bergauf hat geschrieben:.....................
Der Knubbel ist offenbar nur für den (etwas schwer vorstellbaren) Fall, dass man während der Fahrt irgendwie am Bügel hängenbleibt und ihn aufzieht. Dementsprechend sitzt der Knubbel lose auf seiner Schraube und wird nur durch die Schwerkraft in seiner Position gehalten und steht nicht unter Spannung.
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Wenn alle Toleranzen und Passungen eingehalten werden (Neuzustand) scheint der Sicherungshaken überflüssig zu sein. Dann ist die ganze Verriegelung im Prinzip ein "Kistenverschluß" , bei der ein Hebel über einen Punkt mit Maximalkraft gespannt wird. Nach Überschreiten der Maximalkraft entspannt der Hebel und müßte dann zum Offnen wieder bis über Maximalkraft gespannt werden.
Wie gesagt, normalerweise ist "Selbsttätiges Offnen" ausgeschlossen (Ich fahre selbst zwei Falträder, bei denen die Konstrukteure einen Sicherungshaken oder Ähnliches weggelassen haben. Da ist bisher (ca 50 000 [km]) nichts passiert ! Das Weglassen einer Sicherungseinrichtung habe ich immer als "fahrlässig" gebrandmarkt.
Es ist nicht nur eine theoretische Ableitung ala Murphy, sondern ich habe mit dem "Kistenverschluß" eine eigene Erfahrung gemacht: Wenn in dem System nach intensivem Gebrauch Spiel entstanden ist, so daß der Spannhebel nicht mehr weit genug über den Maximalpunkt schließt und praktisch unter Maximal-"Spannng" steht, reicht eine leichte Berührung, um das System zu öffnen.
Das geschah bei mir während eines Windenstarts in einem Segelflugzeug, wo sich die Haube öffnete (plötzlich hatte ich ein Cabrio mit heruntergeklappter Frontscheibe). Glücklicherweise (Trainieren kann man so etwas nicht !) habe ich richtig reagiert, und erst nach Beendigung des Windenstarts und Einnahme einer normalen Flugposition versucht, die Haube zu schließen. Das Schließen gelang dann auch trotz erheblicher Luftkräfte. Alles weitere verlief normal.
Bei dem von Dahon verbauten Sicherungshaken meine ich, bei "neueren" Systemen irgendwo eine Feder gesehen zu haben, die beim Betätigen gespannt wird.
Noch etwas zum Sicherungshaken: Der ist hier im Forum schon als °redundante Vorrichtung" mißverstanden worden und wegen offenbarer geringer Festigkeit als "überflüssig" klassiert worden.
Ein redundantes Sytem beim Faltgelenk wäre ein zweites, parallel geschaltetes Element gleicher Bauart mit gleicher Tragfähigkeit, das bei Versagen des ersten System die Funktion vollständig übernehmen kann. Das ist aber bei der leichten Zugänglichkeit (Sichtprüfung) des Faltgelenks (hier mittiges Faltgelenk) nicht notwendig.
Vielleicht mag sich @bergauf etwas besser vorstellen, daß die Gefahr durchaus real ist.
Gerade meine 5 Cent.
MfG EmilEmil