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Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Silber
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Beitrag von Silber »

Hallo,
habe gerade dieses Forum entdeckt und stelle gleich mal eine Frage. Wir möchten uns gern zwei Falträder kaufen, wir dachten da an das Vitesse.Nun habe ich aber Bedenken, ob das für mich, 1,91 groß und ca. 100kg leicht ;0) ,das richtige ist.
Könnte ich das von euch so gelobte Vitesse bedenkenlos fahren, oder sollte ich mir lieber ein großes Fahrrad zulegen. Eigentlich wollte wir keinen Fahrradträger am Auto anbringen.
Auf eure Meinung bin ich schon gespannt.
Pibach
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Beitrag von Pibach »

Dahon geht ohne bissel umbaun (längere Sattelstütze) nur bis etwa 187cm. 100 kg trägts.
Rone
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Beitrag von Rone »

Ich würde einfach mal eine Probefahrt machen! Ich bin 1,88m groß und komme gut mit der Zorin Post Pump als Stütze und einem Brooks Conquest Sattel klar. Mein Rad wurde mit der Federsattelstütze und so einem flachen Biologic-Sattel geliefert. Diese Kombination ist dann merkbar zu kurz, aber auch noch nicht schlimm.

Ansonsten einfach mal beim Händler deines geringsten Misstrauens mal die 33,9mm-Sattelstützen durchgehen. Die mit der längsten Nutzlänge plus einem hochbauenden Sattel ist dann Deine erste Wahl.

Ggf. hat hier ja auch wer Maße von den passenden Stützen?

Volker
Travelking
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Beitrag von Travelking »

Hej Silber,
Mein Rad wurde mit der Federsattelstütze und so einem flachen Biologic-Sattel geliefert.
Ich habe unsere auf genau diese Kombination umbauen lassen. Die Sattelstütze ist bei mir bis zur max. Markierung ausgezogen. Passt dann wunderbar. Trotz überproportional langer Beine. (Brauche beim 28er Rad einen 63er Rahmen)

1,86 Meter mit 112 kg :oops:
Silber
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Beitrag von Silber »

Vielen Dank für Eure Hilfe! Wir werden uns die Räder holen. Ich hoffe mein A..llerwertes Hinterteil sieht das auch so locker. :D
Schönes Wochenende
Motte
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Beitrag von Motte »

Hallo Silber,

der Rahmen des Vitesse ist eigentlich grundsolide. Dein Dahon Händler sollte eine längere (Original) Dahon Stütze besorgen können, wenn Dir die mitgelieferte zu kurz ist. Die hat auch eine größere Materialstärke.
100 Kg sind dann ein Problem, wenn Du in Richtung "groß, kräftig, sportlich" kommst und mit dem Falter dann auch so fährst. Dann sind aber nur wenige Falträder (und auch nur erheblich teurere) über, die ein Gewicht von mehr als 120 Kg (Fahrer + Rad + Gepäck) verkraften. Das gilt für Normalräder übrigens auch.
In dem Fall wäre übrigens auch ein Austausch des Vorbau`s gegen einen nicht höhenverstellbaren zu überlegen. Die sind um einiges stabiler. Und eine gemäßigte Fahrweise ist sicher von Vorteil, was die Haltbarkeit von Komponenten anbelangt.

Wenn Du ein wenig Englisch kannst und mal ins amerikanische Dahon Forum (Stichwort "heavy rider") rein schaust, wirst Du eine Menge schwerer Fahrer finden, die zufrieden mit dem Dahon unterwegs sind.

Sonst solltest Du auch hier: viewtopic.php?f=15&t=44noch mal rein schauen.

Und klar, das wichtigste ist eine Probefahrt. Ob Du Dich wohl und sicher auf dem Rad fühlst. Sonst wird es ein Fehlkauf.

Gruß
Udo
Motte
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Beitrag von Motte »

Als ich den Link gesetzt habe, ist mir doch was aufgefallen. Ich witzel ja gerne rum und nenne den Gepäckträger dann schon mal Gebäckträger.

Aber guckt doch mal auf das Foto, dass Peter Heinz hier damals eingestellt hat viewtopic.php?f=15&t=44&start=10- und lest mal die letzte Zeile des Aufklebers. :lol:
Silber
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Beitrag von Silber »

Hoffenlich ist an unseren Rädern nicht so ein Aufkleber, da hat meine Frau gleich was zum lästern :lol:
Eine Frage habe ich noch. Sollte ich das Vitesse mit 7 gang Naben-, oder Kettenschaltung nehmen? Gibt es etwas zu beachten??
Danke im Voraus für die Antworten
Motte
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Beitrag von Motte »

Schwierige Frage.
Wenn es oft bewegt (nicht gefahren) wird, kannst Du bei einer Nabenschaltung einen Vollkettenschutz (z.B. den Hebie Chain Glider) nutzen. Die Kette hängt nicht herunter und es gibt kein Schaltwerk, dass irgendwo hängen bleibt. Nabenschaltung ist pflegeleicht und grundsätzlich unempfindlicher. Kräftige Menschen mit schwerem Antritt sollen sie jedoch leichter demolieren können. (lese ich jedenfalls in anderen Foren - kenne dann aber nicht die Menschen) Nach meiner persönlichen Meinung gehören Falt-räder und Nabenschaltungen zusammen - da wo wenig gefaltet und mehr gefahren wird sehe ich in der Kettenschaltung gewisse Vorteile bei der Übersetzungswahl

Kettenschaltung fährt sich leichter (geringer höherer Wirkungsgrad), wiegt weniger und scheint großen Antrittskräften eher gewachsen. Man kann mit Tausch des Ritzelpaketes die Übersetzung seinen Vorlieben anpassen. Nachteil: Mehr Dreck, mehr Wartung nötig und ein Schaltwerk, dass bei den kleinen Rädern verdächtig dicht am Boden längs läuft und darauf wartet sich im nächsten Ast zu verklemmen. Kein Ketten Vollschutz nötig. Kette muss wegen Schräglauf häufiger gewechselt werden. Kein Schalten im Stand möglich.

Du siehst - es hängt ein wenig von den persönlichen Vorlieben ab.
Pibach
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Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben: Dein Dahon Händler sollte eine längere (Original) Dahon Stütze besorgen können, wenn Dir die mitgelieferte zu kurz ist. Die hat auch eine größere Materialstärke.
Längen und Gewicht der verfügbaren Stützen siehe Leitbau Thread. M.E. kommt nur die IBeam in Frage (die Standard mit der Postpump ist einfach unverhältnismäßig schwer). Jedenfalls sind diese beiden exakt gleich lang. 2-5 cm kann man mit einem hochbauenden Sattel rausholen. Für 191cm wird das trotzdem kanpp (Schrittlänge?). Die Thudbuster ist etwas länger. Die Sattelstütze ist übrigens nicht der Schwachpunkt (hab noch nie von einer gebrochenen Stütze bei Dahon gehört), sondern der Einsteckpunkt im Rahmen.
Motte hat geschrieben: Nach meiner persönlichen Meinung gehören Falt-räder und Nabenschaltungen zusammen - da wo wenig gefaltet und mehr gefahren wird sehe ich in der Kettenschaltung gewisse Vorteile bei der Übersetzungswahl.
Also ich hab ja beides, Dahon Mu Sport (Nabe) und Ex (Kette) im direkten Vergleich.
Meine Einschätzung:
* Kette ist wartungsärmer und verschleißärmer als Nabe, nicht umgekehrt (hier komme ich also zu entgegengesetzter Einschätzung gegenüber den meisten Nabenfreunden).
* der Verlust in der Nabe stört mich
* das Gesurre auch
* und vor allem das Gewicht
* und einen richtig harten Antritt mag sie nicht
* Schaltvorgänge sind bei der Kettenschaltung etwas smoother
* Probleme hinsichtlich des Faltens hab ich bei der Kettenschaltung noch nie gehabt, dafür ist das geringere Gewicht eine ständige "Erleichterung".
* Ausbau des Hinterrades (Koffertransport/Flüge) ist die Nabe etwas aufwändiger
* das Schaltwerk der Kettenschaltung benötigt aber geringfügig mehr Platz und unter Umständen einen etwas größeren Koffer
* Hinsichtlich Übersetzung reicht mir das Spektrum der Nexus völlig

Insgesamt also ein klarer Sieg für die Kettenschaltung. Ist aber auch eine SRAM Red.

Vorteile für Nabenschaltung sehe ich aber bei Matschwetter. Da setzt sich eine Kettenschaltung zu und die Ritzel verschleissen stärker. Die Nabe ist also wintertauglicher. Interessanter Weise ist die Nabe aber nicht geeignet für richtig harten Winter, wie wir ihn dieses Jahr hatten (friert ab ca -10 Grad fest).

Die beste Lösung für flache Städte (wie Berlin, Hamburg) ist m.E. ganz ohne Schaltung.
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