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Trommelbremse und Nabendynamo vorne

C3, M3L, S1EX ..
swoops
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Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von swoops »

Hallo
geht sowas am Brompton?
http://www.ebay.de/itm/Nabendynamo-STUR ... 27cf9deedd

oder ist das nicht möglich? Achsbreite oder warum nicht?

Immer noch glücklich mit einem alten aber gut zu brauchendem Brompton 5 Gang .-)

Wünsche: Nabendynamo und besseres Licht
Alternative zur zu teuren Teleskopstütze (bin 186cm groß)
Bessere Bremsen
Neue Rollen für den Gepäckträger
mehr Kondition ;)
Motte
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von Motte »

Ich wüsste jetzt keinen Grund, warum man am Brompton auf eine Trommelbremse wechseln sollte.
Aber diese würde von der Achsbreite (100 mm) eh nicht passen, wie man hier nachlesen kann http://www.sturmey-archer.com/products/ ... id/48.html Das Brommi braucht 74 mm.

Den Wechsel von einer Seitenzugbremse auf eine Trommelbremse (damals Sachs Orbit) hab ich vor ca. 30 Jahren als positiv empfunden. Damals hatte mein Rad aber auch noch Stahlfelgen auf denen die üblichen Felgenbremsen bei Nässe eigentlich nur komische Geräusche machen statt Reibung zu erzeugen. Trommelbremsen haben aber ihre eigenen Mucken. Z.B. haben sie ein Problem die Wärme abzuleiten. Da kocht dann schon mal das Fett in der Nabe und läuft überall raus. Die Sachs Bremsen hatten an den Reibflächen relativ schnell Flugrost angesetzt. Dann neigen sie zum Blockieren, wenn man sie nicht einbremst. Sie haben einen ganz geringen Seileinholweg - das ist gut zum Bedienen, aber schlecht bei ungünstig verlegten Zügen, wie sie im Faltradbereich häufiger (zwangsweise) vorkommen.

Bei Vollbremsungen haben Trommelbremsen vorn, an schwachen Gabeln, Radbesitzer auch schon zu Inhabern moderner verschlungener Kunstwerke gemacht. Heute - bei dem Angebot an V-Brakes und Dual Pivot Bremsen, würde ich nicht mehr auf eine Trommelbremse zurück greifen.

Das Bremsmonster wiegt übrigens satte 1400 Gramm. :roll:
alterfalter2
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von alterfalter2 »

@ Motte
"Bei Vollbremsungen haben Trommelbremsen vorn, an schwachen Gabeln, Radbesitzer auch schon zu Inhabern moderner verschlungener Kunstwerke gemacht. Heute - bei dem Angebot an V-Brakes und Dual Pivot Bremsen, würde ich nicht mehr auf eine Trommelbremse zurück greifen."

Mal abgesehen davon , daß das nun beim Brompton tatsächlich nicht paßt, würde ich das System nicht so schlecht reden. Eine Trommelbremse am (Falt-) rad ist nicht nur effektiv, sondern auch sehr wartungsarm und schmutzgeschützt, wie kaum eine andere Bremse.
Ich fahre die an meinem schon mehrfach hier vorgestellten Winterfaltrad vorne und! hinten (integriert in eine 5-gang SA Nabe). Das funktioniert seit mehreren Jahren sehr gut am Fold it von Pashley. Wenn die Trommelbremse so überaus nachteilig wäre, würde sie bestimmt nicht so häufig an Trikes und Veleomobilen verbaut werden.

Gruß TIL
Motte
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von Motte »

In den Niederlanden ist das die wohl noch die am meisten verbaute Bremse. Ihr Gewicht spielt beim Omafiets wohl auch keine Rolle mehr.
Bei einem Faltrad wäre das anders. Und wer im Kraichgau wohnt, wie swoops, dürfte etwas andere Bremsmanöver haben als ein "Hamburger Jung" im Winter. (Ich weiß, das ist hier im Forum ungewöhnlich - aber ich hab mich genau auf die Eingangsfrage bezogen und die Angaben, die der Threadersteller dazu bereit hält).
Für lange Bremsmanöver taugt eine solche Bremse nicht - auch Sturmey Archer kann nichts anderes tun, als die Oberfläche über die Luft kühlen und die haben, bei dem Typ, noch nicht einmal einen großen Grundkörper oder Kühlrippen dafür vorgesehen (wie Shimano bei ihrer Rollerbrake)


Klar, wäre eine gekapselte Bremse und eine gekapselte Kette ideal an einem Faltrad für Pendler. Man hat dann diesen ganzen schwarzen Schmodder von der Alu Flanke nicht mehr. Ich finde aber, dass (zurzeit), speziell am Faltrad, die Nachteile die Vorteile bei weitem nicht aufwiegen. Und es mit der Scheibenbremse auch eine vernünftige Alternative gäbe. (Allerdings nicht zum "mal eben nachrüsten).
EmilEmil
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von EmilEmil »

Hallo @Motte, Hallo @Alterfalter2,
Motte hat in allem, was er über die Trommelbremse schreibt recht, aber auch alterfalter2 hat recht darin, daß die Trommelbremse in ihrer Wirkung sehr ordentlich ist (ich habe gerade mal in das Tabellenbuch Fahrradtechnik geschaut). Leider ist das Tabellenbuch in dem vorgestellten Bremsen-Vergleich nicht vollständig. Immerhin hat die Trommelbremse beim Reibwert die gleiche Zahl wie die Scheibenbremse, auch bei der Handkraft-Übersetzung schneidet die Trommelbremse mit i = 15 (Bestwert Scheibe mit 30) gegenüber zB einer V-Bremse (7.5) nicht schlecht ab.
Leider fehlt die Trommelbremse in der Rubrik "Maximale Verzögerung von Fahrradbremsen" (Schlußlicht hier die Rücktrittbremse mit 1.8 bis 2.5 [m/sec²], Spitzenwert Mechanische Scheibe mit 4.0 bis 7.9 [m/sec²]).
Ungeachtet der guten Bremsperformance, auf die alterfalter2 abhebt, bleiben das große Gewicht und die mangelnde Wärmeabfuhr. Auch wenn bei dem Gewicht < 1400 [g] der Nabendynamo und die Vorderradnabe noch abgezogen werden müssen, fürs Leichtbau-Forum taugt eine Trommelbremse nicht.
Angemerkt werden muß, daß Bauart-bedingt (Verhältnis System-Schwerpunkt/Radstand) bei jeder Bremsverzögerung zwischen ca. 5 [m/sec²] und 6 [m/sec²] der Abflug über den Lenker droht, sofern sich noch Fußgänger-Tempo (ca 5.5 [km/h]) oder mehr im System (Rad+Radler) befindet.
MfG EmilEmil
derMac
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von derMac »

alterfalter2 hat geschrieben:Wenn die Trommelbremse so überaus nachteilig wäre, würde sie bestimmt nicht so häufig an Trikes und Veleomobilen verbaut werden.
Das liegt daran, dass die Nachteile dort weniger auffallen. Bei "Tadpoles" hat man 2 Bremsen vorn, da ist die maximale Verzögerung eh eingeschränkt, wenn man sich nicht überschlagen will. Außerdem werden solche Geräte selten auf Strecken mit langen steilen Abfahrten gefahren. Zuletzt hat man mit anderen Bremsen oft ein Platzproblem. In der Summer der Eigenschaften schneiden Trommelbremsen dort also ziemlich gut ab, das kann man aber nicht auf alle Fahrräder so übertragen. Wenn Trommelbremsen so toll wären, würden sie bei Autos immer noch im großen Stil verbaut. Allerdings sind sie auch nicht so schlecht, dass man sie nicht verwenden kann, besonders wenn Wartungsarmut in der Wunschliste an 1. Stelle steht.

Mac
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von Weinbergschnecke »

Hallo,
in unserer Familie haben wir bei unseren Räder auch Erfahrungen mit Trommelbremsen. Diese Bremse ist zumindest problematisch. Teilweise war die Bremswirkung aus unerklärlichen Gründen sehr schwach, nur was für Omaräder.
Ein baugleiches Exemplar zeigte nach dem Abstellen über den Winter (geheizter Keller) plötzlich eine totale Blockierneigung schon bei geringem Hebeldruck: Sturz bei voller Bremsleistung garantiert! Passierte zum Glück bei wenig Tempo, kein Überschlag.
Da diese Bremse ganz leicht auseinanderzubauen ist, schaute ich rein. Innen kein sichtbarer Abrieb, alles sah neuwertig aus. Bremsbelag wurde dann nach Internet-Tipp mit Schmirgelpapier behandelt. Bremswirkung dann wieder normal ohne schlagartiges Blockieren. Da das Alu der Trommel blitzblank war, muss sich der Bremsbelag (durch Alterung) in seinen Eigenschaften verändert haben. Bei diesem Rad war dann auch noch die Gabel verzogen und musste erneuert werden. Bremse war eine alte Sachs ATB und kein Chinaglück.
Ganz traue ich diesem Rad nicht mehr: die Trommelbremse scheint etwas unberechenbar zu sein. Längere Gefällestrecken am Berg sind damit sicher Russisch Roulette.
Wesentlich harmloser ist dagegen nach meiner Fahrerfahrung die Shimano Rollenbremse, das Überbremsen ist damit praktisch nicht möglich und die Bremswirkung ist sehr gut dosierbar. Diese Bremse würde ich jeder Trommelbremse vorziehen.
Generell braucht man wegen der enormen Hebelkräfte bei diesen Nabenbremsen wohl darauf ausgelegte Gabeln. Die Gabeln der Brompton sehen nicht unbedingt so aus, als ob sie dafür geeignet wären.
Ich würde einfach mal mit den Bremsklötzen der Felgenbremse experimentieren. Ich hatte mal eine Sorte mit gelber Verschleißschicht verbaut, die bremsten richtig gut und heftig.
Dateianhänge
So sieht eine ausreichend dimensionierte Stahlgabel für eine Rollenbremse aus.
So sieht eine ausreichend dimensionierte Stahlgabel für eine Rollenbremse aus.
Speedsix
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von Speedsix »

Hallo,

welches Baujahr ist dein Brompton?

Die aktuellen Bremsen von Brompton sind richtig gut,
durch die Optimierung aller Systemglieder.

Bei bereits geschrieben wurde, würde ich mit Fibrax Belägen und
neuen- gedichteten Zügen (oder Nokon´s) beginnen.
Auch aktuelle Bremskörper und Hebel können nicht schaden.

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Harry
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von Harry »

Aktuelle Brompton Bremsen und Hebel liegen leider bei rund € 150,-
Nokons wären mir persönlich (zum Ausprobieren) auch viel zu teuer, zumal man fürs Brompton auch recht lange Züge braucht. Und solange die alten nicht wirklich schrottig sind, sollte sich durch "super leichtlaufende" Züge am Bremsweg auch nichts ändern, oder?

Ich war auch lange Zeit an den alten Brompton Bremsen verzweifelt. Kool Stop hilft ;)
swoops
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Re: Trommelbremse und Nabendynamo vorne

Beitrag von swoops »

Welche Kool Stop? (ein Link vllt :-) )

Kann ich einfach die Bremsschuhe (heissen die Teile so) austauschen?
Also alten abschrauben und neue dran und gut?
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