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KampfradlerInnen, Blogspot

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Motte
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Motte »

Klar ist, dass man sich da in einer (meist aber auch realitätsfernen) Grauzone bewegt.

Zum Radweg:
Dass der Begriff des "Benutzens des Radweges" kategorisch jedwede andere Form als das Fahren ausschließt bezweifel ich. Der Gesetzgeber hätte ansonsten auch "fahren"in den Text zur Radwegebenutzungspflicht schreiben können. Der Übergang vom Radfahrer in "Fußgänger, der ein Rad schiebt" ist zum Glück keine wesentliche Frage in der Rechtsprechung.

Sonst hättest Du mit einem Platten auf einem Radweg ohne Gehweg an einer stark befahrenen Straße arge Probleme.

Mac, warum sollte ich das widerlegen - das widerspricht sich doch nicht. Das geht dann aber (hoffentlich) aus der Aufstellung und Absperrung hervor. Ich hatte bei meinem Beispiel eingangs erwähnt
Die Radfahrer fahren dann natürlich über den Radweg einfach durch. Wenn dort eine Absperrung steht, wird über den Gehweg ausgewichen
Da war nix zweideutig.

Peter in dem Fall war der Radweg ja Teil der für die Bauarbeiten notwendigen Fläche - sonst hätte sich die Ausgangslage gar nicht ergeben.


Zu den Baufahrzeugen außerhalb der abgetrennten Baustelle http://www.rsa-95.de/FZ-ausruestung.htm

Das diejenigen, welche für die Beschilderung an Baustellen zuständig sind oft eine rege Phantasie haben und wenig Ahnung, kann man an hunderten lustiger Fotos im Internet erkennen. Dass sie für die Belange und Rechte des Radverkehrs überhaupt keinen Sinn haben auch - das zeigen schon diese fest angeklebten "Radfahrer absteigen" Schilder an vielen Bauzäunen.
Harry
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Harry »

Motte hat geschrieben: streng am Text der StVO ausgelegt bedeutet es, dass Du wegen Zeichen 250 diese Straße (auch) mit dem Rad nicht befahren darfst. Da hier aber Krafträder und Fahrräder geschoben werden dürfen, darfst Du das auch tun. Ist das Radwegeschild nicht abgedeckt, musst Du das auf dem Radweg tun. Denn als Radfahrer weist Dich Schild 237 an den Radweg zu benutzen. In dem Fall eben nur schiebend.
Verkehrsverbote gelten für mein Verständnis für Straßen, genauer auf der Fahrbahn, wo Fahrzeuge fahren.
237 (Radweg) ist ein Sonderweg und könnte auch durch 240 (gemeinsamer Fuß- und Radweg) ersetzt werden.
Deshalb kann ich mir durchaus vorstellen, dass 250 und 237 zusammen aufgestellt sein können. Solange nur die Fahrbahn gesperrt ist, z.B. wegen Bauarbeiten und die Bauarbeiten den Bürgersteig/Radweg (Sonderweg) nicht betreffen, ist doch alles wunderbar.

1. Radfahrer dürfen nicht die Fahrbahn, sondern müssen den Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).
2. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen den Radweg nicht benutzen.


Wieso soll 250 auf 237 gelten?
Theoretisch könnte ein Radweg auch neben der Autobahn entlanglaufen, abgetrennt duch Leitplanken (in der Stadt durch Bürgersteige).

edit:
Peter in dem Fall war der Radweg ja Teil der für die Bauarbeiten notwendigen Fläche - sonst hätte sich die Ausgangslage gar nicht ergeben.

Oh, das habe ich überlesen.
derMac
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von derMac »

Motte hat geschrieben:Zum Radweg:
Dass der Begriff des "Benutzens des Radweges" kategorisch jedwede andere Form als das Fahren ausschließt bezweifel ich. Der Gesetzgeber hätte ansonsten auch "fahren"in den Text zur Radwegebenutzungspflicht schreiben können. Der Übergang vom Radfahrer in "Fußgänger, der ein Rad schiebt" ist zum Glück keine wesentliche Frage in der Rechtsprechung
Um mal mehr zu den für Radfahrer relevanten Dingen zu kommen - in der Beschreibung von Z 237 steht:
1. Radfahrer dürfen nicht die Fahrbahn, sondern müssen den Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).
2. Andere Verkehrsteilnehmer dürfen ihn nicht benutzen.

Das heißt jetzt sicher nicht, dass man auf dem Radweg nicht auch mal absteigen darf. Wenn man aber dauerhaft schiebt, ist man kein Radfahrer mehr und die Benutzung des Radweges ist nicht mehr zulässig. Die Grenze zwischen mal absteigen und dauerhaft schieben ist aber sicher unscharf.
Das diejenigen, welche für die Beschilderung an Baustellen zuständig sind oft eine rege Phantasie haben und wenig Ahnung, kann man an hunderten lustiger Fotos im Internet erkennen. Dass sie für die Belange und Rechte des Radverkehrs überhaupt keinen Sinn haben auch - das zeigen schon diese fest angeklebten "Radfahrer absteigen" Schilder an vielen Bauzäunen.
Das ist genau das Problem. Natürlich ist es nicht so, dass Radfahrer gegen die Regeln verstoßen dürfen, weil diese für sie ungünstig sind oder weil andere gegen die Regeln verstoßen. Aber der Alltagsradler hat (IMHO mehr als alle anderen Verkehrsteilnehmer) das Problem, dass ungünstige Regeln bzw. die Regelverstöße anderer ihm das Alltagsradeln teilweise extrem erschweren. Deshalb kann ich jeden verstehen, der ab und zu mal die Regeln nicht ganz so eng sieht, will aber keinen dazu aufrufen.

Mac
Pibach
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Pibach »

Interessante Videokollektion (Helmkamera) über gefährliche Automannöver:
Harry
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Harry »

Kann es sein, dass der Typ auch so ein wenig die Konfrontation sucht?
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Pibach
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Pibach »

Harry hat geschrieben:Kann es sein, dass der Typ auch so ein wenig die Konfrontation sucht?
Es steht da ja was von Empfehlung der Radverkehrserziehung: nicht ganz links zu fahren, sondern etwas mittig, um die Autos von Überholmannövern abzuhalten. Das scheint in der Praxis halt nicht wirklich zu funktionieren ;)
Man sieht aber schon die verbreitete Einstellung, zumindest der Autofahrer in diesen Videos, die Fahrradfahrer als langsamere und schwärchere Verkehrsteilnehmer nicht so ganz für voll zu nehmen.
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Harry »

Naja, in anderen Fäden steht was vom Miteinander und dass der eine den anderen Verkehrsteilnehmer nicht behindern sollte, damit die Situation entspannter wird.
Der Typ führt sich auf wie ein Hilfssheriff. Fährt mittig, mit Helm, schreit und hupt lauter als manches Auto. Er behindert ganz bewusst und beim Autofahrer entsteht verständlicherweise Aggression*. Dem will man doch das Fahrrad am liebsten an den Kopf schmeißen.

Und dann dieser vermeintliche Videobeweis böser Autofahrer.
Pibach
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Pibach »

Ja, stimmt auch. Er hat ja wohl auch so ein AirZound Hupe.
Sind aber auch einige ganz alltägliche Situationen dabei, wo er nicht unbedingt provoziert.
Ich fahr ja auch schon mal mittig auf der Fahrbahn und fühle mich da wohler, weil ich nicht eng überholt werden möchte und sonst würde man auch gezwungen durch die Schlaglöcher und Gullideckel zu fahren oder zu dicht an den parkenden Autofahrern. Oder wenn alles voller Pfützen ist, meistenst natürlich am Rand, dann fahr ich da auch nicht so gerne direkt durch und lass ich mich auch nicht gerne durch überholende Autos naßspritzen. Gibt auch Strecken, da ist kaum Platz für Auto+Fahrrad nebeneinander. Manche Autofahrer finden das blöd wenn man sie einbremst. Da ist also recht wenig Bereitschaft, die Fahrbahn zu teilen. Manche schneiden einen auch schon mal, insbesondere, wenn man sie überholt.
Sind aber seltene Einzelfälle, im Allgemeinen ist die Stimmung im Berliner Verkehr ja recht entspannt. Und mit Faltrad stößt man i.d.R. auch eher auf Sympathie - wird aber leider auch oft unterschätzt in der Geschwindigkeit und noch weniger erst genommen auf der Straße.
Harry
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von Harry »

Pibach hat geschrieben:Manche Autofahrer finden das blöd wenn man sie einbremst. Da ist also recht wenig Bereitschaft, die Fahrbahn zu teilen. Manche schneiden einen auch schon mal, insbesondere, wenn man sie überholt.
Sind aber seltene Einzelfälle, im Allgemeinen ist die Stimmung im Berliner Verkehr ja recht entspannt. Und mit Faltrad stößt man i.d.R. auch eher auf Sympathie - wird aber leider auch oft unterschätzt in der Geschwindigkeit und noch weniger erst genommen auf der Straße.
Eine kurze (entschuldigende) Handbewegung und der Autofahrer schaltet von Angriff auf Entspannung. Wenn das Zeichen der Rücksichtnahme vom "schwächeren" Verkehrsteilnehmer kommt wächst beim PKW Fahrer die Bereitschaft zum Miteinander.
Zuletzt geändert von Harry am Mi Okt 24, 2012 12:04 am, insgesamt 1-mal geändert.
alterfalter2
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Re: KampfradlerInnen, Blogspot

Beitrag von alterfalter2 »

@ Pibach
"Da ist also recht wenig Bereitschaft, die Fahrbahn zu teilen. Manche schneiden einen auch schon mal, insbesondere, wenn man sie überholt."

In Hamburg ist das leider oft so, in London erlebe ich es noch häufiger. Da muß man als Radfahrer super vorausschauend fahren und die "Dämlichkeit" von anderen Verkehrsteilnehmern (nicht nur Autofahrern) ausgleichen.
Allerdings fühlen sich Autofahrer offenbar persönlich beleidigt, wenn man sie bei Stau vorschriftsgemäß überholt, um dann an der Ampel der erste zu sein der loskommt, vor allem dann, wenn sie anschließend eine weitere Rotphase warten müssen. Das scheint dann der Neid auf das schlankere Fahrzeug zu sein, die Nerven liegen blank und man wird dann schon mal auf gerader Strecke absichtich ausgebremst und/oder zum Halten gezwungen. In diesem Falle hätte ich auch gerne das ein- oder andere Mal eine Helmcamera - ist unglaublich, was sich da manchmal abspielt.
Deshalb suche ich mir schon bewußt wenig befahrene Strecken auf dem Weg in die Innenstadt, fahre - erlaubterweise - durch Grünanlagen oder mal 800m diagonal über einen Friedhof, der zu diesen Zeiten so gut wie keine Besucher hat.

Gruß TIL
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