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Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Faltrad-Entscheidungshilfe für Unentschlossene.
Karsten
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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von Karsten » Fr 18. Sep 2020, 13:01

Moin,
Ich fahre seit vielen Jahren ein Falt-Pedelec mit ganz einfachem Frontmotor.
Und auf Basis meiner bescheidenen Erfahrung halte ich jenen Motor durchaus für tauglich.
Die Fahrrad-Manufaktur "Utopia" setzt übrigens auch auf (hochwertige) Frontmotoren.
Emil's Kreuzotter-Berechnung spricht übrigens auch dafür: wenn man insgesamt ca 300W Leistung aufbringen muss, und vom Motor ca 250W beigetragen werden, braucht der / die Radlerin nur noch 50W dazuleisten.
E-Motoren haben schon einen optimalen Drehzahl-bereich. Sie funktionieren jedoch durchaus auch ausserhalb jenes Bereichs.
Bei meinem (sehr einfachen) China-Produkt staune ich immer wieder, wie gut das letztlich geht.

Gruß Karsten
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EmilEmil
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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von EmilEmil » Fr 18. Sep 2020, 13:35

Wer lesen kann, hat mehr vom Leben . Aber das will ich dem geneigten Forumsmitglied (Grattler ?) nicht auch noch beibringen (Oder ist es der ungläubige Thomas ?). Ich warte auf eine Dokumentation, wo ein PedeleccoMio mit einem Frontmotor 15 % konstante Steigung über 1 [km] gefahren ist.
Mein Eindruck ist, daß etliche Zeitgenossen den Mund aufmachen, ohne genügend Kenntnisse und Erfahrung zu besitzen. Wie so ein Beitrag wie oben zustande kommt, ist mir wirklich schleierhaft.
Da pickt sich ein Ungläubiger einfach etwas raus, was ihm in den Kram passt, und läßt das Andere einfach weg. So eine Unverschämtheit !
Du kommst in den Ignoranden-Stadel und dann hat sich's. Es reicht !
Host mi !

MfG EmilEmil

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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von yasin » Fr 18. Sep 2020, 14:30

Naja, auch im Mittelgebirge wird man nicht ständig 15% konstante Steigungen vorfinden. Daher denke ich schon, das eine Nachrüstung (oder ein fertiges Falt-Pedelec) zu einem nicht unwesentlichen Teil sehr hilfreich sein kann. Ich sehe es ja bei mir im Harz. Es ist also auch nicht so, das ein Frontantrieb rein gar nichts bringt.

Im fast Nachbarort meines Heimatortes, gibt es die steilste (?) Straße im Harz mit 22%.
https://www.harzlife.de/bilder/steilste ... -harz.html

Es gibt halt immer einen noch größeren "Fisch". Irgendwann wird man egal mit was, auch an die Grenze stoßen. ;-)

P.S. ich warte ja noch auf mein vor Wochen bestelltes Vekkit Nachrüstkit, welches in Krakau hergestellt wird und nach Aussagen der "Erfinder", bis zu 12% gut funktioniert
https://vekkit.com/

Das Kit ist Stand heute, fast fertiggestellt. So kann ich denke ich in den nächsten 2-3 Wochen ein paar Erfahrungsberichte weitergeben. In meinem Heimatort wo ich sehr oft bin, finde ich auch Steigungen von bis zu 15% vor. Werde ich dann mal ausgiebig testen :-)

Grüße
Yasin

EmilEmil
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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von EmilEmil » Sa 19. Sep 2020, 11:59

Das Problem der Steigungen ist nicht, daß man nicht genügend Leistung installieren kann (Nebenbei: Auch ein Pedelec-Motor mit einer Durchschnitts-Nennleistung 250 [W] bringt in einer Steigung ca. 400-500 [W]). Das Problem ist, diese Leistung auf die Fahrbahn zu bringen. Hinten kein Problem, Vorn ist die Tendenz zum Abheben beim Fahrrad fast immer gegeben. Der Muskelantrieb ist pulsierend (Ca. 2x mal ein Sinusbogen bei einer Kurbeldrehung) und erzeugt pulsierende Trägheitskräfte, die den Radler-Körper quasi nach hinten drücken. Da sich der Radler am Lenker festhält, will des System Rad-Radler einen "Willy" auf dem Hinterrad machen. Wenn dann von der Gewichtsverteilung nicht genügend Druck auf dem vorderen Reifen liegt, hat das Vorderrad nicht mehr genügend Bodenhaftung: Keine Lenkung und kein Antrieb (bei Frontmotor !). Ein Heckmotor im Laufrad hat keine Probleme mit dem Vortrieb. Die Fahrdynamik kann auch da zum Abheben führen.
Ich verweise da auch auf die Eisenbahn-Geschichte, wo normalerweise der Adhäsionsbetrieb bis 5 % Steigung durchgeführt (Maximal geht wohl ca. 10 % *) mit Spezial-Konstruktionen) und bei größeren Steigungen ein Zahnrad-Antrieb verwendet wird. *) Die "Eisenbahner" rechnen da mit "Promille".
Bei Allem darf man den Wirkungsgrad von den Nabenmotoren nicht aus den Augen verlieren (Stuichwort Überhitzung !).
Der Mittelmotor hat sich mehr oder weniger durchgesetzt, weil dieser die Schaltung am Fahrrad mitbenutzen kann. Das Problem "Kettenverschleiß" kann durch eine Sensorik für die Motor-Abschaltung bei Schaltvorgängen reduziert werden. Für den dann noch übrig bleibenden Kettenverschleiß gelten die schon häufiger diskutierten Maßregeln der Ketten-Wartung (Ketten-Kapselung, Ketten-Säuberung, Ketten-Schmierung) : Also das, was die Hersteller und Radler fast immer versäumen und oder versuchen, sich davon mit einem Zahnriemen (Teuer !) frei zu kaufen. ! Problem halb gelöst und sich mehrere Andere selbst ans Bein gepinkelt !

MfG Emil Emil

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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von Zauberfaltrad » Mo 21. Sep 2020, 09:25

Guten Morgen!
@EmilEmil warum eigentlich so unfreundlich? Liest sich jedenfalls so. Nicht jeder ist selbiger Meinung. Ist es nicht generell so, dass gerade unterschiedliche Sichtweisen auch neue Ideen bringen und gar helfen?
Dafür ist ein Forum da, um eben solch einen Austausch zu ermöglichen.

In jedem Fall, wie oben vorgeschlagen wurde, kommt ein Falt-Pedelec für mich derzeit nicht in Frage, da ich noch ohne Unterstützung auskommen möchte. Als BJ 83 sehe ich mich da noch zu früh für so etwas. ;-)

Bin gestern spontan und vielleicht weil ich wissen wollte ob es möglich ist, hinauf auf den Brocken im Harz. Ich startete mit dem Brompton (6 Gänge Version) von Ilsenburg aus, dem Ilsetal entlang ging es teilweise sehr Steil mit Steigungen von 15% (laut Komoot), ca. 10 km lang hinauf auf die Spitze. Und es ging überraschend gut. Kein einziges Mal geschoben sondern nur an sehr steilen Stellen im Wiegetritt versucht nicht stehen zu bleiben.

Natürlich wäre es mit einem MTB oder einem Faltrad mit einer anderen Übersetzung etwas komfortabler und stellenweise weniger anstrengend. Insgesamt aber sehe ich keinen großen Unterschied oder Nachteil.

Diese Erkentniss stimmt mich zum nachdenken, denn es kommt offensichtlich nicht nur auf die Technik an sondern wohl vielmehr auf die eigene Einstellung zur Sache. Vielleicht sollte ich es mir daher noch mal genau überlegen und zunächst in Oberfranken ankommen, dort eine Zeit lang unterwegs sein und schauen, ob es dann wirklich ausreicht bzw. eine andere Übersetzung sinnvoller erscheint.

Vielleicht sind sogar all die anderne Fahrräder (MTB, Crosser usw.) in meiner Garage überflüssig, wenn es doch auch so geht. ;-)

Viele Grüße,
Viktor

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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von Motte » Mo 21. Sep 2020, 11:09

Hallo Viktor

Das ist natürlich der ideale Versuch.
Wie gewöhnliche WDR Redakteure da abwracken kann man hier bewundern:
https://www1.wdr.de/fernsehen/wundersch ... d-100.html
(übrigens in Begleitung einer bekannten „Auch Bromptonautin“)

Hatte ich ja zuvor geschrieben - das mit dem „Kopfkino“ sehe ich genau so wie Du. Eventuell bessert man ein wenig die Untersetzung nach (und verzichtet dann halt nach oben auf ein wenig Geschwindigkeit), wenn es zu mühsam ist.

Den folgenden Film hatte ich dir damals als es um die Alpen ging auch schon mal verlinkt. https://www.youtube.com/watch?v=8f4ngXqttrs

Mal abgesehen davon, dass der Film in genialer Weise Spaß am Faltradreisen vermittelt. Wenn man genau schaut – die beiden BromptonautInnen fahren noch – die beiden Dahonistas schieben – obwohl deren Speed TR mit der 21 Gang Dual Drive ausgerüstet ist.
(Ich hatte damals auch „keine Mühe“ mit meinem Speed TR in Deutschland
von Olsberg über Schloss Wildenberg + Siedlinghausen rauf zum Kahlen Asten nach Winterberg zu kommen – oder sagen wir mal – ich bin oben angekommen ohne schieben)

Der konkrete Alltag ist halt später wichtig - wenn man jeden Tag erst mal aus einem Tal heraus fahren muss, dann sieht das doch etwas anders aus. Andererseits kann man auch Glück im Mittelgebirge haben wenn die Standartstrecken dann doch nicht besonders anstrengend sind.

Gruß

Udo

EmilEmil
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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von EmilEmil » Mo 21. Sep 2020, 11:12

yasin hat geschrieben:
Fr 18. Sep 2020, 14:30
...........
Im fast Nachbarort meines Heimatortes, gibt es die steilste (?) Straße im Harz mit 22%.
https://www.harzlife.de/bilder/steilste ... -harz.html
...........
Ich hab mal mit der Falk-Karte nachgeschaut, die Straße hat von Haus 24 bis Haus 1 204 [m] Länge und steigt da von 622 [m] auf 651 {m], also 29/204 = 14,2 % Durchschnitt, wobei die ersten 50 [m] von 622 [m] auf 632 [m] , also 10/50 = 20 % steigen . Die 22 % für das Maximum dürften schon richtig sein.
Wer selber Steigungen solcher Art fährt, kann aus dem Bild schon Einiges entnehmen.
Die Falk-Karten-Höhen können meiner Ansicht nach Interpolations-Ungenauigkeiten enthalten. Vom Bild her ist mir schon klar, daß da ein richtiger Bumms von Steigung vorliegt.
Die erwähnten 15 % Steigung (Durchschnitt auf 1 [km]), die ich letzlich gefahren bin, sind da ca. 5-mal so lang. Die Länge spielt schon eine entscheidende Rolle.
Evtl. hat jemand Tour de France geschaut, da war auch in der letzten Berg-Etappe von 20 % die Rede, allerdings auf einem letzten Stück, das mehr oder weniger aus Buckeln (< 50 [m] ?) bestand, wobei die Durchschnittssteigung über 1 [km] sicher nicht die 20 % erreicht hat. Im Hochgebirge, wo Sättel übersteigen werden müssen, hat man Durchschnitts-Steigungen bis 10 % auf ca. 10 [km] Länge. Das ist auch eine Menge Holz, und durch die Länge letzlich das Leistungs-Ende eines Radlers bestimmend. Natürlich ist die Geschwindigkeit auch ein Grenzen setzenden Parameter: Ich würde nie sagen, daß ich eine 20 % Steigung mit 10 [km/h] hochfahren kann. Da bin ich froh, wenn es mit 6 [km/h] über evtl. max. 500 [m] Länge geht.
Schönen Dank für den Hinweis auf St. Andreasberg (Ein Ortsteil von Braunlage).
Für eine Tagestour ist es mir leider zu weit, sonst würde ich da mal hin und hinauffahren.
Ich bin zwar schon etliche Jahre Ruheständler, aber einen Motor benutze ich nicht. Merkwürdigerweise scheinen die meisten Zeitgenossen anzunehmen, daß man ohne Motor eine Steigung (> 5 % ?) nicht befahren kann. Ich denk schon manchmal, daß ich fast der letzte Radler ohne Motor bin, da mir ,abgesehen von den Rennradlern, nur noch Pedeleccos begegnen.

MfG EmilEmil

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Re: Bitte um Unterstützung. Es wird mein erstes Faltrad

Beitrag von Radla » Di 22. Sep 2020, 10:17

Etwas O.T., aber interessant was gerade so an Nachrüstsets entwickelt wird. Nun auch mit Zahnrad an der Scheibenbremse, für einen sehr ambitionierten Preis: https://www.golem.de/news/montage-an-de ... 51008.html

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