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Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Mit dem Faltrad um die Welt.
Karsten
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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von Karsten » Fr 6. Mär 2020, 23:03

Rundreise Norddeutschland Teil 5:
Von Lingen mit Regionalbahn "Westphalenbahn" nach Leer / Ostfriesland:
Moderne Regional-Bahn- Schinenebus-Kombinationen mit Kombi-Stellplätzen für Kinderwagen / Rollstühle/ Fahrräder, Niederflur, Einstieg und Platz problemlos. Unfreundliches Personal. Bestand auf vollständiges Falten des Rades obwohl ich darauf hinwies, dass ich mir den Rücken-Nerv eingeklemmt hatte und erhebliche Bewegungs-Probleme hatte, und der Zug ansonsten leer war. Das war rechtlich natürlich korrekt, in der Sache aber schlicht so dreist-unverschämt, dass es Mitreisenden die Sprache verschlug.
Von Leer nach Bremen mit DB-Regional. Doppelstock-Wagen sehr viel Platz. Sehr nettes freundliches Personal.
Von Bremen nach Harburg im "Metronom" Regionalzug: Doppelstockwagen, eigener Fahrradwagen mit riesigem Platzangebot.
Personal nicht nur unfreundlich, sondern regelrecht aggressiv! Kasernenhof / Unteroffiziers-Ton.
Ein Fahrgast kontert die Aufforderung zum Falten seines GoCycles (in jenem Tonfall) kühl freundlich mit dem Hinweis auf seine "Bahncard 100", welche die Mitnahme eines Rades grundsätzlich einschließt. (Schadenfreude!)
Es ist wirklich unfassbar, was für Menschen da auf Kunden / Fahrgäste losgelassen werden.
Von Harburg nach Lüneburg ebenfalls im Metronom-Regional: Das geniale Platzangebot für RadlerInnen aber voll, wie Sardienenbüchse. Sehr viele hochinteressante Faltrad-Modelle davon ca die Hälfte elektrifiziert. Keine Fahrscheinkontrolle.

Soweit Gruß aus Lüneburg
Karsten

Ch.Bacca
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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von Ch.Bacca » Sa 7. Mär 2020, 11:46

Karsten hat geschrieben:
Fr 6. Mär 2020, 23:03
... Es ist wirklich unfassbar, was für Menschen da auf Kunden / Fahrgäste losgelassen werden. ...
Hmm, da hattest Du aber eine m.E. ungewöhnliche Konzentration an Unfreundlichkeit. Unangemessen angemault wurde ich erst ein mal auf hunderten Fahrten. Ansonsten nur neutrales bis freundliches und hilfsbereites Personal.

Etwas anstrengend war kürzlich eine Zugbegleiterin im RE, was mich aber nicht betraf. Helfersyndrom und Sprechdurchfall. Erst war sie nahezu pikiert darüber, dass ein älteres Paar, bei dem die Frau im Rollstuhl saß, OHNE ihre Hilfe eingestiegen war. Dann hat sie versucht ihre Unterstützung zum Ausstieg aufzuschwatzen. Das Paar brauchte die Hilfe wirklich nicht. Der Mann war noch fit genug, das so herauszuwuchten. Dann fragte eine Frau mit Fahrrad nach der Umsteigezeit in Lübeck. Die Zugbegleiterin hat alles mögliche gelabert, nur die Frage nicht beantwortet. Die Frau fragte noch nach einem IC nach Puttgarden. Die Zugbegleiterin kannte den Zug gar nicht, aber sie sei ja auch erst seit zwei Jahren auf dieser Strecke unterwegs. Gemeint war der EC der danischen Staatsbahn von Hamburg nach Kopenhagen, der seit einigen Monaten nicht mehr über Lübeck/Fehmarn sondern über Flensburg fährt. Als ich das der Frau erklärte, war die Zugbegleiterin plötzlich verschwunden.

Anderes Thema:
Was war denn das für eine IC-Zuggarnitur von Hannover nach Amsterdam? Ich fahr ja oft mit dem IC und bisher war der Fahrradwagen immer der Steuerwagen am Ende gegenüber der Lok. War das ein DB-Zug oder aus den Niederlanden? Das mit den schmalen Türen stimmt, das nehme ich schon gar nicht mehr wahr. Ab und an erwische ich einen uralten RB48 zwischen Köln und Wuppertal. Der Zug läuft als Ersatz für einen verunglückten Zug. Eine antike Klapperkiste mit riesigen Türen im Gepäckwagen.

Noch anderes Thema:
Sind Pedelecs nicht mittlerweile unerwünscht im Zug? Irgendwo wurde das gerade wieder aufgeweicht - der Verkehrswende zuliebe.

Karsten
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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von Karsten » Sa 7. Mär 2020, 16:51

Moin,
Die Forensoftware (oder der Geheimdienst der Autoindustrie) hat meine 1. Antwort geschluckt.
Richtig unfreundliches Personal kann ich schon ganz klar bei der Metronom-Eisenbahn festmachen.
(Ich habe mit Freunden schon über ein Metronom-Watch-Blog oder sowas nachgedacht. )
Bei den übrigen Bahnen, gerade auch bei der "Deutschen Bahn" habe ich ganz überwiegend freundliches Personal angetroffen.
IC nach Amterdam werd' ich noch wieder nachrecherchieren.
Betreffs Pedelec hatte der NDR interessante Berichterstattung:
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... ll124.html
https://www.ndr.de/nachrichten/niedersa ... cs126.html
Gruß aus Lüneburg
Karsten

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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von Ch.Bacca » Sa 7. Mär 2020, 18:00

Bei S-Pedelecs war mir das eh klar. Ich hatte die Meldungen aber so verstanden, dass überhaupt keine Pedelecs mehr in der Bahn (welche?) transportiert werden.

Ich fahr kein Rad mit Unterstützung. Wenn ich aber ein S-Pedelec hätte, würde ich das Kennzeichen kurz vorm Bahnhof entfernen. Rein technisch ist das eh Banane.

Mach Dir keinen Stress wegen des Zugs nach Amsterdam.

Karsten
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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von Karsten » Sa 14. Mär 2020, 14:33

Bischen Off Topic, aber doch passend zur Haltung von Zugchefs, die hier auch schon kritisiert wurden:
Ein aktuelles Ereignis bei der Bahn:
https://twitter.com/kaymacquarrie/statu ... 2280952833

Die "ganze Geschichte":
https://barrierefreiebahn.de/zugchef-la ... ehen-will/

Der Betroffene Roll-Fahrer war ohne jedes "Wenn und Aber" in /jeder/ Beziehung im Recht:
https://twitter.com/HoernchenCecile/sta ... 17/photo/1

Gruß Karsten

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Re: Erfahrung mit Reisen mit dem Faltrad in Fernzügen der DB

Beitrag von EmilEmil » Do 11. Aug 2022, 00:44

Es geht mir hier im das Umsteigen von einem Zug in den Nächsten bei knapper Zeit ( z.B. 3 Minuten Zeit ! Selbst 5 Minuten sind noch knapp, vor Allem, wenn dann noch in der Haupt-Unterführung 4 Bahnsteige (Von Gleis 2 nach Gleis 9 ?) bewältigt werden müssen. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang, daß die Bahn dabei ist, überall Aufzüge ein zu bauen oder schon eingebaut hat. Wenn ein notwendiger Aufzug belegt ist (Mit Warteschlange ?), kann man bei kräftiger Konstitution das Faltrad tragen und über die immer vorhandene feste Treppe zu Fuß gehen. Bei größerem (schwererem) Gepäck ist das problematisch.
Die sich stellende Frage ist, kann auch eine Fahrtreppe benutzt werden ? Antwort: Im Prinzip ja ! Aber das Faltrad (Fahrrad) muß auf die Neigung der Fahrtreppe gestellt werden und der Radler muß in der Lage sein, daß Rad gegen Runterrollen (vorwärts oder rückwärts) mit seiner Körperkraft zu sichern. Das ist, wie ich aus Erfahrung weiß, bei mittiger Position neben dem Radl nicht besonders schwierig. Keinesfalls sollte man nach der Analogie Treppe = Treppe das Radl hochnehmen und tragender Weise die Fahrtreppe zu bewältigen versuchen. Aus Erfahrung weiß ich, daß man am Ende der Fahrtreppe nach hinten umkippt und unsanft auf die Stufen der Fahrtreppe (Heute fast immer aus Metall !) aufschlägt. Prellungen am Allerwertesten oder weitere Verletzungen sind die Folge. Bei Helm-Nutzung ist wenigstens der Kopf noch einigermaßen geschützt.
Meine Vermutung ist, daß die Füße durch das Ausflachen der Stufen eine kleine Beschleunigung nach vorn (kleine Beschleunigungs-Kraft nach vorn) erfahren und mit der am Körper-Schwerpunkt des Radlers (etwa am Hüft-Gelenk) angreifenden, nach hinten gerichteten Trägheits-Kräft ein Drehmoment bilden, das den Körper des Radlers nach hinten umkippt. Die Bewegung erfolgt so plötzlich, daß der Radler nicht mehr reagieren kann. Der aufrechte Gang (Stand) erweist sich als reine Makulatur.
Es ist, als ob einem der Boden inter den Füßen plötzlich wegbricht. Ich denke da an den aus Filmen bekannten Teppich-Ruck-Effekt: Der "gute" Detektiv ("böse" Gangster) wird bedroht, zieht Ruck-artig am Teppich und bringt-den Gegenüber nach hinten zu Fall (Der schießt evtl. sogar in die Decke). Das ist von mir eine plausible Erklärung (Hypothese). Ob das kinetisch und kinematisch bei einer Fahrtreppe so möglich ist, kann ich nur dann korrelieren, wenn ich mich mit der Technik einer Fahrtreppe intensiver beschäftigt habe.
Ich meine, daß man bei einigem Training seinen Berwegungsablauf so einstellen kann, daß ein Radler mit hochgehobenem Faltrad nicht mehr umkippt. Das Umkippen ist jedoch nicht ohne, so daß sich ein Training ohne sorfgältige Vorbereitung (Polsterung, Labor-Umgebung ?) wegen der Verletzungs-Gefahr von selbst verbietet. Ohne Training geht das bestimmt nicht !
Da ich ja schon über eine einigermaßen gefahrlose Benutzung der Fahrtreppe mit dem auf der Neigung abgestelltem Rad berichtet habe, ist eine Möglichkeit der Fahrtreppen-Benutzung auch für den Fall, daß man sich im Umsteige-Stress befindet, gegeben. Das Wagnis, eine Fahrtreppe mit Faltrad zu benutzen, mußte ich z. B. eingehen, weil ich bei Verpassen des letzten Zuges eine teure Übernachtung hätte einlegen müssen.
Selbstverständlich kann ich keine Haftung für meine Hinweise übernehmen. Wer aber Etwas besser weiß, als aus meinen Ausführungen hervorgeht, sollte sich nicht scheuen. mich zu korrigieren. Schließlich bin auch erst vor einigen Wochen auf diese Problematik gestoßen.

MfG EmilEmil

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