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Das Auto ist ein Armutsmodell

allgemein zum Thema Fahrräder
Muc-Falter
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Muc-Falter »

Zwar nicht als Gerät, aber als WebRechner schon vorhanden:

http://www.adfc-bw.de/mit-dem-rad-zur-a ... r-rechner/

LG
Michael
Pibach
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben:Auf Pibachs Gleitschirmflug mit Stulle und Thermoskanne im Arm zur Arbeit bin ich dann mal gespannt. :mrgreen:
Und warum? Weil Du sowas grundsätzlich misstraust? Und was hast Du gegen steigende Mobilität? Wachsendes Vekehrsaufkommen in der Logistik hat auch viele positive Effekte. Und "objektiv unnötiger Verkehr" hm, wohin sollte solch eine Sichtweise führen und was in unserer Konsumgesellschaft ist denn wohl "objektiv nötig"? Ich denke wir haben hier auch eine sehr deutsche Diskussion. Anderer Länder andere Einstellungen. Z.B. wieso kommt so ein Jetpack wohl aus Australien?
Bild
Und die Vorbestellungen dazu vornehmlich aus Saudi Arabien?
In USA sind Ultralights übrigens völlig frei nutzbar, d.h. ohne irgendwelche Führerscheine oder Startplatzbeschränkungen. Ultralights heißen dort übrigens "Ultralight Vehicle" und implizieren damit schon eine gewisse multimodale Nutzung zur Fortbewegung, während das hierzulande unter "Luftsportgerät" abgehandelt wird.

@Rone: Alle Energie aus regenerativen Quellen? Ja, schönes Ziel. Auch CO2 Reduzierung steht oft sehr zentral, vielleicht weil man das so schön messen kann und gleich gobale Bedrohungen konstruieren? Es gibt aber auch ein paar andere Ziele. Sehe es da ähnlich pragmatisch wie Travelking mit seinen Reisen mit Auto/Wohnwagen.

Hatte dabei folgendes Selbstgespräch:
"wirklich geil" ... überleg ... also ich finde es geil, günstig im Winter ins sonnige Ausland fliegen zu können. Ups, mit Kerosin. Regenerativ? Leider nein. Daher nicht fliegen? Kein Gedanke. Aber vielleicht mit Biodiesel fliegen? Kostet dann vermutlich 50,- EUR je 1000 km mehr. Funktioniert so aber (noch) nicht. Vielleicht in Zukunft? Müsste man schauen, aber vermutlich nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre. Würde ich das bezahlen wollen. Eher nein. Hab ich ein schlechtes Gewissen deswegen? Hm. Eigentlich nein. Sollte ich? Vermutlich ja.

Quintessenz für mich: Ziel sollte sein, Verkehr effektiv, preiswert und nützlich zu machen. Und dabei auf die Nachhaltigkeit zu achten wo es in den Verhältnissen passt und nicht beschränkt.
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Rone »

@Pibach: Ich habe zu keiner Zeit gefordert, dass wir uns in irgendeiner Weise einschränken sollten. Ich denke, wir werden uns den Luxus, den wir erreicht haben, nur schwer wieder abgewöhnen können. Ich sehe daher auch keinen Grund, übermäßig an neuen Verkehrskonzepten zu "forschen", solange wir die Energiefragen nicht geklärt haben.

Wenn man die Autos aus der Stadt haben will, könnte man sowas über die Arbeitgeber regeln. Josh Hon macht sowas z.B. - müsste hier natürlich von Stadt, Krankenkassen oder sonst woher kommen...
Pibach
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Pibach »

Rone hat geschrieben:@Pibach: Ich habe zu keiner Zeit gefordert, dass wir uns in irgendeiner Weise einschränken sollten. Ich denke, wir werden uns den Luxus, den wir erreicht haben, nur schwer wieder abgewöhnen können. Ich sehe daher auch keinen Grund, übermäßig an neuen Verkehrskonzepten zu "forschen", solange wir die Energiefragen nicht geklärt haben.
Ja, mein Kommentar diesbezüglich galt eher Motte, der ja hinterfragte, ob wir uns nicht beschränken sollten.
Aber wieso sollte man nicht Verkehrskonzepte erforschen? Es gibt doch viele Fragen, die eine Untersuchung wert sind, nicht nur die Energiefrage. Z.B. standardisierter Containertransport mit effizienten Umladestationen Schiff/LKW/Schiene könnte im Güterverkehr einiges bringen. uvm.
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Motte »

Und warum? Weil Du sowas grundsätzlich misstraust?
Nein, diese Eigenschaft versuchst Du mir jetzt schon in mehrere Threads anzudichten. Aber jenseits von ungehemmten Brain Storming Sessions - ist das für mich keine seriöse Alternative in einem Großstadtgeflecht. Die Australier haben da ein klein wenig mehr Raum zwischen ihren Siedlungen. Kuhhirten mit Hubschrauber sind in der deutschen Landwirtschaft etwas seltener anzutreffen.

Für jemanden, der heftig fordert Denkverbote aufzuheben, bist Du erstaunlich konservativ, wenn es um das Nachdenken (oder besser Reflektieren) bezüglich möglicher Änderungen von Lebensgewohnheiten geht. Wer nur auf andere Verkehrsmittel setzt entkommt weder dem Verkehrsinfarkt noch der Parkplatznot. Schon heute sind die stehenden KFZ ein größeres Problem als die fahrenden KFZ, weil sie riesige Flächen einnehmen und dem fahrenden Verkehr, aber auch den urbanen Lebensräumen, viel Raum entziehen.

Ich denke wir haben hier auch eine sehr deutsche Diskussion. Anderer Länder andere Einstellungen. Z.B. wieso kommt so ein Jetpack wohl aus Australien?
Du erinnerst Dich noch - die Australier, das sind die mit der Helmpflicht für Radfahrer. Und wenn dort der Dorfsherrif der Ansicht ist, dass Du jetzt nicht durch`s Outback die 500 Meilen in das nächste Kaff radeln sollst, dann sperrt er dich notfalls ein, wenn Du es doch versuchst. Wenn der Herr mit dem Fluggerät abstürzt, hat er hoffentlich genug Geld dabei um die Medikamente zu bezahlen, sonst liegt er draußen auf der Bank vor dem Krankenhaus. Man kann immer alles unangenehme als "typisch Deutsch" abkanzeln - und sich den Pioniergeist der Auswanderländer zum Vorbild nehmen. Dann muss man aber auch mit den anderen Seiten (und Denkweisen) dieser Völker vorlieb nehmen.
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben:Wenn der Herr mit dem Fluggerät abstürzt...
Das ist eine sehr sicherheitsbezogene Denkweise. Ich denke bei dem Teil eher "naja, sehr geil, aber besonders weit kommt man damit wohl nicht. Vielleicht also doch besser mit Tragflächen ..."
Wer nur auf andere Verkehrsmittel setzt entkommt weder dem Verkehrsinfarkt noch der Parkplatznot.
Ich bin halt gegen Einschränkung der Mobilität. Umschichten auf andere Verkehrsmittel und diese attraktiv machen finde ist besser. Verkehrsinfarkt / Parkplatznot ließe sich evtl. so auch in den Griff bekommen, z.B. mehr OPV/ÖPNV.
Kuhhirten mit Hubschrauber sind in der deutschen Landwirtschaft ...
Komisches Argument.
Jedenfalls: man kann vieles ändern, wenn man möchte.
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Motte »

Gut, dann eben den letzten Absatz meiner Einlassung in einfachen Worten.

Die australische Gesellschaft ist völlig anders geprägte als jene in den Kernländern Europas. Die Landschaft ist dünner besiedelt, es gibt große unbesiedelte Flächen, die Lebensverhältnisse sind häufig durch Extreme geprägt. Australien hat keine soziale Marktwirtschaft. Die Krankenversorgung/versicherung ist anders organisiert. (der Satz:....wenn der Herr mit dem Fluggerät abstürzt, war an dieser Stelle nicht zu Ende wie Du möglicherweise gemerkt hast)

Vor diesem Hintergrund entwickeln sich ganz andere Einstellungen zu notwendig durch Vorschriften zu regelnden Dingen. Eben auch, was die Entwicklung von Technik angeht.

Die Firma Apple hätte in Deutschland nicht gegründet werden können, weil es hierzulande untersagt ist in Garagen Betriebsstätten einzurichten.
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Rone »

Pibach hat geschrieben:Parkplatznot ließe sich evtl. so auch in den Griff bekommen, z.B. mehr OPV/ÖPNV.
Was meinst Du mit OPV? Google liefert nur Operationsverstärker ;)

Die Städte müssen aufwachen und an die Krankenkassen & Firmen herangehen, damit echte Anreize geschaffen werden, nicht mit dem Auto zur Arbeit zu fahren. Eine Möglichkeit ist sicher das Fahrrad, andere wären Zeitfahrkarten für den ÖPNV.
Hier gibt es das sogenannte Jobticket z.B. als eine Möglichkeit. Ich habe aber noch nie gehört, dass Firmen das ihren Leuten aktiv anbieten, man muss umgekehrt darum betteln und (IMHO) neun weitere Kollegen finden, die mitziehen.

Auffällig ist das Niveau der Leute auf meinem Weg mit dem Zug in die Stadt: Viel Anzugträger. Liegt sicher auch an meiner Arbeitszeit, aber auch Abends zurück ist es nicht schlechter. Können Anzugträger besser rechnen?
Pibach
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben: Vor diesem Hintergrund entwickeln sich ganz andere Einstellungen zu notwendig durch Vorschriften zu regelnden Dingen. Eben auch, was die Entwicklung von Technik angeht..
Eben.
Ist aber nicht nur auf Fakten begründet, sondern viel auch einfach Mentalität.
Oder warum ignorieren die Franzosen oft Fußgängerampeln?

Hab hier noch ein nettes Bild dazu:

Bild

;)
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Re: Das Auto ist ein Armutsmodell

Beitrag von frankd »

Also ich möchte lieber in die Hölle, seitdem ich Renault fahre, habe ich viel weniger Werkstatttermine als vorher mit meinem Opel.
Aber nun zum Verkehr, ich habe es lieber, wenn die Autos auf dem Parkplatz am besten auf einem P+R-Parkplatz stehen, als CO² verpestend die Straßen der Innenstadt vollstauen. Man bräuchte nur eine Idee, wie man parkende Autos auch sinnvoll nutzen kann. Da fällt mir zu allererst ein, warum nicht als mobile Solartankstellen nutzen, wenn Motorhaube und Dach aus Photovoltaik bestehen, dann würde man schon einige Wp Solarstrom pro Auto gewinnen können, entweder verbraucht das Auto den Strom selbst oder es speist den Solarstrom über Ladesäule oder induktiv ein. Und es muss nicht unbedingt ein Elektroauto sein, das Einspeisen ist davon unabhängig. Farbige Solarmodule gibt es auch schon, dann könnte man dies der Autofarbe angleichen.
Und schon leisten auch parkende Autos ihre Wiedergutmachung an der Umwelt.
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