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Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
chbla
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von chbla »

Okay dann bin ich beruhigt.. es ist natuerlich auch so das ich das Rad eher fuer Zweiteres will:
"Oder mehr irgendwelche Städte, Festivals und Zeltplätze besuchen und willst da drumherum ein wenig mobil sein? Bisschen in dei Landschaft rein und Photos schießen, so hatte ich das verstanden."

Will nur sicher gehen dass ich nacher nicht mit einem Single Speed/3 Gang Rad fuer die Stadt dastehe und das fuer meinen Zweck nicht benutzen kann..

@Harry, jep bin eh schon am suchen, werds mir evtl. mal aus der Naehe ansehen.
Falls jemand einen Haendler im Bodenseeraum kennt, bitte melden :) Ist nicht so einfach einen zu finden wie es scheint..
Pibach
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Pibach »

Du kannst mal ein paar Steigungen mit einem Rad probieren und schaun, welcher Gang und damit Entfaltung da für Dich passt. Das kann man dann leicht umrechnen.

Ansonsten kannst Du da auch analytisch ran. Zunächst ist die Frage wie viel Leistung Du bringst. Ein leidlich sportlicher Hobby-Radfahrer haut an einer langen Steigung etwa 150-200 Watt raus. Armstrong und Co treten zum Vergleich mit 400 Watt im Schnitt bei der Tour de France, Ettappenrekord waren 470 Watt im Schnitt. Nun kannst Du selber die Watt in potenzielle Energie pro Zeit plus Reibungsleistung umrechnen, oder das den Kreuzotter Rechner für Dich machen lassen. Der errechnet eine untere Grenze also bei 150 Watt gehen so eben noch 10% Steigung: 6,1 km/h. Mehr Steigung ginge dann nicht mit 150 Watt, sonst wirds zu langsam und zu wackelig. Das willst Du dann vielleicht im Sitzen bei einer Cadenz von etwa 60 UpM fahren, also eine Kurbeldrehung pro Sekunde (lässt sich schön einfach rechnen). Und 6,1km/h sind 1,7m/s. Brauchst also eine Entfaltung von 1,7m dafür. Das Mu P8 hat 2,48m im kleinsten Gang, würde Dich hier also beschränken, wenn Du 60er Cadenz treten möchtest. Du müsstest dafür alsoentweder auf ca 40er Cadenz runter (und damit vrstl in den Wiegetritt) oder 9km/h fahren, was dann 225 Watt erfordern würde. Oder 6,4% Steigung bei 150 Watt output. Nun bleibt die Frage, wie oft Du Steigungen in dieser Größenordnung zu bewätigen hast.

In der Praxis kann man die Steigung aber oft schneller anfahren und dann langsamer werden, kurz in Wiegetritt gehen und wechselnd Wiegetritt/Sitztritt fahren, und ggf. sehr steile Strecken ein Stück schieben. So dass man mit 2,48m Entfaltung auch in sehr steilen Ecken gut klar kommen kann, auch wenn man kein besonderer Experte ist.

Im Wiegetritt kann man in Spitzenbelastungen übrigens über 1000 Watt mobilisieren, Im Radsprint werden typisch 1400 Watt erreicht, natürlich nur sehr kurzzeitig. Interessanter Weise eben bei relativ geringer Kadenz, weshalb der Mensch als "Gangschaltung" gerade in den Bergen mit abwechslungsreichen Berg- und Talfahrtenstücken recht gut einige Gänge ersetzen kann,
floflue
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von floflue »

Also, um meine Erfahrung zu nennen. Ich fahre ab und zu eine Strecke, auf der ich innerhalb von 750 Metern rund 30 Meter Höhenunterschied habe. Die größte Steigung liegt in der Mitte der Strecke bei ca. 8 %. Dieses schaffe ich mit meinem Dahon Speed D3 (drei Gänge) komplett im Sitzen. Es ist aber auch so, dass ich mit Schwung in die Steigung fahre, und so schon viel überwunden habe.

Ich hatte mal halbherzig eine 11% Steigung versucht, aber das Rad dann sehr schnell geschoben. Aber bei dieser Rampe kann man auch nicht mit Schwung ran...

Bis auf die 11% Steigung hatte ich bis jetzt noch keine Steigung, die ich nicht geschafft habe, das wird sich aber sicherlich noch ändern.

Bei meinem nächsten Rad werde ich darauf achten, dass ich mehr als drei Gänge habe.

Gruß
Florian
Motte
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Motte »

Wenn es nur ein Rad gäbe, mit dem dann alle zufrieden sind, wäre es ja einfach. Auch für die Hersteller. :P

Du musst dich in einer stillen Stunde fragen, was Du so alles mit dem Rad anstellen möchtest. Und das Gemeine ist, wenn man so ein Rad hat und es unterwegs auch Spaß macht, ändern sich die Wünsche. Manches kann mal also gar nicht im Vorfeld wissen. Insofern darf man auch nicht enttäuscht sein, wenn das erste Rad sich später als doch nicht so ideal heraus stellt. Das ist bei andern Sachen (Auto/ Fotokamera) ja auch nicht anders.

Ich würde mal die 4 Nutzertypen aufmachen

Ich kaufe mir ein solides Rad, das lange hält und fahre damit die Strecken, die ich muss. Ich richte mich nach dem Rad - wenn es drei Gänge hat, dann finde ich mich schon zurecht. Es soll nur möglichst wenig Aufmerksamkeit beanspruchen. Ein Arbeitstier eben - mit Schutzblechen, Nabendynamo und Gepäckträger. Wiegt dann so um 15 kg.

Ich fahre ein schickes Rad und möchte auch mein Lebensgefühl damit ausleben. Es muss vor allem leicht sein, damit ich es immer dabei haben kann. Dem ordne ich alles andere unter. Ich brauch keinen Gepäckträger und keinen überflüssigen schweren Kram am Rad. Eventuell nicht mal eine Gangschaltung.

Ich brauche einen Allrounder - ein Rad für den Einkauf, für den Weg zur Arbeit, die gemütliche Spazierfahrt und die Urlaubstour in bergige Umgebung.
Das Rad muss viel Gepäck verkraften, im Dunkeln immer Licht haben (Nabendynamo), wetterfest sein (Schutzbleche) und eine Gangschaltung haben, mit der ich auch mal mit 20 kg Gepäck zwei Stunden lang sturr bergauf fahren kann. (also eher 11 - 30 Gänge)

Ich brauche ein Sportrad. Ein leichtes, schnelles Rad mit einer Sitzhaltung und Ausstattung, die den Windwiderstand mindert (Systemlaufräder). Federung muss nicht, geringer Rollwiderstand ist Pflicht (also Hochdruckreifen). Gepäckmitnahme ist überflüssig.

Da solltest Du mal versuchen Dich einzusortieren. Wenn es denn geht. Dann kommst Du deinem Ziel näher.

Gruß

Udo
chbla
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von chbla »

@Pibach danke fuer die ziemlich genaue Berechnung! Ist immer gut wenn man Ahnung von der Theorie hat, hab mir jetzt mal das mit den Entfaltungen auch genauer angesehen.

@FloFlue danke fuer die Einschaetzung, deswegen ueberlege ich eben im Bereich 8-18 Gaenge

Was den Nutzertyp angeht, da wuerde ich mich als Allrounder einordnen, viel Gepaeck muss es allerdings nicht verkraften, Nabendynamo brauche ich auch nicht da ich immer meine Taschenlampen dabei habe die ich auch fuers Fahrrad verwende.
Schutzbleche waeren allerdings gut, weils bei Regen genauso funktionieren soll.
Deswegen denke ich das ich mit dem Vitesse und den 18 Gaengen doch ganz gut hin komme...
Harry
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Harry »

floflue hat geschrieben:... meine Erfahrung ... mit meinem Dahon Speed D3
Speed D3 - das klingt doch interessant! Stell doch bei Gelegenheit mal ein Foto ein (wg. ca. Baujahr, Bereifung etc. und weil wir es gerne mal sehen würden, ich zumindest) und stell es doch bitte auch mal auf die Waage. Hier besteht nämlich Klärungsbedarf.

Das Speed D3 wird hier mit "nur" 12Kg angegeben (Gepäckträger mal ausgeblendet bzw. +600g), das D7 mit "leichten" 11,7kg und im Vergleich dazu das Mu P7 mit 13,1kg. Das bestätigt eindeutig die z.T. falschen Angaben, aber worauf ich hinaus will ist,

das Speed D3 ist komplett aus Stahl (also Rahmen+Gabel). Das Speed P8, das hier scheinbar so schlecht wegkommt, hat dagegen eine Alugabel (die P Serie hat unabhängig vom Rahmen immer eine Puro Alugabel). Ich denke der Speed Rahmen ist kaum schwerer als der Mu, vll. 100-200g Differenz. Daher erklären sich für mich die (tatsächlichen) Gewichtsunterschiede zum größten Teil über die Reifen, hier sind ja wie erwähnt gleich bis zu 600g Differenz möglich.
Pibach
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Pibach »

Harry hat geschrieben:das D7 mit "leichten" 11,7kg und im Vergleich dazu das Mu P7 mit 13,1kg. Das bestätigt eindeutig die z.T. falschen Angaben, aber worauf ich hinaus will ist,
Das Speed D7 hat eine Kettenschaltung. Dahon ist sich da seinen eigenen Guppierungen und Bezeichnern nicht treu. Die Gewichte könnten in diesem Fall sogar hinhauen. Fehler sind meist bei Modellen, die es im Vorjahr noch nicht gab, und die im Asien Markt anders angeboten werden.
Harry
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Harry »

Ok, Stimmt. Aber trotzdem ist das Speed (D3) verhältnismäßig leicht.


Das Mu P7 (Nabe) mit 13,1kg ist knapp 2kg schwerer angegeben als das Mu P8 (Kette).
Kassette+Schaltwerk am P8 wiegen doch auch vll. 0,5kg. Macht zusammen eine Differenz von rund 2,5kg. Die Nexus 7 wiegt aber nur 1,8kg
Harry
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Harry »

oh, hier ein Mu P8 Kampfpreis von Boxbike viewtopic.php?f=39&t=2562&p=25626#p25626
Pibach
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Re: Welches Faltrad fuers Auto? (eher billig)

Beitrag von Pibach »

Pibach hat geschrieben: Also ich vermute, das ganze hat was mit der Dahon Global Tochter, jetzt Tern, zu tun. Dahon Global hat schon immer etwas andere Konfigurationen für den asiatischen Markt gehabt. Und die ganze Webseiten-Geschichte hat der Sohnemann immer gemacht, dem gehört Dahon Global und auch die Domain, dann haben die sich gestritten und entzweit, Sohnemann hat Tern gegründet, die Papa-Firma hat nen Webdesigner engagiert für den Internet-Auftritt, kriegt die Zuverlässigkeit der Infos aber nicht hin, dafür ist die Modell-Vielfalt einfach ein zu unübersichtliches durcheinander. Auch das Dahon Forum wird nicht mehr wirklich betreut.
Die Domain Dahon.com wird ja von Dahon Global betrieben, also Tern. Wird offenbar nicht mehr korrekt gepflegt. Warum es die doppelt gibt ist echt komisch.
Die neue offizielle Seite von Dahon ist dahonbikes.com
Und hier ist auch die Übersicht über alle Bikes aktuell und es könnten augenscheinlich auch die Gewichtsangaben und Konfigurationen stimmen. Dahon hat sich ja irgendwie durchgerungen und macht ab 2013 "ehrliche" Gewichtsangaben.

Mu P8: 12.3 kg (incl. Gepäckträger und Schutzblechen)
Speed P8: 11,9 kg (ohne Gepäckträger und Schutzbleche)
Bereifung ist bei beiden gleich:"20" x 1.75", 60 PSI, W/ DAHON LOGO, REFLECTIVE STRIPE"

Schaut man ins Archiv steht dort für die 2012er bzw. 2011er Bikes:
Mu P8: 11.2 kg, das könnte evtl. ohne Gepäckträger und Schutzbleche hinkommen, abgebildet ist es aber mit.
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