kann, keinerlei gesetzliche Regelung gibt.
Es gab einige auffällige Verkehrsunfälle. Deren innere Logik ist für mich nachvollziehbar - sie wird sich aber nicht mit einer Führerscheinpflicht vermeiden lassen. Manch (vermögender) älterer Mensch schielt nach einem Pedelec. Sei es weil das Radeln nicht mehr so klappt, sei es weil man das Auto "ersetzen" will. Dabei wird dann gerne verdrängt, dass motorisierte Zweiräder ihre eigenen Tücken haben. Die eben nicht mit der Erfahrung vom Autofahren bewältigt werden können. Und das in einer Lebensphase, in dem Beweglichkeit und Reaktionsvermögen nicht mehr so sind wie mit zwanzig.
Während man beim Umstieg Auto -> Motorrad von selbst auf die Idee kommt Fahrstunden zu nehmen - dürften sich die meisten beim Umstieg Rad -Pedelec oder Auto -> Pedelec eher albern vorkommen und es lassen.
So generell mal nachgedacht
Schlecht wäre es nicht, wenn alle Fahrzeugführer die im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs sind mal so einen Sachkundenachweis führen müssten. Könnte manchem gut tun. Würde ich aber nie fordern - eher hinten herum über den Schulunterricht einführen.
Die rechtliche Diskussion was legal möglich ist, ob und wann man ein Versicherungskennzeichen braucht, wie es einzuordnen ist, läuft (im Hintergrund in Fachkreisen still und friedlich) schon eine ganze Weile. Es soll ja auch EU weit geordnet werden.
Wie so oft wird der Regelungsdruck dann höher, wenn die Verkaufszahlen steigen (sollen) oder Unfälle zunehmen. Zu Recht wird sich der "Mofa Fahrer" über die Einschränkungen und Kosten aufregen, die ihm auferlegt werden, dem doppelt so schnellen Elektrorad aber nicht.
Und man (eigentlich die Opfer) hat ein Problem, wenn sich nach einem Unfall raus stellt, dass es keine wie immer geartete Haftpflicht-Versicherung gibt - und dieser Bereich trotz der hohen kinetischen Energie die auch der ungeübte freisetzten kann, keinerlei gesetzliche Regelung gibt.
Es gab einige auffällige Verkehrsunfälle. Deren innere Logik ist für mich nachvollziehbar - sie wird sich aber nicht mit einer Führerscheinpflicht vermeiden lassen. Manch (vermögender) älterer Mensch schielt nach einem Pedelec. Sei es weil das Radeln nicht mehr so klappt, sei es weil man das Auto "ersetzen" will. Dabei wird dann gerne verdrängt, dass motorisierte Zweiräder ihre eigenen Tücken haben. Die eben nicht mit der Erfahrung vom Autofahren bewältigt werden können. Und das in einer Lebensphase, in dem Beweglichkeit und Reaktionsvermögen nicht mehr so sind wie mit zwanzig.
Während man beim Umstieg Auto -> Motorrad von selbst auf die Idee kommt Fahrstunden zu nehmen - dürften sich die meisten beim Umstieg Rad -Pedelec oder Auto -> Pedelec eher albern vorkommen und es lassen.
So generell mal nachgedacht
Schlecht wäre es nicht, wenn alle Fahrzeugführer die im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs sind mal so einen Sachkundenachweis führen müssten. Könnte manchem gut tun. Würde ich aber nie fordern - eher hinten herum über den Schulunterricht einführen.
Re: Führerschein für Pedelecs?
Störung!
Zuletzt geändert von Uli am Sa Apr 14, 2012 4:03 am, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Führerschein für Pedelecs?
Ich bin ja schon einige Pedelecs gefahren und es ist bei weitem nicht so, daß man jetzt mit Dauertempo 25 km/h unterwegs ist. Da wird sich auch der Akku recht schnell melden, wenn immer volle Pulle gefahren wird. Die Angaben zur Reichweite beziehen sich nicht auf 100 kg schwere Fahrer mit Bleihand (als Gegenpart zum Bleifuss). Treten muss dann aber immer noch. Sinn macht es bei Kreuzungen, mit der besseren Beschleunigung ist man schneller rüber.
Die Tendenz ist ja gerade bei pedelecs der Druck der Industrie auch zu stärkeren Motoren und Geschwindigkeiten und dies mit den jetzigen Regelungen.
Mein Tip, abregeln auf 20 km/h in einer neuen Klasse, so schnell fahre ich auch ohne Motor und dies stört auch keinen. Und wer schneller und stärker fahren soll, der kann natürlich dies auch in der nächst höheren Klasse mit Führerschein und Versicherung.
Und Radwege sind natürlich gesünder, sauberer und sicherer als die Strasse. Bei uns gibt es eine lange Landstrasse ohne Radweg, da wird mit 120 km/h und Gegenverkehr überholt. Man macht immer 3 Kreuze, wenn man diesen Bereich heil überstanden hat. Mit Radweg wären diese 6 km im Wald kein Problem.
Und in Kopenhagen testen sie jetzt schon Sensoren für sicheren Radverkehr, die sind schon ein wenig weiter als wir.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadt ... 60166.html
Die Tendenz ist ja gerade bei pedelecs der Druck der Industrie auch zu stärkeren Motoren und Geschwindigkeiten und dies mit den jetzigen Regelungen.
Mein Tip, abregeln auf 20 km/h in einer neuen Klasse, so schnell fahre ich auch ohne Motor und dies stört auch keinen. Und wer schneller und stärker fahren soll, der kann natürlich dies auch in der nächst höheren Klasse mit Führerschein und Versicherung.
Und Radwege sind natürlich gesünder, sauberer und sicherer als die Strasse. Bei uns gibt es eine lange Landstrasse ohne Radweg, da wird mit 120 km/h und Gegenverkehr überholt. Man macht immer 3 Kreuze, wenn man diesen Bereich heil überstanden hat. Mit Radweg wären diese 6 km im Wald kein Problem.
Und in Kopenhagen testen sie jetzt schon Sensoren für sicheren Radverkehr, die sind schon ein wenig weiter als wir.
http://www.tagesspiegel.de/berlin/stadt ... 60166.html
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Re: Führerschein für Pedelecs?
Wahnsinn, aber die Regulierung in jedem Lebensbereich ist anscheinend modern.Motte hat geschrieben: Schlecht wäre es nicht, wenn alle Fahrzeugführer die im öffentlichen Verkehrsraum unterwegs sind mal so einen Sachkundenachweis führen müssten. Könnte manchem gut tun. Würde ich aber nie fordern - eher hinten herum über den Schulunterricht einführen.
Können wir uns gegen alle Risiken absichern?
Nein, zu keinem Preis. Und die meisten Unfälle im Straßenverkehr passieren durch Führerscheininhaber !!!!
Nimmt man diese Statistik, müsste man alle Führerscheine abschaffen, oder allen Führerscheininhabern den Straßenverkehr untersagen.
Ach ja die meisten tödlichen Unfälle überhaupt passieren im Haushalt, zb beim duschen.
Leben mit Schulung und Helm zu Hause?
Mal im Ernst. Das normale Pedelec fährt nur 25 und das auch nur wenn man tritt. So schnell bin ich auch ohne Motor und werde immer noch überholt
Genauso könnte man fahren mit Rückenwind Führerschein und Versicherungsplichtig machen.
Bei schnelleren Pedelecs kommt der Vergleich mit den motorisierten Fahrzeugen eher hin. Und ich denke gerade da wird sich auch was tun. Die 25er werden verschont bleiben....
LG
Michael
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Re: Führerschein für Pedelecs?
Mofa darf man auch nur mit Fahrerlaubnis (wir jüngeren unter 60) und Integralhelm fahren. Gleiches Recht für alle, da sollte man auch nochmal an die Mofas ran *find*Muc-Falter hat geschrieben:Die 25er werden verschont bleiben....
Natürlich genau so: Mofa ohne Helm.
Versicherungspflicht (ggf. Haftpflicht-Pflicht) für Pedelec- und Radfahrer finde ich auf Basis per User prinzipiell i.O., Nummernschilder per Gefährt sind natürlich doof.
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Muc-Falter
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Re: Führerschein für Pedelecs?
1. Du brauchst keinen Integralhelm den brauchst Du noch nicht mal auf einem Motorrad
2. Wenn Du vor dem 1. April 1965 geboren wurdest brauchst Du keinen Führerschein.
3. Mofa fährt per Motor, beim Pedelec trittst Du, warum sollten sie gleich behandelt weden?
2. Wenn Du vor dem 1. April 1965 geboren wurdest brauchst Du keinen Führerschein.
3. Mofa fährt per Motor, beim Pedelec trittst Du, warum sollten sie gleich behandelt weden?