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Strafzoll

Alles zum Thema Faltrad/Rad.
Motte
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Beitrag von Motte »

Um mal zum Thema zurück zu kehren.

Alle großen Radhersteller (und nicht nur die) versuchen ständig in den Ländern zu produzieren die ihnen den größten Reibach bringen oder ihnen die Märkte erst aufschließen, weil sie sonst Importbeschränkungen haben.
In diesen Ländern können sie nach Herzenslust die Umwelt versauen und bei katastrophalen Arbeitsbedingungen Hungerlöhne zahlen. Da man in einigen Branchen auch qualifiziertes Personal braucht, geht das nicht überall. (14 Stunden im Akkord Zuckerrohr abhauen kann man auch ohne Schulbildung - WIG Schweißen nicht unbedingt)

Wir profitieren dadurch von vergleichsweise billigen Produkten.

Die Folge sind Schutzzölle anderer Märkte um die heimische Wirtschaft zu schützen. Das gab es übrigens auch bei der Energiesparlampe um einen deutschen Hersteller zu schonen und deshalb waren die Dinger auch im Supermarkt früher vergleichsweise teuer. Mit wachsendem Wohlstand passiert in den Ländern aber genau das Gleiche wie bei uns in den Industrieländern. Die Löhne und die Steuern steigen - und Umweltauflagen "behindern" die Produktion. Dann kann es geschehen, dass der heimische Produzent plötzlich wieder gut da steht.
Aber macht Euch nix vor. Dass es uns so gut geht, wir einen hohen Lebensstandart haben, beruht und beruhte schon länger darauf, dass irgendwo wer oder was ausgebeutet wird.


Ich hatte in den Achtzigern auch das Verlangen vorrangig ein deutsches Produkt zu kaufen, um die heimische Industrie und den Arbeitsplatz um die Ecke zu erhalten. Leider aber können deutsche Produzenten auch ungeheuer arrogant sein, wenn es darum geht Produkte bereitzustellen, die der Kunde wünscht. "Schöne" und ergonomische Bremsgriffe - wozu? Die Dinger funktionieren doch und sind maschinenbautechnisch in Ordnung. Kunde gewöhne Dich gefälligst daran. Genau so wie an ruckelige Schaltungen und die Drais - Gedächtnisminute beim Schalten mit der Nabenschaltung. Da war Shimano innovativer - hat gehorcht, was die Masse will. Und die wollte weniger die schlichte, leicht zu wartende ewig haltbare Ware, als ein schickes Freizeitprodukt. Natürlich hält ein 5 Gang Uniglide System länger als ein 10 fach Hyperglide. Aber wer will das noch?
(ob nicht auch die große Masse in der Stadt mit einer 5 Gang Kettenschaltung auskommen würde, ist dabei eine ganz andere Frage)
zornzorro
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Beitrag von zornzorro »

Zur britischen Fertigungsqualität kann ich auch etwas beitragen:

Ich hatte mal ein Gefährt namens Landrover Defender, Jahreswagen, nur ein paar Kilometer auf dem Tacho.

Die Kiste hat wirklich alles geboten, was man sonst serienmäßig nur schwer bekommt (tiefe Wasserlachen im Fußbodenbereich bei Fahrer und Beifahrer nach jedem Regenschauer, Rost ohne Ende schon nach der kurzen Zeit, ein grauenhaft verschnittenes Planenverdeck mit ohrenbetäubendem Knattern und Knallen schon ab 50 km/h usw. - ich will euch jetzt nicht langweilen) - nur gefahren ist er nicht so gerne.

Hatte immer mal an den ungünstigsten Stellen und zu unpassendster Gelegenheit keinen Bock mehr und stand dann jedes Mal nicht einen, nicht zwei, nicht drei Tage, sondern so 3-4 Wochen in der Fachwerkstatt.

Und ein Bekannter hat nen 80k € Range Rover, der ist auch cool. Wenn er in die Tiefgarage reinfahren möchte (essentiell dort wo er arbeitet, da kriegste keine Parkis), dann senkt der sich je nach Lust und Laune nicht ab - das gleiche Spielchen oft, wenn er nach Hause möchte. Goil, oder? :lol:
Rone
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Beitrag von Rone »

Ging es nicht eigentlich um Strafzölle? :lol:
hahahaben
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Beitrag von hahahaben »

Hallo!
Erinnert mich an meine Schulzeit und "stille Post" zum Schluß wußte keiner mehr was am Anfang gesagt wurde :mrgreen:
m.f.g.
katapult
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Beitrag von katapult »

ist hier doch immer so, null Forendisziplin.
Im Übrigen gehört das Thema schon hier rein, weil Dahon natürlich ein Chinarad ist. Das ist aber auch nicht schlimm, weil weit über 90% der Weltfahrradproduktion nunmal dort stattfindet. Ein Qualitätsmangel ist damit auch nicht zwingend verbunden, das betrifft wenn überhaupt nur das untere Preissegment, auf das im Westen aber alle so scharf sind (und hinterher maulen weil das 200,- € Rad gleich wieder kaputt ist). Ob nun Dahon, Hercules, oder sonstwer seinen Aufkleber in USA oder Tschechien draufmacht ist doch völlig egal.
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Beitrag von Rone »

katapult hat geschrieben:Im Übrigen gehört das Thema schon hier rein, weil Dahon natürlich ein Chinarad ist.
Gut, lassen wir das mal so stehen, weil Dahon ein global Player ist, wo man nicht so recht weiß, von wo aus wer was produziert.

Strafzoll gibt es aber nicht, wenn das, was auf den Mittelklasse-Dahons draufsteht stimmt: Von Hand gebaut bei Fortframes, Tschechien, EU. Dann gibt es keinen Zoll.

Fort hätte im übrigen wirklich das Know How, das komplette Rad (nach Vorgabe von den Hons) aufzubauen. Immerhin ein bekannter und anerkannter europäischer Rahmenbauer. Ob sie nun nur montieren, um Zölle zu umgehen, weiß ich nicht...
katapult
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Beitrag von katapult »

gegen Fort hab ich nichts gesagt, bauen ordentliche Rahmen. Aber wie schon gesagt, auch den Chinesen will ich das nicht absprechen, alle großen Handelsmarken wie Radon, Cube usw. beziehen doch ihre Rahmen von dort. China ist nun mal die Werkbank der welt. Auch die i-Phones werden dort produziert, und das ist verglichen mit Fahrrädern Raketentechnik.
astonwalle
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Beitrag von astonwalle »

katapult hat geschrieben: ... weil Dahon natürlich ein Chinarad ist.
Deckt sich dann aber nicht mit dem Rahmenaufkleber an meinem Bullhead: "Made in the EU".
Das Anbauteile (ob unteres, mittleres oder oberes Preissegment) überwiegend aus Asien kommen, darüber brauchen wir nicht zu reden. Allerdings kommt von dort auch zum Großteil die Qualitätsware.
hahahaben
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Beitrag von hahahaben »

Hallo!
Was ist aus dem geplanten Strafzoll gegen Shimano geworden?
m.f.g.
Rone
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Beitrag von Rone »

Strafzoll gegen Nabenschaltungen (und nur die) ist doch schon ewig Geschichte. Gab IMHO zwischen ~2000 und ~2005 ~10% Strafzoll... Fakten liefert Dir aber google!
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