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Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

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Motte
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Motte »

Das hat mich aber schon vor Jahren bei Hammerhead und Konsorten (Speed Pro) gewundert. Da werden im Bereich Faltrad/Kompaktrad Räder mit typischem Rennradoutfit angeboten, die von der Übersetzung her eher an ein Einkaufsrad erinnern. Vielleicht gab es da einen besonderen Markt in den USA? Oder es gibt eine Klientel - ähnlich den SUV Käufern.

Rein von der Logik her würde ich nicht zum Rennrad greifen, wenn ich (Durchschnitts-) Geschwindigkeiten von 20 bis max. 30 Km/h anstrebe. Das wäre mir zu unbequem. Da nehm ich lieber ein leichtes Trecking Teil. Im Sportbereich würde ich ohnehin nur dann zum faltbaren Produkt greifen, wenn das Falten extrem wichtig wäre. Sonst wären mir die Zugeständnisse, die ich an die besonderem Teile zum Falten machen muss, viel zu hoch.

Gruß

Udo
Pibach
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

Motte hat geschrieben:Im Sportbereich würde ich ohnehin nur dann zum faltbaren Produkt greifen, wenn das Falten extrem wichtig wäre. Sonst wären mir die Zugeständnisse, die ich an die besonderem Teile zum Falten machen muss, viel zu hoch.

Also ich finde gerade bei einem Sportgerät die Transportfähigkeit wichtig, denn das will man ja ins Einsatzgebiet bringen bzw. in den Urlaub mitnehmen.
nierth
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von nierth »

meine Gründe für das X20

- Japan besteht zu 70% aus Bergen und selbst Tokyo ist nicht gerade flach -> leichtes Rad bevorzugt
- es ist wirklich alles asphaltiert -> Rennrad
- in Bahnen sind nur Räder mit 20" oder kleiner erlaubt und selbst die müssen klein verpackt werden -> Faltrad

Viele Grüße,

nierth
nierth
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von nierth »

so, mal ein kleines Update nach zweieinhalb Monaten oder 1000-1500km:
- Das Tretlager kracht. Habe am Freitag versucht, meinen bisherigen Rekord auf dem Weg zur Arbeit zu brechen und das ist das Ergebnis
- Der Lack ist Mist und scheuert sich überall ab, wo Kabelzüge den Rahmen berühren
- Die Speichen haben merklich an Spannung verloren. Kann man das Nachspannen selbst vornehmen? Bei einem normalen Rad mache ich es immer selbst, allerdings haben die Kinetix Laufräder ja nur 10 Speichen...
- Dank des verbogenen Kettenblatts ist mir die Kette beim Schalten am Berg runtergesprungen und hat sich so blöd verbogen, dass bald Ersatz her muss.
- Ein paar der Schrauben (Bremsen/Sattelspanner) fangen bereits an zu rosten.

Ich muss dazu sagen, dass das Rad zwar viel gefahren, aber immer pfleglich behandelt wird. Fahren bei Regen ist ein no-go, genauso wie bei Salz/Schnee/Nässe auf der Fahrbahn. Leider ist man ein paar mal auf Tour dann doch in einen Guss gekommen, weshalb Nässe am Rad nicht vollständig verhindert werden konnte. Ich bin über diese Häufung an Vorfällen nach nur zweieinhalb Monaten ziemlich enttäuscht. Insbesondere Lack/Tretlager und Schrauben stören mich, zeugen sie doch davon dass Dahon ein eigentlich gutes Konzept in einer Hochglanzpackung vermarktet und bei den Dingen, die nicht sofort auffallen (Lager, etc...) auf absolut minderwertige Ware setzt. Wenn das Radl nur nicht so quirlig zu fahren wäre...
Rone
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Rone »

Hallo,

ich finde Deine "Probleme" weder verwunderlich noch dramatisch und sind nicht Dahon- oder Dash X20 spezifisch.

Beim Tretlager gehe ich mal davon aus, dass Du das Innenlager meinst? Das ist ein unsichtbares Teil und wohl an den meisten vorkonfektionierten Rädern der billigste Mist, den der Markt hergibt. An meinen Mµ XL war ein "Chin Hour" verbaut - vermutlich unkaputtbar, dafür sauschwer und der Vierkant so ungenau, dass er wohl JIS und ISO aufnimmt - gewackelt hat nämlich beides ;-)

Zum Lack/Pulver: Deinem Rad lagen Patches bei, mit denen Du die gefährdeten Stellen sichern solltest. Ohne Patches leidet der Lack. Tröste Dich, bei Brompton ist das Pulver nach 1000km ohne Schutzfolie an diversen Stellen weggescheuert.

Laufräder gehören von Zeit zu Zeit nachgespannt, bei einem mit nur 10 Speichen muss man eher doppelt so oft nachschauen. Ich finde aber, dass man lose Speichen sehr gut hört und merkt und dann schnell reagieren kann... Probleme hat bei mir damals nur das Hinterrad gemacht. Da sind mir einige Speichen gerissen und bis da Ruhe eingekehrt war, hat ein wenig gedauert (große Nabe in kleinem Laufrad) ;-)

Bei Schrauben bin ich allerdings bei Dir - warum die heute noch gammeln müssen, verstehe ich auch nicht. An meinem Dahon war es "nur" die Ahead-Schraube und der Magnet - trotzdem unschön.
derMac
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von derMac »

Rone hat geschrieben:ich finde Deine "Probleme" weder verwunderlich noch dramatisch und sind nicht Dahon- oder Dash X20 spezifisch.
Du musst den Preis des Dash bedenken. Dafür sind einige der Probleme schon "dramatisch".
Beim Tretlager gehe ich mal davon aus, dass Du das Innenlager meinst? Das ist ein unsichtbares Teil und wohl an den meisten vorkonfektionierten Rädern der billigste Mist, den der Markt hergibt. An meinen Mµ XL war ein "Chin Hour" verbaut - vermutlich unkaputtbar, dafür sauschwer und der Vierkant so ungenau, dass er wohl JIS und ISO aufnimmt - gewackelt hat nämlich beides ;-)
Laut Spezifikationen sollte beim x20 ein American Classic ISIS verbaut sein. Das ist was ziemlich gutes. Wobei auch gute Sachen mal kaputt gehen können. Interessant wäre aber die Frage, ob da alles ordentlich montiert war.
Zum Lack/Pulver: Deinem Rad lagen Patches bei, mit denen Du die gefährdeten Stellen sichern solltest. Ohne Patches leidet der Lack. Tröste Dich, bei Brompton ist das Pulver nach 1000km ohne Schutzfolie an diversen Stellen weggescheuert.
Der Lack an meinem Dash ist sehr viel schlechter als an allen Rädern die ich bisher besessen habe. Der zerkratzt schon vom anschauen.
Laufräder gehören von Zeit zu Zeit nachgespannt, bei einem mit nur 10 Speichen muss man eher doppelt so oft nachschauen. Ich finde aber, dass man lose Speichen sehr gut hört und merkt und dann schnell reagieren kann... Probleme hat bei mir damals nur das Hinterrad gemacht. Da sind mir einige Speichen gerissen und bis da Ruhe eingekehrt war, hat ein wenig gedauert (große Nabe in kleinem Laufrad) ;-)
Nein, gut aufgebaute Laufräder muss man normalerweise nie nachspannen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Laufräder an meinem Reise-/Alltagsrad hab ich in 10 Jahren nicht einmal nachzentrieren müssen. Das Hinterrad ist übrigens extrem am Limit gebaut, da ist es kein Wunder das das häufig Ärger macht (kann man auch viele Berichte im iNetz finden).

@nierth
Zum Nachspannen der Speichen brauchst du einen speziellen Schlüssel, such mal hier im Forum nach den Laufrädern, da ist das erklärt.

Was meinst du mit "verbogener Kette"? Ich hab noch nie eine verbogene Kette gesehen. Am Berg (ich mein jetzt richtige Berge) vorn schalten ist aber immer eine heikle Sache.

Mac
Rone
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Rone »

Hey Mac,

das mit dem Preis ist so eine Sache - dann muss man auch nach der Herkunft fragen. Ein anderes von mir genanntes Rad ist zwar kompakter, sonst aber magerer ausgestattet und deutlich teurer ;-)

"American Classic" kannte ich bis eben gar nicht, habe aber auch noch nie ein ISIS-Rad besessen. ISIS ist bei mir so in die Nestbau-Jahre gefallen, glaube ich ;-) Wie auch immer: Das gesamte Tretlager vom Innenlager über Kurbel zum Kettenblatt bietet genug Spiel für Montagefehler und Defekte. Da müsste "Nierth" jetzt vielleicht mal konkreter werden...

Mit dem Lack meines Mµ habe ich keine Probleme - wirklich nicht. Das Dash ist ja ein ganz anderes Rad - kommt es evtl. aus einer anderen Rahmenschmiede?

Bei den Laufrädern ist das so eine Sache. Ein klassisches handgebautes, anständig abgedrücktes Laufrad muss man sich sicher nicht ständig nachzentrieren, aber bei so einem filigranen Laufrad wie dem Kinetix-Pro-Wheel in der Größe finde ich das akzeptabel, wenn man das nach einigen Kilometern noch einmal vorführt - dafür ist ja die Erstinspektion eigentlich da...

Ich denke, für sein Geld bekommt man bei Dahon was ganz anständiges. Wer sein Rad auch noch anständig warten kann oder lässt, hat einen soliden Begleiter.
Pibach
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

Bis auf den schlechten Lack, was ich bestätigen kann von meinen Dahons, geht das ja alles auf die Kappe der Anbauteile und deren Zulieferer. Dahon ist da ja nur in sofern verantwortlich, dass sie diese auswählen. Dabei ist die Auswahl in Anbetracht des Preises erstmal wesentlich hochwertiger als an anderen Falträdern, das sollte man zunächst mal bei der Kritik bedenken.
Die Kinetix Pro Läufräder verlieren anfangs an Speichenspannung ja, das ist bei denen so. Vermutlich maschinell eingespeicht. So ein Laufrad würde sonst auch locker das doppelte kosten.
An meinem Mu Ex hab ich auch Tretlagerprobleme, ist ein FSA MegaExo drin, das ist eigentlich ein vielgefahrenes Teil zu dem es zig Erfahrungswerte gibt, wohl aber nicht ganz unproblematisch.
Ansonsten ist die Teileauswahl eigentlich recht solide.
Und der Rahmen selbst völlig unproblematisch.
nierth
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von nierth »

ups, zumindest an einer Stelle muss ich zurückrudern - das Tretlager ist nach wie vor in Ordnung. Das Problem war das untere Faltscharnier, welche snach jedem Faltvorgang leicht unterschiedliche Geräusche von sich gibt. Die drei Tage in denen ich es nicht gefaltet habe gab es jeweils ein Knarzen beim Antritt mit dem rechten Fuß von sich, das mich sofort an ein kaputtes Tretlager erinnert hat. Da ich die Pedale ausschließen konnte, habe ich unweigerlich an das Tretlager gedacht.

Nach wie vor die Frage: Nachzentrieren selbst machen oder machen lassen? Bei normalen Rädern traue ich es mir zu, mit 0 Speichen habe ich es noch nie gemacht...
Pibach
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Re: Die ersten drei Tage mit meinem Dahon Dash X20

Beitrag von Pibach »

nierth hat geschrieben: Nach wie vor die Frage: Nachzentrieren selbst machen oder machen lassen? Bei normalen Rädern traue ich es mir zu, mit 0 Speichen habe ich es noch nie gemacht...
Das sind einfach nur innenliegende Nippel. D.h. Reifen muss vorher runter und Du brauchst den passenden Nippeldreher, genaueres hier. Ansonsten funktioniert das Nachzentrieren genauso wie sonst auch.
Ich hatte allerdings arge Probleme mit festsitzenden Nippeln, dann verdrehen sich die Speichen und brechen.
Würde also nen Satz Nippel bestellen und zu fest sitzende tauschen.
Die Originalnippel hatten bei mir auch keinen Rundkopf, richten sich also nicht so gut in Richtung der Speichenspannung aus.
Bei der Gelegenheit auch Speichen bestellen. Denn die Räder haben häufig Speichenbruch.
Am Hinterrad auf der Antriebsseite, wo diese Speichenbrüche i.d.R. auch auftreten, ist das ziemlich lästig, weil man da auch das Ritzelpaket abdrehen muss.
Hat jetzt auch meinen 2. Satz Kinetix Pro erwischt.
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