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Neuaufbau eines Dahon MU XL

Curl, Curve, Jifo, EEZZ, Flo, Mu, IOS, Vector, Jetstream, ..
JumpingJohn
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Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von JumpingJohn » Mi 19. Jun 2019, 15:45

Hallo,

ich bin schon eine Weile im Kaufberatungs Thema des Forums unterwegs und auf der Suche nach dem für mich perfekten Faltrades. Bin nun schon ein paar unterschiedliche zur Probe gefahren und weiß nun recht genau was ich möchte, aber das ist wohl die eierlegende Wollmilchsau unter den Falträdern, aber ich habe in eBay-Kleinanzeigen ein Angebot über zwei Dahon MU gefunden, darunter ein grauer XL Rahmen. Diesen versuche ich gerade zu erwerben um das XL dann von Grund auf nach meinen Bedürfnissen aufzubauen.

Allerdings kenne ich mich bisher nur mit "normal" großen Rädern aus und gerade bei spezial Teilen wie Vorbau und 20" Rädern werde ich eure beratende Unterstützung benötigen.

Zu allererst würde ich gerne Wissen ob jemand von die Maße der Kettenstrebe weiß, die Webseite von Dahon selbst bietet die Geometrie-Daten nicht an und aus einem Suchergebnis bei Google meine ich 400mm herausgefunden zu haben aber ob die richtig ist? Ich brauche diesen Wert um den von mir angedachten Gates Riemen korrekt zu berechnen. Sicher könnte ich auch einfach warten bis der Rahmen da ist und dann selbst messen, aber die neugier und der willen zur Vorplanung ist stärker.

Des weiteren wüsste ich gerne ob es irgendwo original DAHON Teile zu kaufen gibt?
Würde gerne zur original höhenverstellbaren Lenksäule greifen, oder soll ich da doch besser etwas aus dem Zubehör nehmen, über ratschläge diesbezüglich wäre ich entsprechend auch dankbar.

Danke, das wars erstmal. Wenn es genaueres oder neues zum Aufbau gibt lasse ich es euch natürlich hier wissen.

Gruß
JumpingJohn

EmilEmil
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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von EmilEmil » Do 20. Jun 2019, 10:16

JumpingJohn hat geschrieben:
Mi 19. Jun 2019, 15:45
………...
Zu allererst würde ich gerne Wissen ob jemand von die Maße der Kettenstrebe weiß, die Webseite von Dahon selbst bietet die Geometrie-Daten nicht an und aus einem Suchergebnis bei Google meine ich 400mm herausgefunden zu haben aber ob die richtig ist? Ich brauche diesen Wert um den von mir angedachten Gates Riemen korrekt zu berechnen.
………..
JumpingJohn
Dein Vorhaben in allen Ehren. Daumen hoch und viel Spaß neben dem unvermeidlichen Frust.
Aber warum mit dem Schwierigsten anfangen ?
Laß Dir gesagt sein, ein Fahrradrahmen ist von seinen baulichen Vorraussetzungen (Toleranzen !) das Schlechteste, was man sich für einen Riemen aussuchen kann. Ein Zahnriemen in einem Motorblock hat da viel bessere Vorraussetzunen. Kannst mir glauben, ein Riemen hat nur einen Vorteil: Er schöpft nämlich überflüssige Kaufkraft ab, ansonsten gibt es nur Einschränkungen.
Ein Riemen erfordert eine Getriebenabe oder ein Tretlagergetriebe, bekannte Vertreter sind Rohloff und Pinion (Beides aber auch ziemlich, besser "Schweine"-teuer).
Das größte Problem von kleinen Laufrädern ist eine hinreichend große Entfaltung. Da scheitern fast alle Faltrad-Hersteller seit 50 oder mehr Jahren regelmäßig (Medizinischer Befund: Grattler-Syndrom !)
Bevor Du Dich über die "Kettenstrebe" her machst, lege erstmal Deine Entfaltungsgrenzen (Minimum-Maximum) fest und suche Dir einen geeigneten Übersetzungs-Antrieb aus.
Nachträgliche Änderungen sollten möglich und vor allem aber Kosten-günstig (Austausch von Kettenblatt u.a.) sein ! Ein Tretlagergetriebe scheidet wahrscheinlich wegen der immensen Rahmen-Änderungen aus. Bei den Getriebenaben gibt es praktisch nur noch Onkel Bonze Shimano, da die Glücksritter von SRAM das Handtuch geworfen haben. Die Fa. SR Suntour habe ich nicht auf meinen Radar, da das Fa.-Modell "Technik kaufen: Sturmey-Archer" und unverändert (nicht verbessert z B. Gewicht, Wirkungsgrad u.a.) einfach nicht läuft. Die Shimano-Dinger haben einen zweifelhaften Ruf.
Es scheinen Qualitätsprobleme nach dem Zufalls-Prinzip häufig auf zu treten. Eine 11-Gang Alfine würde ich mir nur mit Bauchschmerzen ans Radl schrauben.
Für eine Getriebenabe brauchst Du auch eine Längen-Einstellung (Verschiebbares Ausfallende, Tretlager-Exzenter, ganz übel wäre ein Kettenspanner bei einer Getriebenabe !).
Bevor Du mit dem Riemen-Trieb anfängst, laß Dir einiges Anderes durch den Kopf gehen (Aber ich weiß ja, die Riemen-Fans sind Gläubige und mehrheitlich Beratungs-resistent und wer irgend etwas dagegen sagt, ist gegen jeden Fortschritt (Ein Spinner also !) eingestellt.
Wir leben mittlerweile schon in einer verdammt idiotischen Zeit, in der alles nach dem Motto "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht naß !" läuft. Wie Beispiels-weise der Elektro-Hype bei Fahrrädern : Fahrradfahren ist ja gesund, aber es strengt an (Anstrengung ist im Prinzip Teil der "Gesundheits-Therapie" !), besonders bergauf. Ich freu mich immer, wenn ich 10-Jährige mit einem Pedelecco rumfahren sehe. Ohne Zweifel, Pedelecco ist besser als Rostlaubenpieper-Fahren.
Nun fällt mir dazu Nichts mehr ein (Muß Faltradfahren, bevor der Regen herunterprasselt). Viel Spaß bei dem Projekt!

MfG EmilEmil

JumpingJohn
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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von JumpingJohn » Do 20. Jun 2019, 12:50

Und ich weiß nicht warum du so auf Riemen rum reitest. Interessanter Weise findet man recht wenige negative Berichte dazu im Netz und das obwohl es eigentlich immer nur diese in Netz schaffen, aber in der kurzen Zeit in der ich erst hier im Forum bin habe ich schon gelernt das du da kein gutes Haar dran lässt, von daher: Deine Meinung dazu darfst du gerne behalten.

Ich habe mir die Übersetzung bereits mittels Ritzelrechner zusammen gestellte. Wären bei einer Nexus/Alfine bei Kette: 42:19 Ritzel und Riemen 50:22. Damit kann ich im 1:1 übersetzten Gang 19 km/h fahren und haben 10-30 km/h abgedeckt, das sollte ja wohl reichen. Ich habe ja schließlich nicht vor mein Mountainbike zu ersetzen.
http://ritzelrechner.de/?GR=SNI8&KB=42& ... H&DV=ratio

Ach ja und so viel teurer ist der Riemen auch nicht 130-150,-€ ist eine überschaubare Summe.

Das Dahon MU XL kam ja auch schließlich von Haus aus mit der Nexus bzw. Alfine, von daher sollte mein Vorhaben wohl nicht so weit von der Realität entfernt sein, aber dennoch danke für deinen Kommentar.

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von Zauberfaltrad » Fr 21. Jun 2019, 06:48

Gibt es aussagekräftige Erfahrungswerte, wie lange solche Riemen halten? Denn dann kann man die von Dir genannten Preise besser nachvollziehen.
Wenn ich bei meinem Tern alle 3-5000 tkm eine neue Shimano Kette (Deore) einbaue, für ca. 12 Euro, so möchte ich natürlich gerne einen Vergleich haben, um zu sehen, was sich besser rentiert. Eine Kette ist weiterhin gut recyclebar. Bei einem Carbon Riemen bin ich da eher skeptisch. Ich spreche bewusst diesen Punkt an, weil das in Anzahl zu Nutzern, schon eine Menge sind.

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von JumpingJohn » Fr 21. Jun 2019, 07:59

Hier fährt jemand seinen Riemen 27.500km:
https://www.biketour-global.de/2017/10/ ... bon-drive/

Hier ist jemand dabei der auch schon 10.000km mit dem ersten Riemen unterwegs ist:
https://radtouren-magazin.com/zubehoer/ ... leser.html

Das war jetzt eine kurze schnelle Google - Suche, da gibt es sicher noch einiges mehr.

Sicher gibt es auch beim Riemen ein paar Sachen zu beachten (gerader Lauf, gelegentlich mit Wasser reinigen) , aber wenn man das tut scheint es recht problemlos zu sein.

Bei mir wird es wohl recht lange dauern bis der Riemen diese Kilometerleistungen erreichen würde, aber mir geht es mehr um den geringen Wartungsaufwand und weniger Schmierdreck am Rad (sauber bleibt auch der nicht, aber Abrieb von Riemen und Straßen geht mit Wasser gut runter)

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von alterfalter2 » Fr 21. Jun 2019, 10:09

@ JumpingJohn

Wenn ich daran denke wie oft ich im Winterhalbjahr am Brompton Kettenpflege betreiben muß wenn ich es bei jedem Wetter fahre ist ein Zahnriemenantrieb im Vergleich erheblich pflegeleichter. Seit gut einem Jahr fahre ich gerne auch mit einem Bernds mit Gates Riemen, bisher ohne Probleme. Ich spüle es ab und zu mit einem Eimer Wasser ab, das reicht im Allgemeinen als Pflegeeinsatz. Ein Brommie mußte ich mit erheblichem Mehraufwand pflegen, damit fahre ich nun eher bei trockenem Wetter.

Gruß TIL

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von JumpingJohn » Fr 21. Jun 2019, 10:52

Genau davon spreche ich, danke für deine Unterstützung.

Aber mal wieder weg vom Riemen, könnt ihr mir bei meinen anderen Teile sorgen helfen?

Ich bin mittlerweile im Gespräch mit dem Rahmen Verkäufer und der kann mir vielleicht noch eine original Dahon Lenksäule (ausziehbar) und mit ganz viel Glück sogar eine Gabel mit Scheibenbremsaufnahme (gab es das eigentlich bisher nur beim MU Rohloff oder auch bei anderen). Das wäre echt cool, weil sonst müsste ich wohl zumindest bei der Gabel entweder eine von einem Tern nehmen oder ein Carbon China Produkt.

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von Splithub » Fr 21. Jun 2019, 11:08

JumpingJohn hat geschrieben:
Fr 21. Jun 2019, 10:52
sonst müsste ich wohl zumindest bei der Gabel entweder eine von einem Tern nehmen oder ein Carbon China Produkt.
...Beides ist mit größeren Folgeschwierigkeiten behaftet.
Eine Tern Gabel hat einen längeren Schaft aber kein Gewinde in diesem, somit wird die Verwendung einer Dahon Lenksäule kompliziert, da z.B. eine Einschlagmutter im Gabelschaft den Kräften einer Faltradlenksäule (mit kurzer Klemmung wie bei Dahon) nicht standhält.
China Gabeln haben im preisgünstigen Bereich allesamt Carbonschäfte und sind nach meiner Erfahrung (3 Faltradgabeln, 2 Normalrad Gabeln) schlimm toleranzbehaftet und benötigen viel Nacharbeit mit erst anzufertigenden Werkzeugen. Bei Bedarf gehe ich darauf genauer ein. Auch hier ist der heikle Punkt die Verbindung mit der Lenksäule, da es weder Innengewinde gibt, noch die Schäfte ausreichend dimensioniert sind. Es ist aber nicht unmöglich.
Ich wünsche dir das nötige Durchhaltevermögen für das Projekt...

JumpingJohn
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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von JumpingJohn » Fr 21. Jun 2019, 15:38

Puhhh... und genau solche Kommentare benötige ich, damit ich am Ende nicht blöd in der Garage stehe und mich frage warum zum Geier die Teile nicht zusammen passen.

Also wäre es für mich am einfachsten wenn ich tatsächlich Dahon Gabel mit Dahon Lenksäule verheiraten könnte, bei China-Gabel würde ich wahrscheinlich auch am besten nach einer Nachrüstsäule suchen.

Aber mal abwarten was ich noch alles mit dem Rahmen miterwerben kann.

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Re: Neuaufbau eines Dahon MU XL

Beitrag von EmilEmil » Fr 21. Jun 2019, 17:53

Aus dem ersten Link:
https://www.biketour-global.de/2017/10/ ... bon-drive/
errechne (addiere) ich Kosten von
Total : 468 €
Die zusätzlichen Kosten einer Nachrüstung mit dem Austausch der Kurbelgarnitur und des Innenlagers von
185 € bilanziere ich gar nicht, weil bei einem Neuaufbau keine Zusatzkosten entstehen.
Ja, und der Vergleich von Kettenschaltung und Riemen plus Getriebenabe geht vom Prinzip her gar nicht.
Solche Vergleiche überlasse ich @alterfalter2, der weiter oben ein Brompton in die Debatte einwirft. So etwas ist einfach nur lächerlich...... :shock: :D :shock:
Und dann zitiere ich nochmal aus dem angegebenem Link:
"Mein Riemen und ich = große Liebe!" :?: :?: :?: und weiter
"Update Mai 2018:
Nur 1.500 km nach dem dieser Beitrag entstanden ist, ist mein Riemen kaputt gegangen. Und nicht nur das: auch Tretkranz und Ritzel waren komplett hinüber.
Nach meinem Loblied zuvor natürlich schon eine Ernüchterung. Andererseits fand ich es auch extrem interessant, habe ich mir doch den Riemen auch aus Neugierde installiert und will selber meine Erfahrungen sammeln".
Mehr ist nun gar nicht zu sagen, außer : Ich bin hier nun raus.
Eine Bestätigung, daß man Gläubigen in Sachen Technik Nichts abnehmen sollte, ohne es zu gründlich zu hinterfragen, habe ich in Jahrzehnte-langer Berufserfahrung erlebt und muß ich mir nicht in ewiger Tautologie um die Ohren ballern. Angst habe nur davor, daß ich wegen dieser Zumüllerei mit diesem Unsinn eines Tages etwas wirklich Wichtiges verpasse.

MfG EmilEmil

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