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Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

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Karsten
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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Karsten » Mo 6. Aug 2018, 08:16

EmilEmil hat geschrieben:
Sa 4. Aug 2018, 13:01
Aus dem Pedelecforum:
Katastrophen-Falträder werden jetzt auch elektrifiziert !

Bild

Das war eigentlich schon längst zu erwarten. Sinnvoll ist das dennoch nicht. Eine Steigung mit > 15 % möchte ich mit einem Frontmotor nicht fahren.
Der Eigner gibt die KM-Leistung mit 23 000 [km] an. Alles, was da bei Fahrrädern über 20 000 [km] geht, ist nicht schlecht. Ich sollte den Eigner mal wegen der KM-Leistung unter El. Motor befragen.

MfG EmilEmil
Moin,
Interessantes Beispiel wie durch technische Entwicklung ein Sackgassenprodukt sinnvoll umgerüstet und genutzt werden kann.

Als langjähriger Nutzer eines Frontmotor-Pedelecs bin ich zunehmend vom unkomplizierten Frontmotor überzeugt. Es zeichnet sich ab, dass der Frontmotor die erste Felge überdauert.
(man sollte seine Vorurteile von Zeit zu Zeit ein wenig umgruppieren)


Gruss Karsten

EmilEmil
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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von EmilEmil » Mo 6. Aug 2018, 10:47

Karsten hat geschrieben:
Mo 6. Aug 2018, 08:16
……………
Moin,
Interessantes Beispiel wie durch technische Entwicklung ein Sackgassenprodukt sinnvoll umgerüstet und genutzt werden kann.
Als langjähriger Nutzer eines Frontmotor-Pedelecs bin ich zunehmend vom unkomplizierten Frontmotor überzeugt. Es zeichnet sich ab, dass der Frontmotor die erste Felge überdauert.
(man sollte seine Vorurteile von Zeit zu Zeit ein wenig umgruppieren)........
Ich gebe allen Flachland-Tyrolern hier im Forum den guten Rat, mal mit dem Muskelrad eine Steigung von 10 % oder mehr hinaufzufahren (nIcht schieben), dann werden sie feststellen, daß das Vorderrad entlastet, so daß der Radler tunlichst sein Gewicht nach vorn verlagert, um überhaupt noch Bodenkontakt und damit Lenkkontrolle zu haben. Es ist nun mal Physik, daß Antriebskräfte eines Reifens proportional der Normalkraft multipliziert mit dem Reibwert übertragen werden. Und die Normalkraft bei einem Fahrrad liegt entsprechend der Konstruktion, in der Ebene eher bei 25 % als bei 30 % und wird wegen der Steigung zusätzlich noch abgemindert (Anfahren am Berg ist z B. bei 18 % Steigung in Bergauf-Richtung nicht möglich !).
Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher Impertinenz Menschen mit einem beschränkten Erfahrungs-Horizont auftreten und sich bemüßigt fühlen, aus ihrer Beschränktheit anderen Ratschläge zu erteilen, die einer genaueren Prüfung nicht, aber auch gar nicht standhalten.
Ich empfehle allen, die sich über einen Frontmotor eines Pedelecs sachkundig machen wollen, z B. mal das Wiki im Pedelec-Forum zu studieren. Auch in vielen anderen Beiträgen wird da die Frontmotor-Problematik erläutert, allerdings sind diese Beiträge meist über viele Themen verstreut.
Die scheinbare Problemlosigkeit eines Frontmotor-Einbaus wird durch erhebliche Nachteile erkauft, und da wir hier im Faltradforum sind: Falträder chinesischer Abstammung (Dahon, Tern...) haben meist nur Gabeln mit 74 [mm] Klemmung und eignen sich gar nicht für einen Einbau, es sei denn, daß eine 100 [mm]-Gabel nachgerüstet /umgerüstet) wird.
Zu dem Punkt "ein Sackgassenprodukt sinnvoll nutzen": Wieso "Sackgassenprodukt" ? Das war in den 70-ern ein Hauptstrom-Produkt (In der Spitze 35 % Marktanteil des Radmarkts ! Und bestimmt auch heute noch in seiner konstruktiven Dämlichkeit die Meinung der meisten Radler über Falträder ( Klappräder bzw. Zerlegeräder). Die üblichen (ja auch heute noch üblichen Schwachstellen der so tollen Falträder !) waren:
1) die Vorbauschaft-Klemmung im Gabelschaftrohr (Den Defekt habe ich selbst am 24" Falter erlitten !)
2) das Hauptrahmen-Gelenk (Bei den Zerlege-Rädern sind mir an dieser Stelle keine Defekte bekannt !)
3) die Sattelstützen-Klemmung im Sitzrohr (Den Defekt habe ich selbst am 20" Rahmen erlitten !)
Eigentlich nur Punkte,bei denen man, weil diese Faltrad- (Klapprad-) spezifisch sind, konstruktiv neue (gute)Lösungen hätte finden müssen. Bei dem obigen "Katastrophen-Faltrad" kommt noch die Schwachstelle Schweißnaht Tretlager-Gehäuse/Gebogenes Hauptrohr hinzu (Nicht kompatible Dehnungen von Gehäuse und Rohr, die über eine relativ spröde Schweißnaht ausgeglichen werden müssen; bei Wiegetritt-Belastung tritt spätestens nach 5000 [km] ein Dauerbruch auf). Von der falschen Übersetzungs-Auslegung will ich gar nicht erst reden. Sinnvolle Nutzung ? Fehlanzeige. Den Bogen zu den mehr oder weniger fatalen (letalen) Konstruktionen der Jetzt-Zeit will ich gar nicht spannen.
Der Besitzer des obigen elektrifizierten Klapprades hat noch Glück (23 000 [km] Fahrleistung !), daß er sein Rad weder mit Steigungen oder Wiegetritt belastet hat (Ableitung aus dem breiten Damen-Sattel mit jeder Menge Federn :roll: :mrgreen: :roll: ). Unser Forist @talybont hätte dieses Radl innerhalb 1000 [km] hingerichtet :lol: )
Und Empfehlungen von Foristen aus der Sicht der Beschränktheit sind für mich schon ein Ärgernis. Wer mich aus diesem Forum her kennt, weiß, daß ich meine Meinungen nicht nach Gefühlen oder Voreingenommenheit bilde, sondern versuche, immer die Physikalischen Hintergründe einzubinden und wenn möglich, auch mit persönlichen Erfahrungen zu korrelieren.
Es ist kein Wunder, daß ich mit den Ausführungen von @Karsten nichts anfangen kann, außer sie in die Tonne zu treten.

MfG EmilEmil

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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Motte » Mo 6. Aug 2018, 13:51

Erinnert mich an den alten Witz.

Abschlussball der Uni-Absolventen um 1970
Mathematiker und Elektrotechnik-Ingenieure beschließen gemeinsam zu feiern und laden Studentinnen aus den Geisteswissenschaften dazu ein. Der Dekan der E- Techniker, ein humorvoller Kauz, stellt die Regeln für den ersten Tanz auf.
"Die Damen auf die linke Seite der Halle und die Herren bitte auf die rechte Seite. Bei jedem Takt der Kapelle gehen sie dann bitte die Hälfte der Strecke aufeinander zu."

Sofort wenden sich die Mathematiker enttäuscht ab und wollen gleich ans Buffet – wohl wissend, dass sie auf diese Weise niemals eine Tanzpartnerin bekommen.
Die E - Techniker hingegen spielen mit, weil sie sich sagen „5 Takte und es reicht für den Hausgebrauch“ ;)


In Foren läuft es manchmal ähnlich. Das führt dann dazu, dass jemand in Münster glaubt er müsse ein Fully mit Scheibenbremsen und 30 Gängen kaufen um die 2 km ebener asphaltierter Radweg zur Uni fahren zu können.

EmilEmil
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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von EmilEmil » Mo 6. Aug 2018, 17:25

Es wird hier im Forum immer lächerlicher, so weit, daß am Ende nur noch die Beratung für die Hausfrau übrigbleibt, die ihr Hollandrad durch ein möglichst gleichartiges Klapprad ersetzen will (Nun, weil, ja,...weil das ihre Freundin auch so gemacht hat).
:roll: :mrgreen: :roll: :mrgreen: :roll:
Das wars nun aber endgültig...........................…

Host mi !
EmilEmil

Karsten
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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Karsten » Mo 6. Aug 2018, 21:43

EmilEmil hat geschrieben:
Mo 6. Aug 2018, 10:47
[Gaanz viel theoretische Erwägungen über entlastetet Vorderräder beim Bergfahren und bischen Schwachfug über Praktiker, die angeblich keine Ahnung haben. ]
Moin Emil.
Es gibt einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Und der ist in der Praxis mindestens doppelt so groß, wie in der Theorie.

Ich schreibe über meine ganz praktischen mehrjährigen Erfahrungen.
Sowohl über Pedelec mit Frontmotor, als auch über Rücktrittbremse.
(Ach so, und mit gaanz kurzer "Bergsteiger-Übersetzung" bin ich in jungen Jahren mehrmals über die Alpen...)

Wie so Vieles haben beide Dinge natürlich auch jede Menge Nachteile.
Ich find' beides gut und voll tauglich.

Mein China-Falter hat übrigens 100mm Gabel, und die is' auch noch verstärkt. (offensichtlich für Frontmotor-betrieb. (Ich konnte bis heute nicht in Erfahrung bringen, wo das gute Teil genau produziert wurde. Vermute aber eines der chinesischen Werke von Dahon.)
Für die Dahonen gib's extra schmale Frontmotoren zum Nach-Elektrifizieren.

Gruß Karsten
Tip: Fahr mal 'ne Runde und entspann Dich...

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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von spargelix » Mo 6. Aug 2018, 21:46

Hatte doch alles so friedlich begonnen...

Über so ein 70er Jahre Katastrophenfaltrad, käuflich erstanden von einem Arbeitskollegen für 25 Euro, bin ich ja erst zum Brommi gekommen.
Vorne mein damals brandneues Brommi, dahinter das "Blaue Kamel" und im Hintergrund mein kleiner, blauer Panda mit dem kleinen Kofferraum.

Bild

Natürlich war der Rahmen butterweich (weshalb es ja auch das blaue Kamel genannt wurde), das Packmaß eher bescheiden; schwer war es auch, aber es hat in den Pandakofferraum gepasst.
Die Erinnerung an dieses Rad halte ich in Ehren, hat es mich im Schichtdienst stets wohlbehalten zwischen Hbf und Dienststelle getragen.
Und: heute würde man das Kamel als Influencer bezeichnen - ich war damals einfach nur glücklich, dem S-Bahnchaos im Milionendorf entgehen zu können.
Vor einigen Jahren hatte ich es für 25 Euro an den Kollegen zurückgegeben.

Gruß vom spargelix

EmilEmil
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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von EmilEmil » Mo 5. Nov 2018, 00:35

Die missratenen (Bis auf wenige Ausnahmen) Falträder, die allerorten angeboten werden, entsprechen zu 100 % den missratenen Anforderungen ihrer Benutzer: Auf gut Deutsch: Jeder hat das Faltrad, was ihm am meisten entspricht.
Da wird z B. die billigste Kettenschaltung von Shimano (heißt wohl Tourney ?) mit 6 Gängen verbaut, die überhaupt möglich ist ….. usw.
Erinnert mich an die 1970-er, als auf der Billigschiene Ja-panische Automobile auftauchten : Die Besitzer entschuldigten sich aber für den Kauf: "Ich kann mir derzeit nichts anderes leisten" (Wofür ich schon Verständnis aufbrachte und aufbringe !). Aber niemand hätte im Ernst behauptet , ein besonders Qualitäts-mäßig überragendes Produkt zu besitzen.
Bei den heutigen Falträdern ist das anders: Deren Besitzer verteidigen ihr übles Produkt noch über Gebühr, so daß ich nur mit dem Kopf schütteln kann. Besonders die Belehrungen von Flachland-Tyrolern, die noch nie eine längere Steigung von 10 % oder mehr bezwungen haben, geben Weisheiten über Theorie und Praxis heraus, die mich so weit amüsieren, daß ich sage: Macht weiter so !
Wenn es zu arg wird, geh ich zum Lachen in den Keller (Wegen der Nachbarn :D :mrgreen: :D )
In diesem Sinne, daß nur ja die ewige Deutsche Rücktritt-Oma ihr Pedelecco mit demselbigen kaufen kann, und Alles wird gut !

MfG EmilEmil

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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Karsten » Mo 5. Nov 2018, 02:09

Moin,
Frontmotor-Faltrad-Pedelec-mit-Rücktrittbremse-aus-China regelt! :D
Und weil ich mit meinem chinesischem Faltrad-Pedelec-mit-Rücktrittbremse :D :D so überaus glücklich und zufrieden bin, konnte ich mein Dahon-Vitesse-Faltrad-mit-Rücktrittbremse in den letzten Wochen an einen Freund dauerverleihen.
Der fährt sonst einen Kurz-Lieger-mi-Rohloff-Nabenschaltung-ohne-Rücktrittbremse und unternimmt damit regelmäßig mittellange Reisen nach/ in Skandinavien.
Diese geniale Dahon-Vitesse-mit-Rücktrittbremse hat ihn nun so vollständig vom Konzept der zeitgemäßen
Falträder überzeugt, dass er sich in bälde ein Tern-Faltrad-mit-Schimano-Nabenschaltung-und-Rücktrittbremse zulegen wird.
Damit habe ich wieder erfolgreich einen neuen Faltradler missioniert. :D
Das macht er natürlich nur, weil er als Physiker im Masterstudium durch die Schul-physik so vollkommen verblödet ist, dass er die wirklichen Zusammenhänge einfach nicht versteht. :D
Und weil er in seinem völlig unqualifiziertem Deppen-Job, mit dem er sein Masterstudium finanziert, mit einer "Bahncard-100" nur über ganz wenige zehntausend Km - also praktisch keinerlei- Erfahrung mit dem Bahnreisen verfügt.

Radtour mit meinem Frontmotor-Faltrad-Pedelec-mit-Rücktrittbremse-aus-China macht wirklich glücklich.
( Ich hab's neulich erst wieder problemlos im ICE mitgenommen, und dabei noch problemlos den Akku nachgeladen.)

Gruß aus Lüneburg
Karsten

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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Karsten » Mo 5. Nov 2018, 02:38

Ergänzung:
Franzosen sind offensichtlich per Geburt immun gegen diesen Wahn.
KeinE meiner französischen FreundInnen konnte ich jemals von den Vorteilen der Rücktrittbremse überzeugen.
Im Gegenteil: deren Resistenz ist so groß, dass ich neulich eine F&S Super-7 auf "Ohne Rücktritt" umgerüstet hab.
(Hängt möglicherweise mit dem Konsum von Weißbrot- mit-Zentimeterdick-Marmelade-ohne -Butter und unmengen von Käse zusammen. wer weiß)

Gruß Karsten

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Re: Katastrophen-Faltrad der 1970-er Jahre

Beitrag von Ch.Bacca » Mo 5. Nov 2018, 11:12

EmilEmil hat geschrieben:
Mo 5. Nov 2018, 00:35
... Auf gut Deutsch: Jeder hat das Faltrad, was ihm am meisten entspricht. ...
Wertfrei würde ich behaupten, dass das völlig normal ist und nicht nur für (Falt-)Fahrräder gilt. Was für den einen ein Optimum darstellt, wäre für den anderen ein Griff ins Klo.

Die Funktion f(x) = "bestes Fahrrad für Person x" dürfte mehrere Maxima und Minima haben. Zufriedenheit mit bzw. Begeisterung für den eigenen Drahtesel ist in meinen Augen ein zulässiger Parameter (der sich u.U. erst nach der Anschaffung zeigt). Für einen anderen x kommt vielleicht etwas ganz Anderes heraus, vielleicht zufällig das Gleiche. Die Prioritäten (Parameter) sind doch beliebig variabel. Wenn die einzigen Prioritäten z.B. niedrigster Preis und Verfügbarkeit beim Baumarkt um die Ecke sind, ist das m.E. ebenso legitim, wie z.B. ein möglichst großer Poserfaktor oder Haltbarkeit oder oder oder.

Witzigerweise haben die Katastrophen-Klappräder vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte einen (irgendwie ironischen) Poserfaktor. Ich freue mich immer, wenn ich so eins sehe - wohl wissend, dass es da durchaus technische Risiken gibt (auch dank Deiner Hinweise). Eine Ente macht mittlerweile auf der Kö mehr Eindruck als ein fetter, lauter SUV oder ähnliche Protzkarren. In der passiven Sicherheit ist die Ente ganz weit im Keller. Sie hat trotzdem ihre Liebhaber und Fans und Berechtigung - vollkommen losgelöst davon, wie gut oder schlecht sie konstruiert ist.

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