Hier eine schöne Seite mit Klapprädern um 1900:
http://bsamuseum.wordpress.com/1911-bia ... g-bicycle/
Vollgefedert und haltbar.
Der Verwendungszweck allerdings traurig.
Marco
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EmilEmil
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Danke Speedsix,
für diesen interessanten Link. Mein Fazit ist, daß vieles, was uns heute als supermodern verkauft wird, gar nicht so neu ist. Wenn ich da an die Mittelzug-, Pardon, ich meine die Mittel-Gestängebremse mit den Drehachsen auf den Gabelscheiden denke, die zudem noch das Gestänge durch den Lenker- und Gabelschaft führt. Bemerkenswert, daß die Bremsklötze nicht die Felge greifen, sondern krass auf die Vollgummireifen kneifen. Die "verweichlichten" Offiziere hatten übrigens Luftbereifung.
Die Vorderradfederung (Kurzarmschwinge) besteht aus einer Wippe nahe des Ausfallendes und einer Schraubenfeder (Druckfeder). Der vordere Arm der Wippe mit dem Ausfallende ist kürzer als der hintere Arm, der über eine Stange die Druckfeder betätigt. Der vordere Arm steht imhO viel zu steil, und dem System fehlt außer einer gewissen Reibung jede Art von Dämpfung. Die Hinterradfederung besteht aus einer Langarmschwinge, die warscheinlich ebenfalls ohne definerte Dämpfung auskommt. Der "verschmierte" Schwingendrehpunkt (kurz hinter dem Tretlager) besteht aus einer rechteckigen Platte aus Federstahl, die mittels Bolzen (je 2) Tretlager und Hinterrad-Kettenstreben verbindet. Zusätzlich gibt es zwischen Sitzstreben und Sattelrohr eine Druckfeder im Teleskopgehäuse. Ob hier eine Dämpfung eingebaut ist, ist unwarscheinlich.
Das Fahrverhalten dürfte sich etwas "schwungvoll " bemerkbar machen. Der nur gefederte und nicht gedämpfte Sattel haut in die gleiche Kerbe. Aber solche Sättel gibt heute ja immer noch. Die beiden weit auseinanderliegenden Faltgelenke (Oberrohr und Unterrohr ) sind auch nicht ganz unproblematisch (Stichwort Abweichungen von der Achse). In dierser Hinsicht scheint der dokumentierte Tiefdurchsteiger auf einem besseren Wege zu sein. Vieles, was heute in der Fahrradtechnik als neu auftritt, hatte schon Vorläufer (in abgewandelter Form), einiges ist auch für Jahrzehnte "ad acta" gelegt worden (Federung,Ballonreifen) und tritt dann leicht verändert und an neue Bedürfnisse angepasst wieder in Erscheinung. Um so wichtiger ist es, daß diese alten Quellen zugänglich bleiben und erneut der Öffentlichkeit nahegebracht werden. Deshalb Danke für diesen Link.
MfG EmilEmil
für diesen interessanten Link. Mein Fazit ist, daß vieles, was uns heute als supermodern verkauft wird, gar nicht so neu ist. Wenn ich da an die Mittelzug-, Pardon, ich meine die Mittel-Gestängebremse mit den Drehachsen auf den Gabelscheiden denke, die zudem noch das Gestänge durch den Lenker- und Gabelschaft führt. Bemerkenswert, daß die Bremsklötze nicht die Felge greifen, sondern krass auf die Vollgummireifen kneifen. Die "verweichlichten" Offiziere hatten übrigens Luftbereifung.
Die Vorderradfederung (Kurzarmschwinge) besteht aus einer Wippe nahe des Ausfallendes und einer Schraubenfeder (Druckfeder). Der vordere Arm der Wippe mit dem Ausfallende ist kürzer als der hintere Arm, der über eine Stange die Druckfeder betätigt. Der vordere Arm steht imhO viel zu steil, und dem System fehlt außer einer gewissen Reibung jede Art von Dämpfung. Die Hinterradfederung besteht aus einer Langarmschwinge, die warscheinlich ebenfalls ohne definerte Dämpfung auskommt. Der "verschmierte" Schwingendrehpunkt (kurz hinter dem Tretlager) besteht aus einer rechteckigen Platte aus Federstahl, die mittels Bolzen (je 2) Tretlager und Hinterrad-Kettenstreben verbindet. Zusätzlich gibt es zwischen Sitzstreben und Sattelrohr eine Druckfeder im Teleskopgehäuse. Ob hier eine Dämpfung eingebaut ist, ist unwarscheinlich.
Das Fahrverhalten dürfte sich etwas "schwungvoll " bemerkbar machen. Der nur gefederte und nicht gedämpfte Sattel haut in die gleiche Kerbe. Aber solche Sättel gibt heute ja immer noch. Die beiden weit auseinanderliegenden Faltgelenke (Oberrohr und Unterrohr ) sind auch nicht ganz unproblematisch (Stichwort Abweichungen von der Achse). In dierser Hinsicht scheint der dokumentierte Tiefdurchsteiger auf einem besseren Wege zu sein. Vieles, was heute in der Fahrradtechnik als neu auftritt, hatte schon Vorläufer (in abgewandelter Form), einiges ist auch für Jahrzehnte "ad acta" gelegt worden (Federung,Ballonreifen) und tritt dann leicht verändert und an neue Bedürfnisse angepasst wieder in Erscheinung. Um so wichtiger ist es, daß diese alten Quellen zugänglich bleiben und erneut der Öffentlichkeit nahegebracht werden. Deshalb Danke für diesen Link.
MfG EmilEmil
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Motte
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Für das Thema begeistere ich mich auch schon lange.
Dann gebe ich mal zwei Buchtipps dazu:
"Fahrradpatente" von Ulrich Herzog (Moby Dick Verlag)
und "Fahrradkultur" von Hans- Erhard Lessing (rororo Verlag)
(geht dort aber nicht primär um Falträder - sondern sie beschreiben "alte" Lösungen)
Gruß
Udo
Dann gebe ich mal zwei Buchtipps dazu:
"Fahrradpatente" von Ulrich Herzog (Moby Dick Verlag)
und "Fahrradkultur" von Hans- Erhard Lessing (rororo Verlag)
(geht dort aber nicht primär um Falträder - sondern sie beschreiben "alte" Lösungen)
Gruß
Udo
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EmilEmil
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Hallo Freunde der Faltrad-Historie,
ich hab gerade einen interessanten Link entdeckt, unter
http://www.foldingcyclist.com/index.html
http://www.foldingcyclist.com/folding-bike-history.html
gibt es eine Menge zu entdecken. Auch eine Galerie neuerer Falträder ist vorhanden. Um die Sache schmackhaft zu machen, stelle ich zwei Bilder ein:

[/img]

[/img]
Ja, das ist schon fast der von mir als ziemlich optimal erachtete "Tau-Delta-Rahmen". Man liest dazu den Text bei foldingcyclist :
Quite a few historical texts claim that the French military invented the first folding
bike. In particular, a French military officer named Captain Gérard is given credit. In
researching this claim, I was able to find the patent application for this particular
bike. The date of the application was January 18, 1896 putting it's invention two years
later than Ryan's bike. Henry Gérard is listed as the co-inventor on the patent along
with Charles Morel, a wealthy French industrialist whose company manufactured the bike.
Das erste glaubhaft Dokumentierte Faltrad stammt aber von dem Amerikaner Michael B.Ryan (Ryan's bike) , datiert vom 26. Dezember 1893. Ebenfalls beim foldingcyclist beschrieben. Es ist also vieles schon mal dagewesen. Wie heißt es doch bei den "alten" Griechen : "Alles Wissen ist nichts anderes als wieder erinnern".
MfG EmilEmil
ich hab gerade einen interessanten Link entdeckt, unter
http://www.foldingcyclist.com/index.html
http://www.foldingcyclist.com/folding-bike-history.html
gibt es eine Menge zu entdecken. Auch eine Galerie neuerer Falträder ist vorhanden. Um die Sache schmackhaft zu machen, stelle ich zwei Bilder ein:

[/img]
[/img]
Ja, das ist schon fast der von mir als ziemlich optimal erachtete "Tau-Delta-Rahmen". Man liest dazu den Text bei foldingcyclist :
Quite a few historical texts claim that the French military invented the first folding
bike. In particular, a French military officer named Captain Gérard is given credit. In
researching this claim, I was able to find the patent application for this particular
bike. The date of the application was January 18, 1896 putting it's invention two years
later than Ryan's bike. Henry Gérard is listed as the co-inventor on the patent along
with Charles Morel, a wealthy French industrialist whose company manufactured the bike.
Das erste glaubhaft Dokumentierte Faltrad stammt aber von dem Amerikaner Michael B.Ryan (Ryan's bike) , datiert vom 26. Dezember 1893. Ebenfalls beim foldingcyclist beschrieben. Es ist also vieles schon mal dagewesen. Wie heißt es doch bei den "alten" Griechen : "Alles Wissen ist nichts anderes als wieder erinnern".
MfG EmilEmil
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hahahaben
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Hallo!
Meines wissens nach ist William Grout erfinder des Faltrad und hat es 1878 patentieren lassen.
Damals war dies noch ein Hochrad was im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurde.
1896 wurde dann das „Faun“ gebaut, was die Urform des heutigen Faltrades war.
Sollte ich falsch liegen bitte um Aufkläung
m.f.g.
Meines wissens nach ist William Grout erfinder des Faltrad und hat es 1878 patentieren lassen.
Damals war dies noch ein Hochrad was im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurde.
1896 wurde dann das „Faun“ gebaut, was die Urform des heutigen Faltrades war.
Sollte ich falsch liegen bitte um Aufkläung
m.f.g.
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EmilEmil
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Hallo hahahaben,
mit William Grout hast Du recht. Der hat nun wirklich das aus Segmenten bestehende Rad ( das große natürlich ) gefaltet. Was anderes hätte beim Hochrad wenig Nutzen gehabt. Mit dem Aufkommen der Niederräder mußte sich die Technik des Faltens auch umstellen. In diesem Sinne müßte man ganz präzise von Faltrad=Rahmenfalter sprechen. Danke für Deinen Hinweis.
MfG EmilEmil
mit William Grout hast Du recht. Der hat nun wirklich das aus Segmenten bestehende Rad ( das große natürlich ) gefaltet. Was anderes hätte beim Hochrad wenig Nutzen gehabt. Mit dem Aufkommen der Niederräder mußte sich die Technik des Faltens auch umstellen. In diesem Sinne müßte man ganz präzise von Faltrad=Rahmenfalter sprechen. Danke für Deinen Hinweis.
MfG EmilEmil
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Rone
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Hier mal ein paar nette Fahrrad-Bilder von Wolfgang Höfler. Es sind auch ein paar lustige Falt- und Klappräder der letzten 40 Jahre dabei...
Edit: Nachname hat Umlaut...
Edit: Nachname hat Umlaut...
Zuletzt geändert von Rone am Di Jul 12, 2011 9:49 am, insgesamt 1-mal geändert.
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Travelking
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Rone
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Oh, das war mir noch gar nicht aufgefallen 
Mir hatten es mehr die Di Blasis angetan...
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