@alterfalter, Die Konstruktion des Moulton ist interessant vor dem Hintergrund, dass das damals bahnbrechend war.
Heutzutage würde man schon was ganz anderes erwarten, was sich an modernen Erkenntnissen der Konstruktion orientiert.
Muc-Falter hat geschrieben:Im Gelände sind große Reifen eindeutig ein Vorteil.
Noch besser wenn sie an einem MTB montiert sind
Aber das macht ja nichts, zu 95% fahre ich Straße und da ist das 20´´Faltrad mit den Big Apple wunderbar. Ich finde es schon erstaunlich das hier das kleine Rad für alle Gelegenheiten schöngeredet oder schöngerechnet wird. Es hat auch so schon so viele Vorteile das ich den MTBlern gerne ihren Vorteil im Gelände lasse.
Ist bissel wie bei Digicam: eine Spiegelreflex mit fettem Objektiv mag bessere Abbildungsleistung haben, die Immerdabeicam macht im Endeffekt aber die besseren Bilder (weil die dicke nicht dabei war).
Die Frage ist dann halt, wie nah kann ein kompakt faltendes Rad an High End Modelle aufschließen?
Ob und um wie viel große Räder im Gelände besser sind hängt schließlich stark von den Gegebenheiten ab.
BMX Racing findet ja auch im "Gelände" statt.
Und Trial Bikes gibt es auch mit 20".
Und für Downhill wurde 24" mit 3" Breite propagiert.
Wenn die Strecke recht hartgefahren ist, winkelig und diverse Fluganteile hat, sind kleine Räder sogar im Vorteil.
Zudem kann man wie gesagt dickere Reifen fahren.
Und auch prinzipbedingt mehr Federweg umsetzen.
Oder, um den Vergleich zu bemühen, macht meine Handycam (Galaxy Note) bei guten Lichtverhältnissen und wenn es nur um Schnappschüsse geht ziemlich gleichwertige Bilder zu einer High End Camera.
Hier ein ganz interessantes
Video zu 29" versus 26" (Schweizer Olympiateam bei Tests).
Der Olympiasieger war ja dann auf einem 29er Fully (Specialized) unterwegs. 2. Platz ging an die Zwischengröße 27,5".
Auch paar 26" er Fahrer waren vorne dabei.
Bei den Damen war die Siegerin auf 26" unterwegs.
London war technisch einfache Strecke mit einigen langen Geraden.
Für mich ist die Quintessenz, dass es keinen klaren Systemsieger gibt und die auf die Radgröße zurückzuführenden Unterschiede in dieser Dimensionierung jedenfalls klar unter 1% liegen.
Wäre jetzt sehr interessant, darunter mal einen Fahrer mit 24" oder gar 20" zu sehen (Reifen dann entsprechend breiter), wie schnell der im Vergleich sein würde. Schlon klar schlechter vermutlich, aber würde der Unterschied mehr als 3% sein? Im wettkampf sind das natürlich wichtige Prozente und Transportabilität spielt da keinerlei Rolle, für mich erschließt ein portables MTB aber ganz andere Einatzmöglichkeiten und paar Prozent Performance kann man dafür einsetzen (mehr als ca 3% Einbußen würden mich dann allerdings schon langsam stören).