Vorher:

Nachher:





Quelle: http://ffw-ettringen.de/index.php?optio ... Itemid=100geht die Temperatur im brennendem Auto über 850 Grad Celsius.
Klar - hab schon einmal ein richtig altes Brompton mit Rost usw neu aufgebaut. Sandstrahlen und schicken neuen Lack rauf - gleich ein Tuningobjekt draus machen.berlinonaut hat geschrieben: ↑Di Mai 02, 2017 4:00 pm So oder so bin ich der Meinung: Das Brommi ist schrott. Überlegst Du ernsthaft das wiederaufzubauen?![]()
Ich weiss ja nicht. So ein ausführliches Feuerbad fügt dem Rahmen potentiell Schäden zu, die seinem Zweck nicht wirklich dienlich sind. Angefangen von den Lötnähten bis zu den Eigenschaften des Stahls. Nun ist das Brommi meines Wissens im Prinzip aus "Baustahl" (also keine hochwertigen, vergüteten Rohre, wie sie bei besseren Rädern sonst verwendet werden) - das könnte in dem Fall vielleicht ein Vorteil sein. Gut ist so ein Feuer sicher trotzdem nicht. Ich würde dem Rahmen nicht mehr trauen und an Deiner Stelle zumindest jemanden fragen, der sich mit sowas auskennt, bevor Du da Geld und Arbeit reinsteckst - z.B. Juliane. Ein rostiger Rahmen ist eine völlig andere Baustelle: Da sieht man offensichtlich, wo die Problemstellen sind. Ein Ausgeglühter ist vollflächig Schrott, da strukturell kaputt. Bist Du versichert? Oder hat der oder die Entleihering eine Privathaftpflicht (falls es nicht Dein Auto, was da dran glauben musste)? Weil dann gehört die Radruine ja eh der Versicherung (oder dem, der den Schaden bezahlt)...superfalter hat geschrieben: ↑Di Mai 02, 2017 5:22 pmKlar - hab schon einmal ein richtig altes Brompton mit Rost usw neu aufgebaut. Sandstrahlen und schicken neuen Lack rauf - gleich ein Tuningobjekt draus machen.berlinonaut hat geschrieben: ↑Di Mai 02, 2017 4:00 pm So oder so bin ich der Meinung: Das Brommi ist schrott. Überlegst Du ernsthaft das wiederaufzubauen?![]()
Quelle: http://www.fahrrad-rat.de/fahrradrahmen ... oeten.htmlDurch Legierungsbestandteile, Wärmebehandlung (z. B. Vergüten) und ggf. Kaltverfestigung erhalten hochwertige Rahmenrohre (aus Stahl, Alu, Titan) ihre mechanischen Eigenschaften. Nun wäre es eigentlich wünschenswert, diese in vollem Umfang zu erhalten. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen (z. B. Klebetechniken) ist das aber aufgrund der Bearbeitung vom Ausgangs-Rohr zum Rahmen leider nicht möglich. Schweißen und Hartlöten führt unweigerlich zu unerwünschten Veränderungen der Eigenschaften des Rohrmaterials! Ausnahmen sind einige Aluminiumlegierungen, die erst nach dem Schweißen durch Wärmebehandlung in Öfen ihre endgültigen mechanischen Eigenschaften erhalten.
(...)
Besonderheiten bei Stahlrohren
1) Die Gitterumwandlungstemperatur:
Diese Temperaturgrenze ist ein bedeutsamer Aspekt beim Fügen von Vergütungsstahlrohren (CrMo usw.). Sie variiert je nach Stahllegierung. Bei den im Fahrradrahmenbau üblichen Stahlrohren liegt sie bei 723 °C bis ca. 850 °C. Will man unterhalb dieser Temperatur bleiben, müssen entsprechende Silberhartlote verwendet werden. Wird die Gitterumwandlungstemeratur überschritten, verändern sich Gitteraufbau und Gefüge des Werkstoffs. Bei langsamer Abkühlung erfolgt normalerweise eine Rückumwandlung in den Ausgangszustand. Geschieht dies zu schnell, wird der Stahl abgeschreckt, er wird spröde/gehärtet.
2) Überhitzung:
Bei Stahlrohren sind sowohl die Fügetemperatur, die Zeitdauer der Temperatureinwirkung als auch der Verlauf des Abkühlens von Bedeutung. Hohe Temperatur und lange „Fügezeiten“ führen üblicherweise zum Aus-/ Weichglühen des Stahls. Er verliert an Zugfestigkeit und die Streckgrenze wird herabgesetzt.
3) Eine andere unerwünschte Eigenschaft auf Grund von Überhitzung ist das Verspröden. Es stellt sich ein, wenn Vergütungsstähle über ihre Gitterumwandlungstemperatur hinaus erhitzt werden und das Abkühlen zu schnell erfolgt. Auch durch zu lange Erhitzungsdauer verlieren die hochwertigen Stahlrohre an Vergütungsqualität. Beim (Lichtbogen-) Schweißen ist die Erhitzungsdauer sehr kurz. Beim Hartlöten kann sie – je nach Lotqualität, Lötstelle, Löttechnik und ggf. handwerklichen Fertigkeiten des Löters unterschiedlich lang ausfallen.(...)
Hartlötverfahren im Fahrradrahmenbau
Hartlöten erfolgt bei Arbeitstemperaturen von über 450 °C (bei niedrigeren Temperaturen spricht man von Weichlöten). Beim Hartlöten werden metallische Werkstoffe mit Hilfe eines andersartigen, geschmolzenen Zusatzmetalls – dem Lot – verbunden/gefügt. Wobei die Schmelztemperatur des Lotes niedriger ist, als die der zu verbindenden Metalle/Werkstücke.(...)
Üblicherweise werden beim Hartlöten Flussmittel benutzt. Diese verhindern Oxidations-/Rostbildung und ermöglichen den Benetzungsvorgang des Lotes mit dem Werkstück. (...)
Das am weitesten verbreitete Hartlötverfahren ist das „Flammlöten“: Die zu fügenden Teile werden mit Flussmittel eingestrichen und mit einer Flamme aus Gas-/Luftgemisch erhitzt. Das Lot wird in Form eines Stabes zugeführt oder als Lotformteil (Großserie) vorher eingelegt.

Da die Bremshebel und Felgen nur weich, aber nicht flüssig waren, dürfte diese Temperatur knapp nicht erreicht worden sein.berlinonaut hat geschrieben: ↑Di Mai 02, 2017 4:00 pm ... Der Schmelzpunkt von Alu liegt lt. Wikipedia bei 660 C (https://de.wikipedia.org/wiki/Aluminium). ...