Blanke (abgeriebene) Stellen an den Gelenkplatten eines Faltgelenks sind prinzipiell unvermeidlich, da infolge der Fahrdynamik (Fahrbahnunebenheiten) einer statischen Grundlast (Eigengewicht von Rad plus Radler) "dynamische" Lastvielfache positiver und negativer Art überlagert werden. Ein einfaches Beispiel dafür ist die Fahrt vom Gehsteig auf eine tiefer liegende Fahrbahn: Falls die Räder den Boden-Kontakt verlieren (Freier Fall) haben die normalerweise das Faltgelenk belastenden Biegemomente den Wert Null, bei der dann folgenden Landung vervielfachen sich die ("statischen") Biegemomente (3-fach, 5fach ?) und üben einen starken Druck auf die Kontaktflächen aus. Dieser (erhöhte) Druck (Druck an der Oberseite, Zug an der Unterseite) hat dann noch einen stoßartigen Charakter (Eine technische Größe mit Charakter

, da muß ich selber lachen ! Leider ist dieser Charakter sehr fies und führt zum Abplatzen der Farbe oder Abreiben von Gewebeband).
Gewebeband könntest Du, wie schon angedacht, trotzdem nutzen , um die Ursache des "Knarzen" einwandfrei zu lokalisieren.
Danach würde ich empfehlen, den Knarz-Bereich, falls möglich mit einer Gummiplatte (1mm, weniger ?) zu plattieren.
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Geräusche zwischen Teilen entstehen häufig durch Haft-Gleit-Effekte (Englisch: Slip-Stick-Effects), wenn ein vorhandenes Spiel bei geringer Belastung zunächst gar nicht, dann ab einer gewissen Belastung schlagartig ausgenutzt wird. Pastöses Fett (wie das von @Motte vorgeschlagene Wälzlagerfett) reduziert den Haft-Effekt und verringert in gewissem Maße ein vorhandenes Spiel. Bei zu großem Spiel ist Fett am Ende der Möglichkeiten.
Eine Reduzierung des Spiels kann man auch durch eine strammere Einstellung der Spann-Einrichtung des Faltgelenksschloßes erreichen. Eine dazu zwischengeschaltete Gummiplate wirkt quasi wie eine Feder.
Auf Druck belastetes Gummi ist von den Materialeigenschaften her inkompressibel, falls es allseitig eingeschlossen ist. Bei einer dünnen Platte können sich daher nur die Ränder ausdehnen, was dann eine kleine Nachgiebigkeit bedeutet. Die Abstimmung zwischen Nachgiebigkeit und Inkompressibilität halte ich bei einer ca 1 [mm] dicken Platte für diesen Fall geeignet. Auch mit einer Gummiplatte sollte die Vorspann-Einstellung der Schließeinrichtung überprüft und ggf. angepaßt werden.
Falls die Sattelstütze knarzt, würde ich dort ansttatt des Fettes mit Montagepaste arbeiten. Montagepaste trennt das Material der Sattelstütze elektrisch von einer evtl vorhandenen Beilaghülse oder dem Sitzrohr (Vermeidung der Kontaktkorrosion; auch die die Paarung Alu-Legierung/Alu-Legierung kann miteinander kalt verschweissen!). Außerdem sind in der Montagepaste kleine Kunststoffkügelchen, die sich beim Klemmen deformieren und für eine bessere Haftung sorgen. Wenn sie sich nicht verformen, bilden sie ein Kugellager

.Aber ein Kugellager, bei dem die Kugeln durch Würfel ersetzt werden, bewegt sich nicht mehr.
Eine ähnliche Physik wie bei einem Faltgelenk wirkt auch bei der Sattelstützen-Klemmung.
Zu großes Spiel muß in diesem Fall durch eine geometrische Korrektur (Durchmesseränderung der zu passenden Teile) reduziert werden. Dahon ist nicht dafür berühmt, daß sie (die Fa) ein großartiges Qualitätsmanagement im Hinblick auf die Passungen aufgebaut hätten.
Selbst, wenn die Klemmung es schafft, ein Reinrutschen der Sattelstütze in das Sitzrohr zu verhindern, kann es passieren, daß die Sattelstütze im Sitzrohr hin und her kippelt. Das wäre nur durch eine zweite Klemmung im Abstand von ca 70-80 [mm] von der Oberkante des Sitzrohrs mit Sicherheit zu verhindern.
Meistens reicht es aber, die Passung der einfachen Klemmung auf ein Übermaß < 0,2 [mnm] zu bringen ( = Ringspalt von 0,1 [mm]).
Da es Beilaghülsen in nahezu allen möglichen und unmöglichen Durchmessern gibt, ist in der Praxis fast immer eine Abhilfe möglich. Ein Link noch für eine Montagepaste, die ich benutze (Ist aber keine Empfehlung, da ich keine Vergleichsmöglichkeiten habe, wie gut oder schlecht ?) :
https://www.bike-components.de/de/Dynam ... ls-p12414/
Da steht zwar "Carbon" drauf, ist aber genausogut für andere, gängige Werkstoff-Paarungen. Ach ja, ich benutze die Tube a 80 [g]. Auch bei 4 Radln reicht das für einige Zeit.
Falls der vertikale Achsbolzen des eigentlichen Gelenks betroffen ist, kann der mit Standard-Fahrradöl (harzfrei) im eingebauten Zustand beträufelt werden, notfalls geht auch WD 40 oder Caramba mit begrenzter Schmierzeit, da sich die schmierenden Bestandteile eines Kriechöl verflüchtigen.
Die Langzeit-Schmierung geht mit zB Wälzlagerfett. Aber dazu müßte der Bolzen ausgebaut werden. Das muß ja nicht unbedingt sein.
MfG EmilEmil