Die (Außen-) Masse der Räder geht für die Beschleunigung zwar mit Faktor 2 ein (Linear- plus Rotationsenergie), das macht aber im Verhältnis zur Gesamtmasse (Rad+Fahrer) den Kohl nicht fett.Harry hat geschrieben:ich denke die singlespeeder sind aufgrund des leichten hinterrads so flink. ich komme mit meiner sram dreigangnabe und big apples ziemlich schlecht weg. wohl aufgrund der schwungmasse.
mit einem leichten hinterrad kann man imho deutlich schneller anfahren und/oder mit wesentlich höherer entfaltung.
und in der stadt hat man ständig anfahrsituationen
Die Achsmasse ist dagegen auch nicht anders zu bewerten als anderweitige Masse, z.B. am Rahmen.
Wobei die Masse des Rades im Verhältnis zu der Gesamtmasse eben keine so bedeutende Rolle spielt für die Beschleunigung. Nehmen wir mal 10kg Rad bei 90kg Fahrer an. Ein eingespartes kg am Rahmen irgendwo bzw. 500g am Laufrad (außen) macht also nur ca 1% aus für die aufzubringende kinetische Energie.
Für die Wendigkeit spielt das schon eine Rolle. Und u.a. gewinnt man auch Komfort durch eine leichtes Hinterrad, da das über Unebenheiten hinwegruckelt - wenn man im Wiegetritt fährt.
Dass man mit SingleSpeed schneller anfahren kann als mit Schaltung, liegt auch am Wiegetritt, der beim Anfahren in geringen Cadenzen mehr Leistung freisetzen kann, sich aber eben schlecht mit Schaltvorgängen kombinieren lässt.
Für den Wiegetritt ist dann wieder ein leichtes Rad vorteilhaft, weil man das links/recht werfen kann, um auch noch Energie aus anderen Muskelregionen einzubringen und auch, um den oberen Totpunkt im Rundtritt zu entschärfen. (Herumschlackerndes) Gepäck am Rad ist dafür natürlich ungünstig.