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Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

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nierth
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Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von nierth »

Hallo,

da ich in dem Forum so toll in Bezug auf Falträder beraten wurde, möchte ich mich im Gegenzug mit einem kurzen Erfahrungsbericht zum Dash X20 revanchieren.

Die Entscheidung für das Fahrrad fiel nach reiflicher Überlegung - da ich ein Faltrad haben wollte, das einem normalen Fahrrad möglichst ähnlich kommt, gleichzeitig jedoch noch klein genug ist um es im Flugzeug/Bahn mitzuführen, fielen die ganzen Falträder ohne Oberrohr schonmal weg. Blieben also nur noch das Dash X20/P18 übrig. Eigentlich wollte ich das P18. Da ich dieses in Größe L im Gegensatz zum X20 aber nirgendwo reduziert finden konnte, wurde die Entscheidung nochmal überdacht und das X20 gekauft.

Das Radl wurde am Montag geliefert und am Dienstag nach der Arbeit ausgepackt. Der erste Punkt der auffiel - es wurden keine Pedale mitgeliefert. Jetzt verstand ich auch, wieso das Gewicht des Dash X20 immer "ohne Pedale" angegeben wurde... War nicht weiter schlimm, wir hatten noch etliche Paare rumliegen. Also schnell hinmontiert und eine kurze Runde um den Block gedreht, wo ich gleich bemerkte, dass die Kette leicht geschleift hat. Beim Justieren fielen mir zwei Sachen auf - das große Kettenblatt hat einen leichten Schlag (zwischen 1 und 2mm), und der Hinterreifen einen Höhenschlag. Wegen beider Dinge stehe ich immer noch in Verhandlung mit dem Händler. Ich will an dieser Stelle dem Händler keinen Vorwurf machen - vermutlich hat er es beim Zusammenbau nicht einmal bemerkt. Dennoch ist es in meinen Augen untragbar, wenn es bei einem Rad in der 1500€ Klasse passiert.

Ansonsten fasse ich mal meine ersten Erfahrungen von der kurzen 2-minütigen Spritztour zusammen:

Positiv:
- Die Sitzposition: Endlich mal ein Faltrad, bei dem ich mit meinen 1,92m nicht dauernd als Windfang fungiere. Dank Ahead Vorbau existieren genügend Variationsmöglichkeiten, das Radl der eigenen Vorstellung anzupassen. Prinzipiell besteht kein großer Unterschied mehr zu einem normalen Rad. Das einzige, was noch immer irritiert, ist der "fehlende" Vorderreifen wenn man über den Lenker guckt
- Der Faltvorgang: Auch wenn es vermutlich länger dauert als bei den Falträdern ohne Oberrohr geht der Faltvorgang zügig vonstatten. Der Imbusschlüssel ist im Carry-On Bag und ich kann mir vorstellen dass eine geübte Person die 30sek Marke knacken könnte.

Negativ
- Die Entfaltung: Zwar war ich dank Forenberichte schon vorgewarnt, allerdings hat mich die Realität dann doch überrascht: Die Entfaltung nach oben hin ist trotz 20 Gänge ein Witz. Weder heiße ich Lance Armstrong, noch fahre ich mit einer Kadenz von 120. Bei der Fahrt um den Block habe ich vorne konstant das größte Kettenblatt benutzt und hinten die 3 größten Ritzel. Zum Glück wird das Rad für Japan benötigt wo es hügeliger ist - hier würde das kleine Kettenblatt vermutlich ein ziemlich trostloses Leben führen.
- Die Kettenführung: Sie ist schief. In Verbindung mit einem leicht schiefen großen Kettenblatt kann ich mit dem kleinen Blatt vielleicht 7-8 von 10 Gängen benutzen, mit dem großen Blatt 5-6 von 10.

Noch ein paar Fragen am Rande:
- Das Dash wurde ohne Pumpe in der Sattestütze ausgeliefert. Ich habe keine Ahnung, ob dies normal ist - normalerweise ist dies doch ein Merkmal von den meisten Dahon-Rädern, oder?
- Mir wurde von dem Mechaniker, der das Radl zusammenbaute, gesagt dass ein Schlag von bis zu 3mm insbesondere beim großen Kettenblatt normal ist, was ich mir kaum vorstellen kann. Bei einem Schlag von 3mm dürfte ein normales Schalten ohne Schleifen quasi unmöglich werden. Ich habe mir mal die anderen Räder in der Familie angeschaut (über 10 an der Zahl) und einen Schlag lediglich bei den bereits viel benutzen Bahnhofsrädern entdecken können.

Viele Grüße,

nierth

P.S. hier mal als Video, damit man einen Eindruck bekommt.
http://www.youtube.com/watch?v=YPZoz-UFM1Q
http://www.youtube.com/watch?v=HHwpny0gnz0
Wie bereits gesagt - ich ärgere mich mehr über Dahon als über den Händler, der die Teile ja nor bekommt und zusammenbaut.
Muc-Falter
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Muc-Falter »

Wenn ich mir Dein erstes Video ansehe, dann habe ich den Eindruck das der Schlag nicht vom Rad sondern vom Reifen kommt.
Während es oben "pumpt" bleibt die Felge bei der Bremse immer in gleicher Höhe....
Harry
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Harry »

Muc-Falter hat geschrieben:Wenn ich mir Dein erstes Video ansehe, dann habe ich den Eindruck das der Schlag nicht vom Rad sondern vom Reifen kommt.
Während es oben "pumpt" bleibt die Felge bei der Bremse immer in gleicher Höhe....
sehr gut beobachtet. die kojaks muss man ordentlich aufpumpen, bis sie sich ordentlich in die felge setzen. ein bisschen pril auf den rand und mal kurzzeitig auf 9 bar aufpumpen.
Zuletzt geändert von Harry am Fr Mai 10, 2013 6:36 am, insgesamt 1-mal geändert.
the_grump
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von the_grump »

d'accord
Die Felge ist wohl ok (obwohl, so wie sie auf dem Film gesehen läuft, wirst Du die unbedingt im Auge behalten müssen - da setzt sich wahrscheinlich noch was. Ist aber eigentlich ohnehin Standard. Das ist dann was ein ordentlicher Freundlicher, oder ein echter velophiler Schrauber, bei der berühmt, berüchtigten 1. Inspektion checken und evt. berichtigen würde.
Was den Reifen angeht, haut das mit der Pril Idee, oder was Vergleichbarem schon hin. Sonst auch vielleicht die Luft raus und Mantel ein bisschen "kneten" und vielleicht versuchsweise auf eine andere Position drehen. Manchmal helfen auch ein paar ordentliche Schläuche, denn da ist bestimmt die allerbilligste China Ware drin .....
Was das Kettenblatt angeht, hilft es manchmal es einmal zu lösen und die Kettenblattschrauben vorsichtig und über Kreuz wieder festzuziehen.
Wenn das nicht hilft, und man (oder ein befreundeter Metaller:-) ein Händchen und nicht zu hartes Werkzeug hat, dann: ausbauen - auf eine Glasplatte legen und schauen wieviel Schlag da wirklich drin ist. Danach gerade biegen. Das geht eigentlich ganz gut. Aber nicht eingebaut versuchen, das haut meistens beim ersten Mal nicht hin. Kommt beim Mountainbiken immer mal wieder vor, mit einem Schlag im grossen Blatt, vor allem wenn man sich bei der Höhe eines querliegenden Baumstammes verschätzt;-) Kein Beinbruch.
Alternativ dem Händler eine Besserung auftragen....
Gruß
B-)
Pibach
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

nierth hat geschrieben: Negativ
- Die Entfaltung----
- Das Dash wurde ohne Pumpe in der Sattestütze ...
Entfaltung mit dem 55er Kettenblatt liegt bei 93 Gear Inches.
An einem Rennrad hat man typischer Weise 108 Gear Inches.
Mir reicht das (an meinem Mu EX) trotzdem. Entspricht bei einer 90er Kadenz genau 40km/h. Finde es sogar ganz praktisch, dass man vorne eigentlich nicht zu schalten braucht und das 55 Blatt genau den typischen Bedarf abdeckt. Das kleine Kettenblatt dann für Bergetappen oder wenn es mal beladen zugeht. Ansonsten kannst Du natürlich größeres Kettenblatt montieren (was dann ggf. auch längere Kette bedeutet).

An den Minibikes ist ja nicht das typische Sattelrohr verbaut, 34mm Durchmesser und 580mm lang. Sodern kürzer und dünner. Das kommt nie mit Pumpe. Ohnehin ist das eher ein Gimmick und überflüssig. Die Pump-Sattelstütze ist nur bei den eifacheren Dahons dabei. Für die französischen Ventile passt glaub ich auch der Aufsatz gar nicht.
Harry
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Harry »

das dash kommt zwar auch mit sattelstützpumpe, die ist aber imho nicht zu gebrauchen mit kojaks. da brauchst du min. 5 bar, eher mehr. vll. bis zu 7 bar. das geht nur mit einer vernünftigen pumpe mit druckanzeige.
Pibach
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

Harry hat geschrieben:das dash kommt zwar auch mit sattelstützpumpe, ...
ok, danke für den Hinweis!
nierth
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von nierth »

kleines Update:
Pril wurde versucht, genauso wie mit ein bisschen weniger Luft ne RUnde zu drehen - alles ohne Wirkung. Allerdings hat sich der Händler kulant gezeigt und bezahlt einen neuen Mantel. Zudem bekomme ich noch einen kleinen Rabatt auf das Kettenblatt.

Ich habe die Entfaltung nicht durchgerechnet, allerdings kam es mir verdächtig wenig vor. Mehr auf MTB/Trekkingrad Niveau als auf Rennradniveau. Updates folgen, sobald das Wetter wieder besser ist - dann vom anderen Ende der Welt (Tokyo)
Harry
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Harry »

nierth hat geschrieben:kleines Update:
Pril wurde versucht, genauso wie mit ein bisschen weniger Luft ne RUnde zu drehen - alles ohne Wirkung
Eigentlich sollte der Schlauch/Mantel auf ca.9bar aufgepumpt werden und nicht mit (noch) weniger Druck gefahren werden. Ein wenig Spüli hilft dem Mantel dabei sich in der Felge gleichmäßig auszubreiten. Danach kann man dann wieder Luft ablassen. Sind es Draht- oder Falt-Kojaks? Schon mal vorne - hinten getauscht? Schau Dir den Mantel von beiden Seiten an, an irgend einer Stelle ist er nicht rausgeploppt. Daher ein wenig glitschiges Spüli und ordentlich Druck.
Pibach
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Re: AW: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

Ich würde erstmal Luft komplett ablassen und kontrollierten, dass Schlauch im Mantel, und Mantel genau in der Felge sitzen. Die Kinetix Felge ist sehr schmal, da kann es leicht Montagefehler geben. Dann so wie Harry beschrieben hat.

Dass der Mantel selber einen Schlag weg hat ist unwahrscheinlich.

Das Kettenblatt auch, vermutlich nur unter Spannung verschraubt.
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