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Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: Sa Sep 29, 2012 12:59 pm
von Harry
Pibach hat geschrieben: Vom Coolnes Faktor, wenn das relevant ist, finde ich das Brompton eher old school, um nicht zu sagen altbacken.
Allein deswegen ist das Brompton doch schon cool.
Pibach hat geschrieben:Da ist das Curve erheblich stylischer.
Viele Falter haben Style oder wollen stylisch sein. Brompton finde ich einfach sympathisch und es färbt auf den Fahrer ab. Vielleicht gerade weil es nicht so "stylisch" ist. Oder doch stylisch:
viewtopic.php?f=69&t=913
viewtopic.php?f=69&t=1240
viewtopic.php?f=69&t=1410

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: Sa Sep 29, 2012 2:33 pm
von Pibach
Harry hat geschrieben:
Pibach hat geschrieben: Vom Coolnes Faktor, wenn das relevant ist, finde ich das Brompton eher old school, um nicht zu sagen altbacken.
Allein deswegen ist das Brompton doch schon cool.
Das Brompton faltet jedenfalls klein, das ist schon cool. Etwas umständlich wie ich finde (2xFlügelschrauben), da lassen sich die Dahons nen Tick schneller falten.

Das war es dann aber auch schon an Coolheiten mit dem Brompton und müsste mal dringend überarbeitet werden.
Als immerdabei Rad finde ich es zu schwer. Zum draussen anschließen zu teuer. Von den Komponenten Mittelmaß. Die Minischieberollen finde ich nachteilig (z.B. UBahn rein/raus) gegenüber der besseren Schiebbarkeit anderer Falträder. Den Gepäckträger muss man beim falten entladen, und ohne Schutzbleche (so würde ich es fahren wollen) steht es etwas wackelig.

Aus meiner Sicht macht die S2 Variante am meisten Sinn, also die leichte 2 Gang mit dem Sportlenker, dann kommt man dem Immerdabei Rad recht nahe. Das allerdings zu einem stolzen Preis. Kriegt man aber auf dem englischen Markt teilweise ein paar Euro günstiger als hierzulande. Und da man es viel nutzen kann, amortisiert sich das vielleicht über die Jahre. Die Nabenschaltungsvarianten finde ich für Communtingeinsatz zu schwer. Ansonsten kriegt man ein Dahon Curve für unter der Hälfte des Preises und ist damit auch gut bedient. Wobei ich für Flachland-Commuting zum Mu Uno raten würde, da es leichter und schmaler ist, es keinen Kabelklimbim benötigt, die stabilere fixe Lenksäule hat und mit den 20" Rädern die bessere Fahrleistung bringt.

Schaut man sich mal die aktuellen Preise auf den Preissuchmaschinen an, gibt es neben den komischer Weise teureren C3 Varianten die Tern Link C7 günstig für 399,- mit Licht für 469,- und das Curve für 469,- (ohne Licht). Das Mu Uno kriegt man aktuell wohl nicht günstig.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: Sa Sep 29, 2012 3:09 pm
von Motte
Jetzt hoffe ich nur, dass "malso" das lesen kann:

http://practicalbiking.org/2011/08/why- ... bike.html/

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: Sa Sep 29, 2012 4:25 pm
von Harry
Pibach hat geschrieben: Das Brompton faltet jedenfalls klein, das ist schon cool. Etwas umständlich wie ich finde (2xFlügelschrauben), da lassen sich die Dahons nen Tick schneller falten.
auf die 10sek. kommt es glaube ich nicht mehr an. Es sieht gefaltet sehr stimmig aus. Das passt einfach.
Pibach hat geschrieben: Als immerdabei Rad finde ich es zu schwer. Zum draussen anschließen zu teuer. Von den Komponenten Mittelmaß. Die Minischieberollen finde ich nachteilig (z.B. UBahn rein/raus) gegenüber der besseren Schiebbarkeit anderer Falträder. Den Gepäckträger muss man beim falten entladen, und ohne Schutzbleche (so würde ich es fahren wollen) steht es etwas wackelig.
10kg können bei kompakten Maßen sehr leicht wirken und bei klobigen Maßen entsprechend schwerer.
Draußen anschließen würd ich ein Klapprad über längere Zeit sowieso nicht. Wieso auch?
Zu den Komponenten: Es macht doch Spaß das Rad selbst zu optimieren. Und dabei kann man es auch leichter machen: Schutzbleche ab, Pedale neu/leicht, Reifen neu/leicht, Sattel neu/leicht, Sattelstütze leicht, Lenker etc. da sind doch 1 bis 2kg drin. und im Leichtbauthread gibts einige extrem coole Beispiele.

Zu den Schiebeeigenschaften kann ich nichts sagen, ich bin Brompton bislang weder gefahren, noch habe ich es geschoben. Aber ich glaube es lässt sich deutlich leichter tragen (Koffer-/Handtaschenartig) als meine Dahon Räder.
Pibach hat geschrieben:... allerdings zu einem stolzen Preis... Ansonsten kriegt man ein Dahon Curve für unter der Hälfte des Preises und ist damit auch gut bedient.
Da stimme ich zu. Allerdings baut Brompton, wie ich verstanden habe, in GB. Da geht der Preis in Ordnung.
Pibach hat geschrieben: Wobei ich für Flachland-Commuting zum Mu Uno raten würde... kriegt man aktuell wohl nicht günstig.
Da hält Dahon scheinbar am Preis fest, obwohl am Uno nichts dran ist. Das macht das Rad auch interessanter. Man hätte doch lieber die teueren Spielzeuge, auch wenns gleichwertige für die Hälfte gibt.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: Sa Sep 29, 2012 10:57 pm
von Pibach
Harry hat geschrieben: Viele Falter haben Style oder wollen stylisch sein. Brompton finde ich einfach sympathisch und es färbt auf den Fahrer ab. Vielleicht gerade weil es nicht so "stylisch" ist. Oder doch stylisch:
viewtopic.php?f=69&t=913
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viewtopic.php?f=69&t=1410
Falträder sind grundsätzlich "süß" und sympatisch, nicht unbedingt speziell das Brompton, oder?
Und sobald man nach dem Preis gefragt wird, wirds peinlich ;)
Und so ein Tern ist auch recht robust:
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... 6lvRvfsXUo
Und dem sieht man auch an, dass es etwas teurer sein darf.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: So Sep 30, 2012 6:57 am
von Muc-Falter
Motte hat geschrieben:Jetzt hoffe ich nur, dass "malso" das lesen kann:

http://practicalbiking.org/2011/08/why- ... bike.html/
Brompton ist sicher vieles, aber es fährt sich nicht wie ein "normal grosses" Fahrrad. Ein Edelweiss oder Dahon fährt sich da einfach besser - zumindest nach meinem Fahrgefühl.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: So Sep 30, 2012 7:20 am
von Motte
"much like" steht ja auch für "ähnlich" und "ungefähr so". Dem würde ich bei den (neueren) längeren Rahmen im Großen und Ganzen beipflichten. Ich würde da jetzt nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Es geht in dem Satz ja nur darum "Fremden" die Angst zu nehmen, sie würden da ein kippeliges Kinderrad erwerben, dass sich wie ein Einrad fährt.

Dieser Beitrag ist ja auch kein objektiver Bericht über Brompton - objektiv sind unsere Beiträge hier im Forum ja auch nie. Er fasst aber gut die positiven Aspekte zusammen ohne die negativen zu verschweigen. So ein ähnlicher Artikel, damals in der "Rad im Pott" erschienen, hat mich übrigens dazu gebracht mein erstes Faltrad zu kaufen.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: So Sep 30, 2012 7:38 am
von PeterHeinz
Motte hat geschrieben:Jetzt hoffe ich nur, dass "malso" das lesen kann:

http://practicalbiking.org/2011/08/why- ... bike.html/
Fragt doch einmal den Händler eurer Wahl. Ich weiss nur, dass die Händler bei Lieferungen von Brompton fast nicht nacharbeiten müssen. Bei Dahon sind nicht immer alle Komponenten stimmig und es bedarf so mancher Korrektur vor Auslieferung. Da läuft halt ein Sattelrohr nicht so exakt und hinterlässt Schleifspuren etc. Und faltet einmal ein Brompton 100mal und ein Dahon. Die Verschlussmechanik bei Brompton ist ja wirklich einfach und vor allem überschaubar in seiner Technik. Und darum verstehe ich den Enthusiasmus mancher Bromptonbenutzer. Fast wie Rittersport: Quadratisch (fast ;) ), praktisch, gut.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: So Sep 30, 2012 9:49 am
von Pibach
Harry hat geschrieben: Draußen anschließen würd ich ein Klapprad über längere Zeit sowieso nicht. Wieso auch?
War z.B. am Freitag in Clärchens Ballhaus. Die haben schon wegen meinem Rucksack blöd geschaut. Faltrad dort in der Garderobe abgeben wäre nicht gegangen. Ich hab mein Dahon draussen angeschlossen. Gibt halt viele Situationen wo das mit Reinnehmen nicht geht oder umständlich wäre. Wobei ich auch Zeiten hatte (Mu SL), da hätte ich das Faltrad in jedem Fall mit reingenommen und mit den Leuten vom Ballhaus lange diskutiert oder wäre im Zweifelsfall wieder gegangen. Ist mir inzwischen aber zu viel Rumgenerve (und das Mu Sport ist viel klau-unauffälliger).
Zu den Komponenten: Es macht doch Spaß das Rad selbst zu optimieren. Und dabei kann man es auch leichter machen: Schutzbleche ab, Pedale neu/leicht, Reifen neu/leicht, Sattel neu/leicht, Sattelstütze leicht, Lenker etc. da sind doch 1 bis 2kg drin. und im Leichtbauthread gibts einige extrem coole Beispiele.
Grundsätzlich ja.
Nur der Brompton Rahmen wiegt bereits 3,3kg (incl Gabel). Ein Dahon Mu wiegt incl. Gabel 2,9kg. Sind erstmal 400g Unterschied.
Auch die längeren Lenker- und Sattelstützen sind etwas schwerer.
Die Variante mit Titan-Hinterschwinge und Titan-Gabel wiegt 2,6kg das ist im Faltradbereich schon bei den leichteren, allerdings ist das eben recht teuer. Zumal auch die Titan Sattelstütze dazukommt.
In Kombination mit dem leichten 2-Gang hat das Bromton S2E-X damit sowohl hinsichtlich kleinstem Faltmaß, als auch geringstem Gewicht die Krone auf. Es ist auch die leichteste Lösung für Rahmen + 2 Gänge am gesamten Markt. Ich schätze mal für Rahmen+Hinterradachse+Ritzel+Spanner+Zug+Schalthebel liegt das bei 3,2kg. Dahon Mu incl. SRAM Automatix Freilauf käme im Vergleich dazu auf ca 3,7kg, also 500g Differenz zugunsten des Brompton. Alle Achtung.
In dieser Konfiguration macht das Brompton eine besonders gute Figur. Finde ich dann eine tolle Lösung. Und so ähnlich fahren es ja auch Patrick und Sulpiz. Und auch Andrew Ritchie favorisiert wohl die 2-Gang Variante. Das S2E-X wiegt 9,4kg komplett. Soweit ich weiß haben die X-Modelle im Gegensatz zu den Standardmodellen auch das "Ultralight Wheelset" (das aber nicht wirklich besonders leicht ist, aber immerhin). Kostenpunkt rund 1400,- EUR. Wobei man ein paar Teile wohl direkt tauschen sollte, u.a. die nichtrotierenden Clamps von Brompification: Video.

Das Dahon Mu SL unterbietet das S2E-X durch leichte Anbauteile, speziell Laufradsatz und Kurbel und wiegt 8,8kg (incl Pedale). Das könnte man prinzipiell beim Bromton auch machen. Die Möglichkeiten sind da aber ziemlich erschöpft. Für ein ähnlich leichtes Bromton musst Du dann etwa 2500,- EUR rechen. Ein Dahon Mu SL kriegt man aber bereits weit unter EVK für rund 900,- EUR (war zumindest immer mal wieder für diesen Preis zu bekommen). Und will man mehr als 2 Gänge wird das beim Bromton schwierig mit dem Gewicht, für die Konfiguration mit 2x3 Gang muss man ca 800g hinzurechnen (braucht dann aber 2 Schaltzüge/Hebel und kann nicht Durchschalten) oder man wählt die S-RF5 5-Gang Nabe, liegt dann bei ca +900g. Aber Nabenschaltungen finde ich am Brompton nicht so elegant, da der Spanner ja trotzdem nötig bleibt.

Zum Tragen: so kubische Teile lassen sich besonders schlecht tragen, da das immer um die Beine bomselt. Dahon lässt sich noch schlechter tragen, das stimmt, denn da beschmiert man sich mit der Kette, muss es also links tragen, kann es aber schlecht gegen Oberschenkel abstützen, und muss immer aufpassen, dass man nicht mit den rausstehenden Pedalen oder Kabeln irgendwo hängen bleibt. Meist ist das nicht nötig, aber manchmal ist Schieben keine Option, z.B. im Gedränge im Zug oder Restaurant geht das eigentlich nicht, zumal wenn die Räder schmutzig sind. Ein 8,8 kg Dahon oder sub 10kg Brommi kann man noch leidlich tragen, alles darüber (die Nabenschaltungsmodelle) finde ich dagegen schon grenzwertig.

Re: Suche Allwetterrad für ÖPNV: klein, leicht, günstig

Verfasst: So Sep 30, 2012 11:09 am
von Harry
Pibach hat geschrieben: War z.B. am Freitag in Clärchens Ballhaus. Die haben schon wegen meinem Rucksack blöd geschaut. Faltrad dort in der Garderobe abgeben wäre nicht gegangen. Ich hab mein Dahon draussen angeschlossen.
Du brauchst noch ein Faltrad, bei dem es nicht so weh tut, falls es doch mal weg kommt. Ich hab ja das hier für unglaubliche €70,- bekommen. (sieht aber inzwischen anders aus)
Bild

Zu: Mu SL vs Brompton S2E-X
OK, das Mu SL ist vor allem ein ausgewachsenes Faltrad, hat 9 Gänge und 20". Sind/waren die wirklich so "günstig" (€900,-)? Ich finde den Mu Rahmen ja wirklich gelungen. Ganz besonders finde ich bei Dahon gut, dass man eine große Auswahl an Rahmen hat. Da kann Tern meiner Meinung nach auch nicht dagegen halten. Die haben schöne Lacke, aber Dahon wird ja auch bunter (und schwerer?!) Dahon Katalog 2013 PDF

Das einfache (Stahl) Brompton ist, da hast Du recht, ziemlich schwer. Der Rahmen ist (für mein Geschmack) aber auch sehr ästhetisch. Und die können eine Sache unschlagbar gut, nämlich das Falten. Und der Erfolg gibt ihnen Recht. Im übrigen sind sie auch nicht so (negativ) auffallend oder protzig, wie andere Falter. Das meinte ich mit sympathisch. Das hässliche (alte) Entlein :-)

Es ist nur eine Preisfrage (oder vielleicht auch nicht). Wenn ich mir nur ein Rad kaufen dürfte, würde ich eindeutig das Mu nehmen. Wenn beide gleich teuer wären, würde ich vermutlich auch das Mu nehmen. Insofern ist der Vergleich hinkend. Ins Theater, Restaurant, vollen Zügen, Bus etc. würde mich das Brompton aber irgendwie reizen, denn
Pibach hat geschrieben:Zum Tragen: so kubische Teile lassen sich besonders schlecht tragen, da das immer um die Beine bomselt.
es ist ja nicht kubisch, sondern besonders flach und man hat einen gut greifbaren (wie mir scheint) Griff. Mittig, ausbalanciert. Man hält es nicht vom Körper weg. Da bleibt nichts hängen. Naja das ist nur so meine Beobachtung, wie gesagt ich habs noch nie gefaltet und bin es noch nie gefahren.