Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20
Verfasst: Do Mai 09, 2013 11:30 am
Hallo,
da ich in dem Forum so toll in Bezug auf Falträder beraten wurde, möchte ich mich im Gegenzug mit einem kurzen Erfahrungsbericht zum Dash X20 revanchieren.
Die Entscheidung für das Fahrrad fiel nach reiflicher Überlegung - da ich ein Faltrad haben wollte, das einem normalen Fahrrad möglichst ähnlich kommt, gleichzeitig jedoch noch klein genug ist um es im Flugzeug/Bahn mitzuführen, fielen die ganzen Falträder ohne Oberrohr schonmal weg. Blieben also nur noch das Dash X20/P18 übrig. Eigentlich wollte ich das P18. Da ich dieses in Größe L im Gegensatz zum X20 aber nirgendwo reduziert finden konnte, wurde die Entscheidung nochmal überdacht und das X20 gekauft.
Das Radl wurde am Montag geliefert und am Dienstag nach der Arbeit ausgepackt. Der erste Punkt der auffiel - es wurden keine Pedale mitgeliefert. Jetzt verstand ich auch, wieso das Gewicht des Dash X20 immer "ohne Pedale" angegeben wurde... War nicht weiter schlimm, wir hatten noch etliche Paare rumliegen. Also schnell hinmontiert und eine kurze Runde um den Block gedreht, wo ich gleich bemerkte, dass die Kette leicht geschleift hat. Beim Justieren fielen mir zwei Sachen auf - das große Kettenblatt hat einen leichten Schlag (zwischen 1 und 2mm), und der Hinterreifen einen Höhenschlag. Wegen beider Dinge stehe ich immer noch in Verhandlung mit dem Händler. Ich will an dieser Stelle dem Händler keinen Vorwurf machen - vermutlich hat er es beim Zusammenbau nicht einmal bemerkt. Dennoch ist es in meinen Augen untragbar, wenn es bei einem Rad in der 1500€ Klasse passiert.
Ansonsten fasse ich mal meine ersten Erfahrungen von der kurzen 2-minütigen Spritztour zusammen:
Positiv:
- Die Sitzposition: Endlich mal ein Faltrad, bei dem ich mit meinen 1,92m nicht dauernd als Windfang fungiere. Dank Ahead Vorbau existieren genügend Variationsmöglichkeiten, das Radl der eigenen Vorstellung anzupassen. Prinzipiell besteht kein großer Unterschied mehr zu einem normalen Rad. Das einzige, was noch immer irritiert, ist der "fehlende" Vorderreifen wenn man über den Lenker guckt
- Der Faltvorgang: Auch wenn es vermutlich länger dauert als bei den Falträdern ohne Oberrohr geht der Faltvorgang zügig vonstatten. Der Imbusschlüssel ist im Carry-On Bag und ich kann mir vorstellen dass eine geübte Person die 30sek Marke knacken könnte.
Negativ
- Die Entfaltung: Zwar war ich dank Forenberichte schon vorgewarnt, allerdings hat mich die Realität dann doch überrascht: Die Entfaltung nach oben hin ist trotz 20 Gänge ein Witz. Weder heiße ich Lance Armstrong, noch fahre ich mit einer Kadenz von 120. Bei der Fahrt um den Block habe ich vorne konstant das größte Kettenblatt benutzt und hinten die 3 größten Ritzel. Zum Glück wird das Rad für Japan benötigt wo es hügeliger ist - hier würde das kleine Kettenblatt vermutlich ein ziemlich trostloses Leben führen.
- Die Kettenführung: Sie ist schief. In Verbindung mit einem leicht schiefen großen Kettenblatt kann ich mit dem kleinen Blatt vielleicht 7-8 von 10 Gängen benutzen, mit dem großen Blatt 5-6 von 10.
Noch ein paar Fragen am Rande:
- Das Dash wurde ohne Pumpe in der Sattestütze ausgeliefert. Ich habe keine Ahnung, ob dies normal ist - normalerweise ist dies doch ein Merkmal von den meisten Dahon-Rädern, oder?
- Mir wurde von dem Mechaniker, der das Radl zusammenbaute, gesagt dass ein Schlag von bis zu 3mm insbesondere beim großen Kettenblatt normal ist, was ich mir kaum vorstellen kann. Bei einem Schlag von 3mm dürfte ein normales Schalten ohne Schleifen quasi unmöglich werden. Ich habe mir mal die anderen Räder in der Familie angeschaut (über 10 an der Zahl) und einen Schlag lediglich bei den bereits viel benutzen Bahnhofsrädern entdecken können.
Viele Grüße,
nierth
P.S. hier mal als Video, damit man einen Eindruck bekommt.
http://www.youtube.com/watch?v=YPZoz-UFM1Q
http://www.youtube.com/watch?v=HHwpny0gnz0
Wie bereits gesagt - ich ärgere mich mehr über Dahon als über den Händler, der die Teile ja nor bekommt und zusammenbaut.
da ich in dem Forum so toll in Bezug auf Falträder beraten wurde, möchte ich mich im Gegenzug mit einem kurzen Erfahrungsbericht zum Dash X20 revanchieren.
Die Entscheidung für das Fahrrad fiel nach reiflicher Überlegung - da ich ein Faltrad haben wollte, das einem normalen Fahrrad möglichst ähnlich kommt, gleichzeitig jedoch noch klein genug ist um es im Flugzeug/Bahn mitzuführen, fielen die ganzen Falträder ohne Oberrohr schonmal weg. Blieben also nur noch das Dash X20/P18 übrig. Eigentlich wollte ich das P18. Da ich dieses in Größe L im Gegensatz zum X20 aber nirgendwo reduziert finden konnte, wurde die Entscheidung nochmal überdacht und das X20 gekauft.
Das Radl wurde am Montag geliefert und am Dienstag nach der Arbeit ausgepackt. Der erste Punkt der auffiel - es wurden keine Pedale mitgeliefert. Jetzt verstand ich auch, wieso das Gewicht des Dash X20 immer "ohne Pedale" angegeben wurde... War nicht weiter schlimm, wir hatten noch etliche Paare rumliegen. Also schnell hinmontiert und eine kurze Runde um den Block gedreht, wo ich gleich bemerkte, dass die Kette leicht geschleift hat. Beim Justieren fielen mir zwei Sachen auf - das große Kettenblatt hat einen leichten Schlag (zwischen 1 und 2mm), und der Hinterreifen einen Höhenschlag. Wegen beider Dinge stehe ich immer noch in Verhandlung mit dem Händler. Ich will an dieser Stelle dem Händler keinen Vorwurf machen - vermutlich hat er es beim Zusammenbau nicht einmal bemerkt. Dennoch ist es in meinen Augen untragbar, wenn es bei einem Rad in der 1500€ Klasse passiert.
Ansonsten fasse ich mal meine ersten Erfahrungen von der kurzen 2-minütigen Spritztour zusammen:
Positiv:
- Die Sitzposition: Endlich mal ein Faltrad, bei dem ich mit meinen 1,92m nicht dauernd als Windfang fungiere. Dank Ahead Vorbau existieren genügend Variationsmöglichkeiten, das Radl der eigenen Vorstellung anzupassen. Prinzipiell besteht kein großer Unterschied mehr zu einem normalen Rad. Das einzige, was noch immer irritiert, ist der "fehlende" Vorderreifen wenn man über den Lenker guckt
- Der Faltvorgang: Auch wenn es vermutlich länger dauert als bei den Falträdern ohne Oberrohr geht der Faltvorgang zügig vonstatten. Der Imbusschlüssel ist im Carry-On Bag und ich kann mir vorstellen dass eine geübte Person die 30sek Marke knacken könnte.
Negativ
- Die Entfaltung: Zwar war ich dank Forenberichte schon vorgewarnt, allerdings hat mich die Realität dann doch überrascht: Die Entfaltung nach oben hin ist trotz 20 Gänge ein Witz. Weder heiße ich Lance Armstrong, noch fahre ich mit einer Kadenz von 120. Bei der Fahrt um den Block habe ich vorne konstant das größte Kettenblatt benutzt und hinten die 3 größten Ritzel. Zum Glück wird das Rad für Japan benötigt wo es hügeliger ist - hier würde das kleine Kettenblatt vermutlich ein ziemlich trostloses Leben führen.
- Die Kettenführung: Sie ist schief. In Verbindung mit einem leicht schiefen großen Kettenblatt kann ich mit dem kleinen Blatt vielleicht 7-8 von 10 Gängen benutzen, mit dem großen Blatt 5-6 von 10.
Noch ein paar Fragen am Rande:
- Das Dash wurde ohne Pumpe in der Sattestütze ausgeliefert. Ich habe keine Ahnung, ob dies normal ist - normalerweise ist dies doch ein Merkmal von den meisten Dahon-Rädern, oder?
- Mir wurde von dem Mechaniker, der das Radl zusammenbaute, gesagt dass ein Schlag von bis zu 3mm insbesondere beim großen Kettenblatt normal ist, was ich mir kaum vorstellen kann. Bei einem Schlag von 3mm dürfte ein normales Schalten ohne Schleifen quasi unmöglich werden. Ich habe mir mal die anderen Räder in der Familie angeschaut (über 10 an der Zahl) und einen Schlag lediglich bei den bereits viel benutzen Bahnhofsrädern entdecken können.
Viele Grüße,
nierth
P.S. hier mal als Video, damit man einen Eindruck bekommt.
http://www.youtube.com/watch?v=YPZoz-UFM1Q
http://www.youtube.com/watch?v=HHwpny0gnz0
Wie bereits gesagt - ich ärgere mich mehr über Dahon als über den Händler, der die Teile ja nor bekommt und zusammenbaut.