Nach meiner Erfahrung lohnt sich Federung innerhalb der üblichen Strecken nicht wirklich, schon gar nicht bei Falträdern. Dem Komfortgewinn steht ein erhebliches Mehrgewicht, Nachteile durch Antriebsverlust, lästiges Wippen, sowie sperrigeres Faltmaß entgegen. Mal abgesehen von den Kosten und der Wartung. Und für die Strecken, wo es sich lohnen würde, sind diese Räder nicht ausgelegt
Da bin ich anderer Ansicht. Es stimmt zwar, eine Federung bringt etwas mehr Gewicht auf die Waage. Aber ich finde, das lohnt sich. Und es kann durch schmalere und damit leichtere Reifen zumindest teilweise wieder wettgemacht werden.
Schmalere Reifen kann man härter pumpen, was den Rollwiderstand verringert. Das dürfte auch den mutmaßlichen Antriebsverlust ausgleichen. Der dürfte ohnehin ziemlich gering sein. Bei Nachtfahrten auf meiner Bergstrecke konnte ich mich davon überzeugen, daß der Lichtkegel bergauf beim Treten kaum schwankte. Anders beim Birdy: Mein damaliges grünes mit rotem Dämpfer wippte tatsächlich bei jeder Pedalumdrehung. Und mit 70 kg inkl. Kleidern, Schuhen und Helm bin ich ein ziemliches Leichtgewicht. Das war nicht auszuhalten, so daß ich es nach 10 km wieder verkauft habe. Wenn ich mir wieder ein Vöglein zulege, und im Moment überlege ich es mir ernsthaft, dann nur mit einer besseren Dämpfung. In Asien gibt es dafür eine große Auswahl an Nachrüstteilen.
Ich kann deshalb nicht sagen, wie sich die beiden Räder bei einem höheren Fahrergewicht verhalten, oder doch: Ich hatte am Dahon einen Sattelstützengepäckträger von Author angeschraubt, und zwar absichtlich so weit oben wie möglich, damit ich die Sattelstütze beim Falten so weit wie möglich hineinschieben konnte (siehe Bild). Das war natürlich sowohl von der Statik als auch vom Schwerpunkt her sehr ungünstig. Aber selbst mit 15 kg Nutzlast konnte ich keine Verwindung von Sattelstütze oder Rahmen feststellen. Nur als ich bergauf im kleinsten Gang (damals 36:32) beim Anfahren etwas kräftiger in die Pedale trat, wäre ich beinahe rückwärts abgestiegen

Heute habe ich einen Tubus Pickup mit Schnellspannern, der wesentlich praktischer, aber natürlich auch teurer ist.
Ich denke auch nicht, daß mein Jetstream aufgrund der Federung wesentlich größer faltet. Das ist natürlich eine Frage der Prioritäten. Zumindest ich fahre wesentlich mehr, als daß ich falte

Das Geniale am Birdy ist ja gerade die Kombination aus Federung und intelligentem Faltmechanismus.
Kosten der Wartung? Ich fahre mein Dahon jetzt seit sechseinhalb Jahren, und die einzige Wartung, die die hintere Dämpfung je bekommen hat, war es, je nach Gewicht des Fahrers bzw. des Gepäcks Luft reinzupumpen oder abzulassen. Ich wüßte nicht, was man vorne warten könnte. Vielleicht das Elastomer mal wechseln? Bis jetzt noch nicht nötig.
Der Komfortgewinn ist gerade bei kleinen Rädern ganz erheblich. Ich habe deshalb ungefederte Modelle gar nicht erst in Betracht gezogen, was die Auswahl ungemein erleichtert

Meine Antwort auf die Eingangsfrage lautet deshalb: Das Jetstream ist hervorragend, das auf ihm basierende und weiterentwickelte FXSAGA FX-EX20 noch besser (siehe
http://www.fxsaga.com/eng/ProductShow.asp?PicID=26 und
https://de.aliexpress.com/item/FXSAGA-2 ... 50085.html). Das Birdy ist von der Faltung her intelligenter, aber die 18-Zoll-Räder würde ich gegen 20-Zöller wechseln (oder gleich ein Rhine aus Asien importieren) und die Dämpferelemente austauschen.