Livestrong
Ich habe leider in der Suchfunktion keinen Beitrag dazu direkt gefunden, jedoch vermute ich, daß es sicherlich schon öfter Thema war. Interessant ist folgende Passage daraus (leider unbelegt).
"The wheel size on the bike used to set the world speed record on an upright bike was 18 inches. Small wheels usually require fewer spokes to achieve the same stability as the common 26 to 28 inch wheels, and fewer spokes generate less turbulence drag than larger wheels, leading to higher speeds. As pointed out by Alexi Grewal, 1984 Olympic road race gold medalist, a small wheel is more efficient than a large wheel in speeds up to 16 mph. In speeds between 16 and 33 mph, small and large wheels are equally efficient. Only in speeds faster than 33 mph is a large wheel preferable, Grewal says."
- bis 25 Kmh sind kleine Laufräder schneller
- zw. 25-53 Kmh sind kleine und grosse Räder gleich schnell
- ab 53 kmh sind grosse Laufräder schneller
Fazit: im Stadtverkehr sollten wir schneller sein.
Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
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superfalter
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derMac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Erstmal ist es nicht sinnvoll, Aerodynamik und Rollwiderstand durcheinander zu werfen. Man kann nämlich sowohl große als auch kleine Räder ganz ohne Speichen bauen.
Aerodynamik: Das mit den weniger Speichen bei kleinen Rädern ist ja nett, die bewegen sich allerdings auch schneller. Und erst zu erklären, dass die Aerodynamik bei kleinen Rädern besser ist und dann zu sagen, dass gerade bei hohen Geschwindigkeiten, also da wo die Aerodynamik besonders wichtig ist (die Geschwindigkeit geht hier quadratisch ein) ist auch nicht sinnvoll. Sicher ist, dass kleine Räder beim Windschattenfahren Vorteile haben, man kann einfach dichter an den Vordermann heranfahren. Fürs Stadtradeln ist die Aerodynamik der Räder IMO vernachlässigbar.
Rollwiderstand: Da ist es noch schwieriger. Erstmal müssen ja gleich aufgebaute Räder und Reifen in verschiednen Größen miteinander verglichen werden. Das ist gar nicht so leicht, selbst bei einem professionellen Vergleich nicht. Dann ist die Frage, wie verglichen wird - jeweils der Druck der die höchste Geschwindigkeit bringt oder der Druck der für gleichen Komfort sorgt. Alles andere wäre unsinnig. Und dann ist die Frage, auf welchem Untergrund. Soweit ich weiß, liegen auf sehr gutem Untergrund die kleinen Räder bei vergleichbarem Komfort leicht vorn (ich kann das aber nicht erklären). Sie haben aber ein schlechteres Kletterverhalten, so dass sie ab einer gewissen Unebenheit zurückfallen. Dass sie fürs Grobe ungeeignet sind kann jeder selbst ausprobieren.
Noch ein Punkt: Beschleunigen und Wendigkeit. HIer schneiden kleine Räder etwas besser ab und das dürfte gerade in der Stadt ab und zu Vorteile bringen. Prinzipiell denke ich aber, das die Geschwindigkeitsunterschiede eher vernachlässigter sind. Fahrradkuriere, die zu den schnellsten Radfahrern in der Stadt gehören, fahren fast ausnahmslos 26" und größer.
Mac
Aerodynamik: Das mit den weniger Speichen bei kleinen Rädern ist ja nett, die bewegen sich allerdings auch schneller. Und erst zu erklären, dass die Aerodynamik bei kleinen Rädern besser ist und dann zu sagen, dass gerade bei hohen Geschwindigkeiten, also da wo die Aerodynamik besonders wichtig ist (die Geschwindigkeit geht hier quadratisch ein) ist auch nicht sinnvoll. Sicher ist, dass kleine Räder beim Windschattenfahren Vorteile haben, man kann einfach dichter an den Vordermann heranfahren. Fürs Stadtradeln ist die Aerodynamik der Räder IMO vernachlässigbar.
Rollwiderstand: Da ist es noch schwieriger. Erstmal müssen ja gleich aufgebaute Räder und Reifen in verschiednen Größen miteinander verglichen werden. Das ist gar nicht so leicht, selbst bei einem professionellen Vergleich nicht. Dann ist die Frage, wie verglichen wird - jeweils der Druck der die höchste Geschwindigkeit bringt oder der Druck der für gleichen Komfort sorgt. Alles andere wäre unsinnig. Und dann ist die Frage, auf welchem Untergrund. Soweit ich weiß, liegen auf sehr gutem Untergrund die kleinen Räder bei vergleichbarem Komfort leicht vorn (ich kann das aber nicht erklären). Sie haben aber ein schlechteres Kletterverhalten, so dass sie ab einer gewissen Unebenheit zurückfallen. Dass sie fürs Grobe ungeeignet sind kann jeder selbst ausprobieren.
Noch ein Punkt: Beschleunigen und Wendigkeit. HIer schneiden kleine Räder etwas besser ab und das dürfte gerade in der Stadt ab und zu Vorteile bringen. Prinzipiell denke ich aber, das die Geschwindigkeitsunterschiede eher vernachlässigter sind. Fahrradkuriere, die zu den schnellsten Radfahrern in der Stadt gehören, fahren fast ausnahmslos 26" und größer.
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sulpiz
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
das liegt aber nur daran, dass es keine Hersteller gibt, die zu konkurrenzfähigen Preisen Fahrräder mit kleinen Rädern anbieten und die grossen Hersteller unisono ohne zu Hinterfragen auf Diamantrahmen mit grossen Rädern setzen. Seit ich Moulton, Birdy und Brompton fahre, WEISS ich aus der Vergleichserfahrung, dass kleine Räder, mit Federung auch bei hohen Geschwindigkeiten, grossen Rädern in jeder Hinsicht (ganz besonders auch in Bezug auf Fahrspass) überlegen sind.derMac hat geschrieben:Fahrradkuriere, die zu den schnellsten Radfahrern in der Stadt gehören, fahren fast ausnahmslos 26" und größer.
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derMac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Seit sich verschiedene Radgrößen parallel fahre, weiß ich, dass das nicht so ist.sulpiz hat geschrieben:Seit ich Moulton, Birdy und Brompton fahre, WEISS ich aus der Vergleichserfahrung, dass kleine Räder, mit Federung auch bei hohen Geschwindigkeiten, grossen Rädern in jeder Hinsicht (ganz besonders auch in Bezug auf Fahrspass) überlegen sind.
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sulpiz
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
das liegt an Dahon - es liegen Welten zwischen Moulton und Dahon!derMac hat geschrieben:Seit sich verschiedene Radgrößen parallel fahre, weiß ich, dass das nicht so ist.sulpiz hat geschrieben:Seit ich Moulton, Birdy und Brompton fahre, WEISS ich aus der Vergleichserfahrung, dass kleine Räder, mit Federung auch bei hohen Geschwindigkeiten, grossen Rädern in jeder Hinsicht (ganz besonders auch in Bezug auf Fahrspass) überlegen sind.![]()
Mac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
@ derMac
"Seit sich verschiedene Radgrößen parallel fahre, weiß ich, dass das nicht so ist.
"
..das ist wohl eher subjektiv, bin eher der Meinung von sulpiz, bin Falträder (auch in Renntrimm) wie Slingshot FoldTech (28" und 26"), Bike Friday Pocket Rocket Pro und Moulton Bridgestone gefahren und war mit den "kleinen" eher schneller.
Keine Frage, auf Langstrecke (100km +) würde ich auch eher ein 28" Rad nutzen.
Gruß TIL
"Seit sich verschiedene Radgrößen parallel fahre, weiß ich, dass das nicht so ist.
..das ist wohl eher subjektiv, bin eher der Meinung von sulpiz, bin Falträder (auch in Renntrimm) wie Slingshot FoldTech (28" und 26"), Bike Friday Pocket Rocket Pro und Moulton Bridgestone gefahren und war mit den "kleinen" eher schneller.
Keine Frage, auf Langstrecke (100km +) würde ich auch eher ein 28" Rad nutzen.
Gruß TIL
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derMac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Ja, gigantische, besonders im Preis. Aber ein Vergleich 5000 € Moulton gegen 2000 € Rennrad gegen 1000 € Dahon auf meiner Hausrunde wär schon spannend.sulpiz hat geschrieben:es liegen Welten zwischen Moulton und Dahon!
Mac
PS: Und dann eine Runde mit dem Moulton durch den Wald
Zuletzt geändert von derMac am Mo Sep 24, 2012 10:11 pm, insgesamt 1-mal geändert.
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derMac
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Re: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Warum gerade auf der Langstrecke das unterlegene System?alterfalter2 hat geschrieben:Keine Frage, auf Langstrecke (100km +) würde ich auch eher ein 28" Rad nutzen.
Mac
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Re: AW: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Also ich finde auch, kleine Räder haben viele Vorteile, die Wendigkeit und das immer dabei sein bringen schließlich auch mehr Spaß. Zumindest für mich und meine Einsatzzwecke im urbanen Umfeld. Auch wenn sie etwas mehr Rollwiderstand haben (aber bei schneller Fahrt weniger Luftwiderstand).sulpiz hat geschrieben: das liegt an Dahon - es liegen Welten zwischen Moulton und Dahon!
Dabei finde ich Ferderung nicht hilfreich, stört eher.
Und nach vielen Vergleichen finde ich fahren sich meine Dahon Räder nach meinem Geschmack nicht schlechter als die Brompton, Birdy oder Moulton die ich ausprobieren durfte. Vergleicht man Räder zu ähnlichem Preis, schneidet Dahon sicher einiges besser ab, weil es dann mit ganz anderer Ausstattung kommt, siehe z.B. mein Mu Ex.
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Re: AW: Vorurteil: Kleine Räder = langsam ?
Ich hab da ja paar Vergleiche gemacht.derMac hat geschrieben:Ja, gigantische, besonders im Preis. Aber ein Vergleich 5000 € Moulton gegen 2000 € Rennrad gegen 1000 € Dahon auf meiner Hausrunde wär schon spannendsulpiz hat geschrieben:es liegen Welten zwischen Moulton und Dahon!
Und bin mit MTB (mit dicken slicks) am schnellsten.
Weil ich damit die Abkürzung fahre
Spaß beiseite, mache schon mal Rennen gegen Messenger Fahrer,. der Fahrer spielt jedenfalls größere Rolle als das Rad.
Im Stadt Verkehr glaube ich schon, dass man minimal schneller ist mit dem Faltrad, wegen der etwas besseren Wendigkeit. Scheint mir auch minimal aerodynamischer zu sein (bei gleicher Sitz Position), das macht aber den Kohl nicht fett.
Ich glaube allerdings, dass man da mit einem Birdy, Bropmton, oder Moulton nicht ganz hinterher kommt (wegen der Federung etwas schwammig und unpräzise in der Lenkung, zu schwer, keine ausreichende Bremsleistung)
Im Gegensatz zum MTB fühle ich mich aber ab gewissem Limit nicht mehr so sicher auf dem Falter, kann das Rad also oft nicht ganz ausfahren, da bräuchte man dann schon stabileren Rahmen, vielleicht ein starres Minibike, und auch breitere Reifen.
Fährt man einfach auf Kondition mehr oder weniger geradeaus auf glatter Fahrbahn nehmen sich die Räder praktisch nichts, bzw. nicht relevant.
Im anspruchsvollen Gelände glaube ich, kann man mit einem Minibike auch vergleichbar schnell sein (mit entsprechend breiten Reifen) das Rad müsste aber eben ausreichend stabil gebaut sein. Für einen echten Vergleich fehlt aber das passende Material.