das weit verbreitete, hartnäckige Vorurteil gegen kleine Räder, das vermutlich von den grauenhaften Klapprädern der Siebziger stammt, macht die meisten Konstrukteure blind für das Thema. Deswegen sind solche Diskussionen wichtig.
Aber auch wenn sich mehr Konstrukteure von den enormen Vorteilen kleiner Räder in Bezug auf Wendigkeit, Schnelligkeit und Kompaktheit überzeugen liessen und sich endlich mit dem Thema befassen würden, blieben dennoch ein paar (wenige) Argumente für grosse Räder, die ich selbst auch im Gelände oder z.B. auf Potsdamer Pflastersteinstrassen sehe.
Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
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Muc-Falter
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Pibach hat geschrieben:...Oder, um den Vergleich zu bemühen, macht meine Handycam (Galaxy Note) bei guten Lichtverhältnissen und wenn es nur um Schnappschüsse geht ziemlich gleichwertige Bilder zu einer High End Camera...
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Muc-Falter
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Nicht nur, man sollte nicht außer Acht lassen das kleine Räder auch ein ganz anderes Fahrgefühl geben. Wir haben dieses als agil und wendig schätzen gelernt, für mach anderen ist es einfach nur instabil und kippelig. Der oder die macht eine Probefahrt und rührt kein Faltrad mehr an.sulpiz hat geschrieben:das weit verbreitete, hartnäckige Vorurteil gegen kleine Räder, das vermutlich von den grauenhaften Klapprädern der Siebziger stammt, macht die meisten Konstrukteure blind für das Thema. Deswegen sind solche Diskussionen wichtig....
Ähnlich ging es mir mit Gabi, das Brompton lehnte sie vehement und entschieden ab, das Speed TR nannte sie als azeptabelstes, gekauft hat sie sich aber das Tern Joe wegen der großen Räder.
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derMac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Das mit dem Downhill lass ich gelten, da wollte man aber nicht die Räder kleiner machen, sondern die Reifen fetter. Ist inzwischen aber wohl Geschichte. Beim Trial geht es aber nicht ums Rollen und BMX-Racing ist nicht wirklich im Gelände, das sind sehr gut präparierte glatte Pisten mit großzügig ausgeformten Huckeln.Pibach hat geschrieben:BMX Racing findet ja auch im "Gelände" statt.
Und Trial Bikes gibt es auch mit 20".
Und für Downhill wurde 24" mit 3" Breite propagiert.
Ja, aber wie groß willst du die Reifen für 20" machen um zumindest auf ein 24"-Rad mit auch schon fetten Reifen zu kommen?Zudem kann man wie gesagt dickere Reifen fahren.
Und auch prinzipbedingt mehr Federweg umsetzen.
Wenn man z.B. den Einfluss der Schärfentiefe auf die Bildwirkung vernachlässigt mag das sein, ich finde den aber nicht vernachlässigbar.Oder, um den Vergleich zu bemühen, macht meine Handycam (Galaxy Note) bei guten Lichtverhältnissen und wenn es nur um Schnappschüsse geht ziemlich gleichwertige Bilder zu einer High End Camera.
Die Größenschwankungen zwischen 26" und 29" (was ja den 28" am Straßenrad entspricht) sind relativ gering, 20" ist dann aber eine völlig andere Hausnr. Gibt es denn im MTB-Sport Regeln, die die Radgröße nach unten beschränken? Wenn nicht würden die kleine Räder fahren, wenn es was bringen würde.Der Olympiasieger war ja dann auf einem 29er Fully (Specialized) unterwegs. 2. Platz ging an die Zwischengröße 27,5".
Auch paar 26" er Fahrer waren vorne dabei.
Bei den Damen war die Siegerin auf 26" unterwegs.
London war technisch einfache Strecke mit einigen langen Geraden.
Für mich ist die Quintessenz, dass es keinen klaren Systemsieger gibt und die auf die Radgröße zurückzuführenden Unterschiede in dieser Dimensionierung jedenfalls klar unter 1% liegen.
Natürlich kann man mit einem 20"-Rad und fetten Reifen auch mal einen etwas schlechteren Feldweg fahren, aber so zu tun, als wäre das bei wirklich schlechten Wegen gleichwertig zu 26" mit auch fetten Reifen ist IMO fern jeder Realität.
Mac
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Pibach
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
"gleichwertig" richtet sich ja bewusst an das Auge des Betrachters, der ist i.d.R. "Laie".Muc-Falter hat geschrieben:Pibach hat geschrieben:...Oder, um den Vergleich zu bemühen, macht meine Handycam (Galaxy Note) bei guten Lichtverhältnissen und wenn es nur um Schnappschüsse geht ziemlich gleichwertige Bilder zu einer High End Camera...![]()
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Aber auch nur wenn ein Laie die Bilder betrachtet
Ein MTB-Profi wird sich ja auch nicht auf ein Faltrad setzen, um den Olympiatrail zu fahren.
Bleibt halt die Frage, wieviel "Prozent Performance" man für die Kompaktheit und Transportabilität eintauschen möchte.
Von daher schon einige Parallelen.
Jedenfalls finde ich es schon erstaunlich, wie gut die Bilder der Kompaktkameras und selbst der Handykameras inzwischen werden, hätte man vor wenigen Jahren nicht vermutet. Natürlich gibt es Unterschiede in den Bildern. Die sind aber zum Teil auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Je nachdem für welchen Zweck, ist der letzte Kniff in der Abbildungsleistung dann schlicht irrelevant und das Immerdabei, die Spontanität bei den Motiven etc sort dafür, dass die Bilder der kompakteren Kamera oft viel "besser" sind.
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Pibach
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Ja, genau.derMac hat geschrieben: Das mit dem Downhill lass ich gelten, da wollte man aber nicht die Räder kleiner machen, sondern die Reifen fetter. Ist inzwischen aber wohl Geschichte. Beim Trial geht es aber nicht ums Rollen und BMX-Racing ist nicht wirklich im Gelände, das sind sehr gut präparierte glatte Pisten mit großzügig ausgeformten Huckeln.
BMX-Pisten sind aber schon auch eine Form von"Gelände" (denn "Straße" ist es ja wohl nicht).
Und "Rollen" ist ja auch nicht unbedingt gefragt, im Trial überwindet man halt die Strecke etwas anders.
Ich mache ja auch mal z.B. einen Bunneyhop auf den Bürgersteig (statt platt über die Kante zu brettern). Und genau da haben kleine Räder Vorteile.
Ich glaub es gibt da keine Beschränkungen.20" ist dann aber eine völlig andere Hausnr. Gibt es denn im MTB-Sport Regeln, die die Radgröße nach unten beschränken? Wenn nicht würden die kleine Räder fahren, wenn es was bringen würde.
Gesamtvorteile von 26" auf 20" sehe ich für MTB aber auch nicht ausser im der Transportfähigkeit.
Ich denke allerdings die Nachteile werden etwas überbewertet.
Und so ein faltbares und transportables MTB hätte schon einen sehr breiten Einsatzbereich.
Immerhin ist es ja gerade auch bei MTB Fans wichtig, erstmal in ein interessantes Zielgebiet zu kommen.
Das Transportproblem hat also eigentlich jeder MTB-Fahrer.
Das müsste man sich erst mal genauer anschauen denke ich.Natürlich kann man mit einem 20"-Rad und fetten Reifen auch mal einen etwas schlechteren Feldweg fahren, aber so zu tun, als wäre das bei wirklich schlechten Wegen gleichwertig zu 26" mit auch fetten Reifen ist IMO fern jeder Realität.
Bei Sand, weichem Boden oder ständigen Wurzelpassagen haben große Durchmesser Vorteile, das ist klar.
Allerdings sind da breite Reifen auch besser.
Bei kleinen Reifen kann man sie breiter wählen (ohne gleich Gewicht und Agilität zu verhunzen).
Der Rollwiderstand ist dann trotzdem etwas höher, aber nicht so weltbewegend. Und man gewinnt wohl etwas an Wendigkeit.
Etliche Hindernisse kann man auch leichter überspringen.
Man müsste wirklich mal ein entsprechendes Rad genauer testen und in einem Rennen teilnehmen lassen, ich denke der Unterschied in der Performance auf typische CC Strecken ist unter 3%.
Last but not least haben Cross/Enduro Motorräder ja auch etwas kleinere Räder (mit mehr Breite und Federweg), ich glaube oft 17" Felgendurchmesser.