pele hat geschrieben:Für mich ist das angebene Packmaß 70 x 50 x 35 interessant. Es hat 5 Gänge, das hätt mir auch gefallen. ..............
Ich schiele immer auf das Dahon Curl i7!
Kein Radler braucht "Gänge". Das ist eine viel zu einfache Sicht ! Was ein Radler braucht, ist eine minale oder maximale Entfaltung (Ablauflänge eines Laufrades auf der Fahrbahn bei einer Kurbeldrehung). Die Entfaltung bestimmt zusammen mit der persönlichen Trittfrequenz eine Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit definiert am Ende eine Leistungsanforderung (zB Leistung für maximale Steigung oder Leistung für maximale Geschwindigkeit). Das muß jeder Radler für sich selbst definieren, weil es die Umgebung bestimmt, die er befahren will oder muß.
In einer ebenen Stadt wie Köln, Berlin oder München reicht eine 3-Gang Schaltung (Nabenschaltung) zum Anfahren, Normalfahrt und Rückenwind. 3-Gang Kettenschaltungen gibts heute nicht mehr (oder ?).
Die 3-Gangnaben haben einen Entfaltungsbereich von 186 % oder 173%. Die Gangstufung (36 % oder 33 %) ist für die Stadt ausreichend, aber insgesamt etwas grob.
Eine feinere Gangstufung (Zwischen 20 % und 10 %) ist dem menschlichen Leistungsvermögen besser angepaßt, wobei Werte zwischen 15% und 10 % für höhere Geschwindigkeiten (Schnellfahrt) und Werte zwischen 20 % und 15 % für geringere Geschwindigkeiten (Bergfahrt) geeignet sind. Aus technischen Gründen werden häufig gleichmäßige Gangsprünge von 13 % bis 15 % eingesetzt (Hobbyfahrer oder Mtb-Fahrer). Radrennfaher haben noch feinere Abstufungen.
Für das Mittelgebirge (zB 10 % Steigung über 2 [km]) empfiehlt sich ein Entfaltungs- (Übersetzungs-) Umfang von > 300 %. Mit einem gleichmäßigen Gangschritt von 15 % ergibt sich bei einer 9-Gang-Schaltung ein Übersetzungsbereich von:
Ü = 1,15^^8 % = 306 %
Da ist dann, abhängig von der persönlichen Fitness, das Befahren größerer Steigungen möglich. Nun ist nicht jeder Qlympionike und will evtl eine Alpenquerung bewältigen. In dem Fall sollte der Hobbyfahrer schon einen Übersetzungsbereich von ca 600 % installieren.
Ich schreib das deswegen ausführlich und zum wiederholten Male, weil besonders im Faltradbereich die Hersteller sich offenbar weigern, die Ergonomie des Radfahrens in ihren Kontruktionen zu berücksichtigen.
Es scheint einfach zu sein, sich in China billige Teile zu besorgen und irgendwie ein Faltrad zusammen zu stümpern. Da wird dann die billigste Shimano-Schaltung (Shimano baut neben Top-Schaltungen auch billigste für den Massenmarkt !) gekauft und ein überlebensgroßer Schriftzug "SHIMANO" auf das Hauptrohr gepappt. Der dummlandisierte Deutsche denkt dann, das alles wenigstens so gut funktioniert wie die Billigteile von Shimano (Und diese Billigteile von Shimano funktionieren im Allgemeinen ganz brauchbar

). Für die Funktions-Verkürzungen (Stichwort Entfaltung) sind überwiegend die sogenannten Hersteller (Von mir als Grattler gebrandmarkt

) verantwortlich. Eine nachträgliche Verbesserung (zB anderes Kettenblatt) geht meist gar nicht oder wäre unverhältnismäßig teuer.
Ein Packmaß 70 x 50 x 35 [cm³] ist für einen 16"-er in Ordnung, wenn die Maße stimmen.
MfG EmilEmil