Wir sind ja in einem Forum. Und Bienemaja63 bat um Rat für ihr Rad.
Da finde ich solche hingeschmissenen selbstentwickelten Postulate wie "Also ich rate von Dynamo ab" völlig sinnfrei.
Bezüglich Lichtanlage:
1. Wir sind erwachsene Menschen. Als solche sollten wir Entscheidungen bewusst treffen. Für Falträder schreibt die StVZO eine Dynamo Lichtanlage vor. Ohne Unfall, bei pingeliger Kontrolle kostet das 20 Euro und eventuell die Pflicht zum Nachrüsten. Ob einen eine solche Kontrolle jemals trifft, weiß keiner. Wenn, dann muss man halt zahlen und eventuell das nachgerüstete Rad vorführen.
Ob Batterielicht oder Dynamo sollte jeder selbst entscheiden.
Ich hab im Laufe der Jahre beides am Rad gehabt. Und mich nach Aufkommen der LED Leuchten entschieden den Akku Leuchten "Lebe wohl" zu sagen. War mir zu fummelig, bis es endlich losgehen konnte. Und so ein Cyo 60 oder ein Edelux sind mir Licht genug für unterwegs.
Wenn Dynamo - dann würde ich immer einen Nabendynamo nehmen - leise, rutscht bei schlechtem Wetter nicht durch und verbiegt sich auch nicht beim Einstellen/Einladen in Zug/Auto.
Vorteil Dynamo - ist einmal alles richtig verdrahtet, läuft die Anlage ohne große Zuwendung. Und ist immer betriebsbereit. Auch wenn man mal von der Dunkelheit überrascht wird.
Nachteil - teurer beim Radkauf und sehr teuer und umständlich nachzurüsten. Deshalb (und nur deshalb) hatte ich Bienemaja eingangs empfohlen sich vor dem Kauf zu entscheiden.
Schwer - unsportliches Image. Noch geringer Leerlaufwiderstand, auch wenn Licht aus.
Vorteil Akku/Batterielicht
Günstiger (Einstiegs) Preis - Kann an mehreren Rädern benutzt werden - je nach Ausführung etwas leichter.
Wer es mag, hat eine sportlichere Optik, wenn die Anlage demontiert ist. Wird sie vor dem Verladen abgenommen, kann auch nix kaputt gehen.
Nachteil - ohne geladenen Akku/frische Batterie kein Licht. Etwas Pflege und vorausschauendes Handeln ist hier also Pflicht. Frontlicht hält je nach Typ nur wenige Stunden mit einem Satz. Muss immer mitgeschleppt werden und lungert dann im Gepäck rum oder es fehlt genau an dem Tag, wo man es hätte brauchen können. Je billiger die Anlage, um so fummeliger die Montage und so anfälliger die Schalter. Lässt der Akku (die Batterie) nach, funzelt das Licht nur noch so vor sich hin. Das kann beim Rücklicht lebensgefährlich werden. Gemeinheit dabei ist, dass beim Ausprobieren die Leuchte zunächst noch hell ist. Gute Leuchten haben daher eine Anzeige, wann nachgeladen/gewechselt werden muss.
Eventueller Nachteil - man muss sie immer beim Parken abziehen, sonst macht das jemand anders.
Nun mag jeder selbst entscheiden, bzw. Vor- oder Nachteile ergänzen.
Zur Nabenschaltung
Sie ist nicht so leicht und so flexibel (was die Änderung der Übersetzung angeht) wie eine Kettenschaltung.
Dafür lebt ihre Kette länger und sie hat (am ungefederten Dahon) kein abstehendes Schaltwerk, dass man beim Ein- und Ausladen verbiegen kann. Sie ist weitgehend (wenn auch nicht vollständig) wartungsfrei.
Man könnte ihr einen vollständigen Kettenschutz spendieren.
Wer viele Berge fährt und nicht super - sportlich ist, braucht viele Gänge. Wer kein Problem damit hat auch mal ein Stück zu schieben - kann Geld sparen und kommt mit 7 oder 8 Gängen aus.
Auch hier gilt - nachrüsten ist teuer (bis zu 300 Euro) und lohnt meiner Meinung nach bei einem Rad im Gesamtwert von 5 - 700 Euro nicht wirklich. Also lieber vorher überlegen, was man gerne unternehmen möchte. Leider möchte man später mehr unternehmen als man vorher ahnt, wenn das Ganze auch Spaß macht.
Gruß
Udo