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Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
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AlphaRay
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Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von AlphaRay »

Hallo :)

Ich habe vor mir ein kleines Faltbike zusammen stellen, welches ich auf Reisen mitnehmen kann. Es soll mit ins Zelt bzw. Zimmer oder vorne im Auto auf die Sitze, wenn ich mal in diesem übernachten sollte ;) Ich bin nur knappe 1,7 klein und bin 60 kg leicht.
Ich besitze bereits einen guten custom Fully und CCler, welche ich aber sehr ungern irgendwohin mitnehme bzw. für die eben aufgezählten Fälle einfach ungeeignet und zu sperrig sind.

Es soll jetzt kein Highendbike werden und ich will es nicht jede Woche fahren. Es dient nur zur Überbrückung kleinerer Strecken - haupsächlich Wald-/Feldwege. Aktuell fahre ich z.B. in den Harz wo mir bei der Planung auffiel, dass ein Bike an manchen Strecken doch nicht schlecht wäre..

Fertige habe ich schon ab etwa 200-300 € gesehen - allerdings meistens nur 3-gang Schaltung und manche noch mit Rücktrittbremse :/
In diesem Preisbereich sollte es sich bewegen. Rahmen habe ich um 60 € gefunden...irgendwie findie ich aber immer wieder nur die selben zwei Rahmen für 20" Räder (ein gerades und ein leich gebogenes. Immer die selben in diversen Shops). Vom alten CCler habe ich Neuwertigen Lenker, Vorbau und Shimano XT 9-fach Schaltung. Die würde ich natürlich gerne wiederverwenden. Als Bremse würde Shimano SLX/XT V-Brake kommen.

Hätte da noch folgende Fragen:
- wo gibt es sonst noch Rahmen einzeln zu kaufen? Vor allem etwas höherwertigere? Darf auch ruhig 100 oder etwas mehr kosten..
- wie ist das mit der Radgröße? Habe gelesen, das 20" eher der Standard ist. Wie ist es mit 18"? Oder nicht empfehlenswert? Habe überhaupt keine Einzelrahmen und nur wenige Faltbikes in der Größe gefunden
- passt eine 9-fach Schaltung bzw. was wäre das maximum bei so einem Bike? Gehen nur Kurbeln mit maximal zwei oder auch drei Ritzeln?
- Ich habe 20" Federgabeln gefunden - sind diese auch für Faltbikes zulässig? Hängt es wie beim normalen MTB vom Rahmen/Geometrie ab? Würde ja fast nie auf normalen Wegen fahren...Schotter wäre das Minimum

Was ich noch nicht verstanden habe ich das Gewicht der Bikes. Sogar teure kommen selten mal unter 12 kg, dabei ist es ja sozusagen ein abgespecktes MTB. Mein CCler kommt auf knappe 12 kg, was aber nur daran liegt, dass ich noch eine billige RST Gabel mit fast 3 kg dran habe. Ein 20" Klapprad hat ja schon mal viel kleinere Räder und der Rahmen ist theoretisch auch nur halb so groß. Vom Gewicht her liegt es bei den billigen Rahmen aber höher. Über 2 kg bei einem Alu-Rahmen - das meines CCler liegt bei knapp 1,7.

Schon mal grooßen Dank im Voraus :)

Gruß
Paul
Pibach
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von Pibach »

Da muss ich Dich wohl desillusionieren:
a) Im Faltradbereich gibt es kaum Frame-only Angebote und wenn nur von den teuren Marken, geht dann los ab ca 400,- EUR. Z.B. ein xootr Swift.
b) Faltrad für unter 200,- EUR wüsste ich nur das Aldi Curtis, oder ein Edelweiß - mit "Wasserschaden" - alles andere fällt imho nicht in die Kategorie "fahrbar". Diese sind ok, wenn man klein ist.
c) Federgabeln gibt es nur ein paar wenige für 20". Aber eigentlich nur eine, die auch was taugt. Die GA-Force Kilo custom, kriegt man schlecht einzeln , kostet solo um 700,- EUR glaub ich (wenn man die mal kriegt, vielleicht aus Asien?)
d) Rahmen für kleinere Räder haben den gleichen Radstand usw. man spart da kein Gewicht. Muss aber ca 1kg mehr rechnen für die Faltfunktion. Es gibt auch gewichtsoptimiert gemachte Faltfunktion, z.B. die Räder von English Cycles, da geht das mit ca 200g Mehrgewicht, kostet allerdings ab ca 2000,- EUR aufwärts. Hinzu kommt Mehrgewicht für Längere Sattelstütze, Lenker und dort noch ein Faltscharnier.
e) ich bin auch viel CC-gefahren. Und suche schon lange nach eine kompakten Lösung zum leichten Transportieren, die aber auch paar CC- Strecken bewältigt. Am nächsten käme da das Dahon Jetstream EX, kostet so um 1500,- EUR (je nachdem wie man das kauft).
f) ansonsten ein Fully mit Schnellspanner am Dämpfer, so dass man den Hinterbau einfalten kann. Das geht für diverse Modelle
g) oder ein BMX-24" Cruiser Rahmen, den kann man - Räder raus - auch noch halbwegs kompakt mitnehmen.
vmax
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von vmax »

Pibach
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von Pibach »

Rahmenset aus Asien: Für ca 120,- EUR gibt es z.B. das Vitesse-Rahmen-Set in China, Nachbau von FNHON. Siehe hier bei taobao. Dazu kommen Gebühren, Versand, Steuern. Im Endeffekt dann circa 200,- EUR.

Da gibt es haufenweise interessante Sachen, ist aber eben umständlich mit der Bestellung.

Geeignet für CC-Touren könnte das Rhine sein oder auch Anemos Yacht. Liegen als Rahmenset bei ca 300,- EUR zzgl. Gebühren, Versand, Steuern.
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von alterfalter2 »

@ AlphaRay
@ vmax

Die swift folder oder Xootr swift Rahmen bekommt man auch einzeln zu kaufen - meiner ist aus England und das Rad wurde hier aufgebaut, Foto´s davon gibt es im Forum. Der Verkäufer meines Rahmens hatte ihn direkt von Peter Reich aus New York bezogen http://www.swiftfolders.com/Home.html, ich weiß nicht, was er dafür bezahlt hat - meinen hatte ich damals ersteigert.. http://hpm.catoregon.org/?page_id=214

Einzelne Rahmen für ein Rad, das Deinen Ansprüchen genügen würde, kenne ich nur aus USA von der Fa. Slingshot z.B.: http://www.ebay.de/itm/Einmalig-SLINGSH ... 53f59e495b - kann sein, daß die noch Rahmen ihrer FoldTech-Serie auf Lager haben - die liegen aber auch deutlich außerhalb Deiner Preisvorstellung z.B.: http://www.slingshotbikes.com/mountain-foldtech.php - in dem Bereich wirst Du wohl nichts bekommen. Ich würde mich an Deiner Stelle regelmäßig bei eBay oder ähnlichen web sites umsehen, eine andere Chance sehe ich da nicht.

..und wenn Du Dir aus China einen Rahmen kommen lassen möchtest, empfehle ich Dir mal diesen Faden hier zu lesen / verfolgen:
viewtopic.php?f=67&t=1553&start=230 :shock: :mrgreen:

Gruß TIL
AlphaRay
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von AlphaRay »

Danke erstmal für die Infos und Links :)

Ich habe mir den Fully und CCler für insg. über 3000 € zusammen gebaut ..über Monate. Da ich das Faltbike nur ab und zu für solche kleinen Touren nutzen will, will ich für dieses nicht so viel Geld ausgeben. Zudem ist es nicht so schlimm wenn das doch mal jemand klauen sollte - sind dann halt nur 200 - 300 € die die Versicherung entschädigen müsste ;)

Hatte gestern Abend parallel selber noch geschaut..interessant fand ich z.B.:

Prophet Geniesser 1.2, 7-gang - 250-280 €
Dahon Klapprad S.U.V., 6-gang - 300 €
Dahon Klapprad Vybe C7S 7V, 7-gang - 370 €...wobei das schon ziemlich teuer wird :/

Von den Technischen Daten her sehe ich da nicht sehr viele Unterschiede..denke darüber nach ob ich nicht lieber ein günstiges fertiges holen sollte und das dann entsprechend Aufrüsten. Könnte günstiger kommen, da ja alleine schon ein Komplettradsatz mind. 100 kostet.
Beim Prophet stört mich die Rücktrittbremse. Ich bin es on den anderen gewohnt, dass ich während der Fahrt auch mal nach hinten Kurbel...das is dann so, als hätte man ein Auot mit Vollautomatik bekommen und versucht bei voller Fahrt zu schalten - nicht gut. :D

Den Rahmen aus China habe ich bei eBay auch schon gesehen - Google findet ja alles ;) Aber wenn ich hier schon mit gut 200 € rechnen muss, dann wird das ganze wohl nicht unter 400 fertig sein. Daür kriegt man ja schon nette Fertigbikes mit Garantie in D ..

Gibts da Probleme mit der Geometrie bzw. sind die Federgabeln für 20" Falträder anders wie für 20" MTBs? Habe nämlich das "RST Capa T 20" gefunden - liegt bei knapp 50 €.

An BMX oder Dirtbike hatte ich auch schon gedacht. Aber die sind mir da zu groß und nicht gerade bequem. Sowas hätte ich vor 20 Jahren gerne gehabt ;) Zudem gibts die eigentlich nur als Singlespeed, was bei ner Klettertour in Bergen nicht gerade hilfreich wäre :roll:
Ich bin 35 und mein Rücken ist nicht in der besten Verfassung ;) Deshalb fahre ich fast nur mit dem Fully. CCler nehme ich fast nur für Strasse + Feldwege - Unterschied (Bequemlichtkeit) zum Fully ist enorm. Jetzt komplett ohne Federung unterwegs zu sein kann ich mir nicht vorstellen. Sowas hatte ich das letzte mal vor über 15 Jahren. Und damit bin ich nur auf der Strasse gefahren.

Vielleicht habt ihr ja noch irgendwelche anderen Marken um 300 € die geeignet wären? Zumindest als "ordentliche" und ausbaufähige Basis? Anständige Mäntel dürfte das erste Upgrade sein. Die meisten in dem Preisbereich sind ja Citybikes und entsprechend Stollenfrei :D

Gruß
Paul
Pibach
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von Pibach »

Also nach meiner Erfahrung läuft das so, dass man entweder was Ordentliches kauft und das dann auch benutzt, oder Misst kauft, den man eh nicht benutzt. Der war dann nicht billig sondern verschwendet.
AlphaRay hat geschrieben:..denke darüber nach ob ich nicht lieber ein günstiges fertiges holen sollte und das dann entsprechend Aufrüsten. Könnte günstiger kommen, da ja alleine schon ein Komplettradsatz mind. 100 kostet.
Komplettrad ist meist günstiger, ja. Aber passt nicht unbedingt zu den Wünschen. Aufrüsten lohnt i.d.R. nicht, und bei so einem Billigangebot wie z.B. SUV hieße dann die einfachste Variante auch: wegschmeißen und alles neu zu kaufen.
Den Rahmen aus China habe ich bei eBay auch schon gesehen
Link?
Normalerweise nicht zu dem Preis!
Außerdem nicht die innenfaltende, kurze, fixe Lenksäule. Die gibts nur von FNHON.
Aber wenn ich hier schon mit gut 200 € rechnen muss, dann wird das ganze wohl nicht unter 400 fertig sein. Daür kriegt man ja schon nette Fertigbikes mit Garantie in D ..
Für 400,- kriegt man neu nur ganz was einfaches, alle Anbauteile entsorgen und neu dran ist dann insgesamt viel teurer.
Gibts da Probleme mit der Geometrie bzw. sind die Federgabeln für 20" Falträder anders wie für 20" MTBs? Habe nämlich das "RST Capa T 20" gefunden - liegt bei knapp 50 €.
Würde mir solche Ideen komplett abschminken. Federgabeln in dem Preisbereich taugen zur Verbesserung des Fahrkomforts genausoviel wie ein Anker zum Bremsen, den man sich auf den Gepäckträger schnallt.
An BMX oder Dirtbike hatte ich auch schon gedacht. Aber die sind mir da zu groß und nicht gerade bequem.
Kann man mit dicken Schlappen und Nabenschaltung recht nett aufbauen. Bräuchtest einen Race Cruiser, Dirtbike hätte zu flachen Lenkwinkel und komischen Sitzwinkel. Richtig kompakt wird sowas natürlich nicht.
Vielleicht habt ihr ja noch irgendwelche anderen Marken um 300 € die geeignet wären? Zumindest als "ordentliche" und ausbaufähige Basis?
Die preislich unterste "ordentliche" Basis sehe ich in einem xooter Swift, sowie die genannten Rhine, Anemos usw. Daher ja diese genannt. Die anderen Geschichten machen keinen Spaß und wird auch keiner klauen, weil die Dir nach paar Minuten in leichtem Gelände bereits unterm Hintern zusammenbrechen. Auch wenn Du nur 60kg wiegst.

Der Rat von Alterfalter mit dem Gebrauchtangeboten war schon gut, aber jetzt im Frühjahr gibt es da erfahrungsgemäß auch keine Schnappos. Außerdem muss man sich dazu gut auskennen und auch bereit sein, die persönlich abzuholen.

Poste mal ein Bild von Deinem Fully. Vielleicht kann man das "falten".
EmilEmil
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von EmilEmil »

AlphaRay hat geschrieben:Danke erstmal für die Infos und Links :)...................
Ich habe mir den Fully und CCler für insg. über 3000 € zusammen gebaut ..über Monate.
.........................
Prophet Geniesser 1.2, 7-gang - 250-280 €
Dahon Klapprad S.U.V., 6-gang - 300 €
Dahon Klapprad Vybe C7S 7V, 7-gang - 370 €...wobei das schon ziemlich teuer wird :/
.......................................
Beim Prophet stört mich die Rücktrittbremse............
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Gibts da Probleme mit der Geometrie bzw. sind die Federgabeln für 20" Falträder anders wie für 20" MTBs? Habe nämlich das "RST Capa T 20" gefunden - liegt bei knapp 50 €...........
Jetzt komplett ohne Federung unterwegs zu sein kann ich mir nicht vorstellen. Sowas hatte ich das letzte mal vor über 15 Jahren. Und damit bin ich nur auf der Strasse gefahren.
.................
Paul
Schon diese von mir gefilterten Sätze zeigen, daß Du @aAlphaRay Deine Vorgaben ganz gewaltig korrigieren mußt, sonst wird das nichts.
Ein Fully gibt es nicht unter 1500 € (Hardtail nicht unter 1000 €), da kann es nicht sein, daß es ein Faltrad mit ähnlicher "Leistung, Ausstattung" für etwa 300 € zu haben oder zusammenstellbar ist.
Ähnliche Leistung heißt für mich, Du möchtest ein "Cross-Faltrad" haben. Ein Radl mit einer gewissen Geländegängigkeit, aber unterhalb von Mtb-Strecken, die mit einem Hardtail oder Fully gefahren werden.
Die angeführten Billigräder mit 7-Gang Rückschrittnabe oder 6,7- Gang Kettenschaltung schmierst Du Dir lieber gleich in die Haare. Umrüstbar sind die normalerweise nicht. Da fehlt es neben Anderem an Klemmbreite des Hinterbaus : 135 [mm] sind das Maß, womit momentan die Mehrzahl der Kettenschaltungen und Nabenschaltungen ausgerüstet werden. Zudem gibt es dann einen kompatiblen Freilauf für 8-,9-,10-,11- Gang Kettenschaltungen (Trekking und Mtb, aber auch Rennrad (mit Spacern; Campa fällt wegen Spezial-Lösungen runter !). Auch 8-,9-,11-,14-Gang Nabenschaltungen haben dies Klemmmaß. Für Kettenschaltung braucht man den Ausleger am Ausfallende oder einen anschraubbaren Ausleger, für Getriebe-Nabe möglichst einen Schlitz zum Verschieben oder ein Exzenter Tretlager. Ein Feder-gesteuerter Spanner hat an einer Nabenschaltung eigentlich nichts zu suchen, ist aber bei vielen Hinterrad gefederten Aufbauten manchmal unvermeidlich.
Die Klemmweite an der Gabel sollte 100 [mm] betragen: Dann kann eine vorhandene XT-Nabe (SlX oder Deore) problemlos eingebaut werden. Aber aufgepaßt. Die Erfinder der Magermilch-Nabe (74 [mm] Klemmweite) bauen diese natürlich ein (u. a. Dahon hat noch die Unverschämtheit, daß als technische Innovation zu verkaufen):
"COMPACT FRONT HUB
The bracing angle of the spokes changes when a rim is made smaller. When a standard 100 mm hub is laced into a 20" or 16" rim, it results in a weaker wheel. To remedy this, DAHON pioneered the compact FrontHub: optimized bracing angles are now stronger than comparable 26" wheels."
Das genaue Gegenteil ist der Fall ! (Durch die breitere Nabe wird das Laufrad Seiten-steifer). Davon mal abgesehen, daß ein Winkel ein Winkel ist, und nicht die Eigenschaft hat, fester als ein Laufrad zu sein. Einen größeren Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen ! :lol: Da :lol: lachen :lol: alle :lol: Hühner :lol:
Da muß ich auf meine alten Tage noch den Sprachpolizisten in Punkto Englisch und Logik spielen. Ich glaubt's nicht, wenn Ihr's all auch schwört !
Zu den Federgabeln: Eine RST-Capa-Gabel ist klar der Billigsektor und ist als Pseudo-Federung für Kinderräder anzusehen. Die Einstellung ist durch Auswechseln der Stahl-Federn auf verschiedene Gewichte einstellbar (Aber nicht auf Erwachsenen-Gewichte > 70 [kg]). eine Möglichkeit wäre, daß zweite (linke) Gabelbein gleichfalls mit Federn (Stahl plus Elastomer) zu bestücken. Die Sinnhaftigkeit einer solchen Maßnahme ist fraglich, da der Federweg nur 50 (40) [mm] beträgt. Eine Einstellbarkeit der Dämpfung ist nicht vorhanden (Nur Reibungsdämpfung).
Es empfiehlt sich, bei den Liegerädern nach einer Gabel zu schauen (Spinner Grind, Megs Carbon, White Brothers). Aber viel teurer und schwer oder Sau-teuer (White Bothers ~700 $). Evtl gibt es Probleme mit dem Maß des Lenkungssatzes ( 1" oder 1 1/8 ").
Außerdem muß der Rahmen auf die Geometrie einer Federgabel ausgelegt sein (Durch eine Federung kommt der Lenkkopf höher und der Lenkkopfwinkel wird flacher (kleiner); das wäre nicht tragisch, aber der Sitzrohr-Winkel wird ebenso flacher (dreht nach hinten) und der Schwerpunkt verschiebt sich zur Hinterachse. Weiterhin ist darauf zu achten, daß Rahmen und Gabel Sockel für Vau-Bremsen oder Aufnahmen für Discus haben.
18 " Laufräder sind für Gelände-Einsatz noch weniger geeignet als 20" Räder. Außerdem sind die Probleme mit einer anpassten Entfaltung noch einmal größer als bei 20" Laufrädern (20" Falträder haben 20" Laufräder, bei Mtb bezeichnet 20" MtB die Rahmenhöhe !). Laufräder mit kleinerem Umfang müssen sich für die gleiche Geschwindigkeit wie eines größeren Rades schneller drehen. Für den Hobbyradler ( ca 300 [Watt] Leistung) heißt das 8,44 [m] max. Entfaltung, was etwa der bei vielen Mountainbikern verbauten Konfiguration entspricht . Mit 1,60 [m] Radumfang (Breitreifen ca 50 [mm]) heißt das bei Kettenschaltung muß ein 58-er Kettenblatt verbaut werden. E = 1,60 [m] x 58 :11 = 8,44 [m]. Eine Dreifach-Kurbel mit 29Z-41Z-58Z (29 Zähne Differenz plus 25 Zähne (= 36-11 hinten ) geht wegen der dafür fehlenden Umwerfer und der benötigten Käfiglänge nicht.
2x9, 2x10, oder demnächst 2x11 wäre warscheinlich möglich (evtl leicht eingeschränkter Entfaltungs-Umfang ?). Bei so Billig-Rädern und auch den teuren Machwerken der bekannten Hersteller scheitert eine Anpassung der Entfaltung meist an der verbauten Billigkurbel ( Kurbel und Kettenblatt verschweißt oder vernietet !).
Also ich sehe einige Schwierigkeiten und kann Dir aus eigener Erfahrung
viewtopic.php?f=77&t=536
berichten, daß solche Vorhaben wie die von Dir, sehr viel Zeit und Arbeit kosten (und mehr Geld als Du im Augenblick rechnest und ausgeben möchtest), die ein im Arbeitsprozeß stehender Mensch normalerweise nicht aufbringen kann. Ich selbst habe mit der "Konstruktion" eines bestimmten Falters erst angefangen, als ich im Ruhestand Zeit dafür hatte.
Auch wenn ich kein bekennder Fan vom Dahon Jetstream bin, zur Orientierung kann man sich das genauer anschauen.

MfG EmilEmil
AlphaRay
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von AlphaRay »

Guten Morgen,
ich bin wieder da. Sorry, aber viel Stress zur Zeit...kaum zurück aus dem Harz, bereite ich gerade eine zweiwöchige Norwegentour für drei Personen vor ;)

"Schon diese von mir gefilterten Sätze zeigen, daß Du @aAlphaRay Deine Vorgaben ganz gewaltig korrigieren mußt, sonst wird das nichts.
Ein Fully gibt es nicht unter 1500 € (Hardtail nicht unter 1000 €), da kann es nicht sein, daß es ein Faltrad mit ähnlicher "Leistung, Ausstattung" für etwa 300 € zu haben oder zusammenstellbar ist."

Meinen Fully hab ich für über 2000 € selbst zusammen gebaut - alles aber FR/DH Teile. Mit dem bin ich schon öfter mal > 1 m iwo auf Stein/Asphalt runter gejumped oder mit 60 - 70 aus dem Wald raus... Mit mein CC'ler für ca. 1000 schaffe ich locker 50 Kmh auf geradem Asphalt - aber hier stecken fast 30 % der Kosten alleine in den Laufrädern drin. Beide Bikes haben paar km hinter sich und werden noch tausende weiter fahren. Hier woltle ich Qualität, da ich die Teile ensprechend nutze und ich nicht jede apar Jahre was neues holen wollte. Der Fully hat jetzt nach etwa sieben Jahren null Macken und sieht geputzt aus wie neu...der wird noch vieele Jahre weiter fahren ;)

Das Klapprad will ich jede paar wochen mal ins Auto packen um damit 20...50 km zu Fahren - und das auf mehrere Tage verteilt. Das Teil wird im Jahr vielleicht 200 km bewegt. Mehr als 300/400 € auszugeben will ich deshalb nicht, da es mind. 355 Tage im Jahr in der Garage stehen wird. Vor meinen Bikes hatte ich über zwölf Jahre eins, was mir Eltern für etwa 200 DM damals gekauft hatten. Damit hab ich über 15000 km zurück gelegt - und es war nur ab und zu etwas Schmierfett und neue Ketten fällig :D
Das wird nicht täglich genutzt wie ihr das vielleicht macht oder wie ich das mit dem CC'ler und Fully mache. Der soll einfach nur auf kurzen Strecken Zeit sparen ;) Damit will ich weder Downhill betreiben, noch soll es hunderte km pro Jahr schaffen. Wenns hoch kommt, fahr ich damit in 10 Jahren 2000 - 3000 km :roll: Von ähnlicher Leistug und Ausstattung kann man hier also gar nicht sprechen - das Bike wird nicht im entferntesten so belastet wie meine anderen. Deshalb darf und wird es auch nicht so viel kosten.

Jetzt mal von ausgegangen, dass ich einen mit breiter Achse finde, wo ich evtl noch 9er Schaltung hinten rein kriegen würde (Shimano SLX am WE in meiner Bikekiste gefunden). Inwiefern sind die Kurbeln mit normalen Bikes kompatibel? 2 x 7 würd emir auch schon vollkommen reichen. Bei 20" ist es ja sowieso eine andere Umsetzung wie 26"...und wenns zu steil wird dann muss ich halt paar Meter schieben.

In dem Preisbereich findet man ja fast nur Dahon Bikes...gefallen tun mir z.B. diese:
VYBE C7S (370 €)
Speed D7 (430 €) <- Chicke Optik ;)
Vitesse D8 (450 €)
derMac
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Re: Trekking/CC-Faltrahmen gesucht

Beitrag von derMac »

AlphaRay hat geschrieben:Jetzt mal von ausgegangen, dass ich einen mit breiter Achse finde, wo ich evtl noch 9er Schaltung hinten rein kriegen würde (Shimano SLX am WE in meiner Bikekiste gefunden). Inwiefern sind die Kurbeln mit normalen Bikes kompatibel? 2 x 7 würd emir auch schon vollkommen reichen. Bei 20" ist es ja sowieso eine andere Umsetzung wie 26"...und wenns zu steil wird dann muss ich halt paar Meter schieben.
Hm, eigentlich wollte ich ja schreiben, du sollst dir ein günstiges gebrauchtes kaufen und gegebenenfalls modifizieren, da du ja schon viel an Rädern gebastelt hast. Aber bei deinen ganzen Fragen bin ich da nicht mehr so sicher. Die "Achsbreite" hat nur wenig mit der Ritzelzahl zu tun, da spielt die Breite des Ritzelträgers eine Rolle. Der hat für 8, 9 und 10fach die gleiche Breite, für 7fach eine geringere für 11fach eine größere. Gängige Achslängen hinten sind 130 für Rennrad (und viele Falträder) und 135 für Trekkingrad und MTB. Kurbeln sind im allgemeinen nicht mit Fahrrädern kompatibel sondern mit den entsprechenden Lagern, also 4kant, ISIS, Hollwotech, BB30 usw. Diese Lager wiederum müssten zum Rahmen passen, wobei hauptsächlich zwischen geschraubt und gepresst unterschieden wird. Fast alle Falträder haben Tretlagergehäuse für 68 mm BSA. Wie schon geschrieben ist steil nicht das Problem kleiner Räder sondern eher die großen Gänge.

Trotzdem würde ich bei denen Preisvorstellungen eher zu gebraucht raten, denn die meisten billigen Falträder halten sicher ein paar 100 km, machen aber einfach keinen Spaß (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Mac
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