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Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Mi Apr 11, 2012 5:40 pm
von vmax
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 6:03 am
von Motte
Ich könnte als Nichtberliner eine Antwort geben. Aber dann fallen alle über mich her
Was mir aufgefallen ist, dass es in Berlin eine ungewöhnlich große Zahl von ollen Klapprädern gibt. So als hätten die Berliner alle Mifa Restposten aufgekauft.
Hier im mittleren und westlichen Ruhrgebiet sind die Hollandräder noch stark vertreten.
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 6:12 am
von Muc-Falter
Berliner lieben eben Style... Old Style, Faltstyle, nur keine Oranje Style
Naja, und Dreigang bei weit über 20kg sind auch nicht so der Bringer.
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 11:29 am
von QUAAAK
da man auf diesen hollandrädern kerzengerade sitzt,und wir berliner von klein auf hart und körperlich arbeiten müssen um zu leben,geht so eine kerzengerade sitzstellung auf dauer auf den rücken und auf die knie.....lol
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 12:20 pm
von efbert
Nu, ich denke das passt nicht so ganz zum momentanen Berliner Lifestyle. Da ist die Wahrnehmung doch mehr geprägt vom Fahrradkurier der mit seinem minimalistischen Fixi zwischen den wartenden Autoschlangen hindurch brettert. So was geht nun mal garnich nicht mit 'nem Holland Fietse (fänd ich persönlich aber mehr als cool !!). Trotzdem gibt es die Hollandschaukeln aber immer noch zur Genüge! Die werden dann doch sehr gerne von den Möchtegern Ökos in Prenzelberg gefahren, auch wenn sie damit kaum den Weinberg hinaufkommen.
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 2:40 pm
von Pibach
Witziges Topic, viel Raum für Spekulationen...Ich finde die wegen der vielen Bordsteinkanten nicht so praktisch. In Holland haben die ja immer schön abgesenkte Kanten, da rollt so ein Panzer plan drüber weg...
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 3:20 pm
von Motte
Getippt hätte ich auch auf Lifestyle-Gründe, resultierend aus einer anderen Tradition. Aber Berlin hatte und hat auch ein gutes Nahverkehrsnetz. Dann ist so ein Oma Fiets ziemlich schwer (bis zu 30 Kg) und - gute sind auch (vergleichsweise) teuer.
Im Münsterland und am Niederrhein sind die Standard - dort gibt es keine guten Radwege und auch keine abgesenkten Bordsteine. Aber das Alltagsradeln hat hier eine lange Tradition. Wirkliches Alltagsradeln - das heißt ich fahre eben zum Bäcker und habe genau das an, was ich zu der Zeit am Leib trage in der ich den Entschluss dazu fasse - auch Schlappen, wenn es denn nicht grad regnet. Gehe in den Hof, schwinge mich auf mein Rad und hole Brötchen, die ich in die stets angeschnallen Radtaschen oder den Korb vorne oder hinten werfe. Kein Helm, keine Sonnenbrille - kein schwarzes Outfit, keine Klickpedale - keine Handschuhe und keine Radhose. Dafür hat das Oma Fiets schließlich einen Kettenkasten und einen Mantelschoner.
Quaaak - die Abkehr von der aufrechten Haltung kam doch erst mit dem Umzug der Bundesregierung

Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Do Apr 12, 2012 6:42 pm
von superfalter
Hollandräder sind doch eher zu cruisen und das funktioniert in Berlin nicht so gut. Berlin ist funktionaler und auch stilsicherer. Klappräder sind billig, praktisch UND cool.
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Fr Apr 13, 2012 10:14 am
von QUAAAK
ausserdem,wenn schon solche räder,dann die,die wie harleys aussehen und auch fast so schwer sind.
denn die sind/waren mal irgendwie real lifestyle.und es macht spass mit ihnen zu fahren.also wenn,dann eher sowas mit dicken fetten reifen harleystyle.
Re: Warum fahren die Berliner kaum Hollandräder?
Verfasst: Di Jul 17, 2012 7:43 am
von EmilEmil
Ich geh mal davon aus , daß jeder Radler das Radl kauft und fährt, was seinen Bedürfnissen am besten entspricht........
Sollte eigentlich so sein. In der Realität muß man konstatieren, daß die meisten Radler ihre Bedürfnisse nicht kennen. Der "Berliner" (Nein nicht der Pfannkuchen mit Beenen) gilt als helle und kennt seine Bedürfnisse vielleicht besser als andere und fällt auch nicht so leicht auf irgendeinen Schmarren rein wie andere (der 75 Watt Durchschnittsradler, Oma Fliettchen eingeschlossen).
Das letzte Hollandrad, an das ich mich erinnere, wurde vor wenigen Tagen eine 4% Steigung (vermindertes Gefälle ? ) hochgeschoben.
Schon zum Schieben ist dieser Panzer zu schwer, zudem fehlt ihm auch noch die Kette auf der linken Seite. Panzer mit nur einer Kette geht gar nicht ! Der Hollandrad-Panzer sollte mal gründlich entrümpelt werden (Gewicht,Schaltungs-Auswahl ( 3,8,9, 27 Gänge),leicht montierbarer Kettenschutz, Sitzposition, Beleuchtung, Rückschietbremse, Sattel, Gesundheitslenker ( er heißt nur so !) u.a.), dann klappt es auch mit den Berlinern.
MfG EmilEmil
Falls wir in der besten aller Radl-Welten leben (Optimisten-Meinung), dann müßte ich Pessimist werden !
Denn ich fürchte, das könnte ja wahr sein !
