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Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Karsten
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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Karsten » So 21. Apr 2019, 10:44

EmilEmil hat geschrieben:
So 21. Apr 2019, 09:18
Trotenettis für Trottellettis; Hauptsache irgendwas mit "Strom" (Kommt bekanntlich ja aus der Steckdose !) und
ist so etwas von Umweltfreundlich :mrgreen: :roll: :mrgreen: .
Den Strom für mein "Wild Eagle" ernte ich mit fünf Solarmodulen a 190W (peak) selber von der Sonne.
Die Solarmodule machen weder Lärm noch emittieren irgendwas in die Umwelt.
Und die Sonne hat mir auch noch nie eine Rechnung geschickt. :D :D
In meinen Steckdosen, ist Strom von den Energiewerken Schönau.
Und ja, der ist sowas von Umweltfreundlich.

Gruß Karsten

EmilEmil
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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von EmilEmil » Mo 22. Apr 2019, 09:38

Bravo ! Hast meinen Beifall ! Ist aber nicht die allgemeine Tendenz. Und bekanntlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Auch, wenn das von den Temperaturen her im Moment passt.
Nun gibt es auch Solar-Module nicht zum Nulltarif. Die Fragen der Umweltverträglichkeit von der Herstellung und der Verwendung von (seltenen ?) Rohstoffen will ich nur als Frage stellen, da ich da wie auch sonst in den Fällen mit begrenzter Erfahrung und/oder Ahnung nicht den "Besserwisser" spielen möchte.
Ich bevorzuge eindeutig das Fahren oder Gehen per Muskelkraft. Auch, wenn ich da manchmal, wie gestern (13 % auf 3 [km]) nach der Hälfte eine (Atem-) Pause einlegen mußte. Mein diesjähriger Konditionsaufbau ist noch nicht im Zenith ………..

MfG EmilEmil

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Motte » Mo 22. Apr 2019, 13:39

Wir leben in den reichen Industrienationen in einer Zeit, in der wir es uns „erlauben“ ein Vielfaches der Ressourcen unserer Vorväter zu „verbraten“. Oft für Dinge, für die wir in unserem Überfluss gar keine ernsthafte Verwendung haben. Heute will ja nicht nur der König, sondern auch der Möbelpacker von nebenan frischen Erdbeerkuchen an Weihnachten haben. Und die Pellwormer Krabbenfischer puhlen natürlich nicht mehr selbst, sondern lassen in Tunis puhlen und kacheln das Zeug mit dem Kühllaster dann wieder zur Insel zurück.
Dagegen sind die „ökologischen Fußabdrücke“ von ernsthaft genutzten Solarzellen reine Peanuts. Die von hunderttausenden komischen Gartenleuchten aus den 1 Euro Läden, die über all defekt vor sich hin gammeln aber nicht. Zumal da noch ein Akku drin ist – bei neueren Geräten natürlich ein Li – Ionen Akku. Mir bereitet daher die seit langem andauernde Schwemme von sinnlosen, kurzlebigen „Elektrospielzeugen“ - heute alle mit Akku Antrieb – viel mehr Sorgen. Natürlich werden künftig neben den zahllosen Leichen von Elektrokinderautos, Akkuschraubern, Akku Säbelsägen, Akku Tortenschneidern, Akku-Möhrenspiralschneidern, Rasenmähern auch Elektroroller und E- Bikes in zahllosen Abstellräumen dahin rotten.

Diejenigen, die mit dem E-Bike oder E- Roller umherfahren, machen mir hingegen keine Sorgen. Die haben (hoffentlich) für sich ihre Lösung gefunden und zumindest Spaß daran. Das sei ihnen gegönnt. Ich kann damit leben, dass andere Menschen z.B. Freizeitvergnügen (wie Ausflüge mit dem Fahrrad in der frischen Luft) nicht mit heftiger Anstrengung, langem Training und (eventuell) Frust verbinden wollen.
Ich gebe zu – tief im Inneren ist es immer noch etwas befremdlich, wenn ich einen langen Anstieg hochkeuche und von einer quatschenden Rentnertruppe überholt werde, die scheinbar mühelos den Berg hinauf getragen wird – aber ich tröste mich dann mit dem Gedanken, dass ich mich mit Moppedfahrern eh nicht messe – ja nicht einmal vergleiche.
Und – viel wichtiger – da nicht hochfahre um von anderen dafür bewundert zu werden. Ich hab daher auch nicht den Anspruch, dass alle so sein müssen wie ich und meinen Ansprüchen genügen müssen. Natürlich freue ich mich, wenn ich mal jemanden treffe, der ähnlich denkt und handelt. Ich hab aber auch längst gelernt mich an einem Aussichtspunkt ganz alleine zu freuen, dass ich es mit meinen Mitteln bis hierher geschafft habe. Dann stört es mich auch nicht, wenn mich dort ganze Busladungen kuchenmampfender Ausflügler wie ein Alien belustigt anschauen. Wenn sie und ich am Abend zufrieden auf einen gelungenen erlebnisreichen Tag zurück schauen ist es doch für beide in Ordnung. :D

(Wenn es bei mir irgendwann nicht mehr so geht, wie ich mir das vorstelle, dann steig ich auch auf ein E-Bike um. Mit dem Ziel so viel wie möglich selbst zu trampeln und meinen Alltag weiterhin mit dem Fahrrad zu bewältigen. Und freue mich, dass andere zwischenzeitlich dafür gesorgt haben, dass die Räder sich ordentlich weiter entwickelt haben)
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Pibach (Mo 22. Apr 2019, 23:19)
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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Di 23. Apr 2019, 00:23

Ob wir Faltradfahrer nun Verständnis für die E-Scooter aufbringen oder nicht, es ist ja eine Tatsache, dass die enorm viel genutzt werden in anderen Ländern. Und bereits kurz nach Einführung sogar einen nennenswerten Verkehrsanteil in vielen Städten erreichen. Und in wie fern die Akkus nun umweltschädlich sind, dürfte auch untergeordneter Aspekt sein, wenn man in Anbetracht zieht, wie stark das den Autoverkehr entlasten kann.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von superfalter » Di 23. Apr 2019, 09:10

Pibach hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 00:23
..wie stark das den Autoverkehr entlasten kann.
Dazu müsste sich nicht nur von wenigen sondern von vielen Menschen mehr die Gewohnheiten verändern. Diese wenigen Stadtmobilisten die multimobil unterwegs sind. Ich habe den Eindruck das eine Stadt wie Berlin immer voller wird mit Autos (oder ich frage mich warum soviel Blech noch immer vor sich hin rottet). Nüchtern betrachtet sind das alles nur eSpielzeuge. Mein Faltrad wird bei normaler Pflege viel mehr KM gefahren sein ohne das ich ausser der Wartung irgendwelche technischen Komponenten tauschen musste oder sich die Reichweite verändert durch ein Rahmenmaterial das ein 3 Kg Faltrad möglich macht oder so.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Mi 24. Apr 2019, 10:13

Wieso sind das "nur eSpielzeuge"? Sie werden millionenfach genutzt, vor allem für kurze Strecken. Lt. der Portland Studie (viel mehr gibt es leider noch nicht) entlastet das auch den Autoverkehr.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von puch_martin » Mi 24. Apr 2019, 10:30

Portland ist in vieler Hinsicht eine Vorzeigestadt und kein Mittelmaß. (So wie man in Europa nicht Kopenhagen für solche Studien nehmen kann).
In Wien z.B. gingen die Versuche mit frei abstellbaren E-Bikes eher schief. Lag auch an der schlechten Qualität aber auch daran dass die Benutzer nicht fähig waren die Räder halbwegs ordentlich abzustellen. Dies führte dann zu versperrten Gehwegen und U-Bahn Abgängen.
Spricht jetzt natürlich nicht gegen das Konzept sondern eher gegen die Fähigkeit der Bürger so ein Konzept richtig anzunehmen...

Hier in Linz gibt es z.B. relativ wenige Radwege. Seit der Einführung der E-Scooter habe ich noch nie einen auf der normalen Straße gesehen sondern nur auf Radwegen was die Reichweite/Benutzbarkeit auf einen kleinen Stadtbereich einschränkt. Ebenso ist die gesamte Innenstadt mit Kopfsteinpflaster was die Benutzung auch nicht gerade fördert (da hab ich sogar mit 20" bei ~6Bar Probleme).

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von Pibach » Do 25. Apr 2019, 00:14

superfalter hat geschrieben:
Di 23. Apr 2019, 09:10
Ich habe den Eindruck das eine Stadt wie Berlin immer voller wird mit Autos
Sieht stark so aus. Ich hab dazu leider keine sinnvollen Zahlen gefunden. Zwar steigen die Zulassungszahlen leicht an in Berlin (ca 5% seit 2013) aber die Berliner legen immer weniger Strecken per Auto zurück, fahren dafür mehr Rad.
Würde sich auf der Straße also etwa ausgleichen, erklärt jedenfalls etwas die Parkplatzknappheit.
Dann wären da noch die Pendler.
200.000 Pendler aus dem Umland arbeiten in Berlin (+13% seit 2013, Quelle), wie viele davon mit dem Auto reinfahren ist nicht angegeben, aber deutschlandweit liegt die Auto-zu-Arbeit-quote bei 68%. Aber auch Bahn/ÖPNV verzeichnen massive Zuwächse an Pendelverkehr nach Berlin (Quelle).

Gefühlt scheint es aber mehr Zuwachs zu sein. Gibt wohl noch einige andere Quellen für die vielen Autos.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von superfalter » Do 2. Mai 2019, 17:11

Wenn gezwungenermaßen mal selbst Auto fahren muss (Carsharing) dann merke ich welch Bestrafung das jedes Mal ist. In einigen Ecken ist es so eng das sich die Autos permanent im Weg stehen.

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Re: Elektro-Kleinstfahrgeräte - die neue Mobilitätswelle

Beitrag von puch_martin » Mo 20. Mai 2019, 10:25

Interessanter Artikel: klick
und die Studie: klick
Interessant dass anscheinend nicht mal die großen Verleiher in Amerika derzeit Gewinn machen.

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