Pibach hat geschrieben:derMac hat geschrieben:
Ich hab unsauber formuliert, aber dein Gewschwurbel von Energie, die zwar nicht verloren geht, aber auch nicht "nutzubar" ist, ist eine saubere und genaue Formulierung?
Ja. Ist es. Und kein "Geschwurbel". Wobei fehlt, wohin die Ernergie nun geht.
Das hängt davon ab, wie man das genau macht, nimmst Du den Hebel langsam zurück, wird das in den Handmuskeln umgewandelt, ansonsten, bei Schnackeln lassen in Reibung, (elastische) Materialverformung und schließlich Wärme. Sollte aber klar sein, oder?
Klar ist mir das klar. Aber du hast geschrieben, sogar auf nachfragen, dass sie nicht verloren gehen würde. Jetzt schreibst du, dass sie doch verloren geht. Woher soll ich wissen, was du denkst und sagen willst? Ich habe nur das, was du schreibst. Noch mal für den Konsens: die Energie geht verloren (wird in Wärme umgewandelt)?
Mach doch einfach mal eine klare Energiebilanz auf....
Warum machst
Du sowas nicht, sondern erwartest sowas vehement von mir? Wie kommst Du darauf, das diese drängelde Art irgendwie passend sein könnte?
Du schreibst etwas das sich widerspricht und ich bitte dich, dich für eine der beiden sich widersprechenden Aussagen zu entscheiden. Da die Energiebilanzen unterschiedlich ausfallen, je nach dem, für welche Seite man sich entscheidet, kann ich die zu dem Augenblick noch nicht liefen.
Kurz vorher hatten wir uns eigentlich geeinigt, dass die Masse der Flüssigkeit in der Leitung vernachlässigbar ist.
Also ich hatte zugestimmt, dass die Masse wohl nicht größer ist als bei V-Brakes. Und die Beschleunigung spielt eine Rolle, weil durch die Geschwindigkeit eben auch die Reibung zunimmt, nicht nur die kinetische Ernergie, die wohl demgegenüber gering ist.
Du hast wörtlich geschrieben: "Mit der bewegten Masse hast Du wohl recht, scheint also allein auf die Viskosität zurückzuführen zu sein."
Die Beschleunigung spielt eine Rolle, wenn die Masse groß ist. Die Geschwindigkeit spielt bei Betrachtung der Masse dagegen keine Rolle. Für die Reibung spielt die Beschleunigung keine Rolle sondern nur die resultierende Geschwindigkeit. Für die Reibung spielt auch die Masse keine Rolle. Du wirst jetzt wieder schreiben, dass dir das alles klar ist, aber dann schreib das halt auch so hin wenn andere dir folgen sollen.
derMac hat geschrieben:
Der thread ist voll von "Schilderungen" von mir.
Ja schon. Aber nicht an den Stellen, wo Du mich zu weiteren Erklärungen aufforderst. Da finde ich es im Stil unangenehm, was wenn Du es Dir noch mal anschaust doch auch ohne noch weitere Erklärung ersichtlich sein sollte, oder? Deine Ausführungen stehen dann zu meinen wie beschrieben auch nicht wirklich im Zusammenhang.
Ich kann bei dem angeblich fehlenden Zusammenhang nicht folgen. Ich beziehe mich praktisch immer ziemlich wörtlich auf konkrete Aussagen von dir.
Die einzige für die Dynamik relevante Größe bei Hydraulikbremsen ist IMO der Reibungsverlust des strömenden Öls. Der steigt mit der Fließgeschwindigkeit (für geringe Fließgeschwindigkeiten, also laminare Strömung, linear - für höhere Fließgeschwindigkeiten, also turbulente Strömung quadratisch; der Umschaltpunkt wäre mit der Raynoldszahl zu bestimmen wie du schon erkannt hast).
Genau.
Wenn du das auch so siehst, warum hast du dann zwischendrin Masse x Beschleunigung wieder ins Spiel gebracht?
Relevant für die Zeit zur Überbrückung der "Bremslücke" wird dieser Widerstand genau dann, wenn die für die gebrauchte Fließgeschwindigkeit notwendige Kraft das übersteigt, was man beim Hebelziehen noch problemlos aufwenden kann. Solange sie das nicht tut, ist man auch nicht langsamer oder "träger".
Wenn der Widerstand geschwindigkeitsabhängig steigt, brauchts Du für das Überwinden der Bremslücke auch mehr Zeit, bei gleichem Kraftaufwand. Wenn Du stattdessen mehr Kraft aufwendest, dann eben so (merkwürdige Konstruktion). Was stört Dich daran, wenn ich das als "träger" beschreibe? Es ist doch genau treffend.
Das sich das eventuell wie träge anfühlt hab ich vor langer Zeit schon geschrieben. Dass es nicht Trägheit ist, hatte ich auch geschrieben. Ich hab aber glaub ich tatsächlich nicht detailiert erklärt, warum ich den Begriff für falsch halte (ich dachte, es wäre anhand der Formeln offensichtlich

). Das liegt daran, dass es eben nur um Geschwindigkeit und nicht um Beschleunigung geht. Änderungen in der Geschwindigkeit kosten mich eben keine Kraft und das einmal in Bewegung gesetzte System bleibt auch stehen, wenn die Krafteiwirkung aufhört, das ich bei bewegen trägen Massen nicht so. Ein träges Bremssystem wäre schlecht dosierbar, eine hydraulische Bremse ist aber eben gerade besonders gut dosierbar.
Ich habe zwar das Gefühl, dass ich, wenn ich sehr schnell am Hebel einer Hydraulikbremse ziehe, geringfügig mehr Kraft als bei einer Seilzugbremse brauche, aber diese Mehrkraft ist so gering, dass ich den Hebel nicht langsamer ziehe. Ergebnis: Ich sehe nicht, dasss man langsamer bremst.
Ja, das spielt sich in sehr geringen Nuancen ab, wie ich schrieb.
Ist aber schon in einem deutlich merkbaren Bereich.
Kann auch an Deinen Seilzügen liegen, meine XTR laufen so gut wie ohne merkbaren Widerstand.
Du hattest nicht geschrieben, dass der Hebel geringfügig mehr Kraft braucht, sondern dass man langsamer bremst (mit Zeitschätzung "ms"). Ich erkläre jetzt schon ziemlich lange, dass man meiner Meinung nach nicht langsamer bremst (mit viel Begründung). Das sind 2 völlig verschiedene Sichtweisen. Du tust wieder so, als würde ich nur künstlich widersprechen, weil ich die Kontroverse suche. Ich widerspreche aber, weil ich komplett anderer Meinung bin.
Also Fakten sind ja wohl: klar, "suchst" Du - bewusst oder unbewusst sei dahingestellt - Fehler bei meinen Aussagen, das hab ich ja nun wohl genügend begründet. Wäre schon, wenn Du das selber mal bemerken würdest. Schauen wir noch mal dieses Beispiel an:
derMac hat geschrieben:Trotzdem finde ich es weiterhin falsch zu sagen, die V-Brake würde wie ein Booster funktionieren, das "nein" bleibt also.
Selbstverständlich ist das so besehen "falsch". Aber glaubst Du im Ernst, ich würde denken, V-Brakes wären
genau wie Booster? Und das "quasi" hat sich dann da verlaufen? Genau solches Fehlersuchen meine ich.
Du definierst schon wieder deine Meinung als Fakt. Ich suche keine Fehler, sie sind einfach da. Und du hast es noch immer nicht geschaft zu erklären, was denn da nur "quasi" wie ein Booster wäre. Ich habe dagegen schon sehr ausfühlich erklärt, was einen Booster ausmacht und warum die V-Brake das nicht mal ansatzweise leistet. Es geht auch überhaupt nicht darum was ich im Ernst glaube sondern darum was da steht und wie das "irgendein" Leser verstehen könnte.
Auch dieses hier finde ich unverständlich und ist offenbar auf Kontroverse ausgerichtet: "Die V-Brake kann über den Bowdenzug nicht gleichzeitig eine Kraft in den Rahmen einleiten und als "Gegenkraft" dazu wirken. Sie kann nur weniger Kraft bzw. anders gerichtete Kraft einleiten, was sie auch tut (da hatte ich mir ja gerade korrigiert)" Was meinst Du da? Und steht das irgendwie in einem Bezug oder gar Widerspruch zu dem was ich schrieb? Doch wohl kaum.
Äh, ich mache hier genau das, was du immer von mir forderst und wovon du behauptest, ich würde es nicht machen: ich Schreibe meine Meinung mit Erklärung auf. Wenn ich bei dir nachfrage, wie etwas gemeint ist, ist es Kontroverse, wenn ich meine Position aufschreibe auch. Also ist das Ergebnis, dass ich wohl besser gar nichts oder nur zustimmendes schreibe. Ich habe auch schon erklärt was ich meine. Ein Booster versteift den Rahmen an der Bremsaufnahme um die von der Bremse eingeleiteten Kräfte aufzunehmen. Die V-Brake leitet genau diese Kräfte ein, kann also nicht geleichzeitig diese Kräfte aufnehmen. Also ist das nichts quasi wie ein Booster. Wenn ich einen Booster verstärke, wird der Rahmen weniger aufgeweitet. Wenn ich eine V-Brake verstärke, wir er mehr aufgeweitet. Ich kann nicht erkennen, was da quasi gleich sein soll. Allerdings landet ein Teil der Kraft bei der V-Brake im Bowdenzug und geht nicht in den Rahmen. Das ist aber konstruktiv IMO so weit von der Funktionsweise des Boosters weg, dass ich das "quasi" nicht nachvollziehen kann. Auch die mit Booster verbesserte Modulierbarkeit der Bremse wird durch die V-Brake nicht erreicht, eher im Gegenteil.
Das hat bei Dir ein System und ist kein angenehmer Diskussionsstil. Praktisch jedes Posting von Dir läuft nach diesem Schema und konstruiert einen Widerspruch.
Quatsch. Es ist nur einfach so, dass ich meine Widersprüche aufschreibe, genau wie andere Meinungsäußerungen auch. Wenn ich widerspüchlicher Meinung bin, dann ist das nicht konstruiert sonder meine Meinung ist einfach so. Ich hab dich auch schon mehrfach gefragt, wie ich das denn aufschreiben soll, wenn ich anderer Meinung bin, so dass du es nicht als Widerspruch empfindest und ich trotzdem schreiben kann was ich denke. Das fällt mir tatsächlich schwer. Ich weiß auch durchaus, dass ich nicht immer leicht zu nehmen bist, aber im Großen und ganzen scheinst du der einzige zu sein, der mit meinen "Widersprüchen" ernsthaft Probleme hat. Zusätzlich hat du auch mit den Widersprüchen anderer Probleme, die sind nur weniger hartnäckig als ich.
Mac