Re: Bahnmitnahme vom Rad: Durchwachsene Erfahrungen.
Verfasst: Mi Mär 05, 2014 12:22 am
Wenn man die letzten Beiträge liest könnte man auf die Idee kommen, das so was der Grund für 16 kleingedruckte Seiten Beförderungsbedingungen in Juristendeutsch ist und in der Folge Schaffner, die sich auf Vorschriften berufen (müssen) und keinen Handlungsspielraum zu haben/nutzen anstatt den gesunden Menschenverstand walten zu lassen. Da vergeht ja selbst dem nettesten Zugbegleiter die Lust am Job.
Ich würde vermuten dass der Einsatzfall "(faltbarer) Radanhänger an Bord" hinreichend selten ist, dass da kein Schwein dran denkt beim Entwurf der Beförderungsrichtlinien. Insbesondere bei privaten Bahnen habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Zugpersonal mit Spass, Engagement und Augenmass bei der Sache ist. Wenn die Fahrgäste das auch sind ist das eine prima Kombination und solange man niemandem auf die Nerven fällt gibt es auch keine Probleme. Wer meint, seinen Umzug der Wohnzimmerschrankwand via Klappanhänger im Regionalexpress kostenfrei durchführen zu müssen und sich dabei auf eine unscharfe Definition von "Traglast" berufen zu können fördert Bürokratie und wird (zurecht) Ärger bekommen. Traglast ist das was ich tragen kann und was ohne Sicherheitsprobleme oder übertriebenen Platzbedarf in den Zug passt. So einfach kann das Leben sein. Dass nicht jedes derartige Ding sinnvoll am oder über dem Sitz untergebracht werden kann wissen auch die Bahner und deswegen gibt es Gepäckbereiche, wo man sperriges Zeug unterbringen kann - wie z.B. den Koffer für die Überseeurlaubsreise. Sich darüber lustig zu machen ist albern und daraus abzuleiten, dass man sein Klavier kostenfrei mitnehmen kann ebenfalls. Dass der Platz in diesen Bereichen beschränkt ist und nicht für jeden Fahrgast eines vollbesetzten Wagens reicht sollte einsichtig sein. Wer keine Probleme hat macht sich welche. Und in diesem Fall anderen Leuten auch. Jeden Quatsch in den Beförderungsbedingungen zu berücksichtigen ist schlicht nicht sinnvoll möglich, von daher bleibt der Appell an gesellschaftliches Wohlverhalten und - wenn das nicht reicht - die Hoheit des Zugchefs. So einfach kann das Leben sein.
Wenn man einen konkreten grenzwertigen Einsatzfall hat kann man ja vorher Nachfragen und die Antwort ausgedruckterweise mitnehmen. Jede Lücke im System bis zum Exzess auszureizen und sich dann auch noch wahlweise drüber lustig zu machen oder zu echauffieren, wenn's mal nicht funktioniert halte ich weder für zielführend noch für gesellschaftlich wünschenswert.
Ich würde vermuten dass der Einsatzfall "(faltbarer) Radanhänger an Bord" hinreichend selten ist, dass da kein Schwein dran denkt beim Entwurf der Beförderungsrichtlinien. Insbesondere bei privaten Bahnen habe ich die Erfahrung gemacht, dass das Zugpersonal mit Spass, Engagement und Augenmass bei der Sache ist. Wenn die Fahrgäste das auch sind ist das eine prima Kombination und solange man niemandem auf die Nerven fällt gibt es auch keine Probleme. Wer meint, seinen Umzug der Wohnzimmerschrankwand via Klappanhänger im Regionalexpress kostenfrei durchführen zu müssen und sich dabei auf eine unscharfe Definition von "Traglast" berufen zu können fördert Bürokratie und wird (zurecht) Ärger bekommen. Traglast ist das was ich tragen kann und was ohne Sicherheitsprobleme oder übertriebenen Platzbedarf in den Zug passt. So einfach kann das Leben sein. Dass nicht jedes derartige Ding sinnvoll am oder über dem Sitz untergebracht werden kann wissen auch die Bahner und deswegen gibt es Gepäckbereiche, wo man sperriges Zeug unterbringen kann - wie z.B. den Koffer für die Überseeurlaubsreise. Sich darüber lustig zu machen ist albern und daraus abzuleiten, dass man sein Klavier kostenfrei mitnehmen kann ebenfalls. Dass der Platz in diesen Bereichen beschränkt ist und nicht für jeden Fahrgast eines vollbesetzten Wagens reicht sollte einsichtig sein. Wer keine Probleme hat macht sich welche. Und in diesem Fall anderen Leuten auch. Jeden Quatsch in den Beförderungsbedingungen zu berücksichtigen ist schlicht nicht sinnvoll möglich, von daher bleibt der Appell an gesellschaftliches Wohlverhalten und - wenn das nicht reicht - die Hoheit des Zugchefs. So einfach kann das Leben sein.
Wenn man einen konkreten grenzwertigen Einsatzfall hat kann man ja vorher Nachfragen und die Antwort ausgedruckterweise mitnehmen. Jede Lücke im System bis zum Exzess auszureizen und sich dann auch noch wahlweise drüber lustig zu machen oder zu echauffieren, wenn's mal nicht funktioniert halte ich weder für zielführend noch für gesellschaftlich wünschenswert.